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Fristlose Kündigung nach fristgerechter Kündigung.

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  • Fristlose Kündigung nach fristgerechter Kündigung.

    Hallo,

    habe leider ein problem, habe das hier mal etwas ausführlicher zusammengefasst.

    Ich bin seit 01.07.2015 bei meinem derzeitigen AG als Aussendienstmitarbeiter eingestellt, mit dem Vermerk das man nach der 3monatigen Probezeit das Gehalt (2500€) neu verhandelt. Habe dann am letzten Tag der Probezeit (30.09.) eine Email erhalten in der mir mein AG einen neuen Vertrag anbietet, mit 1000€ weniger Grundgehalt oder ich wäre gekündigt. Habe dann meinem Chef erklärt das eine Kündigung schriftlich erfolgen muss und ich diesen neuen Vertag nicht unterschreiben werde. Daraufhin wurde mir eine Woche Später ein zum 30.11. befristeter Vertrag vorgelegt mit 600€ weniger gehalt. Diesen Befristeten Vertrag habe ich auch nicht unterschrieben.

    Diese Situation plus ständig verspätete Lohnzahlung hat mich dann so mitgenommen, dass ich dann vom 12. – 14.10. noch zwei geschäftliche Termine wahrgenommen habe und dann bis 23.10.2015 krankgeschrieben wurde.
    Am 27.10.2015 habe ich dann die Kündigung auf den 30.11. erhalten. War dann nochmal bis 11.11. krangeschrieben und ab. 12.11 habe ich meine Resturlaub genommen.

    Aufgrund meiner Krankmeldung hat mir dann mein Chef eine eMail geschrieben.


    eMail vom AG
    Es besteht Klärungsbedarf für den 12.10.2015. Nach heute erhaltenen Informationen wurde der Termin bei Firma XXX von Herrn XXX abgesagt und hat auch nicht stattgefunden. In Ihrem Tagesbericht ist dies als Besuchstermin festgehalten mit km etc. Andererseits haben Sie im Beisein von Frau xxx erklärt, daß Sie an diesem Tag einen privaten Termin wahrgenommen haben und deshalb während der Arbeitszeit in Ilsfeld getankt haben.
    Habe dann Telefonisch und per Email meinem Chef versucht zu erklären warum ich die Tagesberichte verwchselt hatte.


    MEINE ANTWORT
    Bezüglich des 12.10 habe ich Ihnen mitgeteilt dass ich leider den falschen Tagesbericht rausgesendet habe. Hatte einen Termin am 12.10 um 13:30 Uhr. Dieser wurde aber am 12.10. vormittags kurz-fristig von Herr xxx auf den 14.10.15 um 09:00 Uhr verlegt. Hatte aber meine Tagesberichte vom „12.10. – 16.10.2015" schon vorgefertigt und beim Tagesbericht vom 12.10.2015 hier den Termin mit „mit 13:30 - 15:00" Habe dann aber vergessen die Tagesberichte zu entfernen und daher fälschlicherweise versendet. Die korrekten Tagesberichte habe ich Ihnen an diese Email angehängt.

    Wie bereits mündlich am 27.10 Ihnen im Beisein von Frau xxx mitgeteilt, hatte ich am 12.10 einen privaten Termin und musste daraufhin in Ilsfeld tanken. Dieser Termin dauerte jedoch nur ca. 30min und hat meine Arbeit in keinster weiße beeinflusst, da ich jederzeit erreichbar war und ich aufgrund von dem Termin auch keine Mittagspause gemacht habe an dem Tag.
    Daraufhin hat mir mein Chef folgende Mail geschrieben, welche ich dann auch so akzeptiert habe, da ich eigentlich nur meine RUHE haben wollte ohne Rechtsstreit usw...


    eMail vom AG
    wir haben hier nochmals die Situation durch gesprochen und anwaltlichen Rat von der IHK eingeholt. Eindeutiges Ergebnis ist, daß durch Ihr Verhalten Gründe für eine fristlose Kündigung vorhanden sind.
    Wir alle sehen die Folgen einer fristlosen Kündigung für Sie, die zu vermeiden sind. Aus diesem sollten Sie nochmals Ihre Haltung überdenken.
    Bevor wir eine fristlose Kündigung aussprechen, möchten wir Ihnen nochmals die Gelegenheit geben, das Arbeitsverhältnis auf dem normalen Weg zu beenden. Wir werden um 12.00 Uhr den PKW abholen. Bitte übergeben Sie die Ihnen übergebenen Gegenstände. Wir werden dann, wenn dies erfolgt, von einer fristlosen Kündigung absehen. Es liegt an Ihnen
    "Ausser" das ich bis jetzt noch kein Gehalt für den Monat Oktober erhalten habe (Zahltag 31.10.) und das auch angemahnt hatte, war eigentlich alles ruhig und geklärt. Bis ich gestern ein einschreiben bekommen habe.


