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Inforamtion bei längerfristiger Krankheit

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  • Inforamtion bei längerfristiger Krankheit

    Eine Kollegin ist seit Anfang April krank gemeldet. Sie hat die Funktion einer Alleinbuchhalterin und wird von mir (freie Mitarbeiterin) normalerweise nur in einem geringen Umfang unterstützt. Ich vertrete sie auch nur "Teilzeit" während ihres Urlaubs.
    Weder zu Krankheitsbeginn noch nachdem sie Mitte Mai aus der Lohnfortzahlung raus ist, hat sie sich bisher persönlich gemeldet. Wir erhielten lediglich pünktlich per Posteinwurf Ihre Arbeitsunfähigkeitsbesche inigungen. Wir haben keinen Hinweis auf die Art und den Umfang der Krankheit.

    Seit Mitte April beschäftigen wir daher eine weitere zusätzlich freie Mitarbeiterin.

    Aufgrund interner Anweisungen und Ihrer Tätigkeit ist Ihr bekannt, dass Sie sich normalerweise am 1. Tag Ihrer Krankheit telefonisch bei dem Geschäftsführer melden muss. Dies ist nicht erfolgt. Aufgrund ihrer Position sollte sie sich eigentlich auch mit mir in Verbindung setzte, damit ich in Absprache ihr Aufgabenfeld übernehmen kann. Auch dies ist nicht erfolgt.
    Ich habe ihr jetzt privat eine SMS geschickt um zu erfahren wie es weiter geht, da ich im Juli Urlaub habe. Auch hier kam keine Reaktion.
    Die Buchhaltungsarbeit kann aufgrund der aufwendigen Einarbeitung noch nicht komplett an die neue freie Mitarbeiterin übergeben werden.

    Wir stehen alle verärgert und ohne Planungsmöglichkeiten in Bezug auf Arbeitszeiten und Urlaub.

    Was können wir tun?
    Ist die kranke Mitarbeiterin zu einer Kontaktaufnahme verpflichtet?

    Der Geschäftsführer ist mittlerweile so verärgert, dass er sogar eine Kündigung in Erwägung zieht.

  • #2
    AW: Inforamtion bei längerfristiger Krankheit

    Zitat von avi2013 Beitrag anzeigen
    Eine Kollegin ist seit Anfang April krank gemeldet. Sie hat die Funktion einer Alleinbuchhalterin und wird von mir (freie Mitarbeiterin) normalerweise nur in einem geringen Umfang unterstützt. Ich vertrete sie auch nur "Teilzeit" während ihres Urlaubs.
    Weder zu Krankheitsbeginn noch nachdem sie Mitte Mai aus der Lohnfortzahlung raus ist, hat sie sich bisher persönlich gemeldet. Wir erhielten lediglich pünktlich per Posteinwurf Ihre Arbeitsunfähigkeitsbesche inigungen. Wir haben keinen Hinweis auf die Art und den Umfang der Krankheit.

    Seit Mitte April beschäftigen wir daher eine weitere zusätzlich freie Mitarbeiterin.

    Aufgrund interner Anweisungen und Ihrer Tätigkeit ist Ihr bekannt, dass Sie sich normalerweise am 1. Tag Ihrer Krankheit telefonisch bei dem Geschäftsführer melden muss. Dies ist nicht erfolgt. Aufgrund ihrer Position sollte sie sich eigentlich auch mit mir in Verbindung setzte, damit ich in Absprache ihr Aufgabenfeld übernehmen kann. Auch dies ist nicht erfolgt.
    Ich habe ihr jetzt privat eine SMS geschickt um zu erfahren wie es weiter geht, da ich im Juli Urlaub habe. Auch hier kam keine Reaktion.
    Die Buchhaltungsarbeit kann aufgrund der aufwendigen Einarbeitung noch nicht komplett an die neue freie Mitarbeiterin übergeben werden.

    Wir stehen alle verärgert und ohne Planungsmöglichkeiten in Bezug auf Arbeitszeiten und Urlaub.

    Was können wir tun?
    Ist die kranke Mitarbeiterin zu einer Kontaktaufnahme verpflichtet?

