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Fusion von zwei tarifungebundenen Unternehmen

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  • Fusion von zwei tarifungebundenen Unternehmen

    Hallo liebe Mitglieder!

    Ich habe eine Frage zu folgender Ausgangssituation:

    Unternehmen A fusioniert mit Unternehmen B, dabei ist A das übernehmende Unternehmen.

    Sowohl die Arbeitsverträge der Mitarbeiter des Unternehmen A als auch des Unternehmen B sind nicht an einen Tarif gebunden.

    Wie sieht nun die rechtliche Lage aus?
    Nach §613 a BGB muss Unternehmer A in die Stellung des Arbeitgebers aller Mitarbeiter von B eintreten, so viel ist klar.

    Doch bleiben die Veträge trotzdem gleich? Wenn B tarifgebunden wäre, so würde ja eine einjährige Veränderungssperre eintreten, ist das in diesem Fall auch so?

    Bleiben die Ansprüche aus dem indivduellen Arbeitsvertrag der Mitarbeiter von B individualrechtlich erhalten oder darf Unternehmer A sie ab sofort jederzeit verändern (vorausgesetzt Mitarbeiter von B akzeptieren das)?

    Vielen Dank im Voraus!
    Grüße

  • #2
    AW: Fusion von zwei tarifungebundenen Unternehmen

    Zitat von leaarbeitsrecht Beitrag anzeigen

    Doch bleiben die Veträge trotzdem gleich? Wenn B tarifgebunden wäre, so würde ja eine einjährige Veränderungssperre eintreten, ist das in diesem Fall auch so?

    Bleiben die Ansprüche aus dem indivduellen Arbeitsvertrag der Mitarbeiter von B individualrechtlich erhalten oder darf Unternehmer A sie ab sofort jederzeit verändern (vorausgesetzt Mitarbeiter von B akzeptieren das)?

    Vielen Dank im Voraus!
    Grüße
    Mal grob:
    Der neue AG tritt in alle Verträge ein. Individuelle Verträge gelten einfach weiter

    Sie dürfen aufgrund des Betriebsübergangs nicht geändert werden.
    Aus andere Gründen dürften sie aber schon geändert werden. Also wenn z.b. der alte AG auch ein Recht gehabt hätte die Verträge zu ändern.

    Nur ist es ja grundsätzlich so, dass Verträge nicht einseitig zu ändern sind. Das geht nur im gegenseitigen Einvernehmen oder der AG stellt eine Änderungskündigung aus. Dafür braucht es Gründe, in einer entsprechen großen Firma wie das dann eine ist nehme ich an.

    Weil z.b. Schlosser X in der Firma A 200 € mehr verdient als Schlosser Y der aus der Firma B kam, kann der neue Gesamtarbeitgeber X nicht einfach 200 € vom Gehalt abziehen. Jeder hat seinen Vertrag der gilt weiter. Unbegrenzt.

    Wobei wenn du schreibst
    (vorausgesetzt Mitarbeiter von B akzeptieren das)
    im gegenseitigen Einvernehmen kann man alles und immer ändern. Ein Arbeitnehmer wäre aber entsprechen doof (zumindest ohne Beratung) darauf einzugehen (wenn die Bedingungen hinter schlechter sind).

    Kommentar


    • #3
      AW: Fusion von zwei tarifungebundenen Unternehmen

      Alles klar, vielen Dank!

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