    Sehr geehrter Herr xxx

    Mit separatem Brief haben wir eine fristlose Kündigung übermittelt.

    Nach reiflicher Überlegung und in Anbetracht der jetzigen Situation mußten wir uns zu diesem Schritt entscheiden, weil wir befürchten müssen, dass Sie doch weitere Ansprüche aus Ihrem Arbeitsvertrag herleiten. Um unsere Rechtsposition zu sichern, müssen wir deshalb diesen Schritt machen.

    Wenn das Arbeitsverhältnis ohne weitere rechtliche Auseinandersetzung beendet wird, werden wir unsere fristlose Kündigung zurücknehmen und ein normales Ende des Beschäftigungsverhältnis attestieren.

    Grundlage ist ein Arbeitslohn von 1900€ / Monat und kein Anspruch auf Urlaubsabgeltung. Den zustehenden Arbeitslohn werden wir kurzfristig überweisen.

    74xxx Ort, 13.11.2015

    Fristlose Kündigung kurz zusammengefasst.

    erstellt am 13.11.2015
    mir zugegangen am 14.11.2015
    gekündigt auf 02.11.2015

    Kann mir derzeit leider keinen Anwalt leisten, wie soll ich mich jetzt verhalten und wie sehen meine chancen aus, fristlose Kündigung rechtens?

    Bin für jede Info dankbar.

  • #2
    AW: Fristlose Kündigung nach fristgerechter Kündigung.

    Hallo,

    wenn ich es richtig verstehe, hast du, abgesehen von der "Kündigung", die per E-mail ausgesprochen wurde und die wegen der fehlenden Schriftform unwirksam ist, erst am 14.11.2015 das Kündigungsschreiben erhalten. Darin ist rückwirkend, fristlos zum 02.11.2015 gekündigt worden.

    Unter dieser Voraussetzung sehe ich die Angelegenheit so.

    1. Eine rückwirkende Kündigung ist ausgeschlossen. Allerdings könnte die Kündigung ab 14.11.2015 wirksam sein bzw. die Kündigungsfrist ab diesem Tag laufen. Steht im Kündigungsschreiben, dass die Kündigung "hilfsweise zum nächstmöglichen Termin" ausgesprochen wurde, so ist eine ordentliche Kündigung zum 15.12.2015 damit ausgesprochen, sollte die fristlose Kündigung bei Gericht nicht bestehen bleiben.

    2. Gem. § 626 BGB muss die fristlose Kündigung innerhalb von zwei Wochen nach Bekanntwerden des Kündigungsgrunds ausgesprochen werden, andernfalls kann nur noch fristgerecht gekündigt werden.

    3. Es ist höchst fraglich, ob eine fristlose Kündigung Bestand haben kann, wenn nicht vorher eine Abmahnung ausgesprochen wurde.


    Insgesamt ist es eher unwahrscheinlich, dass die fristlose Kündigung bei Gericht Bestand haben wird. Und wenn, dann erst zum 14.11.2015

    Sofern du dich mit deinem Arbeitgeber nicht einigen kannst, bleibt nur eine Kündigungsschutzklage. Bedenke dabei auch, dass die fristlose Kündigung, wenn nicht dagegen vorgegangen wird, ggf. zu einer Sperrzeit beim Arbeitslosengeld führen kann. Zudem beabsichtigt dein AG offenbar dir ab 02.11.2015 kein Gehalt mehr zu zahlen.

    Die Kündigungschutzklage muss innerhalb von 3 Wochen nach Zugang der Kündigung eingelegt werden. In der ersten Instanz kannst du dich selbst vertreten. Der erste Gerichtstermin ist eine Güteverhandlung, da wird der Richter versuchen eine Einigung zwischen AG und AN herbei zu führen. Wenn du dir zutraust, das alleine durch zu ziehen, gehe am besten zum zuständigen Gericht, der Rechtspfleger wird dich i.d.R. bei der
    Einreichung der Klage unterstützen.

    Andernfalls solltest du dir schnell einen Anwalt nehmen. Vielleicht besteht die Möglichkeit Prozesskostenhilfe in Anspruch zu nehmen.

