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Ärger mit dem Arbeitgeber

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  • Ärger mit dem Arbeitgeber

    Hallo,
    ich arbeite als Niederlassungsleiter in einem großen Unternehmen und habe ca. 30 Mitarbeiter unter meiner Führung. Nun habe ich allerdings ziemliche Probleme mit meinem Arbeitgeber.

    Ich arbeite seit knapp 4 Jahren im Unternehmen und arbeite überdurschnittlich viel (8-16 Stunden pro Tag, teilw. 6 Tage pro Woche). Aktuell haben wir ein neues elektronisches Zeiterfassungssystem, auf dem sich nun bei mir schon mind. 200 Überstunden angesammelt haben.

    1)
    Habe ich nun Anspruch, das mir diese 200 Stunden ausgezahlt werden ??
    (Anmerkung im AV:
    - habe eine pausch. jährliche Bruttovergütung AT
    a) Die regelmäßige Arbeitszeit ohne Pausen beträgt 40 Stunden wöchentlich
    b) Anfallende Mehrarbeitszeiten im Rahmen der Ausfgabenstellung des Mitarbeiters gelten mit dem Entgelt als abgegolten.

    2)
    Immer wieder muss ich Nachts oder am Wochenende bei Einbruchalarmmeldungen in die Firma fahren. Habe ich einen Anspruch auf die Vergütung dieser Arbeitszeit (auch ohne Regelung im Arbeitsvertrag), bzw. sogar auf eine Art Pauschale für Rufbereitschaft ??

    3)
    Leider war ich nun diese Woche krank.
    Heute habe ich von unserem GF eine eMail bekommen, in der er mich auffordert von zuhause zu arbeiten - es ist ihm egal ob ich krank bin. Wie kann ich hier sinnvoll dagegen vorgehen ??

    Ich Danke für die Kommentare bereits im Voraus.

    Liebe Grüße
    Onkel F.

  • #2
    AW: Ärger mit dem Arbeitgeber

    Hallo Onkel F.,

    bei dieser Vielzahl von einzelnen Sachverhalten, würde der einzig sinnvolle Weg der sein, zum Fachanwalt zu gehen.

    Kommentar


    • #3
      AW: Ärger mit dem Arbeitgeber

      Erst mal zu dem Thema AT.
      Klar ist bei leitenden Angestellten dass andere Erwartungen an z.B. das Ableisten von Mehrarbeit gestellt werden. AT heißt ja erst einmal nur, dass außertariflich bezahlt wird. Das heißt ja noch nicht, dass es ein Jahresgehalt von z.B. > 100000,-€ bezahlt wird.
      Ich würde erst einmal davon ausgehen, dass die Formulierung im AV (wie schon beschrieben) unwirksam ist.
      Unüblich ist auch, dass dann bei einer herausgehobenen Position eine Zeiterfassung gemacht wird, mit der die vielen Stunden dann auch noch nachweisbar sind.
      Eine Bereitschaft, abends oder am Wochenende, zur Verfügung zu stehen, müsste ebenfalls arbeitsvertraglich vereinbart sein. Wenn nicht, muss man in seiner Freizeit weder an das Telefon gehen, noch irgendwelche Mails vom Arbeitgeber lesen. Private Kommunikationsmittel sind auch kein Medium für den Arbeitgeber.
      Eine Aufforderung, während der Krankheit von zu hause aus zu arbeiten, halte ich für rechtswidrig.
      In diesem Fall muss man sich die Frage stellen, ob hier dem AG im Gespräch klargemacht wird, bestimmte Dinge künftig nicht mehr zu tun und einen Streit in Kauf zu nehmen oder ob man sich nicht lieber gleich einen anderen Job sucht. Ich würde wahrscheinlich beides tun.
      Auf die Regelungen des Arbeitszeitgesetzes will ich auch mal hinweisen, da ist die Dauer der Arbeitszeit an einem Tag wie auch in der Woche begrenzt. (Google mal nach )
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      Bertold Brecht

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      • #4
        AW: Ärger mit dem Arbeitgeber

        Hallo Onkel F.,

        als Erstes solltest Du für Dich feststellen, ob Du leitender Angestellter iSd. BetrVG bist:
        Hinweise dazu wären:
        - umfassende Prokura
        - selbständiges Einstellen und Entlassen von Personal, ohne jemanden fragen zu müssen
        Verdammt wenig Vorgesetzte, Team- oder Nierderlassungsleiter sind tatsächlich leitende Angestellte iSd. Gesetzes.

        Davon hängt nämlich ab, inwieweit Du von Arbeitnehmerschutzgesetze n profitieren kannst.

        Als Zweites Dein Gehalt:
        Erst ab einer gewissen Höhe darf bei einem Arbeitnehmer sämtliche Mehrarbeit pauschal mit dem Gehalt abgegolten werden.

        Drittens: Wenn Rufbereitschaft nicht vereinbart ist, musst Du diese auch nicht leisten. Wenn Ihr einen Betriebsrat habt, würde ich mit diesem eine Vereinbarung schließen, welche eine Bereitschaftsrotation regelt, wo auch mal andere außer Dir RB haben.
        mfg, Aktivist

        Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

        Franz Beckenbauer:
        "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

        Kommentar


        • #5
          AW: Ärger mit dem Arbeitgeber

          Zitat von Aktivist Beitrag anzeigen
          Erst ab einer gewissen Höhe darf bei einem Arbeitnehmer sämtliche Mehrarbeit pauschal mit dem Gehalt abgegolten werden..
          Diese wäre ?


