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Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

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  • Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

    Hallo, liebe Foren-Mitglieder,

    mal angenommen, es gibt einen Arbeitnehmer, der als einziger Angestellter in einem Kleinbetrieb arbeitet.
    Einen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt es nicht.

    Dem Arbeitnehmer wird am 05. eines Monats ( in der zweiten Jahreshälfte ) zum Ende des gleichen Monats hilfsweise zum nächst zulässigen Termin gekündigt. Der AG stellt den AN unter Anrechnung des noch offenen Urlaubs mit sofortiger Wirkung frei, worauf sich der AN am nächsten Tag auf unbestimmte Zeit krankschreiben lässt.

    In der Lohnabrechnung des AN steht eine Anzahl X an Urlaubstagen, die sich aus dem Vorjahr und dem aktuellen Jahr zusammensetzt. Der Urlaub aus dem Vorjahr wurde vom AN nicht genommen und es gibt keine Absprache zwischen AG und AN, dass dieser Urlaub im neuen Jahr bestehen bleibt.
    Ist die Anzahl X auf der Lohnabrechnung jetzt verbindlich und kann der AN diese Anzahl als Abgeltung einfordern oder nur noch den Urlaubsanspruch aus dem aktuellen Jahr ?

    Die Lohnzahlung wurde vom AG fälschlicherweise nur bis zum Ende des Monats geleistet, in dem die Kündigung ausgesprochen wurde. Der AN hat eine Betriebszugehörigkeit von 3 Jahren.

    Welche Ansprüche kann der AN jetzt insgesamt noch geltend machen ? Die schriftliche Kündigung erfolgte bereits vor mehr als 2 Monaten.
    Kann der AN noch Klage erheben ? Wie muss der AN vorgehen, um seine Ansprüche geltend zu machen ?

    Wie gesagt, es besteht kein schriftlicher Arbeitsvertrag und es handelt sich um einen Kleinbetrieb !




    Vielen Dank für alle Antworten !

    Liebe Grüße,


    cinci93

  • #2
    AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

    Zitat von cinci93 Beitrag anzeigen
    Hallo, liebe Foren-Mitglieder,

    mal angenommen, es gibt einen Arbeitnehmer, der als einziger Angestellter in einem Kleinbetrieb arbeitet.
    Einen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt es nicht.

    Dem Arbeitnehmer wird am 05. eines Monats ( in der zweiten Jahreshälfte ) zum Ende des gleichen Monats hilfsweise zum nächst zulässigen Termin gekündigt. Der AG stellt den AN unter Anrechnung des noch offenen Urlaubs mit sofortiger Wirkung frei, worauf sich der AN am nächsten Tag auf unbestimmte Zeit krankschreiben lässt.

    In der Lohnabrechnung des AN steht eine Anzahl X an Urlaubstagen, die sich aus dem Vorjahr und dem aktuellen Jahr zusammensetzt. Der Urlaub aus dem Vorjahr wurde vom AN nicht genommen und es gibt keine Absprache zwischen AG und AN, dass dieser Urlaub im neuen Jahr bestehen bleibt.
    Ist die Anzahl X auf der Lohnabrechnung jetzt verbindlich und kann der AN diese Anzahl als Abgeltung einfordern oder nur noch den Urlaubsanspruch aus dem aktuellen Jahr ?

    Die Lohnzahlung wurde vom AG fälschlicherweise nur bis zum Ende des Monats geleistet, in dem die Kündigung ausgesprochen wurde. Der AN hat eine Betriebszugehörigkeit von 3 Jahren.

    Welche Ansprüche kann der AN jetzt insgesamt noch geltend machen ? Die schriftliche Kündigung erfolgte bereits vor mehr als 2 Monaten.
    Kann der AN noch Klage erheben ? Wie muss der AN vorgehen, um seine Ansprüche geltend zu machen ?

    Wie gesagt, es besteht kein schriftlicher Arbeitsvertrag und es handelt sich um einen Kleinbetrieb !




    Vielen Dank für alle Antworten !

