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Arbeitsvertrag, Gruppenunfallversicherung und multiple sklerose

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  • #16
    AW: Arbeitsvertrag, Gruppenunfallversicherung und multiple sklerose

    Zitat von matthias Beitrag anzeigen
    Ich denke das ist ne ganz normale Unfallversicherung auch für den Privatbereich.

    Im Grunde will der AG den Mitarbeiter was gutes tun, wobei mit den Gesundheitsfragen direkt bei der Einstellung hat das schon auch ein gewisses Geschmäckle. Man kann auch auf andere Gedanken kommen.

    Ob dem Betriebsrat das so klar war.
    Exakt. Die Versicherung gilt auch für den Privatbereich und natürlich gibt es in der Firma auch noch andere Angestellte, die arbeitstechnisch ein höheres Unfallrisiko haben als ich.

    Frage mich was die Alternative wäre. Die Versicherung erst nach der Probezeit anbieten?

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    • #17
      AW: Arbeitsvertrag, Gruppenunfallversicherung und multiple sklerose

      Zitat von Möhrchen Beitrag anzeigen
      Ich habe beim Vorstellungsgespräch gesagt, dass ich einen GB von 40 % habe und gleichgestellt bin; dass ich MS habe, hab ich nicht erwähnt, weil es in meinem Beruf nicht wichtig ist.

      Allerdings hab ich es kürzlich meinen Vorgesetzten erzählt, weil ich gerade einen Schub habe und ich ein paar Tage nicht im Büro erscheinen kann. Arbeiten müssen aber termingerecht abgegeben werden, was durch einen Arbeitsausfall nicht möglich ist. - Wir haben uns auf Heimarbeit geeinigt, so dass ich mich Zuhause entspannt erholen kann.



      Sofern Du es noch nicht getan hast: einen GB beantragen (je nach Bundesland 30 bis 50 %, weil Du MS hast); und wenn es weniger als 50 % sind unbedingt Gleichstellung beantragen.

      Bei der Jobsuche musst Du das nicht unbedingt angeben; kannst dann allerdings auch keine Rechte daraus ableiten.

      LG

      Rübe
      Denke Homeoffice wäre bei mir auch möglich, aber ich befürchte eben die Vorurteile gegenüber der Krankheit.
      Toitoitoi, dass der Schub schnell abklingt.

      Einen GdB von 30% habe ich, aber noch keinen Antrag auf Gleichstellung gestellt, da ich mal diese und mal jene Informationen bekomme, ob man es im Vorstellungsgespräch angeben muss oder nicht. Die 30% habe ich aber auch erst vor Kurzem erhalten und informiere mich darüber noch. Ist erst einmal eine andere Baustelle und wie Matthias gesagt hat würde es mir in der Probezeit auch nichts bringen.

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      • #18
        AW: Arbeitsvertrag, Gruppenunfallversicherung und multiple sklerose

        Zitat von Freilos Beitrag anzeigen
        Soweit ich informiert bin müsste ich meine Erkrankung beim noch anstehenden Termin beim Betriebsarzt nicht angeben und dürfte auf Nachfrage sogar lügen, da ich keine Verantwortung über Menschenleben etc habe . Richtig?
        Es muss nicht unbedingt um Lebensgefahren gehen. Auch andere Beeinträchtigungen der Fähigkeit die Aufgaben zu erfüllen können relevant sein.

        E.D.

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        • #19
          AW: Arbeitsvertrag, Gruppenunfallversicherung und multiple sklerose

          Danke für den Hinweis. Geht es dabei um mögliche dauerhafte Einschränkungen oder um akute? Und geht's um da Verschweigen oder Lügen?
          Theoretisch kann die MS die psychischen und/oder die physischen Leistungen einschränken.

          Da mich der Amtsarzt zum Glück vor kurzem für arbeitsfähig erklärt hat sollte es aber eigentlich ok sein oder?

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          • #20
            AW: Arbeitsvertrag, Gruppenunfallversicherung und multiple sklerose

            Zitat von Freilos Beitrag anzeigen
            Denke Homeoffice wäre bei mir auch möglich, aber ich befürchte eben die Vorurteile gegenüber der Krankheit.
            Die Befürchtung hatte ich auch, besonders, da mein damaliger Arbeitgeber genau diese Vorurteile hervorgekramt hatte, um sie als Grund für eine Entlassung anzugeben. Dumme Menschen kann man nicht belehren.

            Mein jetziger Arbeitgeber wusste nicht so genau, was MS ist und was das bedeutet, aber ich hab es ihm erklärt und auf die Seite der DMSG verwiesen. Heute landet man nicht mehr zwangsläufig im Rollstuhl und kann auch bis ins zur Rente problemlos arbeiten. Eventuell benötigt man Hilfsmittel (hab eine Spracherfassung), aber das sollte grundsätzlich kein Problem darstellen.

            Letzten Endes kennst nur Du deinen Arbeitgeber und musst das reell einschätzen können. Sowohl verheimlichen, als auch offenlegen hat Vor- und Nachteile.

            Zitat von Freilos Beitrag anzeigen
            Toitoitoi, dass der Schub schnell abklingt.
            das hoffe ich auch; bisher ist es immer gut gegangen. Danke schön.

