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Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

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  • Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

    Hallo, ich bin M 29 und arbeite seit ca. 9 Jahren in einem chemischen Betrieb in 5 Schicht. Ich hatte vor ca. 2 Jahren eine Sprunggelenk OP und war 9 Monate daheim, es geht mir immernoch nicht gut und ich war deswegen schon paar mal wieder krankgeschrieben deswegen so wie jetzt im Moment auch. Ich habe 30 % Behinderung bekommen und einen Antrag auf Gleichstellung eines Schwerbehinderten mit 50% am Arbeitsplatz gestellt, und das ganze begründet das ich evtl. irgendwann mal einen anderen Posten brauche, da ich immer wieder Schmerzen und Entzündungen habe von dem vielen laufen und heben in der Arbeit. Heute muss mein Chef gesagt haben er sei enttäuscht von mir - das ich vorher nichts gesagt habe und er hat keinen Platz für mich wo ich sitze ( das hab ich garnicht verlangt ) und dann muss ich mir so quasi neue Arbeit suchen oder mich umschulen. Ich werde zu ihm ins Büro müssen wenn ich wieder da bin. Habe ich das recht einen Platz zu verlangen den ich ohne Schmerzen aushlate usw. ...( wo ich jetzt schon öfters bin )? Ich habe jetzt echt Angst um meinen Arbeitsplatz und weis nicht wie ich mich verhalten soll...der Antrag wird vom Arbeitsamt bestimmt genehmigt da ich sogar ein ärztliches Attest habe wo drinn steht das eine dauerhafte Minderung der Belastbarkeit des Fusses gegeben ist . Ich hoffe mir kann hier jemand gute Tipps geben...LG Chris

  • #2
    AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

    Hallo Chris,

    BR/SBV vorhanden ?
    Bislang bist du aufgrund Hörensagens verunsichert.
    da du bis zum Entscheid den vorläufigen Schutz eines Gleichgestellten hast, frag auch mal bei eurem Intergationsamt an.
    Es gibt aber keine garantie auf einen positiven Bescheid...
    Auch ein Chef kann nicht alles wissen und ist oft genau so verunsichert in SB Belangen wie du.
    Geh zum Gespräch mit dem Chef, nimm BR/SBV oder einfach einen Koll. deines vertrauens mit.
    Dann geht es gemeinsam an, aber sachlich.
    Wenn du z.B. in den letzten 365 Tagen 42 Tage Au oder mehr hattest, würde auch ein Betr.Eingliederungsmanage ment Sinn machen, u.a. mit dem Ziel dir ggf. einenleidensgerechten Arbeitsplatz zu finden, wenn machbar. Dir dies dann anzubieten ist verpflichtend für Arbeitgeber.

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    • #3
      AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

      Ich würde dem Chef auch sagen, dass man ja aktuell keine Unterstützung braucht aber nicht weiß was die Zukunft bringt und man sollte jetzt erstmal den Bescheid abwarten.

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      • #4
        AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

        Hallo,

        Dein AG hat eine Fürsorgepflicht für seine AN.
        Er muss also für einen leidensgerechten Arbeitsplatz für Dich sorgen.

        Sollte das nicht möglich sein, kann er Dir allerdings kündigen.

        Vor Kündigung eines Schwerbehinderten muss Dein AG das Integrationsamt einschalten. Du bekommst dann vom Integrationsamt die Mitteilung, dass Dein AG Dir kündigen will und kannst Stellung nehmen.

        Von daher solltest Du eine eventuelle Kündigung genau prüfen, ob Dein AG alle gesetzl. Bedingungen eingehalten hat.
        Übrigens: Wenn aus betriebsbedingten bzw. gesundheitsbedingten Gründen gekündigt wird, darf das Arbeitsamt Dir auch keine Sperrzeit geben.

        Du kannst jetzt schon mal beim Integrationsamt nachfragen, was Du tun kannst, um einen leidensgerechten Arbeitsplatz bei Deinem AG zu erhalten.
        Es gibt vom Integrationsamt auch Förderungen für Arbeitgeber zur Einrichtung eines Behinderten-Arbeitsplatzes.

        Gruß und Gute Besserung!
        Leo
        Nicht die Dinge selbst, sondern nur unsere Vorstellungen über die Dinge machen uns glücklich oder unglücklich.
        Epiktet (50-13, griech. Philosoph
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        Meine Beiträge stellen meine eigene Meinung dar und sind nicht als Rechtsberatung zu verstehen.

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        • #5
          AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

          Zitat von Leo1952 Beitrag anzeigen
          Vor Kündigung eines Schwerbehinderten muss Dein AG das Integrationsamt einschalten.
          In diesem Fall aber nur, wenn die Gleichstellung tatsächlich durchgeht. Ein GdB von 30 hat nicht die Einschaltung des Integrationsamtes bei Kündigung zur Folge.

