Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Falscher Krankheitstag

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Falscher Krankheitstag

    Hallo liebes Forum,

    ich habe mir mal meine Arbeitszeitkonto-Ausdrucke geben lassen und dabei festgestellt, dass im Februar fälschlicherweise ein Krankheitstag eingetragen wurde, an dem ich aber ganz normal gearbeitet hatte. Das habe ich der Personalabteilung gemeldet, dort hieß es aber, dass der Tag jetzt nicht mehr gelöscht werden könne. Die Stundengutschrift auf dem Arbeitszeitkonto entspricht der eines normalen Arbeitstages (8 h 45 min).

    Kann es wirklich sein, dass man diesen Tag nicht mehr löschen kann? Können da irgendwelche sonstigen Nachteile für mich entstehen? Ich überblicke mögliche Konsequenzen gerade nicht.

    Grüße,
    gummibaerchen

  • #2
    AW: Falscher Krankheitstag

    Zitat von gummibaerchen Beitrag anzeigen
    Hallo liebes Forum,

    Können da irgendwelche sonstigen Nachteile für mich entstehen? Ich überblicke mögliche Konsequenzen gerade nicht.

    Grüße,
    gummibaerchen
    Unabhängig, das so ein "Softwarefehler" natürlich nicht vorkommen darf.......über den Lohn dieses Tages machst Du Dir offenbar keine Gedanken ("sonstige Nachteile")

    Machst Du Dir wirklich ernsthaft solche Gedanken
    über EINEN Krankheitstag.

    Ist das Betriebsklima in deiner Firma so schlecht, das EIN Krankheitstag Konsequenzen haben kann?

    Wieviele Krankheitstage hast Du denn so im Jahresdurchschnitt der letzten Jahre?

    So ab 42 Tagen AU/12 Monaten (gem.§ 84 SGB IX) musst Du in der Regel mit einem BEM rechnen - bei den meisten größeren AG.....die Kleineren schmeissen einen schon vorher raus.

    Ich komme so durchschnittlich auf 30-40 Tage/Jahr.
    Mit REHA könnens auch mal über 60 werden.
    Und ich schlafe trotzdem gut.

    Überprüfe in Zukunft deine Lohnabrechnung. Da müssen Krankheuttage seperat aufgeführt werden.
    Nicht das Dich "der Fehler vor dem Monitor" in eurer Personalabteilung ein ganzes Quartal Krank schreibt

    Kommentar


    • #3
      AW: Falscher Krankheitstag

      Zitat von gummibaerchen Beitrag anzeigen
      ich habe mir mal meine Arbeitszeitkonto-Ausdrucke geben lassen und dabei festgestellt, dass im Februar fälschlicherweise ein Krankheitstag eingetragen wurde, an dem ich aber ganz normal gearbeitet hatte. Das habe ich der Personalabteilung gemeldet, dort hieß es aber, dass der Tag jetzt nicht mehr gelöscht werden könne.
      Hallo,

      wie von Eulenspiegel bereits gesagt, ist ein einzelner Krankheitstag im allgemeinen nicht so sonderlich tragisch. Es kommt natürlich auf die - hier nicht bekannten - Umstände im Detail an. Hast du z.B. häufige "unständige Bezüge" (z.B. Schicht, Überstunden, Zeitzuschläge), die möglicherweise im Krankheitsfall nur durchschnittlich berechnet werden? Oder gibt es bei euch Regelungen, die Gehaltskürzungen (z.B. bei Sonderzahlungen) abhängig von den Fehlzeiten vorsehen?

      Die Aussage der Personalabteilung ist natürlich ziemlich hanebüchen. Eine elektronische Zeiterfassung muss rückwirkende Korrekturen ermöglichen. Und eine manuelle Verarbeitung (z.B. mit Excel-Listen) umso mehr. Vielleicht stimmt dann eine zwischendurch erstellte Statistik nicht mehr. Aber das kann nicht dein Problem sein.

