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  • Firmenwargen Falsch betankt durch Dritten

    Hallo Ihr Lieben,
    ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen!

    Vor etwa einem Monat habe ich für einen Bekannten Urlaubsvertretung gemacht. Er ist Inhaber Lieferservice und da ich lange Zeit selber in der gleichen Kette einen Laden hatte, bat er mich ihn zu Vertreten. Ohne irgendeine Form von Einarbeitung oder Information von Besonderheiten fuhr der Bekannte in den Urlaub.

    In einer meiner Schichten kam ein Anruf von einem der Fahrer, der wiederum von einem anderen Kollegen entgegen genommen wurde. Der Fahrer fragte den Kollegen am Telefon welchen Kraftstoff er tanken müsse. Diese Frage gab er an mich weiter. Ich antwortete darauf, dass ich mir nicht sicher sei, aber glaube, dass es Benzin sei (da das andere Fahrzeug ein Benziner war), der Fahrer möchte aber bitte im Dankdeckel nachsehen.
    Der Kollege gab aber wohl nur "Benzin" weiter, was der Fahrer nun auch tankte. Aber natürlich stand im Tankdeckel, dass es ein Dieselfahrzeug ist. Das Ergebnis ist ein Motorschaden und darausfolgende Kosten von wohl 1000 Euro.

    Nun gibt mir der Bekannte eine Schuld von 50%. Was ich aber nur durch einen Anruf durch den Fahrer und nicht vom Inhaber erfuhr.
    Heute erhielt ich die Lohnabrechnung. 59,12 Std zu 8,50 Euro. Geleistet habe ich aber über 80 Stunden und vereinbart waren 12,90 Euro (mündlich ohne Zeugen).

    Darauf hin rief ich den Inhaber an. Rechtfertigug dafür sollen die angefallenen Reperaturkosten sein.

    Kann er das so einfach tun? Nach meinem Empfinden ist die Abrechnung damit falsch/gefällscht. Zudem interessiert mich noch viel mehr:
    Trage ich überhaupt eine Schuld?

    Danke schon mal für eure Hilfe!!!

    mcvhanni

  • #2
    AW: Firmenwargen Falsch betankt durch Dritten

    Zitat von mcvhanni Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Lieben,
    ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen!

    Vor etwa einem Monat habe ich für einen Bekannten Urlaubsvertretung gemacht. Er ist Inhaber Lieferservice und da ich lange Zeit selber in der gleichen Kette einen Laden hatte, bat er mich ihn zu Vertreten. Ohne irgendeine Form von Einarbeitung oder Information von Besonderheiten fuhr der Bekannte in den Urlaub.

    In einer meiner Schichten kam ein Anruf von einem der Fahrer, der wiederum von einem anderen Kollegen entgegen genommen wurde. Der Fahrer fragte den Kollegen am Telefon welchen Kraftstoff er tanken müsse. Diese Frage gab er an mich weiter. Ich antwortete darauf, dass ich mir nicht sicher sei, aber glaube, dass es Benzin sei (da das andere Fahrzeug ein Benziner war), der Fahrer möchte aber bitte im Dankdeckel nachsehen.
    Der Kollege gab aber wohl nur "Benzin" weiter, was der Fahrer nun auch tankte. Aber natürlich stand im Tankdeckel, dass es ein Dieselfahrzeug ist. Das Ergebnis ist ein Motorschaden und darausfolgende Kosten von wohl 1000 Euro.

    Nun gibt mir der Bekannte eine Schuld von 50%. Was ich aber nur durch einen Anruf durch den Fahrer und nicht vom Inhaber erfuhr.
    Heute erhielt ich die Lohnabrechnung. 59,12 Std zu 8,50 Euro. Geleistet habe ich aber über 80 Stunden und vereinbart waren 12,90 Euro (mündlich ohne Zeugen).

    Darauf hin rief ich den Inhaber an. Rechtfertigug dafür sollen die angefallenen Reperaturkosten sein.

    Kann er das so einfach tun? Nach meinem Empfinden ist die Abrechnung damit falsch/gefällscht. Zudem interessiert mich noch viel mehr:
    Trage ich überhaupt eine Schuld?

    Danke schon mal für eure Hilfe!!!

    mcvhanni
    Halo mcvanni,
    genau wird das wohl nur ein Anwalt regeln können. Schau mal unter dem Begriff Arbeitnehmerhaftung, hilt dir vieleicht weiter.
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

    Kommentar


    • #3
      AW: Firmenwargen Falsch betankt durch Dritten

      Zitat von mcvhanni Beitrag anzeigen
      ... Nun gibt mir der Bekannte eine Schuld von 50%. Was ich aber nur durch einen Anruf durch den Fahrer und nicht vom Inhaber erfuhr.
      Heute erhielt ich die Lohnabrechnung. 59,12 Std zu 8,50 Euro. Geleistet habe ich aber über 80 Stunden und vereinbart waren 12,90 Euro (mündlich ohne Zeugen).

