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    Ich bin JAV-Mitglied und habe eine Frage zu folgender Thematik:

    Ein Auszubildender bekommt vom Arbeitgeber Bescheid über seine Nichtübernahme. Man beduaere dieses.
    Der Auszubildende möchte sich daraufhin nach einem anderen Wirkungskreis umschauen und sich auf eine neue Stelle bewerben.
    Da die mündliche Abschlussprüfung noch vor ihm liegt, die Ausbildung noch nicht beendet ist und er noch kein Abschlusszeugnis besitzt, bittet er um eine Erstellung eines Zwischenzeugnisses. Der jetzige Arbeitgeber sichert ihm zu eines zu erstellen und es ihm zukommen zu lassen.

    Eine Woche ist nun vergangen und nichts ist passiert. Da die Bewerbungsfrist bald abläuft, fragt er nochmals beim Arbeitgeber nach , wie der Stand der Dinge ist.

    Man gibt ihm zu verstehen, dass eine der beiden zuständigen Personen aus der Personalabteilung im Urlaub war und nun krank ist. Die andere Person sei nicht befugt, Zwischenzeugnisse zu erstellen. Er solle sich noch etwas gedulden.
    Nach einer weiteren Weile – ca. 3 Woche nach der Anfrage – erhält er sein Zwischenzeugnis und bewirbt sich umgehend auf die neue Stelle. Nun muss er feststellen das die Bewerbungsfrist abgelaufen ist.

    Meine Frage ist nun, ob dieses als Behinderung an der beruflichen Weiterentwicklung des Auszubildenden von Seiten des jetzigen Arbeitsgebers ist?
    Wenn ja, ist das dann rechtens oder nicht? Und wie kann man in dem Fall dagegen vor gehen, um das zukünftig zu verhindern.

    Über Antworten und/oder Tipps würde ich mich sehr freuen.

    Gruß
    beejay123

  • #2
    AW: JAV-Mitglied benötigt Hilfe

    wenn man dem AG so im allgemeinen 2 wochen frist zugesteht, ein zeugnis zu erstellen, dürften auch 3 wochen, falls entsprechende gründe vorliegen, noch kein beinbruch sein

    die frage wäre, warum sich der kollege nicht trotzdem beworben hat, evtl. eben ohne zeugnis bzw. mit dem zusatz, zwischenzeugnis wäre beantragt und wird sofort nach erhalt nachgereicht

    oder ob er den job bekommen hätte, wenn er die bewerbungsfrist eingehalten hätte,
    oder die absage dann eben aus einem anderen grund gekommen wäre

    ich fürchte mal, da kann man seinem jetzigen AG nichts ans zeug flicken

    "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

    Kommentar


    • #3
      AW: JAV-Mitglied benötigt Hilfe

      Hallo

      Meine Frage ist nun, ob dieses als Behinderung an der beruflichen Weiterentwicklung des Auszubildenden von Seiten des jetzigen Arbeitsgebers ist?

      Nein. Selbst wenn überhaupt schuldhaftes Verzögern vorläge, ist da nix zu holen...

      Und wie kann man in dem Fall dagegen vor gehen, um das zukünftig zu verhindern.

      Ich denke, das Zwischenzeugnis ist da? Was wollen Sie denn da verhindern? Will der Chef es Ihnen wieder klauen?

      Übrigens kann man sich im Notfall auch ohne Zwischenzeugnis bewerben. Letztendlich hat der Azubi die Frist vergeigt. Der Arbeitgeber eignet sich aber natürlich besser als Sündenbock...

      Gruß,
      LeoLo
      Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

      Kommentar


      • #4
        AW: JAV-Mitglied benötigt Hilfe

        Also, bewerben kann man sich ja auch ohne Zwischenzeugnis mit dem Zusatz, es in Kürze nachzureichen.
        Demzufolge ist die verstrichene Bewerbungsfrist Sache des Azubi.
        Spannender wäre die Frage, weshalb der Arbeitgeber so spät mitteilt (also deinem Text zufolge eher kurz vor der Abschlussprüfung) , den Azubi nicht übernehmen zu wollen.
        Wenn es noch andere Azubis gibt, die evtl. übernommen werden sollen, stellt sich die Frage nach den Auswahlkriterien. Hier müsste aber der Betriesrat eingeschaltet werden.