    Liebe Grüße,


    cinci93
    Hallo cinci93
    da du keinen KÜ- Schutz hast und schon länger als 2 Monate vorbei sind, müßte man wissen, ob es irgendwelche Ausschluss/verfalllfristen gibt. Was soll das jezt noch bringen?? Verstehe ich es richtig, der AG hat merh gezahlt als notwendig?? Die KÜ_fristen sind im § 622BGB
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

      Hallo Fussballsend,

      erstmal lieben Dank für die schnelle Antwort :-)

      Der AG hat zu wenig gezahlt, da er nur bis zum Ende des Monats gezahlt hat, in dem die Kündigung ausgesprochen wurde.
      Laut meiner Info beträgt aber die Kündigungsfrist bei einer Betriebszugehörigkeit von 3 Jahren, 1 Monat zum Monatsende, sodaß eigentlich noch ein Monatslohn ausstehen würde.
      Fakt ist aber, dass die Kündigung bereits vor mehr als 2 Monaten erfolgte.

      Da kein Arbeitsvertrag besteht, dürfte es auch keine Ausschluss/Verfallfristen geben, oder ?

      Es geht darum, welche Ansprüche jetzt überhaupt noch irgendwie geltend gemacht werden können bzgl. Lohn und Urlaub.....

      Tausend Dank und liebe Grüße,

      cinci93

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      • #4
        AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

        Zitat von cinci93 Beitrag anzeigen
        Hallo Fussballsend,

        erstmal lieben Dank für die schnelle Antwort :-)

        Der AG hat zu wenig gezahlt, da er nur bis zum Ende des Monats gezahlt hat, in dem die Kündigung ausgesprochen wurde.
        Laut meiner Info beträgt aber die Kündigungsfrist bei einer Betriebszugehörigkeit von 3 Jahren, 1 Monat zum Monatsende, sodaß eigentlich noch ein Monatslohn ausstehen würde.
        Fakt ist aber, dass die Kündigung bereits vor mehr als 2 Monaten erfolgte.

        Da kein Arbeitsvertrag besteht, dürfte es auch keine Ausschluss/Verfallfristen geben, oder ?

        Es geht darum, welche Ansprüche jetzt überhaupt noch irgendwie geltend gemacht werden können bzgl. Lohn und Urlaub.....

        Tausend Dank und liebe Grüße,

        cinci93
        die gesetzlichen Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre. Von welcher Höhe (Euro) reden wir denn hier ungefähr? Aber wie gesagt Kleinbetrieb, da ist es schwer was zu bekommen!!
        In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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        • #5
          AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

          Es geht um einen Bruttolohn von ca. 2100,- und einen Urlaubsanspruch von 14 Tagen ( nach meiner Rechnung
          ca. 1334,- ).

          Der Urlaub aus dem Vorjahr kann nicht mehr abgegolten werden, oder ? Er ist aber auf der Lohnabrechnung aufgeführt.....

          Vielen Dank :-)

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          • #6
            AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

            Zitat von cinci93 Beitrag anzeigen
            Es geht um einen Bruttolohn von ca. 2100,- und einen Urlaubsanspruch von 14 Tagen ( nach meiner Rechnung
            ca. 1334,- ).

            Der Urlaub aus dem Vorjahr kann nicht mehr abgegolten werden, oder ? Er ist aber auf der Lohnabrechnung aufgeführt.....

            Vielen Dank :-)
            kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht genommen werden , ist er abzugelten(§ 7 Abs.4 BUrlG).Gilt ein Tarifvertrag? Bei der Summe könnte man schon einen Anwalt einschalten.
            In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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            • #7
              AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

              Gilt das denn auch noch für den nicht genommenen Urlaub aus dem Vorjahr ???

              Danke :-)

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              • #8
                AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

                Zitat von cinci93 Beitrag anzeigen
                Gilt das denn auch noch für den nicht genommenen Urlaub aus dem Vorjahr ???

                Danke :-)
                dazu müßte man schon wissen, ob es eben diese Ausschluss/Verfallfristen gibt. Gibt es keine könnte man sich auf die dreijährige Verjährungsfrist berufen.Der Urlaub selbst ist weg!! Dieser ist abzugelten! also geht hier ums Urlaubsentgelt.
                In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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                • #9
                  AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

                  Hallo cinci93

                  Laut Gesetz ist der Urlaub unsw. für 2014 verfallen.
                  Es gibt aber schon ein anderslautende Urteil, das sagt das der AG den Urlaub anbieten muss. ?
                  Aber wenn der Resturlaub noch auf der Abrechnung steht, bestehen sicher Chansen, das er nicht verfallen ist.
                  Das ist nur meine Meinung.