      Darauf hin rief ich den Inhaber an. Rechtfertigug dafür sollen die angefallenen Reperaturkosten sein.

      Kann er das so einfach tun? Nach meinem Empfinden ist die Abrechnung damit falsch/gefällscht. Zudem interessiert mich noch viel mehr:
      Trage ich überhaupt eine Schuld? ...
      Hallo,

      nach den von FS genannten Grundsätzen der Arbeitnehmerhaftung lässt sich vermuten, dass du hier eher nicht in der Haftung bist (Keine Einarbeitung, korrekt gegebene Anweisung wurde falsch weitergegeben, Verantwortung des Fahrers für sein Fahrzeug).

      Um an dein Geld zu kommen, müsstest du deinen Bekannten allerdings vor dem Arbeitsgericht verklagen (falls er nicht zuvor auf gutes Zureden hin freiwillig einknickt). Und die Beweislage vor Gericht ist relativ dünn.

      Zunächst einmal wäre die Frage, inwieweit die geleisteten Stunden und der vereinbarte Stundensatz beweisbar ist. Dein Bekannter darf zwar nicht lügen, wird aber vor Gericht nicht zum Sachverhalt ausgeforscht. Du musst also Anhaltspunkte für deine Behauptung liefern, die er dann (bei der Wahrheit bleibend) bestreiten kann.

      Mit etwas Glück bekommst du irgend einen Beleg dafür, dass die Reparaturkosten ("in Höhe von ...") bei dir abgezogen wurden. Das könnte eine (verlässliche) Zeugenaussage sein, aber Zeugen sind vor Gericht eher keine sichere Bank. Oder ein Schriftwechsel (am schönsten in Papierform, notfalls per Mail), in dem der Abzug bestätigt wird.

      Mit diesem Beleg in der Hand könnte die Diskussion um Arbeitsstunden und Entgelthöhe möglicherweise vermieden werden.

      Zu beachten ist, dass du die Anwaltskosten beim Arbeitsgericht in der ersten Instanz selbst bezahlen musst, wenn keine entsprechende Absicherung besteht. Es gibt allerdings keinen Anwaltszwang.

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

      Kommentar


      • #4
        AW: Firmenwargen Falsch betankt durch Dritten

        Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
        Hallo,

        nach den von FS genannten Grundsätzen der Arbeitnehmerhaftung lässt sich vermuten, dass du hier eher nicht in der Haftung bist (Keine Einarbeitung, korrekt gegebene Anweisung wurde falsch weitergegeben, Verantwortung des Fahrers für sein Fahrzeug).

        Um an dein Geld zu kommen, müsstest du deinen Bekannten allerdings vor dem Arbeitsgericht verklagen (falls er nicht zuvor auf gutes Zureden hin freiwillig einknickt). Und die Beweislage vor Gericht ist relativ dünn.

        Zunächst einmal wäre die Frage, inwieweit die geleisteten Stunden und der vereinbarte Stundensatz beweisbar ist. Dein Bekannter darf zwar nicht lügen, wird aber vor Gericht nicht zum Sachverhalt ausgeforscht. Du musst also Anhaltspunkte für deine Behauptung liefern, die er dann (bei der Wahrheit bleibend) bestreiten kann.

        Mit etwas Glück bekommst du irgend einen Beleg dafür, dass die Reparaturkosten ("in Höhe von ...") bei dir abgezogen wurden. Das könnte eine (verlässliche) Zeugenaussage sein, aber Zeugen sind vor Gericht eher keine sichere Bank. Oder ein Schriftwechsel (am schönsten in Papierform, notfalls per Mail), in dem der Abzug bestätigt wird.

        Mit diesem Beleg in der Hand könnte die Diskussion um Arbeitsstunden und Entgelthöhe möglicherweise vermieden werden.

        Zu beachten ist, dass du die Anwaltskosten beim Arbeitsgericht in der ersten Instanz selbst bezahlen musst, wenn keine entsprechende Absicherung besteht. Es gibt allerdings keinen Anwaltszwang.

        Gruß,
        werner
        Hallo Werner,

        vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast mir so ausführlich zu antworten. Das hilft mir schon mal sehr weiter!

        Liebe Grüße,
        mcvhanni

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