          In Anbetracht des Alters des TE und der gesamten Geschichte könnte aber eine Umschulung eine mögliche Option sein,die man nicht gleich ausschließen sollte.

          Wenn er seinen Beruf bei keinem Betrieb mehr ausüben kann, warum nicht auf einen Job umsatteln, der keine gesundheitlichen Probleme bereitet?

          Da vermutlich noch keine 15 Jahre Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt wurden, wäre das Arbeitsamt zuständig.

          Vielleicht zieht der Arbeitgeber sogar mit?

          In einem solchen Fall gilt es so viele Dinge zu klären, da sollte man unbedingt Beratung in Anspruch nehmen. Idealerweise - wenn die Gleichstellung erfolgt - eine Schwerbehindertenvertretu ng des Betriebes. Wenn nicht, dann das Integrationsamt, ggf. den Integrationsfachdienst.

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          • #6
            AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

            Ich möcchte hier mal meine Erfahrung ein bringen.
            Seit über 5 Jahren bin ich Berufsunfähig.
            Also kann in meinem alten Job nicht mehr arbeiten.

            Wenn du keinen geeigneten Patz von deinem AG bekommst. Dann solltest du in jedem Fall eine Umschulung beim Rententräger oder BfA beantragen.

            Am besten jetzt schon den Rententräger informieren.

            Solltest du erst mal Arbeitslos werden bis zum Beginn einer Umschulung und musst ALG1 beziehen kann dir die BfA die Ansprüche von 60% der Bemessungsgrundlage auch kürzen, da du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehst.

            In meinem Fall bekam ich nur 30% der Bemessungsgrundlage.

            Hast du eine Versicherung abgeschlossen für Berufsunfähigkeit?
            Die überbrückt die Zeit, bis du wieder einen Job hast.

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            • #7
              AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

              Hab heute fast 1 std mit einem Berater vom Arbeitsamt telefoniert, ich brauch mir keine sorgen machen ab übermorgen hab ich den besonderen Kündigungsschutz. Ich soll dem Arbeitgeber sagen das ich dem Antrag gestellt habe weil ich diesen Schutz brauche für die Zukunft weil ich öfters krank bin wegen der Behinderung. Wenn der Arbeitgeber in die Unterlagen schreibt : passt alles alles ok ... Dann wird meine Gleichstellung abgelehnt ! Aber ... Bei mir ist das anders weil ich über 300 Krankentage habe schon / das heist es ist so gut wie sicher das ich es kriege - egal was der Arbeitgeber reinschreibt. Und wenn ich einen anderen Posten brauche / dann kann er nicht einfach sagen ne hab ich nichts, das geht nicht denn dann kommt das Integrationsamt in die Firma und prüft das - und sagt dann : sie haben Büros sie haben Labors und und und ... Das nicht so einfach mich loszuwerden. Abfindungs Angebot darf man jedem machen ... Einfach ablehnen und die Sache ist erledigt. Aber er hat gesagt jeder Chef reagiert so / weil wer will schon einen haben den er nicht mehr kündigen darf ......wird schon alles gut werden. Achso und ich soll bei Gewerkschaft bleiben sagte er... Kündigung ist ja zum 1.9 .... Hm keine Ahnung

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              • #8
                AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

                Hi nochmal,

                die Deutsche Rentenversicherung ist erst nach einer Wartezeit von 15 Jahren zuständig. Bis dahin ist die Arbeitsagentur dran.

                Gruß

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                • #9
                  AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

                  Zitat von chris1985 Beitrag anzeigen
                  Kündigung ist ja zum 1.9 .... Hm keine Ahnung
                  Was, eine Kündigung ist bereits erfolgt? Wann ist sie zugegangen?

                  E.D.

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                  • #10
                    AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

                    Ist es denn wirklich Dein Wunsch, irgendeinen Job bei Deinem Arbeitgeber zu machen, den Du nicht gelernt hast?
                    Übrigens kann der Arbeitgeber auch argumentieren, dass sowohl für die Büro- und Laborjobs eine Ausbildung notwendig ist - die Du nicht hast.

                    Dann wären alle wieder bei dem Punkt Umschulung angelangt.

                    Nur mal ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Eine Erzieherein kann ihren Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben, der Arbeitgeber hätte aber freie Stellen als Fachkraft für Abwassertechnik. Wird man nun dem Arbeitgeber zumuten, die Erzieherin "einfach so" dort einzusetzen? Eher nicht ...

                    Wie gesagt: Wenn die Gleichstellung durchgeht dann wende Dich an das Integrationsamt und lass Dich - wenn möglich - an den IFD weitervermitteln.