            Zitat von Freilos Beitrag anzeigen
            Einen GdB von 30% habe ich, aber noch keinen Antrag auf Gleichstellung gestellt, da ich mal diese und mal jene Informationen bekomme, ob man es im Vorstellungsgespräch angeben muss oder nicht. Die 30% habe ich aber auch erst vor Kurzem erhalten und informiere mich darüber noch. Ist erst einmal eine andere Baustelle und wie Matthias gesagt hat würde es mir in der Probezeit auch nichts bringen.
            Du solltest in jedem Fall Gleichstellung beantragen. Sicherlich greift der Kündigungsschutz erst nach der Probezeit, aber es könnte an anderer Stelle zu einem späteren Zeitpunkt wichtig sein, dass Du gleichgestellt bist.

            So ist - zumindest in Berlin - die Jobvermittlung des Arbeitsamtes viel besser, wenn man als "körperlich benachteiligt" gilt. Die Sachbearbeiter haben weniger Klienten und daher mehr Zeit für den Einzelnen. Und es gibt besondere Förderprogramme.

            Und, je nach Größe des Betriebes, könnte eine Gleichstellung für den AG günstig sein, weil er dann evtl. weniger Abgaben zahlen muss.

            LG

            Rübe

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            • #21
              AW: Arbeitsvertrag, Gruppenunfallversicherung und multiple sklerose

              Zitat von Freilos Beitrag anzeigen
              ...Frage mich was die Alternative wäre. Die Versicherung erst nach der Probezeit anbieten?
              klingt nach einem sehr guten Vorschlag für den Chef.

              Hmmmm, könnte aber auch beim Chef so ankommen, dass Du dich nicht länger binden möchtest, weil es nicht so super ist.

              LG

              Rübe

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              • #22
                AW: Arbeitsvertrag, Gruppenunfallversicherung und multiple sklerose

                Zitat von Möhrchen Beitrag anzeigen
                Mein jetziger Arbeitgeber wusste nicht so genau, was MS ist und was das bedeutet, aber ich hab es ihm erklärt und auf die Seite der DMSG verwiesen. Heute landet man nicht mehr zwangsläufig im Rollstuhl und kann auch bis ins zur Rente problemlos arbeiten. Eventuell benötigt man Hilfsmittel (hab eine Spracherfassung), aber das sollte grundsätzlich kein Problem darstellen.
                Kommt wohl leider wie so oft auf den Chef an. Zumindest was die Arbeit angeht wäre ein Rollstuhl auch kein Problem. Nur im Kopf sollte ich zu 100% fit bleiben, aber da hab ich bislang auch keine Probleme mit.
                Im Vorstellungsgespräch wurde mir auch gesagt wie wichtig den Leuten in dem Team Ehrlichkeit ist (gerade wenn man vielleicht beim Projekt Hilfe braucht). Wenn dann später rauskäme ich habe dort nicht alles erwähnt, käme das sicherlich nicht gut.

                Zitat von Möhrchen Beitrag anzeigen
                Du solltest in jedem Fall Gleichstellung beantragen. Sicherlich greift der Kündigungsschutz erst nach der Probezeit, aber es könnte an anderer Stelle zu einem späteren Zeitpunkt wichtig sein, dass Du gleichgestellt bist.

                Und, je nach Größe des Betriebes, könnte eine Gleichstellung für den AG günstig sein, weil er dann evtl. weniger Abgaben zahlen muss.

                LG

                Rübe
                Der Betrieb ist groß genug um die Quote erfüllen zu müssen. Habe aber auch schon von Großkonzernen gehört, dass es dort mit solchen Dingen auch nicht immer ganz einfach ist. Immerhin liegt in Deutschland die Quote auch nur bei 4,7% (von verlangten 5%) und das obwohl die Quote im öffentlichen Dienst sehr viel höher ist.

                Das Problem mit dem Gleichstellungsantrag ist aber auch wieder die mögliche Pflicht es anzugeben. Die Informationen ob und wann man es angeben muss unterscheiden sich da auch immer wieder. Aktuell muss ich nichts angeben, da ich auch nichts abgeben kann . Und der Kündigungsschutz kann Firmen sicherlich auch abschrecken.

                Grüße
                Freilos

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                • #23
                  AW: Arbeitsvertrag, Gruppenunfallversicherung und multiple sklerose

                  Gegenüber dem Betriebsarzt musst du gar nichts verschweigen, da dieser genau so wie jeder andere Arzt zur Verschwiegenheit verpflichtet ist und dem Arbeitgeber lediglich sagen darf, ob du arbeitsfähig bist oder nicht. Sei gegenüber dem Betriebsarzt ehrlich und entbinde ihn nicht von seiner Schweigepflicht.

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                  • #24
                    AW: Arbeitsvertrag, Gruppenunfallversicherung und multiple sklerose

                    Es sollte auch kein Problem sein, diese Fragen nach der Gesundheit mit "keine Angaben" zu beantworten. Der Arbeitgeber hat kein Anrecht auf diese Angaben. Unsere Firma bietet uns auch über eine Gruppenversicherung Unfall, Berufsunfahigkeit, Risiko Lebensversicherung an. Bei einer echten Gruppenversicherung gibt es hier keine gesundheitlichen Zugangsvorraussetzungen. Selbst ein Kollege mit ALS wurde mit aufgenommen und die berufsunfähigkeits Versicherung bezahlt nach einer Verschlimmerung. Solltest du auf Grund deine verweigerten Angaben deinen Job verlieren hätte der Arbeitgeber ein Problem mit dem AGG.

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