    Wichtig ist auch, dass du dich unverzüglich arbeitslos meldest.

    LG expo

    Kommentar


    • #3
      AW: Fristlose Kündigung nach fristgerechter Kündigung.

      Zitat von expo Beitrag anzeigen
      Hallo,

      wenn ich es richtig verstehe, hast du, abgesehen von der "Kündigung", die per E-mail ausgesprochen wurde und die wegen der fehlenden Schriftform unwirksam ist, erst am 14.11.2015 das Kündigungsschreiben erhalten. Darin ist rückwirkend, fristlos zum 02.11.2015 gekündigt worden.
      Erstmal Danke für deine Antwort...

      Ich habe am 27.10.2015 schriftlich eine Fristgerechte Kündigung auf den 30.11.2015 erhalten.

      Am 14.11.2015 habe ich dann eine Fristlose Kündigung

      Fristlose Kündigung
      Sehr geehrter Herr Mustermann,

      hiermit kündige wir das bestehende Arbeitsverhältnis fristlos zum.

      02.11.2015

      Grund: Falsche Informationen in ihrem Berichtswesen.

      74xxx Ort, 13.11.2015
      Mehr text hatte diese nicht.


      Zitat von expo Beitrag anzeigen
      Zudem beabsichtigt dein AG offenbar dir ab 02.11.2015 kein Gehalt mehr zu zahlen.
      Was mein AG beabsichtigt das kann nicht mehr nachvollziehen...

      Er schreibt ja das er die Fristlose Kündigung zurücknimmt wenn das Arbeitsverhältnis ohne weitere rechtliche Auseinandersetzungen beendet wird, siehe Bild.



      1. frage ich mich warum "ohne weitere" hatte ja bis jetzt noch keine rechtliche Ausseinandersetzung.

      2. einmal kündigt er mir fristlos und dann würde er wieder davon absehen.

      3. Warum hat er als Grundlage einen Arbeitslohn von 1900€, beim Arbeitsamt hat er selber 2500€ angegeben und ich habe niemals einen Vertrag mit 1900€ Grundgehalt unterschrieben.



      Zitat von expo Beitrag anzeigen
      Wichtig ist auch, dass du dich unverzüglich arbeitslos meldest.
      Habe meinen Bewilligungsbescheid schon erhalten...

      Habe mich aufgrund der Kündigung vom 27.10.2015 bereits am 29.10.2015 Arbeitslos gemeldet. Mein AG hat die Arbeitsbescheinigung am 09.11.2015 Online erstellt und dem Arbeitsamt auch übermittelt.

      Hier hat mein AG unter "Beschäftigungsverhältnis " folgendes angegeben.
      01.07.2015 - 30.11.2015
      Und als Arbeitsentgelt für diesen Zeitraum 12.550€

      Lg
      flamoson

      Kommentar


      • #4
        AW: Fristlose Kündigung nach fristgerechter Kündigung.

        Du musst jetzt Kündigungsschutzklage einreichen, sonst würde die fristlose Kündigung wirksam. Dazu hast du 3 Wochen Zeit (ab Zugang).

        Gut ist:

        Fristlose Kündigung
        Sehr geehrter Herr Mustermann,

        hiermit kündige wir das bestehende Arbeitsverhältnis fristlos zum.

        02.11.2015

        Grund: Falsche Informationen in ihrem Berichtswesen.

        74xxx Ort, 13.11.2015
        Dass der AG unten wohl das korrekte Datum eingetragen hat mit der er die Kü. abgeschickt hat.
        Hätter er da z.b. 1.11. geschrieben, müsste man sich noch streiten, wann genau die Kü. zugegangen ist. So ist aber zumindest klar. dass sie nicht zum 2.11. wirksam sein kann.

        Also einfach klagen und abwarten. Mehr kannst du nicht machen. Kommt Ende November/Anfang Dezember dein Gehalt nicht, kannst du das in der Klage nachschieben und auch dein fehlendes Gehalt einklagen.

        Geh zum Arbeitsgericht, dort zum Rechtspfleger, der hilft beim Formulieren der Klage.

        Ich würde allerdings auch einen Anwalt zuziehen. Die fristlose Beedigung deines Arbeitsverhältsnisses, bzw. der ungerade Beendigungstermin 2.11 oder 14.11. der muss aus deinem Lebenslauf raus und dann kommt ja auch noch die Zeugnisfrage. Da wird der AG auch erstmal nicht sehr freundlich urteilen, nehme ich an.

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