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Ungleichbehandlung geringf. Beschäftigter bzgl. Zuschlägen (TVöD)

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  • Ungleichbehandlung geringf. Beschäftigter bzgl. Zuschlägen (TVöD)

    Hallo zusammen,

    ich arbeite als geringfügig beschäftigter Mitarbeiter (450 €) für eine renommierte Hilfsorganisation bei der an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden im 3 Schichtsystem gearbeitet wird und im Allgemeinen der TVöD-VKA zu Anwendung kommt.

    Die Kollegen, die Teilzeit (> 50%) oder Vollzeit beschäftigt sind, bekommen dabei für z.B. Nachtarbeit / Sonntagsarbeit / Feiertagsarbeit Zuschläge, wie sie der Tarifvertrag auch vorsieht.

    Diese Zuschläge bekommen die geringfügig beschäftigten Kollegen nicht.

    Mein Stundenlohn ist auch offensichtlich nicht an den TVöD gekoppelt, da dieser bei Tariferhöhungen nicht steigt. In meinem Vertrag steht auch nichts vom TVöD.

    Ist es denn rechtlich in Ordnung den Tarifvertrag nur auf eine bestimmte Personengruppe anzuwenden, sodass alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten nach TVöD bezahlt /bezuschlagt werden und geringfügig beschäftigte Mitarbeiter nicht?

    Die geringfügig entlohnte Beschäftigung ist doch auch eine Form der Teilzeitbeschäftigung!?

    Vielen Dank im Voraus für eure Kommentare!

  • #2
    AW: Ungleichbehandlung geringf. Beschäftigter bzgl. Zuschlägen (TVöD)

    Zitat von I985 Beitrag anzeigen
    Ist es denn rechtlich in Ordnung den Tarifvertrag nur auf eine bestimmte Personengruppe anzuwenden, sodass alle Voll- und Teilzeitbeschäftigten nach TVöD bezahlt /bezuschlagt werden und geringfügig beschäftigte Mitarbeiter nicht?

    Die geringfügig entlohnte Beschäftigung ist doch auch eine Form der Teilzeitbeschäftigung!?
    Grundsätzlich richtig, damit der Tarifvertrag angewendet wird muss man allerdings auch Tarifpartei sein, d.h. als Arbeitnehmer in der Gewerkschaft sein (oder es muss halt im Arbeitsvertrag vereinbart sein).

    Ich würde ver.di beitreten. Dann kommt der AG in meinen Augen um eine tarifgerechte Bezahlung nicht mehr drum herum. Und die gewerkschaft berät dich sogar noch wie du an dein Geld kommst.

    Kostet 4.50 € im Monat (wenn du genau 450 € verdienst).

    Kommentar


    • #3
      AW: Ungleichbehandlung geringf. Beschäftigter bzgl. Zuschlägen (TVöD)

      Zitat von matthias Beitrag anzeigen
      Grundsätzlich richtig, damit der Tarifvertrag angewendet wird muss man allerdings auch Tarifpartei sein, d.h. als Arbeitnehmer in der Gewerkschaft sein (oder es muss halt im Arbeitsvertrag vereinbart sein).

      Ich würde ver.di beitreten. Dann kommt der AG in meinen Augen um eine tarifgerechte Bezahlung nicht mehr drum herum. Und die gewerkschaft berät dich sogar noch wie du an dein Geld kommst.
      Bei der Angabe:

      renommierte Hilfsorganisation bei der ... im Allgemeinen der TVöD-VKA zu Anwendung kommt.
      bin ich mir nicht so sicher, ob der Arbeitgeber wirklich tarifgebunden ist. Es gibt zwar auch einige gemeinnützige Vereine die selbst Mitglied im VKA sind, aber eher selten. Häufiger ist es, dass lediglich per Arbeitsvertrag Bezug genommen wird, oder ein ähnliches Vergütungssystem besteht.

      Aber hier dürfte zumindest
      https://dejure.org/gesetze/TzBfG/4.html
      greifen. Die Folge kann natürlich sein, dass der Job nicht mehr sv-frei ist.

      E.D.

      Kommentar


      • #4
        AW: Ungleichbehandlung geringf. Beschäftigter bzgl. Zuschlägen (TVöD)

        Super, vielen Dank für eure Antworten.

        Ich denke auch nicht, das wir Mitglied im VKA sind. Es heißt immer wir sind dem TVöD angelehnt.

        Die Folge kann natürlich sein, dass der Job nicht mehr sv-frei ist.
        Aber warum sollte der Job dann nicht mehr SV frei sein? Die Folge wäre doch zunächst mal, dass ich weniger Stunden arbeiten muss um auf 450 € zu kommen.

        Vielen Dank!

        I985

        Kommentar


        • #5
          AW: Ungleichbehandlung geringf. Beschäftigter bzgl. Zuschlägen (TVöD)

          Zitat von I985 Beitrag anzeigen
          Aber warum sollte der Job dann nicht mehr SV frei sein? Die Folge wäre doch zunächst mal, dass ich weniger Stunden arbeiten muss um auf 450 € zu kommen.
          Dazu wäre ein Änderungsvertrag notwendig, das geht natürlich nur für die Zukunft und nur wenn auch der Arbeitgeber einverstanden ist.

          E.D.

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