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Zwang zu Minusstunden

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  • Zwang zu Minusstunden

    Folgende Situation:
    (2014 in Deutschland gegründetes Unternehmen)
    Mitarbeiter werden kurzfristig wegen geringem Kundenlauf nachhause geschickt, um die pro Kopf Umsätze pro Tag höher aussehen zu lassen. 5 Minuten bevor man das Geschäft verlassen soll wird dem Mitarbeiter dies auch erst mitgeteilt. Folge für den Mitarbeiter, Minusstunden Aufbau (kein Überstundenabbau). Sollte der Mitarbeiter kündigen, muss er die aufgebauten Minusstunden dem Arbeitgeber zurück zahlen, da monatlich der feste Lohn nach wie vor gezahlt wird und als Vorschuss gilt. Muss ein Arbeitnehmer dies so hin nehmen? Dass seine Freizeit beeinflusst wird und er die Stunden nachholen muss? Ich war immer der Meinung das sei das Arbeitgeber Risiko, wenn kein Kundenlauf herscht.
    (im gesamten letzten Jahr kam keine Situation auf, in der man überhaupt hätte Überstunden aufbauen können, somit ist es ebenfalls unmöglich die Minusstunden wieder einzuholen)
    Ich würde mich sehr über Antworten freuen!
    Viele Grüße

  • #2
    AW: Zwang zu Minusstunden

    Zitat von bronacco Beitrag anzeigen
    Folgende Situation:
    (2014 in Deutschland gegründetes Unternehmen)
    Mitarbeiter werden kurzfristig wegen geringem Kundenlauf nachhause geschickt, um die pro Kopf Umsätze pro Tag höher aussehen zu lassen. 5 Minuten bevor man das Geschäft verlassen soll wird dem Mitarbeiter dies auch erst mitgeteilt. Folge für den Mitarbeiter, Minusstunden Aufbau (kein Überstundenabbau). Sollte der Mitarbeiter kündigen, muss er die aufgebauten Minusstunden dem Arbeitgeber zurück zahlen, da monatlich der feste Lohn nach wie vor gezahlt wird und als Vorschuss gilt. Muss ein Arbeitnehmer dies so hin nehmen? Dass seine Freizeit beeinflusst wird und er die Stunden nachholen muss? Ich war immer der Meinung das sei das Arbeitgeber Risiko, wenn kein Kundenlauf herscht.
    (im gesamten letzten Jahr kam keine Situation auf, in der man überhaupt hätte Überstunden aufbauen können, somit ist es ebenfalls unmöglich die Minusstunden wieder einzuholen)
    Ich würde mich sehr über Antworten freuen!
    Viele Grüße
    Hallo bronacco,
    gibt es ein Arbeitszeitkonto?
    Ist irgendwas im AV dazu geregelt?
    Betriebsrat vorhanden.Der AG kann dich nicht einfach so nach Hause schicken, weil zu wenig Kunden da sind. (Arbeitgeberrisiko)Mach er dies doch gerät er aus meiner Sicht in Annahmeverzug. Du solltest deine Arbeitskraft nachweislich anbieten(Zeugen) So wie die Situation geschildert wird, wird es am besten sein sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht zu wenden.
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      AW: Zwang zu Minusstunden

      Hallo FS,

      ja, Arbeitszeitkonto besteht.

      Betriebsrat gibt es nicht, wurde in Stuttgarter Filiale versucht, entsprechende AN wurden entlassen. Ging bis zum Arbeitsgericht dieser Fall.

      Folgendes steht im AV:
      § Arbeitszeit
      -regelm. AZ 2080 Std. (52 KW x 40 Std/Woche)
      -Die sich aus dem AV ergebende wöchentliche Durchschnittsarbeitszeit in Höhe von 40 Std. wird in der Regel auf 5 Arbeitstage je Woche (einschl. Sa.) verteilt. Eine Änderung d. Verteilung d. AZ auf die KW kann jeder Zeit, aus betr. Notwendigkeit, durch den AG einseitig geändert werden.
      -Grundsätzl. ist das sich aus der JahresAZ ergebende AZ-Volumen auf einen Zeitraum von 52 Wochen verteilt.
      -Ziel der Lage der AZ ist es, den Erwartungen der Kunden zu entsprechen und den betr. Bedürfnissen gerecht zu werden.
      -Minusstunden werden im Falle einer Kündigung vom AN zurück gezahlt

      So verlief das nach Hause schicken (Kurzfassung):
      - ich am arbeiten
      - werde in's Büro gerufen
      - stellv. Filialleitung und zwei Verkaufs-Vorarbeiter sitzen da und die stellv. sagt freudig, als wäre Folgendes total supi für mich: "du kannst nachhause gehen " ich, total überrumpelt: "ok..." sie, freudig am lachen: ok!? haha hihi.." ich, irritiert: "aber ich bin gerade mitten in der Arbeit, ich habe was zutun." sie: "kein Problem, gib die Aufgaben an deine Kollegin weiter, du kannst gehen"
      -der Kollegin meine Arbeit wiederwillig weiter gegeben, sie hat meinen Unmut mitbekommen
      -ausgetragen aus dem Zeiterfassungssystem und nachhause gegangen

