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Diskriminierung?

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  • Diskriminierung?

    Hallo,
    Habe mal eine Frage- .'

    Mitarbeiterin A hat einen auf 18 Monate befristeten Arbeitsvertrag unterschrieben. Beginn 01.01.2013- Ablauf 30.06.2014. Mitarbeiterin wurde zusammen mit 15 anderen mit gleich gearteten Verträgen eingestellt.
    Mitarbeiterin wird schwanger, teilt dies sofort mit und arbeitet bis zum Beginn des Mutter Schutzes komplett ohne Extra-Würste mit. Leistung immer im oberen Drittel im vgl zu den anderen 15 `neuen`.
    Kind kommt kurz vier Ablauf des Vertrages. Elternzeit wurde regulär beantragt. Alle 15 anderen bekommen im April einen unbefristeten Vertrag angeboten. Zu Mitarbeiterin wird gesagt das Vertrag wegen Elternzeit etc nicht verlängert wird. Soll sich auf normale Ausschreibung bewerben wenn Elternzeit abgelaufen ist. Hat dies auch gemacht und nun eine Absage ohne Begründung erhalten.
    Habe gelesen das in diesem Fall ein unbefristeter Vertrag hätte angeboten werden müssen da eine Schwangerschaft unter das anti diskriminierungsGesetz fällt. Ist das richtig. Kann man da jetzt noch was machen?
    Danke für die hoffentlich vielen und hilfreichen Antworten

    Suny

  • #2
    AW: Diskriminierung?

    Habe gelesen das in diesem Fall ein unbefristeter Vertrag hätte angeboten werden müssen da eine Schwangerschaft unter das anti diskriminierungsGesetz fällt. Ist das richtig. Kann man da jetzt noch was machen?
    Nein, das ist so begründet nicht richtig. Der befristete AV kann trotz SS ganz regulär auslaufen und dann hat man als AN im Rrinzip keine Chance den Grund Diskrimierung nachzuweisen, selbst wenn der AG genau deswegen befristet und nicht verlängert.
    Bei der geschilderten Version hätten die Chancen jedoch deutlich besser gestanden. Nur 1 von 16 AN bekommt keine Verlängerung angeboten - das ist ja zu offensichtlich.

    Die Wirksamkeit der Befristung hätte man aber innerhalb von 3 Wochen nach Auslaufen des Vertrages gerichtlich überprüfen lassen können.

    TzBfG - Einzelnorm



    Ob darüber hinaus noch eine Klage nach dem AGG angestrebt werden kann, weiss ich nicht. Dazu müsste man einen erfahren RA befragen, der sich mit diesem Thema auskennt.

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    • #3
      AW: Diskriminierung?

      Gegen die Befristung scheint ja erst mal nichts zu sprechen, sondern nur gegen die Nichtübernahme.

      Für eine AGG-Klage gibt es ebenfalls Fristen, die aber - wenn inzwischen die Elternzeit abgelaufen ist - schon verpasst sein dürften.

      Aktuell scheint nur noch die Ablehnung der Bewerbung zu sein. Und da muss ein Ansatzpunkt erst noch gefunden werden.

      E.D.

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      • #4
        AW: Diskriminierung?

        Hallo,
        @e.d. Was meinen Sie mit Ansatzpunkt bei Ablehnung der Bewerbung genau. Es wurde nachgefragt wie die Ablehnung begründet wird ( persönliche Eigenschaften oder äußere Umstände - az nur 85%, Kleinkind) . Antwort darauf war nur das generell keine Aussage getroffen wird.
        Es wurde von der teamleitung immer kommuniziert das einer wieder Einstellung nichts im Wege steht. Jetzt wird mit interner Betriebs umorganusation argumentiert. Das sind aber keine offiziellen Informationen.
        Gruß

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        • #5
          AW: Diskriminierung?

          Ein privater Arbeitgeber muss eine Ablehnung nicht begründen, und genau aus diesem Grund (keinen Anhaltspunkt liefern, der als Diskriminierung ausgelegt werden könnte), machen es die meisten auch ganz bewußt nicht.

          Man hätte auf Schadensersatz/Entschädigung klagen können (nicht auf Weiterbeschäftigung), ähnlich wie in diesem Fall:
          Entschädigung wegen Benachteiligung einer Schwangeren » Rechtsprechung » arbeitsrecht.de
          Der Anspruch hätte bis Ende August 2014 geltend gemacht werden müssen.

          So wie in jenem Fall die Aussage der Mutter als Nachweis diente, wäre es hier die offensichtliche Andersbehandlung (wobei das Gericht zu entscheiden hätte, ob das ausreicht).

          Aber August ist nun mal schon lange vorbei.

          E.D.

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          • #6
            AW: Diskriminierung?

            Ich finde es doof, dass ein privater Arbeitgeber eine Ablehnung nicht begründen muss.

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