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Gesundschreibung durch den medizinischen Dienst/Verhalten gegenüber AG

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  • Gesundschreibung durch den medizinischen Dienst/Verhalten gegenüber AG

    Hallo liebes Forum,

    ich bin seit einiger Zeit krank und bekomme Krankengeld. Meine Krankenkasse hat mir nun mitgeteilt, dass der medizinische Dienst der Krankenkassen mich für arbeitsfähig hält. Meine behandelnde Ärztin sieht mich aber weiterhin als arbeitsunfähig an und hat dieses auch entsprechend bescheinigt. Wir werden gegen den Bescheid der Krankenkasse auch Widerspruch einlegen.
    Wie verhalte ich mich jetzt gegenüber meinem Arbeitgeber? Welche Meldung muss ich ihm gegenüber machen? Muss ich evtl. sogar meine Arbeit (trotz Krankschreibung) wieder aufnehmen?

    Gruß und Danke
    Anke

  • #2
    AW: Gesundschreibung durch den medizinischen Dienst/Verhalten gegenüber AG

    Zitat von diverhh Beitrag anzeigen
    Hallo liebes Forum,

    ich bin seit einiger Zeit krank und bekomme Krankengeld. Meine Krankenkasse hat mir nun mitgeteilt, dass der medizinische Dienst der Krankenkassen mich für arbeitsfähig hält. Meine behandelnde Ärztin sieht mich aber weiterhin als arbeitsunfähig an und hat dieses auch entsprechend bescheinigt. Wir werden gegen den Bescheid der Krankenkasse auch Widerspruch einlegen.
    Wie verhalte ich mich jetzt gegenüber meinem Arbeitgeber? Welche Meldung muss ich ihm gegenüber machen? Muss ich evtl. sogar meine Arbeit (trotz Krankschreibung) wieder aufnehmen?

    Gruß und Danke
    Anke
    Hallo diverhh,
    solange wie du arbeitsunfähig geschrieben bist, bleibst du natürlich zu Hause. Wichtig ist der Widerspruch!!
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      AW: Gesundschreibung durch den medizinischen Dienst/Verhalten gegenüber AG

      Zitat von Fussballsend Beitrag anzeigen
      Hallo diverhh,
      solange wie du arbeitsunfähig geschrieben bist, bleibst du natürlich zu Hause. Wichtig ist der Widerspruch!!
      Gruß FS
      Vielen Dank für die schnelle Antwort.
      Muss ich meinem Arbeitgeber über die Entscheidung der Krankenkasse informieren und das ich dagegen angehe?

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      • #4
        AW: Gesundschreibung durch den medizinischen Dienst/Verhalten gegenüber AG

        Zitat von diverhh Beitrag anzeigen
        Vielen Dank für die schnelle Antwort.
        Muss ich meinem Arbeitgeber über die Entscheidung der Krankenkasse informieren und das ich dagegen angehe?
        Zunehmend melden sich in der Leipziger Beratungsstelle der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland gesetzlich Krankenversicherte, die aufgrund eines Gutachtens des Medizinischen Dienstes der Krankenkasse (MDK) von der Krankenkasse "gesundgeschrieben" wurden. Mit einem entsprechenden Schreiben der gesetzlichen Krankenkasse über die Beendigung der Arbeitsunfähigkeit endet dann auch die Krankengeld- bzw. Entgeltfortzahlung. Dabei fühlen sich die Ratsuchenden durch ihre Erkrankung noch nicht arbeitsfähig und sind von ihrem Arzt noch krankgeschrieben.
        Für diesen Fall rät Patientenberaterin Ulrike Dzengel, sofort Kontakt mit dem behandelnden Arzt aufzunehmen und je nach Empfehlung des Arztes zu reagieren.
        Geht der behandelnde Arzt entgegen der Meinung des MDK-Gutachters von einer weiter bestehenden Arbeitsunfähigkeit aus, so kann er ein Zweitgutachten bei der Krankenkasse seines Patienten beantragen. Dieser Antrag sollte schriftlich und medizinisch begründet eingereicht werden. Außerdem müsste der Arzt weiterhin die Arbeitsunfähigkeit bescheinigen.
        In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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        • #5
          AW: Gesundschreibung durch den medizinischen Dienst/Verhalten gegenüber AG

          Nun das mußt du nicht. Wichtig ist, das dir bewust ist, das die Krankengeldzahlung erstmal eingestellt wird.
          Solltest du in der Gewerkschaft sein, dann solltest du auch dorthin gehen und mit einem Anwalt gegen die Feststellung des Medizinischen Dienstes angehen (vor dem Sozialgericht). Weiterhin solltest du der Krankenkasse widersprechen (das kann nicht dein Arzt, der kann dich nur unterstützen, aber den Bescheid musst du widersprechen!!) Auch hierbei hilft dir die gewerkschaft (wenn du denn Mitglied bist)

