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Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

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  • Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

    Liebes Forum,

    ich benötige eure Hilfe und würde gerne den Sachverhalt schildern.

    Ich habe einen neuen Job in Aussicht, noch ist nichts dingfest. Aber bevor ich mich sprichwörtlich in die Nesseln setze, würde ich das "Problem" gerne aktiv angehen können, wenn es dazu kommt.

    Vom 9. März bis zum 1. Juni 2016 habe ich einmal wöchentlich an einer Onlineweiterbildung teilgenommen. Diese dauerte 1,5 Stunden pro Modul. Dazu musste ich eine halbe Stunde früher von der Arbeit los. Ingesamt waren es also 19,5 Stunden Weiterbildung + 6,5 Stunden Selbststudium.

    Die Kosten betrugen insg. 1390 Euro exkl. MwSt.

    Nun habe ich damals vor Beginn eine Rückzahlungsklausel unterzeichnet, die besagt, dass ich bei eigener Kündigung die Kosten anteilig zurückzahlen muss mit 1/24 bis zum Ende der Laufzeit. Bei mir wären es demnach noch 17/24 die der Arbeitgeber bekäme, ca. 1024 Euro, wenn ich zum 1.1. den neuen Job antrete.

    Meine Frage ist: Ist es überhaupt rechtens, dass der AG mich für 24 Monate bindet bei der verhältnismäßig sehr geringen Summe für die Weiterbildung und der Dauer?

    Überall finde ich den Hinweis, dass eine Bindung von 2 Jahren bei einer Weiterbildungsdauer von 3-4 Monaten gerechtfertigt ist. Bezieht sich das auf eine "Vollzeitweiterbildun g" oder ist der Bestand bei mir ebenfalls erfüllt, auch wenn es nur 1,5 Stunden wöchentlich waren aber über eben diesen langen Zeitraum?

    Ich würde gerne, wenn es dazu kommt, dass der AG das Geld zurückfordert - und das wird er - etwas in der Hinterhand haben, falls die Aussicht besteht, dass etwas nicht rechtens war.

    Ich danke euch recht herzlich!

    Viele, liebe Grüße

    Glycerine

  • #2
    AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

    Hallo,

    nutzt dir die Weiterbildung in deinem neuen Job?
    Wenn ja, warum willst du dich vor der Bezahlung drücken.
    Der alte AG hat in dich investiert und hat nun nichts mehr davon.
    Er muss nun wieder jemanden schulen und soll sich die Kosten ans Bein schmieren und kann nun nicht so effektiv arbeiten, als wenn du bei ihm geblieben wärst.

    Gruß
    Hubertus

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    • #3
      AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

      soso, in Summe 26 Stunden bezahlt bekommen obwohl nicht für den AG gearbeitet und die Schulungskosten ersetzt bekommen .
      Arbeitest du auf Mindestlohnbasis, oder wurde die Zeit die du auf Schulung warst nicht bezahlt?
      bei Kosten von 1400,-€ halte ich 24 Monate für übertrieben, wobei ich nicht weis wo das problem ist. Bei diesem geringen Betrag hätte ich die Kosten eh voll übernommen, um mich nicht binden zu müssen.
      Ließt du hier, dann siehst du, 2 Jahre können OK sein. Ggf. muss du das vor dem Arbeitsgericht klären.
      HENSCHE Arbeitsrecht: Rückzahlungsklause l

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      • #4
        AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

        Hallo,

        im weitesten Sinne ist sie mir nützlich, definitiv.
        Es geht nicht darum, mich vor etwas zu drücken, aber meine "Unwissenheit" auszunutzen in Bezug auf die Unternehmensbindung, wenn es denn so ist, wäre theoretisch eben nicht rechtens.

        Die Schulung würde mein Nachfolger sicher nicht belegen, das geschah auf meinen Wunsch.

        Danke für deine Meinung.

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        • #5
          AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

          Ich habe regulär für meinen AG gearbeitet, die Weiterbildung fand in meiner Freizeit statt.

          Wenn du diese 1.400 Euro gehabt hättest, wäre das sicher eine gute Option für dich gewesen. Ich bin einen anderen Weg gegangen.

          Danke für deine Meinung.

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          • #6
            AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

            Zitat von Glycerine Beitrag anzeigen

            Die Schulung würde mein Nachfolger sicher nicht belegen, das geschah auf meinen Wunsch.

            Danke für deine Meinung.
            Dein AG hatte also gar nichts davon. Die Fortbildung ist für den Job gar nicht nötig?

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            • #7
              AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

              Doch! Die Fortbildung ist sowohl für den jetzigen AG als auch für meinen privaten Lebenslauf nützlich. Sonst hätte er sicher nicht zugestimmt, die Kosten zu tragen.

              Es geht mir auch nicht darum, mich aus der Sache zu winden, wenn der AG das Recht auf seiner Seite hat. Sollte dem so sein, muss ich selbstverständlich die Kosten tragen. Aber ich zweifele an der Verhältnismäßigkeit der Unternehmensbindung.

