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Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

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  • matthias
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
    Ich vermute mal, wenn es um Dinge ginge wie mehr Personl zur Entlastung, betrieblicher Fitnessraum, kostenlose Physiotherapie käme es eher nicht zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Betriebsrat.

    E.D.
    Es ging um die Prozesse und nicht um Fitnessräume

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  • E.D.
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von matthias Beitrag anzeigen
    Ansonsten kann die Verbesserung der Prozesse z.b. auch zu mehr Gesundheitsschutz führen, zu weniger Kranktagen, wo von dann AG und AN was haben. Viele AN leiden auch unter dumm geplanten Prozessen, die sie selber besser für sich und die Produktivität, machen könnten usw usw..
    Ich vermute mal, wenn es um Dinge ginge wie mehr Personl zur Entlastung, betrieblicher Fitnessraum, kostenlose Physiotherapie käme es eher nicht zu Meinungsverschiedenheiten mit dem Betriebsrat.

    E.D.

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  • matthias
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von filter Beitrag anzeigen
    Zu Deinem ersten Satz, meinst Du das ernst. Ich meine, dieses billige Pseudoargument ist mir natürlich bekannt, aber das möchte ich nicht aus Deiner Feder lesen.
    Meine ich Ernst ja. Solange wir in der Welt leben in der wir leben,

    Ansonsten kann die Verbesserung der Prozesse z.b. auch zu mehr Gesundheitsschutz führen, zu weniger Kranktagen, wo von dann AG und AN was haben. Viele AN leiden auch unter dumm geplanten Prozessen, die sie selber besser für sich und die Produktivität, machen könnten usw usw..

    Also einen Verbesserungsprozess nur unter der Option zu sehen, dass dadurch Arbeitsplätze weg rationalisiert werden und der AN nichts davon hat, finde ich als Linker, Gewerkschafter und Ingenieur ( :-) ) auch falsch.

    MfG
    Matthias

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  • filter
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von matthias Beitrag anzeigen
    Der Mitarbeiter hat davon, dass die Firma weiterhin wettbewerbsfähig produzieren kann und die Produktion nicht irgend wo anders hin verlagert wo es billiger ist.

    Dass man die Prozess immer weiter verbessern muss, dürfte auch von Gewerkschaften kaum bezweifelt werden, zumal sich Lohnsteigerungen zum großen Teil aus der Erhöhung der Produktivität ergeben, selbst für Gewerkschaften-
    Zu Deinem ersten Satz, meinst Du das ernst. Ich meine, dieses billige Pseudoargument ist mir natürlich bekannt, aber das möchte ich nicht aus Deiner Feder lesen.

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  • Betsy
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von matthias Beitrag anzeigen
    Deswegen muss man den BR mitnehmen ....
    so isses.
    Ängste sind eben nicht immer auszuräumen, aber eine offene Kommunikation von Anfang an hilft jedenfalls sehr.

    Ich fand zB immer hilfreich, - lange bevor ich einen Fachmann damit beauftrage - bei den MA selber eine Befragung zu starten, welche Verbesserungen sie bei den Arbeitsabläufen und Prozessen sehen. Auf Wunsch auch anonym. Schon hier den BR mit ins Boot holen. Die Vorschläge gemeinsam auswerten zB.
    Die MA haben dann quasi die Initiative und fühlen sich nicht überfahren.
    Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass die MA selber am besten wissen, wie ein Prozess Sinn macht.
    Danach überlegen, ob/wie man Prozess-Beschreibungen anpasst, ändert, oder nicht... ob man Personalbedarfe anpassen muss... etc pp.

    Das kann dann ein Profi übernehmen.


    .

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  • matthias
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von Betsy Beitrag anzeigen
    Prozessoptimierungsthemen ... (egal wie sie heißen) werden gerne als "Gefahr" für Belegschaften verstanden,
    schlicht und ergreifend, weil regelmäßig zu "Verschlankungen" der Personalstärke führen.
    Von daher wirst du mit dem Aufgabenfeld in kaum einem Unternehmen von den Mitarbeitern geliebt werden.
    Deswegen muss man den BR mitnehmen und z.b. Betriebsvereinbarung abschließen in denen betriebbedingte Kündigung ausgeschlossen werden und ein Bonussystem von dem die Mitarbeiter profitieren (als Beispiele).