                    Gruß

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                    • #11
                      AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

                      Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
                      Was, eine Kündigung ist bereits erfolgt? Wann ist sie zugegangen?

                      E.D.

                      Oha, überlesen

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                      • #12
                        AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

                        Zitat von chris1985 Beitrag anzeigen
                        Hab heute fast 1 std mit einem Berater vom Arbeitsamt telefoniert, ich brauch mir keine sorgen machen ab übermorgen hab ich den besonderen Kündigungsschutz. Ich soll dem Arbeitgeber sagen das ich dem Antrag gestellt habe weil ich diesen Schutz brauche für die Zukunft weil ich öfters krank bin wegen der Behinderung. Wenn der Arbeitgeber in die Unterlagen schreibt : passt alles alles ok ... Dann wird meine Gleichstellung abgelehnt ! Aber ... Bei mir ist das anders weil ich über 300 Krankentage habe schon / das heist es ist so gut wie sicher das ich es kriege - egal was der Arbeitgeber reinschreibt. Und wenn ich einen anderen Posten brauche / dann kann er nicht einfach sagen ne hab ich nichts, das geht nicht denn dann kommt das Integrationsamt in die Firma und prüft das - und sagt dann : sie haben Büros sie haben Labors und und und ... Das nicht so einfach mich loszuwerden. Abfindungs Angebot darf man jedem machen ... Einfach ablehnen und die Sache ist erledigt. Aber er hat gesagt jeder Chef reagiert so / weil wer will schon einen haben den er nicht mehr kündigen darf ......wird schon alles gut werden. Achso und ich soll bei Gewerkschaft bleiben sagte er... Kündigung ist ja zum 1.9 .... Hm keine Ahnung
                        die Gleichstellung-und damit der Schutz des Schwerbehinderten(z.B. der besondere KÜ-schutz wird mit dem Tag des Eingangs des Antrages bei der Agentur für Arbeit, also bis zu diesem Zeitpunkt rückwirkend wirksam. Der besonder KÜ-Schutz nach §§ 85 SGB IX kommt allerdings nur zum tragen, wenn der Antrag spätestens drei Wochen vor Ausspruch der kündigung gestellt worden ist.
                        Gruß FS
                        In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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                        • #13
                          AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

                          Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
                          Was, eine Kündigung ist bereits erfolgt? Wann ist sie zugegangen?

                          E.D.
                          Nein nein ich habe die Gewerkschaft IGBCE gekündigt

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                          • #14
                            AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

                            Zitat von chris1985 Beitrag anzeigen
                            Nein nein ich habe die Gewerkschaft IGBCE gekündigt
                            Wenn Du gedacht hattest "brauch ich nicht mehr, hab ja jetzt vollen Kündigungsschutz": in 80 % der Fälle geht eine vom Arbeitgeber beantragte Kündigung beim Integrationsamt durch.

                            E.D.

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: Ärger mit Arbeitgeber wegen Gleichstellung eines Schwerbehinderten ?

                              Zitat von chris1985 Beitrag anzeigen
                              Hab heute fast 1 std mit einem Berater vom Arbeitsamt telefoniert, ich brauch mir keine sorgen machen ab übermorgen hab ich den besonderen Kündigungsschutz. Ich soll dem Arbeitgeber sagen das ich dem Antrag gestellt habe weil ich diesen Schutz brauche für die Zukunft weil ich öfters krank bin wegen der Behinderung. Wenn der Arbeitgeber in die Unterlagen schreibt : passt alles alles ok ... Dann wird meine Gleichstellung abgelehnt ! Aber ... Bei mir ist das anders weil ich über 300 Krankentage habe schon / das heist es ist so gut wie sicher das ich es kriege - egal was der Arbeitgeber reinschreibt. Und wenn ich einen anderen Posten brauche / dann kann er nicht einfach sagen ne hab ich nichts, das geht nicht denn dann kommt das Integrationsamt in die Firma und prüft das - und sagt dann : sie haben Büros sie haben Labors und und und ... Das nicht so einfach mich loszuwerden. Abfindungs Angebot darf man jedem machen ... Einfach ablehnen und die Sache ist erledigt. Aber er hat gesagt jeder Chef reagiert so / weil wer will schon einen haben den er nicht mehr kündigen darf ......wird schon alles gut werden. Achso und ich soll bei Gewerkschaft bleiben sagte er... Kündigung ist ja zum 1.9 .... Hm keine Ahnung
                              In mancher Hinsicht liegt das BfA komplett falsch.
                              Der Arbeitgeber steht in der Pflicht dir eine Möglichkeit zu geben an einem Platz zu Arbeiten wo es keine weitere Gesundheitsschädigung gibt, aber er kann es nicht immer garantieren.

                              Der AG hat trotzdem noch die Möglichkeit einer Krankheitsbedingten Kündigung.

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