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Abfindung nach Freistellung möglich ?

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  • Abfindung nach Freistellung möglich ?

    Hallo zusammen,

    ich wäre euch dankbar für eure Hilfe. Die Situation bei mir ist Folgende:

    Im März 2014 war ich eine Woche krank geschrieben wegen
    starker Rückenschmerzen. Weil ich keine weitere Woche ausfallen wollte, habe ich mich am folgenden Montag zur Arbeit ins Büro geschleppt. Da teilte meine Chefin mir in einem Sechs-Augen-Gespräch (mit ihrer HR-Assistentin) mit, dass leider meine Stelle gestrichen werden müsse.
    Da ich aber sehr starke Schmerzen hatte, schickte sie mich an dem Mittwoch nach Hause bzw. zum Arzt. Dieser stellte nach mehreren Untersuchungen inkl. MRT einen schweren Bandscheibenvorfall fest, welcher im April operiert werden musste. Bis zum 30.06.2014 war ich dann durchgehend krank geschrieben.
    Während dieser Zeit teilte mir meine Chefin mit, dass ich dann freigestellt sei und mich nach einem neuen Job umsehen soll. Ich würde so lange angestellt bleiben, bis ich einen neuen Vertrag unterschrieben hätte.
    Seit dem 01.07.2014 suche ich also aktiv nach einer neuen Stelle. Ab August musste ich meiner Chefin jede Woche eine E-Mail schreiben, wo ich aufführte, wo ich mich beworben hatte und was daraus geworden ist.
    Nun habe ich heute eine E-Mail erhalten, wo sie mir sagt, dass ich Ende des Monats mit Wirkung zum 31.12.2014 meine ordentliche, fristgemäße Kündigung erhalte. (In meinem Arbeitsvertrag steht eine Kündigungsfrist von vier Wochen.)
    Es gab zu keiner Zeit eine schriftliche Vereinbarung über die Freistellung. Ich habe nichts unterschrieben.

    Nun meine Frage, ich habe gelesen, dass einem pro Jahr Betriebszugehörigkeit 1/2 Monatsbruttogehalt an Abfindung zustehe. Ich bin seit dem 01.12.2007 bei dieser Firma angestellt und möchte eine Abfindung von 3 Monaten fordern.

    Einen personenbedingte/verhaltensbedingte Kündigung kommt nicht in Frage, da ich zu jeder Zeit loyal und im Sinne des UNternehmens gehandelt habe.

    Eine sozialbedingte Kündigung ist es auch nicht, denn ich war alleine in meinem Aufgabengebiet. Unsere Rezeptionistin/HR-Assistentin (beide zugehörig zu Central Services) kamen beide ca. 2 Jahre nach mir, länger da ist nur meine Chefin.
    Sie sagen, es sei eine betriebsbedingte Kündigung, denn es sei nicht mehr genügend zu tun für eine Vollzeitstelle. Meine Aufgaben haben sie jedoch auf vier Leute verteilt und es gab an sich genug zu tun, nur eben nicht durchgehende, sondern mit Höhen und Tiefen.

    Steht mir also eine Abfindung zu ?
    Wenn ja, sind 3 Bruttomonatsgehälter angemessen ?
    Sollte ich zum Anwalt gehen ? (habe keine Rechtsschutzversicherung)

    Vielen Dank im Vorfeld für eure Hilfe !

  • #2
    AW: Abfindung nach Freistellung möglich ?

    Du wirst also seit Juli (nun fast 4 Monate) voll bezahlt und mußt nicht arbeiten kommen?
    Hast aber auch noch keinen neuen Job gefunden?

    Also als AG finde ich die Regelung extrem großzügig. Das muß sich ein Betrieb erstmal leisten können. Die Chefin hätte auch schon im März/April nach Mitteilung dass die Stelle entfälllt kündigen können. Dann wärst du seit spätestens Anfang Juli ohne Job (+ 3 Gehälter Abfindung wären wir nur bei September).
    Rein von der Fairniss her, ist das mehr als viele Andere zahlen würden.

    Wenn du nun klagst, würde ich sagen bekommst du den Hals nicht voll. Eine Abfindung steht niemandem per se einfach so zu, es sei denn sie ist im Tarifvertrag vereinbart.
    Ist es so schwer in deinem Job eine neue Stelle zu bekommen? Oder ist es so schwer mit der Vorerkrankung?

    Ich gebe den Thread weiter an alle im Forum - Eure Meinung hierzu interessiert mich!

    Kommentar


    • #3
      AW: Abfindung nach Freistellung möglich ?

      "Steht mir also eine Abfindung zu ?"
      Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Abfindung. Eine Abfindung ist Aushandlungssache.

      "Wenn ja, sind 3 Bruttomonatsgehälter angemessen?"
      Die angemessene Höhe eine Abfindung hängt davon ab wie schnell Du erwartest eine neue Arbeit zu finden (und welche Abstriche beim Gehalt zu erwarten sind). Daneben von der Wahrscheinlichkeit ob eine Kündigungsschutzklage Aussicht auf Erfolg hat. Wenn Dein Bereich wegfällt wäre eine betriebsbedingte Kündigung in der Regel möglich. Wenn Du in dem Bereich alleine bist ist die Sozialauswahl recht leicht.

      Wie groß ist das Unternehmen? Bei sehr kleinen Unternehmen besteht kein Kündigungsschutz.


      "Sollte ich zum Anwalt gehen ? (habe keine Rechtsschutzversicherung) "
      Wenn Du gegen die Kündigung angehen willst sollte man einen Anwalt nehmen. Wenn Du die Kündigung akzeptieren willst und es nur um die Abfindung geht musst Du überlegen ob Du selber verhandeln willst/kannst. Achtung wenn die Kündigung da ist laufen die Fristen bis wann noch eine Kündigungsschutzklage möglich ist.

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