    Die Frage für Dich ist, ob das Management wirklich hinter dir steht., oder ob sie dich mit unbequemen Themn allein im Regen stehen lassen.
    Als Alleinunterhalter in dem Thema, kommt man an der Erkenntnis kaum vorbei.

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  • matthias
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von filter Beitrag anzeigen
    Wird denn in der Lean SixSigma-Ausbildung das Thema BR gar nicht angeschnitten?




    Danke für die Aufklärung. Ich kenne diese Managementmethode nicht, frag mich aber gerade naiverweise, welchen Vorteil haben die gewöhnlichen Mitarbeiter, wenn sie an dem Prozess teilnehmen? Das eine hohe Gewinnsteigerung für den AG toll ist, brauchen ist jedm klar. Aber was hat der AN davon
    Der Mitarbeiter hat davon, dass die Firma weiterhin wettbewerbsfähig produzieren kann und die Produktion nicht irgend wo anders hin verlagert wo es billiger ist.

    Dass man die Prozess immer weiter verbessern muss, dürfte auch von Gewerkschaften kaum bezweifelt werden, zumal sich Lohnsteigerungen zum großen Teil aus der Erhöhung der Produktivität ergeben, selbst für Gewerkschaften-

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  • E.D.
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von topa1980 Beitrag anzeigen
    Ich bin nur noch verzweifelt und weiß nicht, wie ich weiter vorgehen soll.
    Das ist keine besonders gute Voraussetzung, wenn man in einem Betrieb die Abläufe verändern will.

    If you can't stand the heat get out of the kitchen

    Lernt man in dieser Qualifizierung denn nicht, dass bei so einem Projekt mit Widerständen zu rechnen ist? Wer alles optimieren will, teilt damit anderen - auf allen Ebenen - mit, dass sie bisher alles, vieles oder einiges falsch machen und er es besser weiß. Egal ob das stimmt oder nicht, man darf nicht unbedingt erwarten damit nur auf begeisterte Zustimmung zu stoßen. Und das noch weniger, wenn "lean" so verstanden wird, dass der Adressat befürchtet er würde als überflüssig eingeschätzt.

    Und es gehört zu den Aufgaben eines Betriebsrates, bei einer geplanten Veränderung die Interessen der Arbeitnehmer zu wahren. Ob der BR es hier falsch oder richtig beurteilt, sei dahin gestellt. Wer aber so ein Projekt vertreten soll, muss da durch. Aber auch Leute aus dem Management sind nicht so einfach davon zu überzeugen, dass ihre gewohnte Arbeitsweise völlig falsch ist.

    Es hat schon seinen Grund, warum viele Unternehmen da lieber auf externe Berater setzen. Die kommen, verbreiten Angst und Schrecken, haben Erfolg oder auch nicht, und sind dann aber wieder weg.

    E.D.

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  • Betsy
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von topa1980 Beitrag anzeigen
    Dann trotzdem noch einmal ganz nüchtern die zwei Fragen:

    a) Ist das Vorgehen des BR sauber oder angreifbar?
    b) Wären mögliche "Veränderungen" mir gegenüber, die jetzt ggf. stattfinden, unter den oben geschilderten Voraussetzungen sauber oder ebenfalls angreifbar.

    Wenn ich gehe, dann nicht ohne Kollateralschäden!
    Prozessoptimierungsthemen ... (egal wie sie heißen) werden gerne als "Gefahr" für Belegschaften verstanden,
    schlicht und ergreifend, weil regelmäßig zu "Verschlankungen" der Personalstärke führen.
    Von daher wirst du mit dem Aufgabenfeld in kaum einem Unternehmen von den Mitarbeitern geliebt werden.
    Damit musst du umgehen lernen. Oft sind solche Themen externen Beratern anvertraut, die das durchziehen und dann wieder abziehen.

    Die Frage für Dich ist, ob das Management wirklich hinter dir steht., oder ob sie dich mit unbequemen Themn allein im Regen stehen lassen.

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  • filter
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Wird denn in der Lean SixSigma-Ausbildung das Thema BR gar nicht angeschnitten?

    Zur Legende: KVP heißt "kontinuierlicher Verbesserungsprozess" und hat nichts anderes zum Ziel als letztendlich Gewinnsteigerung durch konsequente (auch mitarbeitergetriebene) Rationalisierung.

    Danke für die Aufklärung. Ich kenne diese Managementmethode nicht, frag mich aber gerade naiverweise, welchen Vorteil haben die gewöhnlichen Mitarbeiter, wenn sie an dem Prozess teilnehmen? Das eine hohe Gewinnsteigerung für den AG toll ist, brauchen ist jedm klar. Aber was hat der AN davon
    Ist das auch Thema bei Six Sigma bzw. gibt da antworten darauf?