                  Gruß ROJO

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                  • #10
                    AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

                    Ich wage mal die Vermutung, dass der AN nicht innerhalb von 3 Wochen nach Erhalt der Kündigung auf Korrektur des Kündigungstermins geklagt hat, weshalb der AG nur bis zum Ende des laufenden Monats abgerechnet hat.

                    Nun sind die 3 Wochen für eine Kündigungsschutzklage vorbei. Der Zug ist abgefahren.

                    Sehe ich das richtig?

                    Rübe

                    P.S. davon unabhängig muss der AG den laufenden Urlaubsanspruch noch auszahlen.

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

                      Es besteht kein Tarifvertrag, da der AG nicht Mitglied des Arbeitgeberverbandes ist und auch kein Einzelvertrag geschlossen wurde ( es existiert ja nicht einmal ein Arbeitsvertrag ). Somit müssen wohl auch keine Ausschlussfristen/Verfallfristen beachtet werden, oder ?

                      Muss der AG denn jetzt auch noch den Urlaub aus 2014 abgelten, da er auf der Lohnabrechnung noch auftaucht ?p

                      Ist es korrekt, dass der ausstehende Lohn nicht mehr eingeklagt werden kann ?

                      Tausend Dank für die Hilfe !!!!

                      Kommentar


                      • #12
                        AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

                        Zitat von cinci93 Beitrag anzeigen
                        Es besteht kein Tarifvertrag, da der AG nicht Mitglied des Arbeitgeberverbandes ist und auch kein Einzelvertrag geschlossen wurde ( es existiert ja nicht einmal ein Arbeitsvertrag ). Somit müssen wohl auch keine Ausschlussfristen/Verfallfristen beachtet werden, oder ?

                        Muss der AG denn jetzt auch noch den Urlaub aus 2014 abgelten, da er auf der Lohnabrechnung noch auftaucht ?p

                        Ist es korrekt, dass der ausstehende Lohn nicht mehr eingeklagt werden kann ?

                        Tausend Dank für die Hilfe !!!!
                        Ob du deinen Arbeitslohn noch nach der 3 wöchigen Klagefrist einklagen kannst ist vom BAG nicht einheitlich festgestellt worden. Näheres z.B. bei Hensche "Was tun bei fal*scher Kün*di*gungs*frist?"

                        Der Urlaubsanspruch vom Vorjahr verfällt spätestens am 31.03. des Folgejahres. Eine Abgeltung ist darüber hinaus nur möglich, wenn der Urlaub wegen Langzeiterkrankung bis zum Ausscheiden, nicht genommen werden konnte

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                        • #13
                          AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

                          Hallo expo

                          Grundsätzlich gebe ich dir Recht.

                          Aber ich sehe hier 2 Gründe die möglicherweise dagegen sprechen.

                          Der AG hat zum Monatsende (was falsch war.) gekündigt, mit dem Zusatz (oder zum nächstmöglichen Termin)
                          Dieser ist ein Monat später.
                          Gegen die Kündigung ist ein Klage nicht mehr möglich, aber nach meiner Ansicht wegen dem Monatslohn.
                          Wenn der Urlaub für das letzte Jahr noch auf der Abrechnung steht, ist er eigendlich nicht verfallen.
                          Dafür kann es Gründe geben.
                          z.B. Es gibt dazu eine BV.
                          Es ist im Betrieb üblich, das der Urlaub nicht verfällt . unsw....
                          Ich würde hier ein Beratungsgepräch mit einem Fachanwalt für Arbeitsrecht führen. Das kostet ca 200 €, hier geht es um ca 3500 €.
                          Das ist nur meine Ansicht.

                          Gruß ROJO

                          Kommentar


                          • #14
                            AW: Ansprüche Arbeitnehmer nach Kündigung

                            Hallo ROJO, du hast Recht. Da muss ein Anwalt alle Aspekte beleuchten, die wir hier nicht kennen.
                            In beiden Fällen besteht nach meiner Meinung ein gewisses Prozessrisiko

                            LG expo

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