          Hallo!



          Zitat von einervonvielen Beitrag anzeigen
          Hallo,
          ich arbeite als Niederlassungsleiter in einem großen Unternehmen und habe ca. 30 Mitarbeiter unter meiner Führung. Nun habe ich allerdings ziemliche Probleme mit meinem Arbeitgeber.

          Ich arbeite seit knapp 4 Jahren im Unternehmen und arbeite überdurschnittlich viel (8-16 Stunden pro Tag, teilw. 6 Tage pro Woche). Aktuell haben wir ein neues elektronisches Zeiterfassungssystem, auf dem sich nun bei mir schon mind. 200 Überstunden angesammelt haben.

          1)
          Habe ich nun Anspruch, das mir diese 200 Stunden ausgezahlt werden ??
          (Anmerkung im AV:
          - habe eine pausch. jährliche Bruttovergütung AT
          a) Die regelmäßige Arbeitszeit ohne Pausen beträgt 40 Stunden wöchentlich
          b) Anfallende Mehrarbeitszeiten im Rahmen der Ausfgabenstellung des Mitarbeiters gelten mit dem Entgelt als abgegolten.

          2)
          Immer wieder muss ich Nachts oder am Wochenende bei Einbruchalarmmeldungen in die Firma fahren. Habe ich einen Anspruch auf die Vergütung dieser Arbeitszeit (auch ohne Regelung im Arbeitsvertrag), bzw. sogar auf eine Art Pauschale für Rufbereitschaft ??

          3)
          Leider war ich nun diese Woche krank.
          Heute habe ich von unserem GF eine eMail bekommen, in der er mich auffordert von zuhause zu arbeiten - es ist ihm egal ob ich krank bin. Wie kann ich hier sinnvoll dagegen vorgehen ??

          Ich Danke für die Kommentare bereits im Voraus.

          Liebe Grüße
          Onkel F.
          Ohne Ihren AV genau zu kennen,würde ich alle Ihre Fragen mit NEIN beantworten - leider!

          Grüsse,sueton
          Wenn man nicht weiß , wo man ist , kann man sich auch nicht verirren ! ( russ. Sprichwort )

          Kommentar


          • #6
            AW: Ärger mit dem Arbeitgeber

            Zitat von sueton Beitrag anzeigen
            Diese wäre ?


            Hallo!
            Ich nehme Dir nicht ab, dass Du das entsprechende Urteil nicht kennst.
            Bevor Du weiterfragst, hier das entsprechende Zitat:

            "Die Grenze zwischen „Besserverdiener“ und „Normalverdiener“, dessen Überstunden grundsätzlich auszugleichen sind, zieht das BAG bei der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung. Arbeitnehmer, deren Entgelt die derzeit bei 67.200 Euro pro Jahr liegende Beitragsbemessungsgrenze überschreitet, dürfen nach Auffassung der Arbeitsrichter keine gesonderte Vergütung für Mehrarbeit erwarten."
            Quelle: Handelsblatt.com




            Zitat von sueton Beitrag anzeigen
            Ohne Ihren AV genau zu kennen,würde ich alle Ihre Fragen mit NEIN beantworten - leider!
            Auch die Frage 3?
            mfg, Aktivist

            Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

            Franz Beckenbauer:
            "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

            Kommentar


            • #7
              AW: Ärger mit dem Arbeitgeber

              Zitat von Aktivist Beitrag anzeigen
              Ich nehme Dir nicht ab, dass Du das entsprechende Urteil nicht kennst.
              Bevor Du weiterfragst, hier das entsprechende Zitat:

              "Die Grenze zwischen „Besserverdiener“ und „Normalverdiener“, dessen Überstunden grundsätzlich auszugleichen sind, zieht das BAG bei der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung. Arbeitnehmer, deren Entgelt die derzeit bei 67.200 Euro pro Jahr liegende Beitragsbemessungsgrenze überschreitet, dürfen nach Auffassung der Arbeitsrichter keine gesonderte Vergütung für Mehrarbeit erwarten."
              Quelle: Handelsblatt.com






              Auch die Frage 3?

              Ja!

              Nein,ich bin krank,also auch kein Home Office!

              ...Und das Urteil sollten wir uns nochmal genauer durchlesen...!

              Handelsblatt.com - Neues vom BAG zur Pauschalabgeltung von Überstunden Rechtsboard


              Grüsse,sueton
              Wenn man nicht weiß , wo man ist , kann man sich auch nicht verirren ! ( russ. Sprichwort )

              Kommentar


              • #8
                AW: Ärger mit dem Arbeitgeber

                Zitat von sueton Beitrag anzeigen
                ...Und das Urteil sollten wir uns nochmal genauer durchlesen...!
                Wir nicht, sondern eher Du
                mfg, Aktivist

                Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

                Franz Beckenbauer:
                "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

                Kommentar


                • #9
                  AW: Ärger mit dem Arbeitgeber

                  Zitat von Aktivist Beitrag anzeigen
                  Wir nicht, sondern eher Du
                  Inwiefern ?

                  Grüsse,sueton
                  Wenn man nicht weiß , wo man ist , kann man sich auch nicht verirren ! ( russ. Sprichwort )

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