          Gruß
          Me

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          • #6
            AW: Gesundschreibung durch den medizinischen Dienst/Verhalten gegenüber AG

            Zitat von meistermacher Beitrag anzeigen
            Nun das mußt du nicht. Wichtig ist, das dir bewust ist, das die Krankengeldzahlung erstmal eingestellt wird.
            Solltest du in der Gewerkschaft sein, dann solltest du auch dorthin gehen und mit einem Anwalt gegen die Feststellung des Medizinischen Dienstes angehen (vor dem Sozialgericht). Weiterhin solltest du der Krankenkasse widersprechen (das kann nicht dein Arzt, der kann dich nur unterstützen, aber den Bescheid musst du widersprechen!!) Auch hierbei hilft dir die gewerkschaft (wenn du denn Mitglied bist)
            Die Regelung dazu ist folgende:

            1Das Gutachten des Medizinischen Dienstes ist grundsätzlich verbindlich. 2Bestehen zwischen der Vertragsärztin oder dem Vertragsarzt und dem Medizinischen Dienst Meinungsverschiedenheiten , kann die Vertragsärztin oder der Vertragsarzt unter schriftlicher Darlegung von Gründen bei der Krankenkasse eine erneute Entscheidung auf der Basis eines Zweitgutachtens beantragen. 3Sofern von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht wird, ist dieser Antrag unverzüglich nach Kenntnisnahme der abweichenden Beurteilung des Medizinischen Dienstes zu stellen.
            Es genügt also nicht, dass die Hausärztin einfach erneut krankschreibt, das darf sie gar nicht und der Patient dürfte eine solche AUB (von der er weiß dass sie aufgehoben wurde) nicht mehr verwenden. Wenn es eine laufende AUB betrifft die abgekürzt wird, muss er das natürlich auch seinem AG mitteilen.

            Die Ärztin kann zwar keinen Widerspruch im Verfahrenssinn einlegen, aber wie o.g. ein Zweitgutachten des MDK beantragen.

            Wenn man der Arbeit fern bleibt obwohl lt. MDK keine AU mehr gegeben ist, kann der AG die Entgeltfortzahlung und die Krankenkasse das Krankengeld ablehnen bzw. zurück verlangen, der AG kann auch wegen unentschuldigtem Fernbleiben von der Arbeit abmahnen. Da hierfür ein Verschulden nötig ist (für die Erstattung des Geldes nicht), geht das natürlich erst ab dem Zeitpunkt, zu dem der Versicherte von der Aufhebung erfahren hat.

            E.D.

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            • #7
              AW: Gesundschreibung durch den medizinischen Dienst/Verhalten gegenüber AG

              Der MDK hat eine persönliche Begutachtung vorzunehmen.
              Eine Krankengeldeinstellung nach Aktenlage ist rechtlich nicht haltbar.

              Ich würde folgendes Widerspruchs-Schreiben an die Krankenkasse richten:
              ******
              An die
              …. Krankenkasse
              Datum
              Geschäftszeichen
              XXX


              Ihr Schreiben vom xxx



              W i d e r s p r u c h

              Hiermit lege ich Widerspruch gegen die Einstellung der Krankengeldzahlung zum xx. xxxx ein.

              Im Hinblick auf die von Dr. xxx gestellte Diagnose ist eine persönliche Begutachtung notwendig.

              Eine Beurteilung nach Aktenlage ist für die Erstellung eines Gutachtens nicht ausreichend, es soll eine persönliche Begutachtung erfolgen – dies ist nicht geschehen. Siehe auch Urteil Hessisches Landessozialgericht v. 18.10.2007, AZ L8KR228/06.

              Ich fordere Sie des Weiteren auf, mir das Gutachten des MDK, auf dem die Entscheidung der Einstellung der Krankengeldzahlung beruht, umgehend zuzusenden.

              Zur weiteren Begründung und ausführlichen Informationen zu meinem derzeitigen Gesundheitszustand wird eine Stellungnahme meines behandelnden Arztes zu Händen des MDK-Gutachters nachgereicht.

              Wie Sie anhand der eingereichten Folgekrankmeldung vom xx.xx.xxx ersehen können, bin ich weiterhin arbeitsunfähig geschrieben.

              Mit freundlichem Gruß
              *******

              Entweder wird die KK sofort einknicken, oder der MDK lädt Dich persönlich vor. Da musst Du natürlich auch hingehen.

              Vorsicht! Man wird Dir beim MDK eine Schweigepflichtentbindung vorlegen, die ziemlich umfangreich ist. Gut durchlesen, ggf. Dinge streichen oder hinzufügen und auf jeden Fall vermerken, dass die das Gutachten auch direkt an Deinen Hausarzt schicken.

              Gruß
              Leo
              Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
              Epiktet (50-13, griech. Philosoph
              ************************* ************************* **********************
              Meine Beiträge stellen meine eigene Meinung dar und sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen.

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