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Interner Wechsel mit mündlicher Zusage - Kündigungsfrist

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  • Interner Wechsel mit mündlicher Zusage - Kündigungsfrist

    Liebe schlaue Menschen,

    da ich nicht weiter weiß, kann mir vielleicht ja hier jemand helfen.

    Fakten: Seit dem 1.12.2014 bin ich als Elternzeitvertretung angestellt. Diese Stelle wird am 31.12.2015 auslaufen. Allerdings hat mir mein Arbeitgeber einen internen Wechsel auf eine andere unbefristete Stelle angeboten und zwar zum 1.1.2016. Einen Vertrag habe ich noch nicht, allerdings mündlich zugesagt oder zumindest nicht widersprochen.

    Problem: Ich hätte die Chance auf einen Quereinstieg ins Lehramt (mein Traumberuf, wollte ich immer machen) zum 1.2.2016. Die endgültige Entscheidung, obs klappt, fällt aber erst Anfang November. Leider bekomme ich in der nächsten Woche meinen neuen Arbeitsvertrag und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.

    Fragen:
    1. Kann ich bei einer Zusage für den Lehramtsjob meinen alten Vertrag einfach auslaufen lassen oder habe ich mich schon durch die mündliche Zusage verpflichtet, die neue Stelle anzunehmen? (Ich würde den neuen Vertrag dann erstmal nicht unterschreiben).
    2. Wenn ich mich durch die mündliche Zusage verpflichtet habe, gibt es eine Chance da wieder rauszukommen? Wenn ich am 1.1. anfange, könnte ich theoretisch ja erst zum 1.3. kündigen (4 Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende, keine Probezeit)?
    3. Wenn ich den neuen Vertrag unterschreibe, aber Ende November meinen alten kündige. Ist der neue dann mitgekündigt oder bin ich an den neuen gebunden?

    Ich hoffe, es ist einigermaßen verständlich...
    Vielen Dank für die Hilfe und ein schönes Wochenende

  • #2
    AW: Interner Wechsel mit mündlicher Zusage - Kündigungsfrist

    Zitat von Janne88 Beitrag anzeigen
    ...
    Fakten: Seit dem 1.12.2014 bin ich als Elternzeitvertretung angestellt. Diese Stelle wird am 31.12.2015 auslaufen. Allerdings hat mir mein Arbeitgeber einen internen Wechsel auf eine andere unbefristete Stelle angeboten und zwar zum 1.1.2016.
    Hallo,

    zuerst einmal Glückwunsch zur Zusage deines aktuellen Arbeitgebers.

    Einen Vertrag habe ich noch nicht, allerdings mündlich zugesagt oder zumindest nicht widersprochen.
    Wurden denn alle Details, die normalerweise vertraglich zu regeln sind, gegenseitig besprochen? Dann könnte man darüber nachdenken, dass vielleicht ein mündlicher Vertrag zustande gekommen ist.

    Aber: Was bedeutet "zumindest nicht widersprochen"? Hast du nach Kenntnis der entscheidenden Details ausdrücklich gesagt "Ja, ich will"? Ein reines Schweigen ist keine Angebotsannahme.

    Problem: Ich hätte die Chance auf einen Quereinstieg ins Lehramt (mein Traumberuf, wollte ich immer machen)
    Noch mehr Glückwünsche ...

    zum 1.2.2016. Die endgültige Entscheidung, obs klappt, fällt aber erst Anfang November. Leider bekomme ich in der nächsten Woche meinen neuen Arbeitsvertrag und weiß nicht, wie ich mich verhalten soll.
    Zunächst könntest du auf Zeit spielen. Zwischen "in der nächsten Woche" und "erst Anfang November" ist nicht so viel Unterschied. Wenn du den Vertrag nicht schnellstmöglich unterschrieben zurückgeben musst, könntest du ihn vielleicht ein paar Tage zuhause "vergessen".

