Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Mit Firmenwagen geblitzt

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Mit Firmenwagen geblitzt

    Mein Kollege ist mit den Firmenwagen geblitzt worden. Der Chef saß daneben und hat Druck gemacht, weil sie sonst mit Verspätung beim Kundentermin angekommen wären. Jetzt weigert sich der Arbeitnehmer den Bußgeldbescheid zu zahlen, weil er unter Druck gesetzt wurde und nur deswegen sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzun g gehalten hat. Kann er vom Chef irgendwie einfordern, dass er die Kosten übernimmt? Rechtlich gesehen hat der Chef natürlich recht, wenn er meint, dass nicht der Halter des Fahrzeugs, sondern der Fahrer die Strafe zahlen muss. Aber gibt es hier Ausnahmen, wovon mein Kollege Gebrauch machen kann?

  • #2
    Hallo,

    der Fahrzeugführer ist für die Einhaltung der Verkehrsregeln verantwortlich. Wäre dein Kollege auch über die rote Ampel oder verkehrt in die Einbahnstraße gefahren, wenn der Chef es verlangt hätte?

    Ich sehe da keine wirklichen Chancen für deinen Kollegen.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      Hallo Rubin, ich muss meinem Vorredner Recht geben.

      Es ist eine Schwäche des Chefs deinen Kollegen zur Geschwindigkeitsüberschre itung zu nötigen. Nötigung generell ist eine Straftat. Jetzt kommt das große ABER: Dein Kollege kann diese Form der Nötigung leider nicht so nachweisen, dass es ihm, im Fall eines Verfahrens, helfen würde.
      Der nächste Umstand ist natürlich, dass der Fahrer für die Geschwindigkeit verantwortlich ist. Die rote Ampel und Einbahnstraße sind ein gutes Argument von Werner.

      Unterm Strich kann man nur hoffen, dass der Blitzer "nur" ein ärgerliches Bußgeld und keine sonstigen Konsequenzen nach sich zieht.
      Dein Kollege wird nun lernen müssen, dass er sich künftig nicht mehr derart in die Ecke drängen lassen sollte, weil es SEIN Führerschein ist, den er riskiert.

      Er hat sich nun mal verbrannt und sollte für die Zukunft seine Lehren daraus ziehen.

      Kommentar


      • #4
        Es käme darauf an wie Druck gemacht wurde. Im Kern hätte es wohl die Androhung einer Kündigung sein müssen.
        Wenn man es dann noch Beweisen kann, dass der Chef die Geschwindigkeitsüberschre itung angeordnet hat -und entsprechend gedroht hat- würde Anspruch auf Schadensersatz bestehen. Im Ergebnis also in der Regel nicht.

        Kommentar


        • #5
          Guten Mogen,

          Ich habe mich noch einmal etwas intensiver mit der Thematik beschäftigt. Auf diversen Seiten habe ich gefunden, dass eine Kostenerstattung durch den Chef vor allem dann in Betracht gezogen werden kann, wenn der Mitarbeiter andernfalls einen wichtigen Geschäftstermin verpasst hat.
          Hier zwei Quellen dazu:
          - https://www.n-tv.de/ratgeber/Geblitz...e19827793.html
          - https://www.bussgeld-info.de/mit-firmenwagen-geblitzt/

          Wenn dein Kollege es für wert befindet, sich deswegen mit dem Chef anzulegen, kann er sich überlegen, sich von einem Anwalt für Verkehrsrecht Unterstützung zu holen. Das muss deswegen nicht gleich in einen Rechtsstreit ausarten, sondern kann auch erst mal nur ein Beratungsgespräch sein. Allerdings hat es den Nachteil, dass es das Verhältnis mit dem Chef schädigen wird. Daher würde ich mir das gründlich überlegen.
          Zuletzt geändert von KlaraM82; 29.08.2019, 11:12.

          Kommentar

          Unconfigured Ad Widget

          Einklappen

          Google

          Einklappen
          Lädt...
          X