    Der Geschäftsführer ist mittlerweile so verärgert, dass er sogar eine Kündigung in Erwägung zieht.
    Hallo, avi2013
    man sollte darauf mit einer Abmahnung reagieren und anmerken das im Wiederholungsfall mit einer Kündigung zu rechnen sei.
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      AW: Inforamtion bei längerfristiger Krankheit

      Zitat von avi2013 Beitrag anzeigen
      Eine Kollegin ist seit Anfang April krank gemeldet. Sie hat die Funktion einer Alleinbuchhalterin und wird von mir (freie Mitarbeiterin) normalerweise nur in einem geringen Umfang unterstützt. Ich vertrete sie auch nur "Teilzeit" während ihres Urlaubs.
      Weder zu Krankheitsbeginn noch nachdem sie Mitte Mai aus der Lohnfortzahlung raus ist, hat sie sich bisher persönlich gemeldet. Wir erhielten lediglich pünktlich per Posteinwurf Ihre Arbeitsunfähigkeitsbesche inigungen. Wir haben keinen Hinweis auf die Art und den Umfang der Krankheit.

      Seit Mitte April beschäftigen wir daher eine weitere zusätzlich freie Mitarbeiterin.

      Aufgrund interner Anweisungen und Ihrer Tätigkeit ist Ihr bekannt, dass Sie sich normalerweise am 1. Tag Ihrer Krankheit telefonisch bei dem Geschäftsführer melden muss. Dies ist nicht erfolgt.
      ...
      Was können wir tun?
      Ist die kranke Mitarbeiterin zu einer Kontaktaufnahme verpflichtet?

      Der Geschäftsführer ist mittlerweile so verärgert, dass er sogar eine Kündigung in Erwägung zieht.
      Hallo,

      ob die interne Anweisung zur telefonischen Kontaktaufnahme rechtlich haltbar ist, lasse ich zunächst einmal offen. Zumindest aber gelten die Anzeige- und Nachweispflichten des Entgeltfortzahlungsgesetz es. Das bedeutet, dass deine Kollegin sofort mitteilen muss, dass und wie lange sie weiter krankgeschrieben ist. Wenn sie das macht, indem sie die Krankmeldung gleich nach Erhalt bei euch einwirft (oder einwerfen lässt), mag das noch in Ordnung sein. Es würde auch (unterstellt, die Mitteilung kommt tatsächlich an) eine E-Mail oder der Anruf durch Beauftragte ausreichen. Nicht ausreichend wäre es, die Krankmeldung nach Erhalt per Post zu schicken.

      Falls sie sich immer erst am Tag nach Ablauf der letzten Krankmeldung erneut krankschreiben lässt, müsste sie spätestens zu Beginn der Arbeitsschicht mitteilen "Ich fühle mich immer noch krank und gehe nochmals zum Arzt".

      Wenn deine Kollegin hier etwas falsch gemacht hat, wäre das eine Abmahnung wert. Eine Kündigung würde das meiner Meinung nach jedoch noch nicht rechtfertigen (davon ausgehend, dass ihr kein Kleinbetrieb seid).

      Ansonsten sollte dein Chef überlegen, die Mitarbeiterin zum BEM-Gespräch nach § 84 Abs. 2 SGB IX einzuladen. Dabei geht es nicht darum, Vorwürfe zu erheben oder Diagnosen auszuforschen, sondern Unterstützungsmöglichkeit en zur Überwindung der Arbeitsunfähigkeit auszuloten. Nähere Hinweise dazu gibt es im Netz und auch in diesem Forum.

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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      • #4
        AW: Inforamtion bei längerfristiger Krankheit

        1.) Man sieht auf den Krankmeldungen, von welcher Art Arzt sie ausgestellt sind, und kann daraus auf die Art der Erkrankung schließen.

        2.) Auf den Krankmeldungen sind die Krankheitsgründe verschlüsselt ersichtlich, aber man kann das googlen und dann ersehen, um welche Krankheit es sich handelt.