    Eine andere Möglichkeit wäre es, deinem AG gegenüber ehrlich zu sein - aber erst nach Erhalt des von ihm unterschriebenen Vertrags. Du sagst ihm, dass du dich sehr über die Verlängerung freust, sich inzwischen aber eine andere Entwicklung ergeben hat, die du noch abwarten möchtest. Wie vertrauensvoll du mit deinem AG umgehen kannst, weiß hier im Forum niemand. Das kannst nur du selbst beurteilen.

    Fragen:
    1. Kann ich bei einer Zusage für den Lehramtsjob meinen alten Vertrag einfach auslaufen lassen oder habe ich mich schon durch die mündliche Zusage verpflichtet, die neue Stelle anzunehmen?
    Wie bereits gesagt: Hast du ausdrücklich zugesagt oder nur geschwiegen?

    2. Wenn ich mich durch die mündliche Zusage verpflichtet habe, gibt es eine Chance da wieder rauszukommen? Wenn ich am 1.1. anfange, könnte ich theoretisch ja erst zum 1.3. kündigen (4 Wochen Kündigungsfrist zum Monatsende, keine Probezeit)?
    Du könntest am 1. Januar zum 31. Januar kündigen. Dann sind die vier Wochen eingehalten. Wenn die Kündigung vor Vertragsbeginn nicht vertraglich ausgeschlossen ist, kannst du auch schon zuvor kündigen, ebenfalls auf den 31. Januar.

    Falls kein komplett neuer Vertrag abgeschlossen wird, sondern lediglich eine Verlängerung des alten Vertrags vereinbart wird, kannst du ebenso unter Fristwahrung schon früher kündigen.

    3. Wenn ich den neuen Vertrag unterschreibe, aber Ende November meinen alten kündige. Ist der neue dann mitgekündigt oder bin ich an den neuen gebunden?
    Den alten musst du ja nicht kündigen, der endet per Befristung. Es kommt aber wieder darauf an, in welcher Form die Weiterbeschäftigung vereinbart wird.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      AW: Interner Wechsel mit mündlicher Zusage - Kündigungsfrist

      Hallo Werner,

      vielen Dank für die superschnelle Antwort! Damit hatte ich nicht gerechnet.

      Also ich wurde gefragt, ob ich mir vorstellen kann zu bleiben und es wurde auch nach außen schon so kommuniziert. Von daher vermute ich, dass es schon als mündlich abgeschlossener Vertrag gilt.

      Allerdings bin ich jetzt beruhigt. Irgendwie dachte ich, dass ich im Vormonat kündigen müsste. Ich hab nicht bedacht, dass eine Kündigung im Zweifel noch am 1.1. ausreichen würden.

      Nochmals danke!

      Kommentar


      • #4
        AW: Interner Wechsel mit mündlicher Zusage - Kündigungsfrist

        Die Frage ob jemand sich "Vorstellen kann zu bleiben" ist weit entfernt von einem verbindlichen Vertrag zu schließen. Es kommt auf die genauen Worte und letztlich darauf an was jede Seite beweisen kann. Wobei da quasi kein Arbeitgeber klagt und wenn nur wenig Chancen hat.

        Kommentar


        • #5
          AW: Interner Wechsel mit mündlicher Zusage - Kündigungsfrist

          Ja, ich halte es auch für eher unwahrscheinlich, dass man mich darauf festnageln wird...

          Wie ist es eigentlich, wenn ich eine Kündigungsfrist von 4 Wochen habe: Ich müsste theoretisch am 1.,2. oder 3.1.2016 kündigen, allerdings sind das alles Feiertage bzw. Wochenende. Ist das okay oder muss an einem Werktag gekündigt werden?

          Kommentar


          • #6
            AW: Interner Wechsel mit mündlicher Zusage - Kündigungsfrist

            Hallo,

            lies dir das mal durch: Zugang einer Kündigung im Arbeitsrecht - AHS Rechtsanwälte Köln

            du musst also vor dem Wochenende kündigen.

            Gruß
            Hubertus

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