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Weisung des Arbeitgebers ablehnen- was ist erlaubt?

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  • Weisung des Arbeitgebers ablehnen- was ist erlaubt?

    Ich habe eine Kollegin, die eine kurzfristige Aushilfe in einer anderen Dienststelle (200 km entfernt vom gewöhnlichen Dienstort) abgelehnt hat. Sie meinte, sie könne dies aus gesundheitlichen Gründen nicht leisten, da der Weg zur anderen Dienststelle zu beschwerlich sei. Sie wurde vom höchsten Vorgesetzten gebeten, die Notfallaushilfe für 3 Tage zu machen, da sich dort das gesamte Personal in Krankheit und Urlaub befand. Außerdem war vor Ort leider kein anderer Kollege in der Lage, einzuspringen und in diesem speziellen Fachgebiet zu unterstützen. Nun hat sie Ärger mit den Vorgesetzten, weil sie der Weisung nicht nachkam. Darf man dem Arbeitgeber dies versagen? Es wird wahrscheinlich noch häufiger vorkommen, dass dort Aushilfe geleistet werden muss, da sich die Personalsituation dort äußerst knapp darstellt. Was darf man als Arbeitnehmer ablehnen?

  • #2
    Hallo sozialfrau,
    ist irgendwas zum Arbeitsort vereinbart?Sie könnte sich auch ein Attest vom Arzt besorgen, der ihr bescheinigt, was sie aus gesundheitlichen nicht dazu in der Lage wäre.Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      Zitat von sozialfrau Beitrag anzeigen
      ... eine kurzfristige Aushilfe in einer anderen Dienststelle (200 km entfernt vom gewöhnlichen Dienstort)
      Hallo,

      was ist arbeitsvertraglich als Arbeitsort vereinbart? Gibt es eine Klausel, die dem Arbeitgeber das Recht auf Zuweisung eines anderen Arbeitsortes zuspricht? Habt ihr einen Betriebsrat und wurde der gegebenenfalls einbezogen?

      Sie meinte, sie könne dies aus gesundheitlichen Gründen nicht leisten, da der Weg zur anderen Dienststelle zu beschwerlich sei.
      Sind die gesundheitlichen Umstände deiner Kollegin dem Arbeitgeber bekannt? Weiß er von den Einschränkungen? Ist das als Argument nachvollziehbar oder klingt es weit hergeholt? Ist die Wahl des Verkehrsmittels freigestellt? Werden Fahrtkosten übernommen und zählt die Fahrtzeit zur Arbeitszeit?

      Außerdem war vor Ort leider kein anderer Kollege in der Lage, einzuspringen und in diesem speziellen Fachgebiet zu unterstützen.
      Gibt es weitere Mitarbeiter/innen aus anderen Orten, die in der Lage wären, als Aushilfe einzuspringen?

      Darf man dem Arbeitgeber dies versagen? ... Was darf man als Arbeitnehmer ablehnen?
      Das hängt stark von den Begleitumständen (s.o.) ab. Außerdem auch ein Stück weit von der Betriebsgröße. Wenn du z.B. in einem Kleinbetrieb arbeitest, nützt dir das Recht auf deiner Seite wenig - ohne Kündigungsschutz sind die Karten schlichtweg schlecht verteilt.

      Falls die Abordnung jedoch für mehrere Mitarbeiter/innen in Frage kommt, muss der AG im Rahmen billigen Ermessens abwägen, wen er dort hinschickt. Das heißt, er hat sein betriebliches Interesse mit dem privaten AN-Interesse zu vergleichen. Das funktioniert natürlich nur, wenn ihm die privaten Gründe hinlänglich bekannt sind.

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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      • #4
        Wenn es keine Klausel zum Arbeitsort gibt, dann kann der AG das durchaus fordern. Ansonsten ärztliche Atteste vorlegen.

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        • #5
          Wie konnte denn deine Kollegin das Problem lösen, sozialfrau?

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