        Ich vermute mal, dass es sich um eine psychische Erkrankung, die längerfristig andauert, handelt, und in diesem Fall ist sehr schwierig, etwas zu tun. Es könnte wohl nur der Chef einen Brief mit der Bitte um Erklärung an diese Mitarbeiterin schicken, aber kündigen kann man nicht so ohne weiteres, da sie ja krank ist. Und aus Erfahrung weiß ich, dass sich diese Situation bald sowieso klären wird. Wenn sich diese Mitarbeiterin in ärztlicher Behandlung befindet, wird sich auch irgendwann eine Klärung der Lage einstellen. Da sollte man nicht jetzt schon eine Kündigung, die arbeitsrechtlich nicht haltbar ist, erwägen. Man sollte erst versuchen Kontakt zu der Mitarbeiterin aufnehmen. Hat schon mal einer daran gedacht, ihr einen Blumenstrauß mit Genesungswünschen zu überbringen?

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        • #5
          AW: Inforamtion bei längerfristiger Krankheit

          Hallo!

          Zitat von carllson Beitrag anzeigen
          1.) Man sieht auf den Krankmeldungen, von welcher Art Arzt sie ausgestellt sind, und kann daraus auf die Art der Erkrankung schließen.

          2.) Auf den Krankmeldungen sind die Krankheitsgründe verschlüsselt ersichtlich, aber man kann das googlen und dann ersehen, um welche Krankheit es sich handelt.
          Was der AG aber auf keinen Fall verwenden darf,da es sowohl die ärztliche Schweigepflicht betrifft als auch den Datenschutz verletzt!

          Hallo FS!

          Zitat von Fussballsend Beitrag anzeigen
          Hallo, avi2013
          man sollte darauf mit einer Abmahnung reagieren und anmerken das im Wiederholungsfall mit einer Kündigung zu rechnen sei.
          Gruß FS
          Da bin ich bei Dir:Genau so!

          Grüsse,sueton
          Wenn man nicht weiß , wo man ist , kann man sich auch nicht verirren ! ( russ. Sprichwort )

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          • #6
            AW: Inforamtion bei längerfristiger Krankheit

            Zitat von carllson Beitrag anzeigen
            ...
            2.) Auf den Krankmeldungen sind die Krankheitsgründe verschlüsselt ersichtlich, aber man kann das googlen und dann ersehen, um welche Krankheit es sich handelt.
            Aber nicht auf der Ausfertigung für den AG, sondern nur auf der Kopie für die Krankenkasse.

            ..., aber kündigen kann man nicht so ohne weiteres, da sie ja krank ist.
            Wobei eine Kündigung im Krankenstand zunächst genauso möglich ist wie ohne Krankheit. Lediglich an eine Kündigung wegen Krankheit sind besondere Anforderungen gestellt.

            Und aus Erfahrung weiß ich, dass sich diese Situation bald sowieso klären wird. Wenn sich diese Mitarbeiterin in ärztlicher Behandlung befindet, wird sich auch irgendwann eine Klärung der Lage einstellen.
            Das kommt sehr darauf an, ob die Mitarbeiterin in fachärztlicher Betreuung ist oder ob ein wohlmeinender Hausarzt so lange weiter krankschreibt, bis die Krankenkasse irgendwann aufwacht (z.B. einige Wochen nach Beginn des Krankengeldbezugs)

            Hat schon mal einer daran gedacht, ihr einen Blumenstrauß mit Genesungswünschen zu überbringen?
            Das ist ein sehr guter Gedanke!
            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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            • #7
              AW: Inforamtion bei längerfristiger Krankheit

              Zitat von carllson Beitrag anzeigen
              2.) Auf den Krankmeldungen sind die Krankheitsgründe verschlüsselt ersichtlich, aber man kann das googlen und dann ersehen, um welche Krankheit es sich handelt.
              Nur, wenn der AN so blöd ist, nicht nur die Durchschrift für den AG, sondern auch das Blatt für die KK beim AG abzugeben

              Zitat von carllson Beitrag anzeigen
              Hat schon mal einer daran gedacht, ihr einen Blumenstrauß mit Genesungswünschen zu überbringen?
              Diesen Vorschlag kann ich nur unterstreichen!!!!
              mfg, Aktivist

              Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

              Franz Beckenbauer:
              "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

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