      Habt ihr einen Betriebsrat, der beim Arbeitgeber die fehlerhafte Software bemängeln kann? Immerhin wird das Vertrauen der Belegschaft durch solche Vorkommnisse total erschüttert. Wenn sich dann künftig jede/r Mitarbeiter/in die gestempelten Zeiten zusätzlich handschriftlich notiert und ausrechnet und sich täglich/wöchentlich/monatlich einen Ausdruck zur Kontrolle geben lässt, hat deine Personalabteilung nichts gewonnen.

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

      Kommentar


      • #4
        AW: Falscher Krankheitstag

        ... Ich komme so durchschnittlich auf 30-40 Tage/Jahr.
        Mit REHA könnens auch mal über 60 werden.
        Und ich schlafe trotzdem gut. ...
        Hallo Eulenspiegel,

        natürlich kenne ich deine Krankheitsgeschichte nicht. Vermutlich hast du ein chronisches Leiden, das zu diesen Arbeitsunfähigkeitszeiten führt.

        Ich halte es jedoch für verkehrt, solche immensen krankheitsbedingten Fehlzeiten als normal hinzustellen. Dein Arbeitgeber mag das aufgrund der nicht näher bekannten Umstände akzeptieren. Andere tun das nicht.

        Und ruckzuck hat der/die blutjunge Berufsanfänger/in im Kleinbetrieb die Kündigung kassiert, obwohl Eulenspiegel im Forum behauptet hat, dass das alles ganz entspannt sei.

        Gruß,
        werner
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

        Kommentar


        • #5
          AW: Falscher Krankheitstag

          Zitat von werner h. Beitrag anzeigen

          Die Aussage der Personalabteilung ist natürlich ziemlich hanebüchen. Eine elektronische Zeiterfassung muss rückwirkende Korrekturen ermöglichen. Und eine manuelle Verarbeitung (z.B. mit Excel-Listen) umso mehr. Vielleicht stimmt dann eine zwischendurch erstellte Statistik nicht mehr. Aber das kann nicht dein Problem sein.

          Habt ihr einen Betriebsrat, der beim Arbeitgeber die fehlerhafte Software bemängeln kann? Immerhin wird das Vertrauen der Belegschaft durch solche Vorkommnisse total erschüttert.
          Bei uns werden die Daten nach 6 Monaten eh gelöscht, mit den Ausschlussfristen. Ich vermute dort werden die Daten auch nicht ewig vorgehalten.

          Ich finde du übertreibst: "Vertrauen der Belegschaft durch solche Vorkommnisse total erschüttert."

          Fehler passieren und Konsequenzen hat das Ganze nicht!

          Kommentar


          • #6
            AW: Falscher Krankheitstag

            Zitat von matthias Beitrag anzeigen
            Bei uns werden die Daten nach 6 Monaten eh gelöscht, mit den Ausschlussfristen.
            Sei mir bitte nicht böse - aber das bezweifle ich. Wie erfüllt ihr dann die Nachweispflicht nach § 16 Abs. 2 ArbZG? Woher kennt ihr die Fehlzeiten der zurückliegenden zwölf Monate für das BEM? Woher kommen die Informationen zur Frage, ob anrechenbare Fehlzeiten zur Entgeltfortzahlung vorliegen? Wo erfasst der Arbeitgeber die Fehlzeiten der vergangenen Jahre z.B. zur Prüfung von - schlimmstenfalls - krankheitsbedingten Kündigungen?

            Ich finde du übertreibst: "Vertrauen der Belegschaft durch solche Vorkommnisse total erschüttert."
            Für ein einmaliges Vorkommnis ist das natürlich übertrieben. Wenn gummibärchen jetzt aber durch den Betrieb rennt und sich lauthals darüber mokiert, werden andere Kolleg/innen misstrauisch und fangen ebenfalls an, die Zeitnachweise anzufordern. Sobald dann der zweite oder dritte (vermeintliche?) Fehler publik wird, lässt sich der Flurfunk nicht mehr aufhalten.

