Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Anspruch auf ALG 1 nach Umschulung

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Anspruch auf ALG 1 nach Umschulung

    Hallo,
    zu folgendem Sachverhalt hätte ich gern Euren Rat.

    Im September 2011 begann ich eine Umschulung zur Kfz-Mechatronikerin. Im August 2013 wurde diese Maßnahme beendet. Während der gesamten Zeit erhielt ich weiterhin ALG 1 quasi als Verdienst. Mein Ausbildungsbetrieb zahlte auch einen kleinen Obolus von 280€ netto. Vorher wurden die Beiträge für Versicherungen abgezogen, auch für die AV. Nach Beendigung der Maßnahme stellte ich einen neuen ALG 1-Antrag welcher abgelehnt wurde mit der Begründung das ich keinen Anspruch hätte. Nun ist es aber so das vom meinem Ausbildungsbetrieb die Beiträge zur AV abgeführt worden sind. Daraus ist nach meiner Meinung ein neuer Anspruch entstanden da ich ja mehr als 12 Monate eingezahlt habe. Der Fall liegt inzwischen beim Sozialgericht. Eine Entscheidung ist jedoch noch nicht absehbar. Was meint ihr dazu?

    Vielen Dank schon mal an alle!

  • #2
    AW: Anspruch auf ALG 1 nach Umschulung

    Hallo,

    vermutlich wird das Entgelt Deiner Umschulung praktisch als Hinzuverdienst zum ALG 1 betrachtet und Dein ALG 1-Anspruch ist tatsächlich aufgebraucht.

    Was schreibt die AfA als genaue Begründung der Widerspruchsablehnung?

    Natürlich könnte man in Deinem Fall so argumentieren, dass ja AV-Beiträge (wenn auch in sehr geringer Höhe) vom Umschulungsbetrieb abgeführt wurden und somit zumindest ein ALG-Anspruch in dieser geringen Höhe entstanden sein müsste.

    Vermutlich wurden diese AV-Beiträge wegen des geringen Verdienstes von 280 Euro netto (brutto somit unter 450 Euro) jedoch im Rahmen eines "Minijobs" an die Knappschaft abgeführt. Aus Minijobs entstehen keine neuen ALG1-Ansprüche.

    Gruß
    Leo
    Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
    Epiktet (50-13, griech. Philosoph
    ************************* ************************* **********************
    Meine Beiträge stellen meine eigene Meinung dar und sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen.

    Kommentar


    • #3
      AW: Anspruch auf ALG 1 nach Umschulung

      Zitat von Leo1952 Beitrag anzeigen
      Vermutlich wurden diese AV-Beiträge wegen des geringen Verdienstes von 280 Euro netto (brutto somit unter 450 Euro) jedoch im Rahmen eines "Minijobs" an die Knappschaft abgeführt. Aus Minijobs entstehen keine neuen ALG1-Ansprüche.

      Gruß
      Leo
      Nein, vermutlich nicht. Es gibt keine Konstellation, in der eine Ausbidlung oder Umschulung unter die Regelungen des minijobs fallen könnte. Stattdessen gilt hier immer die Geringverdienerregelung (§ 20 (3) SGB IV). Der AN zahlt keine Beiträgt, der AG hingegen beide Anteile. Der AN erwirbt volle Rechte in der Sozialversicherung.

      Ein Grund der für dei AV eher ziehen könnte, ist der, dass die Umschulung eine geförderte Maßnahme im Rahmen des ALG I ist. La_Bestia hat also über den gesamten Zeitraum eine Förderung erhalten und der 12(1-Monats-Bezugszeitraum ist nun schlicht aufgebraucht.

      Insofern wäre dann die Argumentation richtig, dass kein weiterer Bezugsraum entstanden ist, sondern La_Bestia nach Ablauf der 12 (1 Monate ins ALG II fällt.

      Die Bezuschussung des Arbeitgebers zur geförderten Maßnahme würde insofern am Lauf des ALG I nichts ändern.

      Kommentar


      • #4
        AW: Anspruch auf ALG 1 nach Umschulung

        Sozialgericht 1. Instanz?

        Selbst wenn sich aus den 400 € was der AG vielleicht Brutto bezahlt hat ein Anspruch ergäbe, könnte man davon ja nicht leben.

        Wie lange warst du denn danach arbeitslos und von was hast du konkret gelebt? ALG 2?

        Kommentar

        Ad Widget rechts

        Einklappen

        Google

        Einklappen
        Lädt...
        X