    Letztlich ist wahrscheinlich weniger ein arbeitsrechtliches Problem.

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  • matthias
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von topa1980 Beitrag anzeigen
    a) Ist das Vorgehen des BR sauber oder angreifbar?
    Ich vermute mal er hat deinen Namen nicht genannt. Dann zweiteres nicht.

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  • topa1980
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Danke für die vielen und auch hilfreichen Antworten. Und sorry für den "Aufsatz".

    Zur Legende: KVP heißt "kontinuierlicher Verbesserungsprozess" und hat nichts anderes zum Ziel als letztendlich Gewinnsteigerung durch konsequente (auch mitarbeitergetriebene) Rationalisierung.

    Der mit dem Black Belt bin ich. Und ja, einen einzigen Belt auf ca. 350 Mitarbeiter loszulassen zeugt nicht von Konsequenz.

    Ich denke nicht, dass das "Projekt" bei uns tot ist, vielmehr hat es nie so richtig gelebt. Zumindest habe ich aber bisher alles mögliche getan, damit es nach Einführung zumindest nicht ganz verschwindet.

    Eigentlich hat mich bis jetzt nur der letzte Funken Hoffnung in der Firma gehalten. Ich hab mir da über 10 Jahre was aufgebaut und mich immer gefreut, was verändern zu können.

    Ja, vielleicht ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt zu gehen. KVP ist gerade Nr.1-Thema überall und überfährt alle restlos (weil die wichtigen Leute nicht mal bei Wikipedia nachgelesen haben). Und ich bin mir relativ sicher, dass jetzt gerade der "break even" stattfindet, ab dem es nur noch Berg ab geht.

    Dann trotzdem noch einmal ganz nüchtern die zwei Fragen:

    a) Ist das Vorgehen des BR sauber oder angreifbar?
    b) Wären mögliche "Veränderungen" mir gegenüber, die jetzt ggf. stattfinden, unter den oben geschilderten Voraussetzungen sauber oder ebenfalls angreifbar.

    Wenn ich gehe, dann nicht ohne Kollateralschäden!

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  • matthias
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Das ganze Problem kann man auch schon in Wikipedia nachlesen:
    Voraussetzung ist der Wille der Geschäftsführung, Ergebnisse aus dem KVP unmittelbar umzusetzen, sowie die KVP-Teams selbst zur direkten Umsetzung ihrer Ideen zu ermächtigen und dazu die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.
    Ausbleibende oder schleppende Umsetzung lässt die Motivation der Mitarbeiter zum Mitmachen rasch erlahmen. Falls eine Umsetzung in Einzelfällen nicht möglich ist, muss dies den Mitarbeitern nachvollziehbar begründet werden. Notwendig ist auch eine Unternehmenskultur, in der die Ideen der Mitarbeiter und Teamarbeit ausdrücklich erwünscht sind und die Mitarbeiter dafür wirksam Unterstützung und öffentlich Anerkennung erhalten. Ebenso ist eine entsprechend konstruktive Mitwirkung des Betriebsrates erforderlich, und dies nicht nur soweit mitbestimmungspflichtige Sachverhalte berührt sind.
    Also das Projekt ist tot in dem Betrieb. Von Seiten BR und GF.

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  • filter
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Fakt ist, dass sich Teile des BR gern dem lästigen Thema KVP und Prozessoptimierern wie mir entledigen würden. Es könnten ja Leute wegoptimiert werden...
    Das ist doch nicht so schlimm, wenn Leute weg optimiert werden. Für die findet sich bestimmt eine Anschlussverwendung. Wenn nicht hier, dann sicherlich bei einem anderen AG.
    Wenns aus Japan und auch noch von Toyota kommt, dann ist es auf jeden Fall ganz toll.


    @topa1980

    Dein Problem ist nicht der BR. Dein Problem sind die "Führungskräfte" mit den gelben, grünen und schwarzen Gürteln.

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  • matthias
    antwortet
    AW: Öffentliche Diffamierung durch den Betriebsrat

    Zitat von filter Beitrag anzeigen
    Eine kleine Legende würde Deinem Aufsatz gut tun. Oder weiss hier jeder was KVP bedeutet?
    Ist ja auch egal. Ein Projekt, dass der BR nicht will

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