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    Darf ein Arbeitgeber auf Anfrage einer Ehefrau per E-Mail, dieser mitteilen weswegen der Arbeitnehmer (in diesem Fall der Mann) gekündigt wurde ?

  • #2
    AW: Datenschutz ?

    Zitat von templer79 Beitrag anzeigen
    Darf ein Arbeitgeber auf Anfrage einer Ehefrau per E-Mail, dieser mitteilen weswegen der Arbeitnehmer (in diesem Fall der Mann) gekündigt wurde ?
    Hallo,

    nein, darf er meiner Meinung nach nicht. Das Arbeitsverhältnis ist ein persönliches Schuldverhältnis zwischen AG und AN. Außenstehende (und dazu zählen auch Familienangehörige) haben kein Recht auf irgendwelche Auskünfte darüber, sofern es nicht gesetzliche Gründe dafür gibt (z.B. Meldungen an Finanzamt und Sozialversicherung) oder eine entsprechende Vollmacht vorgelegt wird.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      AW: Datenschutz ?

      Zitat von werner h. Beitrag anzeigen
      nein, darf er meiner Meinung nach nicht. Das Arbeitsverhältnis ist ein persönliches Schuldverhältnis zwischen AG und AN. Außenstehende (und dazu zählen auch Familienangehörige) haben kein Recht auf irgendwelche Auskünfte darüber, ....
      Wobei die Frage aber nicht war, ob die Ehefrau ein Recht auf die Auskunft hat, sondern ob der Arbeitgeber sie geben darf (nicht: muss).

      Die gesetzliche Vorschrift über den Arbneitnehmerdatenschutz ist § 32 BDSG
      https://dejure.org/gesetze/BDSG/32.html
      aber der gilt ausdrücklich "nicht für die Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten außerhalb von nicht automatisierten Dateien, soweit es sich nicht um personenbezogene Daten handelt, die offensichtlich aus einer automatisierten Verarbeitung entnommen worden sind."

      Es gibt zwar auch in anderen Gesetzen Pflichten zur Verschwiegenheit, z.B. https://dejure.org/gesetze/StGB/203.html oder im Arbeitsrecht in § 5 MuSchG: "Er darf die Mitteilung der werdenden Mutter Dritten nicht unbefugt bekannt geben."

      Üblicher Weise ist es also sehr genau geregelt, wenn eine Weitergabe persönlicher Informationen verboten ist. Sollte es gar um die Frage gehen, ob es eine Straftat ist, muss es sogar vorher gesetzlich verboten worden sein:
      https://dejure.org/gesetze/GG/103.html (Abs. 2)
      Aber auch für andere Rechtsfolgen (Unterlassungsanspruch, Schadensersatz) braucht man eine Rechtsgrundlage.

      Ich will ja nicht behaupten, dass es hier keine gäbe, aber wo genau steht sie?

      E.D.

      Kommentar


      • #4
        AW: Datenschutz ?

        Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
        ... Ich will ja nicht behaupten, dass es hier keine gäbe, aber wo genau steht sie?
        Ohne jetzt weiter recherchieren zu wollen, behaupte ich schlicht und einfach, dass das zu den arbeitsrechtlichen Nebenpflichten gehört. Diese werden dem AN gerne unter die Nase gerieben, wenn ihm ein Fehlverhalten vorgeworfen wird, das sich nicht 1:1 aus dem unterschriebenen Arbeitsvertrag oder einer anderen schriftlichen Norm ableiten lässt. Aber auch für den AG gelten solche Nebenpflichten. Das hat meiner Meinung nach irgendwie auch mit "Treu und Glauben" zu tun.

        Immerhin wäre es möglich, dass die Ehefrau mit dem AN über Unterhaltszahlungen streitet und sich vom AG Auskünfte ergattern will, um ihre Forderungen zu beziffern. Oder sie will ihrem Gatten die Hölle heiß machen, weil er nicht nur zuhause, sondern auch in der Firma ein Schlechtleister war.

        Wenn deine Argumentation jedoch zutrifft: Was sollte AG dann noch davon abhalten, öffentlich über ihre AN zu reden? Die Kündigungsgründe der ganzen Belegschaft und auch den Kunden bekannt zu geben?
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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