        Zitat von beejay123 Beitrag anzeigen
        Ich bin JAV-Mitglied und habe eine Frage zu folgender Thematik:

        Ein Auszubildender bekommt vom Arbeitgeber Bescheid über seine Nichtübernahme. Man beduaere dieses.
        Der Auszubildende möchte sich daraufhin nach einem anderen Wirkungskreis umschauen und sich auf eine neue Stelle bewerben.
        Da die mündliche Abschlussprüfung noch vor ihm liegt, die Ausbildung noch nicht beendet ist und er noch kein Abschlusszeugnis besitzt, bittet er um eine Erstellung eines Zwischenzeugnisses. Der jetzige Arbeitgeber sichert ihm zu eines zu erstellen und es ihm zukommen zu lassen.

        Eine Woche ist nun vergangen und nichts ist passiert. Da die Bewerbungsfrist bald abläuft, fragt er nochmals beim Arbeitgeber nach , wie der Stand der Dinge ist.

        Man gibt ihm zu verstehen, dass eine der beiden zuständigen Personen aus der Personalabteilung im Urlaub war und nun krank ist. Die andere Person sei nicht befugt, Zwischenzeugnisse zu erstellen. Er solle sich noch etwas gedulden.
        Nach einer weiteren Weile – ca. 3 Woche nach der Anfrage – erhält er sein Zwischenzeugnis und bewirbt sich umgehend auf die neue Stelle. Nun muss er feststellen das die Bewerbungsfrist abgelaufen ist.

        Meine Frage ist nun, ob dieses als Behinderung an der beruflichen Weiterentwicklung des Auszubildenden von Seiten des jetzigen Arbeitsgebers ist?
        Wenn ja, ist das dann rechtens oder nicht? Und wie kann man in dem Fall dagegen vor gehen, um das zukünftig zu verhindern.

        Über Antworten und/oder Tipps würde ich mich sehr freuen.

        Gruß
        beejay123
        Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
        Bertold Brecht

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        • #5
          AW: JAV-Mitglied benötigt Hilfe

          Erst einmal vielen Dank für die schnellen Antworten!

          Zitat von kriegsrat II Beitrag anzeigen
          die frage wäre, warum sich der kollege nicht trotzdem beworben hat, evtl. eben ohne zeugnis bzw. mit dem zusatz, zwischenzeugnis wäre beantragt und wird sofort nach erhalt nachgereicht
          Der Azubi hat sich bei dem neuen Arbeitgeber um diese Stelle beworben und man hat ihm gesagt, dass man ein Zwischenzeugnis zu weiteren Bearbeitung unbedingt benötige. Somit blieb ihm nichts anderes übrig als zu warten.
          Durch die Warterei ist dann letzten Endes die Frist verstrichen.

          Zitat von kriegsrat II Beitrag anzeigen
          oder ob er den job bekommen hätte, wenn er die bewerbungsfrist eingehalten hätte
          Die Chancen auf die Stelle waren sehr gut. Er hätte mit ziemlicher Sicherheit bei dem neuen Arbeitgeber anfangen können.

          Zitat von kriegsrat II Beitrag anzeigen
          wenn man dem AG so im allgemeinen 2 wochen frist zugesteht, ein zeugnis zu erstellen, dürften auch 3 wochen, falls entsprechende gründe vorliegen, noch kein beinbruch sein
          Das die Erstellung ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt, ist mir klar und diese Zeit sollte auf zugesprochen werden.
          Aber dass es drei Wochen dauert und nur eine der zwei Mitarbeiter der Abteilung berechtigt ist diese auszustellen, finde ich doch etwas fraglich.
          Man hätte dem Azubi, als die Mitarbeiterin mit der nötigen Kompetenz im Urlaub war oder spätestens krank war, eben Bescheid geben können.

          Dann hätte er wenigstens die Zeit gehabt zu reagieren und dem neuen AG die Situation geschildert. Vielleicht hätte der neue AG dem Azubi in dieser Situation ein wenig mehr Zeit zugesprochen.

          Dann wäre es jetzt gar nicht so weit gekommen.

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