      Gespräch mit der Filialleitung gesucht, dass ich nicht gehen wollte und dass ich glaube es seie nicht rechtens... und dass ich das allgemein nicht gut finde. Ich möchte nicht sowas von spontan in Kenntniss gesetzt werden wegen zu geringem Kundenlauf nachhause gehen zu müssen. Sie: Ihr oblige das Direktionsrecht und sie könne das machen, bis zu 80 Minusstd. dürften wir AN wohl aufbauen. Die im Falle von AN-Kündigung dann natürlich zurück zu zahlen sind.

      Nach wie vor der Rat einen Anwalt für Arbeitsrecht einzuschalten?
      Vor dieser Frage stehe ich nun.

      Vielen Dank und viele Grüße

      Bronacco

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      • #4
        AW: Zwang zu Minusstunden

        Gibt es ein Gesetz, das festlegt, wann spätestens der AG dem AN Arbeitszeitänderungen mitzuteilen hat?

        Kommentar


        • #5
          AW: Zwang zu Minusstunden

          Zitat von bronacco Beitrag anzeigen
          Hallo FS,

          ja, Arbeitszeitkonto besteht.

          Betriebsrat gibt es nicht, wurde in Stuttgarter Filiale versucht, entsprechende AN wurden entlassen. Ging bis zum Arbeitsgericht dieser Fall.

          Folgendes steht im AV:
          § Arbeitszeit
          -regelm. AZ 2080 Std. (52 KW x 40 Std/Woche)
          -Die sich aus dem AV ergebende wöchentliche Durchschnittsarbeitszeit in Höhe von 40 Std. wird in der Regel auf 5 Arbeitstage je Woche (einschl. Sa.) verteilt. Eine Änderung d. Verteilung d. AZ auf die KW kann jeder Zeit, aus betr. Notwendigkeit, durch den AG einseitig geändert werden.
          -Grundsätzl. ist das sich aus der JahresAZ ergebende AZ-Volumen auf einen Zeitraum von 52 Wochen verteilt.
          -Ziel der Lage der AZ ist es, den Erwartungen der Kunden zu entsprechen und den betr. Bedürfnissen gerecht zu werden.
          -Minusstunden werden im Falle einer Kündigung vom AN zurück gezahlt

          So verlief das nach Hause schicken (Kurzfassung):
          - ich am arbeiten
          - werde in's Büro gerufen
          - stellv. Filialleitung und zwei Verkaufs-Vorarbeiter sitzen da und die stellv. sagt freudig, als wäre Folgendes total supi für mich: "du kannst nachhause gehen " ich, total überrumpelt: "ok..." sie, freudig am lachen: ok!? haha hihi.." ich, irritiert: "aber ich bin gerade mitten in der Arbeit, ich habe was zutun." sie: "kein Problem, gib die Aufgaben an deine Kollegin weiter, du kannst gehen"
          -der Kollegin meine Arbeit wiederwillig weiter gegeben, sie hat meinen Unmut mitbekommen
          -ausgetragen aus dem Zeiterfassungssystem und nachhause gegangen

          Gespräch mit der Filialleitung gesucht, dass ich nicht gehen wollte und dass ich glaube es seie nicht rechtens... und dass ich das allgemein nicht gut finde. Ich möchte nicht sowas von spontan in Kenntniss gesetzt werden wegen zu geringem Kundenlauf nachhause gehen zu müssen. Sie: Ihr oblige das Direktionsrecht und sie könne das machen, bis zu 80 Minusstd. dürften wir AN wohl aufbauen. Die im Falle von AN-Kündigung dann natürlich zurück zu zahlen sind.

          Nach wie vor der Rat einen Anwalt für Arbeitsrecht einzuschalten?
          Vor dieser Frage stehe ich nun.

          Vielen Dank und viele Grüße

          Bronacco
          ein Gesetz gibt es nicht, aber es wird meißtens eine Ankündigungsfrist von 4 Tagen (Teilzeitbefristungsgeset z) angegeben. Aber wie schon gesagt, am besten mit einem Anwalt die Angelegenheit regeln.
          Gruß FS
          In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

          Kommentar


          • #6
            AW: Zwang zu Minusstunden

            Zitat von Fussballsend Beitrag anzeigen
            ein Gesetz gibt es nicht, aber es wird meißtens eine Ankündigungsfrist von 4 Tagen (Teilzeitbefristungsgeset z) angegeben. Aber wie schon gesagt, am besten mit einem Anwalt die Angelegenheit regeln.
            Gruß FS
            Das werde ich dann wohl machen.
            Danke sehr

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