Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Zuschlag/Freizeitausgleich Sonntag/Nachtarbeit

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Zuschlag/Freizeitausgleich Sonntag/Nachtarbeit

    Hallo,

    ein Freund arbeitet vollzeit bei einem Reiseunternehmen. Er arbeitet eine Woche, hat dann ein ganzes Wochenende (d.h. von Freitag Abend durchgehend bis Sonntag früh) Bereitschaftsdienst für das Notruftelefon, und geht dann wieder von Montag bis Freitag vollzeit arbeiten. Er hat also 12 Tage am Stück keinen freien Tag und arbeitet das Wochenende 24/7 - inklusive Anrufe um 3-4 Uhr morgens.

    Meine Frage betrifft sowohl die Entlohnung der Wochenendarbeit (Zuschlag) als auch die gesetzlichen Regelungen zu Erholungsphasen und zum Freizeitausgleich.

    Die Entlohnung erfolgt pauschal auf der Basis der eingehenden Anrufe (etwa 12 € pro Anruf) und beläuft sich für das gesamte Wochenende auf ungefähr 500€. Davon gehen am Ende wieder ca. 50% Steuern ab. Auf Wikipedia habe ich gelesen, dass der dieser "Zuschlag" steuerfrei bleiben müsste, solange er 25% bzw. 50% des Grundgehalts nicht übersteigt (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Zuschl..._des_Zuschlags). Ist das korrekt? Einen Freizeitausgleich macht er im Laufe der nächsten 14 Tage ebenfalls nicht geltend, weil sonst nicht genug Personal anwesend sei, um das Arbeitspensum zu bewältigen.

    Mir scheint diese als selbstverständlich hingenommene Überbeanspruchung der eigenen Arbeitskraft (12 Tage ohne freien Tag inkl. 24/7 Wochenendeinsatz) die gesetzlichen Bestimmungen arg zu strapazieren. Ist das tatsächlich der Fall? Und ist eine Pauschalregelung für Wochenendarbeit/Bereitschaftsdienst so überhaupt üblich? Ferner: Müsste der Zuschlag nicht steuerfrei bleiben, solange er 25/50% des Grundgehalts nicht übersteigt?

    Ich möchte einfach nicht, dass sich mein Freund für seinen Arbeitgeber versklavt und das damit rechtfertigt, dass das bei ihm "alle so machen" :-)

    Vielen Dank und Gruß
    Jens

  • #2
    AW: Zuschlag/Freizeitausgleich Sonntag/Nachtarbeit

    Zitat von Jens.Friberg Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ein Freund arbeitet vollzeit bei einem Reiseunternehmen. Er arbeitet eine Woche, hat dann ein ganzes Wochenende (d.h. von Freitag Abend durchgehend bis Sonntag früh) Bereitschaftsdienst für das Notruftelefon, und geht dann wieder von Montag bis Freitag vollzeit arbeiten. Er hat also 12 Tage am Stück keinen freien Tag und arbeitet das Wochenende 24/7 - inklusive Anrufe um 3-4 Uhr morgens.

    Meine Frage betrifft sowohl die Entlohnung der Wochenendarbeit (Zuschlag) als auch die gesetzlichen Regelungen zu Erholungsphasen und zum Freizeitausgleich.

    Die Entlohnung erfolgt pauschal auf der Basis der eingehenden Anrufe (etwa 12 € pro Anruf) und beläuft sich für das gesamte Wochenende auf ungefähr 500€. Davon gehen am Ende wieder ca. 50% Steuern ab. Auf Wikipedia habe ich gelesen, dass der dieser "Zuschlag" steuerfrei bleiben müsste, solange er 25% bzw. 50% des Grundgehalts nicht übersteigt (vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Zuschl..._des_Zuschlags). Ist das korrekt? Einen Freizeitausgleich macht er im Laufe der nächsten 14 Tage ebenfalls nicht geltend, weil sonst nicht genug Personal anwesend sei, um das Arbeitspensum zu bewältigen.

    Mir scheint diese als selbstverständlich hingenommene Überbeanspruchung der eigenen Arbeitskraft (12 Tage ohne freien Tag inkl. 24/7 Wochenendeinsatz) die gesetzlichen Bestimmungen arg zu strapazieren. Ist das tatsächlich der Fall? Und ist eine Pauschalregelung für Wochenendarbeit/Bereitschaftsdienst so überhaupt üblich? Ferner: Müsste der Zuschlag nicht steuerfrei bleiben, solange er 25/50% des Grundgehalts nicht übersteigt?

    Ich möchte einfach nicht, dass sich mein Freund für seinen Arbeitgeber versklavt und das damit rechtfertigt, dass das bei ihm "alle so machen" :-)

    Vielen Dank und Gruß
    Jens
    Hallo Jens, man war hier mal der Ansicht das man sogar 19 Tage am Stück arbeiten könnte, aber das wäre wohl die absolute Ausnahme. Was die Arbeitszeit und die Pausen angeht, schaue mal ins Arbeitszeitgesetz!!
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

    Kommentar


    • #3
      AW: Zuschlag/Freizeitausgleich Sonntag/Nachtarbeit

      Du hast ja selber "Zuschlag" schon in Anführungsstrichen gesetzt. Wieso sollten die 12 € pauschale Bezahlung ein Zuschlag sein?

      Für mich stellst sich das so da, er bekommt die Überstunden bezahlt. Dann müsste man von der Bezahlung erstmal das normale Grundgehalt abziehen, der übersteigende Teil könnte dann höchstens Zuschag sein oder meinst du das so? Und der könnte dann steuerfrei sein.

      Wie viele Stunden arbeitet er denn konkret für die 500 €?
      Muss er immer am Telefon sitzen?


      Sind denn die Aufträge die am Wochenende rein bekommt, bzw. die Jobs die er abarbeiten muss weitgehend gleichmässig über die 24h verteilt? Dann würde laut Arbeitszeitgesetz die Ruhepause von 11h fehlen die er einhalten muss. Das wäre also nicht erlaubt.

      Grundsätzlich ist 12 Tage am Stück arbeiten aber erlaubt (bei Einhaltung der Pausen und Ruhezeiten).


      Ansonsten ist das halt ein grundsätzlices Problem unseres Steuerrechts. Jede Gehaltserhöhung würde ihm auch so versteuert :-(

      Kommentar

      Ad Widget rechts

      Einklappen

      Google

      Einklappen
      Lädt...
      X