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Nach dualem Studium über den Tisch gezogen

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  • Nach dualem Studium über den Tisch gezogen

    Hallo zusammen,

    mein Arbeitgeber, ein bekannter Autobauer, kämpft zur Zeit mit den Auswirkungen der sogenannten "Dieselkrise" *ähem*
    Ich bin duale Studentin und auf den letzten Metern meines Studiums. Ich bin in ein paar Wochen fertig und soll dann einen Arbeitsvertrag unterschreiben. Vereinbart war zu Beginn eine Stelle im Angestelltenverhältnis, also eine verwaltende Tätigkeit im indirekten Bereich. Im Vertrag steht das in etwa so: "eine adäquate Tätigkeit"
    Was jetzt auf mich zukommt ist allerdings ein Vertrag im Lohnbereich, sprich operative Tätigkeiten, zum Beispiel Fließband oder Stapler fahren. Die Begründung: Umstrukturierungsmaßnahme n und Einstellungsstop. Im Vertrag steht in etwa: ich muss eine mir angebotene Tätigkeit annehmen, sonst muss ich meine Ausbildungskosten zurückzahlen, es sei denn aufgrund der betrieblichen Situation findet sich keine adäquate Tätigkeit, dann entfällt nach 12 Monaten die Rückzahlungspflicht.

    Also ist alles sehr vage im Vertrag beschrieben, es steht zum Beispiel überhaupt nichts über Gehalt und Eingrenzung der Arbeitsaufgaben, das wurde alles nur mündlich zugesagt. Ich frage mich, ob das so rechtens ist. Der betriebliche Druck ist offensichtlich selbst auferlegt, denn in den Führungsetagen wird weiterhin fleißig in das obere Management befördert.

    Die Rückzahlung wäre eine enorme Summe, das Studium hat immerhin satte 3,5 Jahre gedauert.
    Ich habe etwas gelesen, dass Arbeitgeber Rückzahlungspflichten nicht geltend machen dürfen, wenn sie dem Arbeitnehmer die Qualifizierungsmaßnahme bezahlt haben und hinterher keinen Bedarf für die qualifizierte Arbeitskraft haben... Kennt sich da jemand ein bisschen aus?
    Zuletzt geändert von theresa2104; 22.02.2017, 18:27.

  • #2
    AW: Fließband statt Drehstuhl

    Zitat von theresa2104 Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    mein Arbeitgeber, ein bekannter Autobauer, kämpft zur Zeit mit den Auswirkungen der sogenannten "Dieselkrise" *ähem*
    Ich bin duale Studentin und auf den letzten Metern meines Studiums. Ich bin in ein paar Wochen fertig und soll dann einen Arbeitsvertrag unterschreiben. Vereinbart war zu Beginn eine Stelle im Angestelltenverhältnis, also eine verwaltende Tätigkeit im indirekten Bereich. Im Vertrag steht das in etwa so: "eine adäquate Tätigkeit"
    Was jetzt auf mich zukommt ist allerdings ein Vertrag im Lohnbereich, sprich operative Tätigkeiten, zum Beispiel Fließband oder Stapler fahren. Die Begründung: Umstrukturierungsmaßnahme n und Einstellungsstop. Im Vertrag steht in etwa: ich muss eine mir angebotene Tätigkeit annehmen, sonst muss ich meine Ausbildungskosten zurückzahlen, es sei denn aufgrund der betrieblichen Situation findet sich keine adäquate Tätigkeit, dann entfällt nach 12 Monaten die Rückzahlungspflicht.

    Also ist alles sehr vage im Vertrag beschrieben, es steht zum Beispiel überhaupt nichts über Gehalt und Eingrenzung der Arbeitsaufgaben, das wurde alles nur mündlich zugesagt. Ich frage mich, ob das so rechtens ist. Der betriebliche Druck ist offensichtlich selbst auferlegt, denn in den Führungsetagen wird weiterhin fleißig in das obere Management befördert.

    Die Rückzahlung wäre eine enorme Summe, das Studium hat immerhin satte 3,5 Jahre gedauert.
    Ich habe etwas gelesen, dass Arbeitgeber Rückzahlungspflichten nicht geltend machen dürfen, wenn sie dem Arbeitnehmer die Qualifizierungsmaßnahme bezahlt haben und hinterher keinen Bedarf für die qualifizierte Arbeitskraft haben... Kennt sich da jemand ein bisschen aus?

    Wenn wirklich ein schriftliches Angebot vorgelegt wird, eine Tätigkeit im produktiveb Bereich zu übernehmen, damit dann sofort zum BR.

    Ich kann es mir aber wirklich nicht vorstellen, das ein Unternehmen erst ein Duales Studium finanziert, und dann so ein Stellenangebot macht.

    Denn ..."eine adäquate Tätigkeit"... entspricht eine Tätigkeit im Bereich des Studiums und bestimmt nicht Staplerfahrer. Wobei dafür auch noch der entsprechende Schein gemacht werden müsste.

    VG
    Gast_SBV

    Kommentar


    • #3
      AW: Fließband statt Drehstuhl

      Es kommt auf die genauen Formulierungen im Vertrag an und die angebotende Tätigkeit. Der Vertrag scheint ja erst binnen 12 Monaten das Angebe adäquate Tätigkeit zu verlangen.

      Suche ggf. Rat beim Betriebsrat, einem Anwalt und/oder als Gewerkschaftsmitglied dort. Den vagen Vertrag muss man Auslegen und prüfen ob er wirksam ist. Das klappt aber nur, wenn man den Vertrag als ganzes sieht.

      Kommentar

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