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              • #8
                AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

                Zitat von Glycerine Beitrag anzeigen
                Es geht mir auch nicht darum, mich aus der Sache zu winden, wenn der AG das Recht auf seiner Seite hat. Sollte dem so sein, muss ich selbstverständlich die Kosten tragen. Aber ich zweifele an der Verhältnismäßigkeit der Unternehmensbindung.

                Das musst du dann letztlich gerichtlich klären. Ich vermute der AG wird dir einfach vom letzten Gehalt das Geld abziehen. Willst du es wieder musst du beim Arbeitsgericht klagen. Das entscheidet dann.

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                • #9
                  AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

                  Hallo,

                  hier kann man nur Tipps geben, die jedoch nicht rechtsverbindlich sind. Wenn der AG das Geld anteilig verlangt, dann geh zum Arbeitsgericht und versuche dein Glück. Das geht sogar ohne Anwalt. Sollte es jedoch zum Urteil kommen, so trägt in der 1. Instanz jeder seine Kosten, ob man verliert oder gewinnt. Ob sich das wegen 1000,- € lohnt, musst du selbst entscheiden.

                  Gruß
                  Hubertus

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                  • #10
                    AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

                    Zitat von Glycerine Beitrag anzeigen
                    Ich habe regulär für meinen AG gearbeitet, die Weiterbildung fand in meiner Freizeit statt.

                    Wenn du diese 1.400 Euro gehabt hättest, wäre das sicher eine gute Option für dich gewesen. Ich bin einen anderen Weg gegangen.

                    Danke für deine Meinung.
                    bitte gerne,

                    du bist den Weg gegangen, Chef hat gezahlt und damit deine Zusage erhalten, dass du dei nächsten 2 Jahre bleibst.

                    bei Schulungsmaßnahmen größer gleich 3 Monate ist das möglich, dazu gibt es Urteile
                    Ein Jahr ist die Mindestbindungsdauer, da führt kein Weg dran vorbei

                    Zur Not musst du vors Arbeitsgericht und einen Chef verklagen, wenn er deiner Meinung nach zuviel verlangt. kommt sicher gut auf deinem neuen Zeugnis .

                    Also wenn er es verlangt, dann Zahl die paar Euros, du bist es, der sich nicht an die Vereinbarung halten will, er hat seinen Teil eurer vereinbarung erfüllt und bezahlt. Mit der Geiz ist Geil Mentalität, dann zocke ich mal meine AG ab machst du dir für deine Zukunft keine "Freunde". Das kommt immer raus.

                    Gruß
                    Meistermacher

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                    • #11
                      AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

                      Zitat von meistermacher Beitrag anzeigen
                      bei Kosten von 1400,-€ halte ich 24 Monate für übertrieben, wobei ich nicht weis wo das problem ist. Bei diesem geringen Betrag hätte ich die Kosten eh voll übernommen, um mich nicht binden zu müssen.
                      Ist es Dir gelegentlich möglich, Dich in die Lage anderer AN zu versetzten? Ist ja schön, dass für dich 1400 Euro kein Geld ist. Das ist aber sicherlich nicht die Norm in Deutschland.

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                      • #12
                        AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

                        Zitat von Glycerine Beitrag anzeigen

                        Es geht mir auch nicht darum, mich aus der Sache zu winden, wenn der AG das Recht auf seiner Seite hat. Sollte dem so sein, muss ich selbstverständlich die Kosten tragen. Aber ich zweifele an der Verhältnismäßigkeit der Unternehmensbindung.
                        Ich habe ebenfalls Zweifel an der Verhältnismässigkeit. Und damit es keine Probleme mit dem Zeugnis gibt, sollte man gegebenenfalls eine gerichtliche Klärung erst nach Erhalt des Zeugnisses in Erwägung ziehen.

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                        • #13
                          AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

                          Zitat von filter Beitrag anzeigen
                          Ist es Dir gelegentlich möglich, Dich in die Lage anderer AN zu versetzten? Ist ja schön, dass für dich 1400 Euro kein Geld ist. Das ist aber sicherlich nicht die Norm in Deutschland.
                          Ach so, und wenn man eben kein Geld hat, ist man der Meinung es soll jemand dafür zahlen der es eben hat. Interessant.
                          Ich haben kein Geld für das neue Apfelfon, finde aber die Apfelfirma het genug, also ist es legitim das ich aus dem Store eines mitgehen lassen.

                          Alles klar.

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                          • #14
                            AW: Unternehmensbindung für Weiterbildung rechtens?

                            Zitat von CDS Beitrag anzeigen
                            Ach so, und wenn man eben kein Geld hat, ist man der Meinung es soll jemand dafür zahlen der es eben hat. Interessant.
                            Ich haben kein Geld für das neue Apfelfon, finde aber die Apfelfirma het genug, also ist es legitim das ich aus dem Store eines mitgehen lassen.

                            Alles klar.

                            Super - ein passenderes Gleichnis kann es gar nicht geben. Du hast mich überzeugt. Absolut!

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