            Fehler passieren
            Zustimmung ...

            und Konsequenzen hat das Ganze nicht!
            ... und Widerspruch.
            Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
            Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

            Kommentar


            • #7
              AW: Falscher Krankheitstag

              Falls ein Arbeitgeber mit nicht mehr als 30 Arbeitnehmern ist, ist der Fehler der Krankenkasse mitzuteilen.

              E.D.

              Kommentar


              • #8
                AW: Falscher Krankheitstag

                Danke für die Antworten.

                @Eulenspiegel: Doch, über den Lohn mache ich mir auch Gedanken, deshalb habe ich ja hier gefragt. Auf der Gehaltsbescheinigung habe ich den Tag zwei Monate später gefunden als "Entgeltfortzahlung" und muss natürlich auch korrigiert werden, das werde ich der Personalabteilung nochmal mitteilen, falls sie nicht schon selbst auf die Idee gekommen sind.

                Ich meinte mit Konsequenzen z. B. auch, dass ich z. B. bei Gesundheitsprüfungen für Versicherungen durchfallen könnte, wenn ich zu viele Krankheitstage habe. Von Eulenspiegels Zahlen bin ich zum Glück noch weit entfernt.

                @ E.D. Es ist ein sehr großer Betrieb. Habe meine Krankenkasse angerufen, dort wurde der Tag im Februar nicht gemeldet, es war ja auch nur ein einzelner ohne AU-Schein. Allerdings hat mir die Krankenkasse gesagt, dass mein AG dort einen Tag im Juni als AU-Tag melden wollte, an dem ich im Mutterschutz war (einen Tag vor der Entbindung), das weiß die Krankenkasse natürlich und hat diesen Tag deshalb als AU-Tag "abgelehnt". Sehr seltsam...

                @Werner: Ja, unstete Bezüge habe ich (Bereitschaftsdienste, Überstunden etc). Ich muss sagen, dass dies nur einer von einer ganzen Reihe von Fehlern ist, die mir aufgefallen sind (Dienste wurden vergessen, Zeitzuschläge wurden vergessen (auch bei anderen schon), Pflichtfortbildungen wurden mehrfach nicht als Arbeitszeit gewertet usw.). Ja, das wäre was für den Betriebsrat, aber ich glaube, die sind ausgelastet. :-/ Ich habe bislang auch noch in keinem Haus gearbeitet, wo SO viele Fehler passieren. Ich werde bestimmt nicht mehr darauf verzichten, mir meine Kontoausdrucke zuschicken zu lassen und werde dafür nun auch alle Kollegen mobilisieren. Sogar der Chef hat uns schon darauf hingewiesen, dass dort Fehler passieren und wir da nicht blind vertrauen dürfen...

                Kommentar


                • #9
                  AW: Falscher Krankheitstag

                  Dass eine Versicherung bei einer Gesundheitsprüfung auf Daten des Arbeitgebers Zugriff hat, habe ich noch nie gehört. Üblich dürfte da eine Selbstauskunft sein verbunden mit einer Entbindung der Ärzte von der Schweigepflicht, und dabei taucht dieser falsche Tag nirgends auf.

                  E.D.

                  Kommentar


                  • #10
                    AW: Falscher Krankheitstag

                    Grundsätzlich zur Rechtslage, ein Berichtigungsanspruch ergibt sich aus §20 Bundesdatenschutzgesetz. Der Arbeitgeber speichert persönliche Daten (darum handelt es sich hier), wenn diese inkorrekt sind, sind sie auf Anforderung des Arbeitnehmers zu korrigieren. Punkt. Dabei kommt es nicht darauf, ob die Falschinformation zu irgendwelchen Nachteilen für den AN führt oder führen könnte.

                    Da das auch die Hersteller von Personalverwaltungssoftwa re wissen, kann ich mir schwer vorstellen, dass es keine Möglichkeit der nachträglichen Korrektur gibt. Wahrscheinlicher ist, dass die Mitarbeiter in der Personalarbeitung entweder nicht wissen, wie es geht, oder den Aufwand scheuen.

                    Kommentar

                    Unconfigured Ad Widget

                    Einklappen

                    Google

                    Einklappen
                    Lädt...
                    X

                    Informationen zur Fehlersuche