Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

    Hallo zusammen,

    folgender fiktiver Fall:

    Arbeitnehmer xyz hat einen Arbeitsvertrag in dem folgende Eckdaten drin stehen:

    Brutto Monatsgehalt: 1670,00 Euro
    Arbeitsstunden: 180
    Regelmäßige Arbeitszeit: 6 Tage (Montag - Samstag) 45 Wochenstunden (Mo - Fr, 8 Stunden 10:00 - 18:30) und Samstag 5 Stunden.

    Die Arbeitszeiten sind nur Eckdaten, da es sich bei dem Arbeitsplatz um ein Ladengeschäft handelt welches von Mo - Sa in der Zeit von 10:00 - 20:00 geöffnet hat.

    Der AG hat mit AN xyz vereinbart, die 180 Monatsstunden mehr oder weniger selbst aufzuteilen, solange immer mindestens 1 Mitarbeiter vor Ort ist.

    Jedem zweiten Samstag war AN xyz 10 Stunden arbeiten, und jeden zweiten Samstag frei. Also einen Samstag Arbeit, den nächsten frei usw.


    AN xyz hat vom 01.10 - 20.10 insgesamt 106,5 von den 180 Monatsstunden geleistet.

    Am 21.10 hat AN xyz einen Wegeunfall auf dem zur Arbeit und ist ab dem 21.10 Arbeitsunfähig geschrieben.

    Bei der Gehaltszahlung für den Monat Oktober bemerkt der AN xyz das knapp 90,00 Euro netto zu wenig überwiesen worden sind.

    Der AG rechtfertigt das aufgrund der zu wenig geleisteten Stunden bis zum Tag des Wegeunfalls.



    - Darf der AN einfach das Gehalt kürzen ?
    - Hat der AN xyz überhaupt zu wenig Stunden geleistet ? Denn wenn AN xyz keinen Wegeunfall gehabt hätte, und ab dem 21.10 täglich 8 Stunden gearbeitet hätte, wäre er bei 180,5 Monatsarbeitsstunden.
    - Mit wie viel Stunden werden die Krankheitstage berechnet ?

    Vielen Dank im Voraus

  • #2
    AW: Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

    Zitat von melramo Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    folgender fiktiver Fall:

    Arbeitnehmer xyz hat einen Arbeitsvertrag in dem folgende Eckdaten drin stehen:

    Brutto Monatsgehalt: 1670,00 Euro
    Arbeitsstunden: 180
    Regelmäßige Arbeitszeit: 6 Tage (Montag - Samstag) 45 Wochenstunden (Mo - Fr, 8 Stunden 10:00 - 18:30) und Samstag 5 Stunden.

    Die Arbeitszeiten sind nur Eckdaten, da es sich bei dem Arbeitsplatz um ein Ladengeschäft handelt welches von Mo - Sa in der Zeit von 10:00 - 20:00 geöffnet hat.

    Der AG hat mit AN xyz vereinbart, die 180 Monatsstunden mehr oder weniger selbst aufzuteilen, solange immer mindestens 1 Mitarbeiter vor Ort ist.

    Jedem zweiten Samstag war AN xyz 10 Stunden arbeiten, und jeden zweiten Samstag frei. Also einen Samstag Arbeit, den nächsten frei usw.


    AN xyz hat vom 01.10 - 20.10 insgesamt 106,5 von den 180 Monatsstunden geleistet.

    Am 21.10 hat AN xyz einen Wegeunfall auf dem zur Arbeit und ist ab dem 21.10 Arbeitsunfähig geschrieben.

    Bei der Gehaltszahlung für den Monat Oktober bemerkt der AN xyz das knapp 90,00 Euro netto zu wenig überwiesen worden sind.

    Der AG rechtfertigt das aufgrund der zu wenig geleisteten Stunden bis zum Tag des Wegeunfalls.



    - Darf der AN einfach das Gehalt kürzen ?
    - Hat der AN xyz überhaupt zu wenig Stunden geleistet ? Denn wenn AN xyz keinen Wegeunfall gehabt hätte, und ab dem 21.10 täglich 8 Stunden gearbeitet hätte, wäre er bei 180,5 Monatsarbeitsstunden.
    - Mit wie viel Stunden werden die Krankheitstage berechnet ?

    Vielen Dank im Voraus
    Halo melramo,
    der AG hat das zu zahlen, was du bekommen hättest, wenn du gearbeitet hättest. (Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall.) Jetzt müpßte man noch ganz genau hinschauen, ob nicht die Berufgenossenschaft zu zahlen hätte.
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

    Kommentar


    • #3
      AW: Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

      Hallo :-)

      Es geht ja in diesem Fall nicht um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, sondern um das eigenmächtige kürzen der Lohnzahlung, weil der AG der Meinung ist, das der AN bis zum Tag des Arbeitsunfalls nicht genug Stunden geleistet hat. Hätte der AN diesen Arbeitsunfall nicht gehabt und hätte arbeiten gehen können, hätte er am Monatsende die vereinbarten 180 Stunden erreicht.

      Kommentar


      • #4
        AW: Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

        Zitat von melramo Beitrag anzeigen
        Hallo :-)

        Es geht ja in diesem Fall nicht um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, sondern um das eigenmächtige kürzen der Lohnzahlung, weil der AG der Meinung ist, das der AN bis zum Tag des Arbeitsunfalls nicht genug Stunden geleistet hat. Hätte der AN diesen Arbeitsunfall nicht gehabt und hätte arbeiten gehen können, hätte er am Monatsende die vereinbarten 180 Stunden erreicht.
        der AG hat das zu zahlen, was auch geleistet wurde, mit dem Abschluss des AV verpflichtet sich der AG zur Zahlung des vereinbarten Arbeitsentgelts (Arbeitsvergütung) als Gegenleistung für die vom AN zu erbringende Arbeitsleistung. Aus meiner Sicht kann er da nicht einfach irgendwas kürzen, nur weil die vorgegebene Stundenzahl nicht erreicht wurde.
        In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

        Kommentar


        • #5
          AW: Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

          warum hat der AN nur 106,5 Stunden bis zum 20.10. ?

          alleine die Mo-Fr Tage sind ja schon 14(* = 112 Stunden , und dann kommen nochmal die 2 Samstage plus ein Feiertag dazu.
          Ist der An eigenmächtig zu Hause geblieben oder wurde er vom AG auf Grund zu wenig Arbeit nach hause geschickt ?
          Lohnfortzahlung gibt es erst nach 4 Wochen.

          Kommentar


          • #6
            AW: Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

            Zitat von melramo Beitrag anzeigen
            Hallo :-)

            Es geht ja in diesem Fall nicht um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, sondern um das eigenmächtige kürzen der Lohnzahlung, weil der AG der Meinung ist, das der AN bis zum Tag des Arbeitsunfalls nicht genug Stunden geleistet hat. Hätte der AN diesen Arbeitsunfall nicht gehabt und hätte arbeiten gehen können, hätte er am Monatsende die vereinbarten 180 Stunden erreicht.

            Woher soll der AG wissen, dass die 180 Stunden bis Monatsende gemacht werden?


            Im Falle eines Stundenlohnes;

            Der AN bekommt das Gehalt/Lohn ausgezahlt wofür er gearbeitet hat.

            Alles ab dem ersten Krankheitstag wird pro Tag 8 Stundne gerechnet bzw. 45 Stunden pro Woche, weil dies unter Lohnfortzahlung zählt.


            ImFalle eines Monatsgehaltes sieht es wieder ganz anders aus.

            Kommentar


            • #7
              AW: Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

              Zitat von rodeo Beitrag anzeigen
              Woher soll der AG wissen, dass die 180 Stunden bis Monatsende gemacht werden?

              Vielleicht weil ein Dienstplan existiert? Und warum gibt es einen Unterschied bei der Zahlung im Krankheitsfall ob Stundenlohn oder Festgehalt?

              Kommentar


              • #8
                AW: Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

                Lohnfortzahlung erst nach 4 Wochen? Was hat das mit der eigentlichen Frage zu tun?
                Die vertraglich vereinbarten 180 Arbeitsstunden konnten vom AN eigenständig über den Monat verteilt werden. So das in der Summe immer 180 Stunden im Monat rauskommen. Nach deiner Rechnung, wenn der AN jeden Tag 8 Stunden arbeiten würde, wären es am Monatsende weit mehr als 180 Stunden.

                Kommentar


                • #9
                  AW: Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

                  Ein Monatsgehalt ist ein immer fester Betrag ohne die Sondergratifikationen mit gerechnet.
                  Je nach Vertag ist dann die monatlichen Stundenanzahl unerheblich.

                  Nun kommt es darauf an ob ihr ein Monatsgehalt bekommt mit der Klausel mit den 180h/Monat
                  oder habt ihr ein Stundenlohn?

                  Bei Lohnfortzahlung gibt es keinen Unterschied. Es dauert immer 6 Wochen und richtete sich nach dem vertraglichen Tagessoll. Zum Beispiel 8/Tag.

                  Kommentar


                  • #10
                    AW: Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

                    Zitat von melramo Beitrag anzeigen
                    Vielleicht weil ein Dienstplan existiert? Und warum gibt es einen Unterschied bei der Zahlung im Krankheitsfall ob Stundenlohn oder Festgehalt?
                    Bezieht der erkrankte Mitarbeiter einen Stundenlohn, werden die wegen Arbeitsunfähigkeit ausgefallenen Stunden mit dem Stundenlohn multipliziert. Bei einem Monatslohn richtet sich das fortzuzahlende Entgelt nach den tatsächlich ausgefallenen Arbeitstagen. Dazu ermitteln Sie zunächst den Tagesbetrag, indem Sie das Monatsgehalt durch die Anzahl der Arbeitstage des betreffenden Monats teilen. Anschließend multiplizieren Sie diesen Betrag mit der Anzahl der ausgefallenen Arbeitstage.
                    Alternativ wird das Monatsgehalt durch die Anzahl der Kalendertage dieses Monats geteilt und mit der Anzahl der ausgefallenen Kalendertage multipliziert. Aus Tarif- oder Arbeitsverträgen können sich andere Berechnungsweisen ergeben. Bei der Beitragsberechnung zur Sozialversicherung gibt es jedoch keine Besonderheiten, denn genau wie Lohn und Gehalt zählt die Entgeltfortzahlung zum laufenden Arbeitsentgelt.
                    Gruß FS
                    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: Gehaltseinbehalt durch AG bei angeblichen Fehlstunden

                      Zitat von melramo Beitrag anzeigen
                      Vielleicht weil ein Dienstplan existiert?
                      Hallo,

                      das ist eine neue Information. Zuvor hattest du etwas von freier Zeiteinteilung geschrieben.

                      Nach dem Grundsatz "krank ist wie gearbeitet" hat dein AG dir für die Stunden Entgeltfortzahlung zu leisten, die du aufgrund deiner Arbeitsunfähigkeit nicht erbringen konntest.

                      Die Summe der gearbeiteten Stunden und der krankheitsbedingt ausgefallen Stunden müsste dann 180 ergeben, oder?

                      Gruß,
                      werner
                      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

                      Kommentar

                      Ad Widget rechts

                      Einklappen

                      Google

                      Einklappen
                      Lädt...
                      X