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Beschwerdemail unter falschem Namen

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  • Beschwerdemail unter falschem Namen

    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier und hoffe, dass mein Problem nicht schon 1000mal diskutiert wurde.
    Ich arbeite seit einigen Jahren in einer sehr großen Supermarkt- und Baumarktkette. Bis letztes Jahr hatte ich zwar einen festen Arbeitsvertrag, dieser war jedoch nur auf 400,--€ Basis. Durch Schließung bzw. Konkurs einiger Mitbewerber ging der Umsatz derartig nach oben, sodass die meisten 400,--€ Jobs in Vollzeitverträge gewandelt werden sollten. Etwa zur gleichen Zeit gingen in der Firmenzentrale zwei sehr üble Beschwerde-Mails von Kunden über mich ein. Es gab Aussprachen und deutliche Worte vom Chef. Dass ich danach nur mit den Stunden hochgesetzt wurde und keine Vollzeitstelle bekommen habe, bringe ich auch mit diesen Beschwerden in Verbindung. Jetzt, nach ca. einem halben Jahr, bekam ich über Facebook eine persönliche Nachricht vom Exfreund einer Arbeitskollegin. Dort gab wohl einen heftigen Rosenkrieg. Er offenbarte mir schriftlich, dass seine Ex-Freundin, also meine Kollegin, unter falschem Namen die Beschwerde-Mails geschrieben hat. Da keiner weiter von den Beschwerden wusste, konnte er diese Info nur von seiner damaligen Lebensgefährtin haben.
    Völlig geschockt hab ich alles ausgedruckt und bin zu meinem lokalem Chef. Der war auch völlig schockiert und hat wohl auch mit der entsprechenden Kollegin ein Gespräch geführt. Nach nunmehr 3 Wochen habe ich erfahren, dass die Kollegin nicht gekündigt wird. Ob es eine Abmahnung oder ähnliches gibt, wollte man mir nicht sagen. Ich bin mir nicht einmal sicher, ob der Vorfall in die Zentrale, an den Betriebsrat oder die Personalabteilung weitergeleitet wurde. Die Beschwerde-Mails über mich werden jedoch immer noch in meiner Personalakte liegen. Laut meinem Chef wäre das eine private Angelegenheit, die wir untereinander klären sollen. Ich soll nun also mit der Kollegin weiter zusammen arbeiten, als wäre nichts geschehen.
    Was soll ich also tun? Es wird sogar vermutet, dass mein Chef und die entsprechende Kollegin ein Verhältnis hatten bzw. noch haben. Ich habe Angst, dass ich hier, völlig unschuldig, zum Schluss ohne Job dastehe. Anfang 2015 sollen die derzeitig befristeten Arbeitsverträge evtl. verlängert werden.

  • #2
    AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

    Bei der Story würde ich schon empfehlen einen Fachanwalt zu konsultieren.

    Allein die Behauptungen die keiner Tatsachen entsprechen ist eine Straftat.

    §§ 187, 186 StGB

    Hier kann nur der Anwalt für Aufklärung sorgen.

    Was er machen wird kann ich nicht sagen.
    Eventeull die Streichung dieser Beschwerde-Eintrag aus den Akten.

    Sollte du genau deswegen den Job verlieren, so kann auchnjur der Anwalt helfen.
    Aber das wird schwer, dass dies das Resutltat dieser gefakten Beschwerde war.

    So eine gefakte Beschwerde um jemanden zu diffamieren ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine schwere Straftat, die sogar bei entstandenem Schaden zu einer Gefängnisstrafe führen kann.
    Da steckt erhebliche kriminelle Energie dahinter.
    Denn derjenige muss wissen welcher Schaden passieren kann.

    Du hättest nicht ein halbes Jahr warten sollen, sondern direkt Stellung dazu nehmen müssen und dich wehren.

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    • #3
      AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

      Danke erstmal für die Antwort. Das mit dem halben Jahr ist wohl falsch rüber gekommen. Ich habe über den Exfreund der Kollegin jetzt erst, nach einem halben Jahr, erfahren, dass die Beschwerden gefakt waren. Somit konnte ich nicht früher reagieren.
      Einen befreundeten Anwalt habe ich auch schon gefragt. Er meinte auch, dass dies eine Straftat wäre und ich dies bei der Staatsanwaltschaft anzeigen solle. Eine Zivilklage wäre wiederum sehr langwierig und für mich kostspielig. Warum passiert jedoch von Seiten des AG nichts, wenn doch alle Fakten klar auf der Hand liegen?

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      • #4
        AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

        Zitat von Skunk Beitrag anzeigen
        Warum passiert jedoch von Seiten des AG nichts, wenn doch alle Fakten klar auf der Hand liegen?
        Das musst du den Arbeitgeber fragen, aber er wird dir vermutlich aus Datenschutzgründen keine Antwort geben. Du hast keinen persönlichen Anspruch darauf, dass jemand anders gekündigt wird.

        E.D.

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        • #5
          AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

          Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
          aber er wird dir vermutlich aus Datenschutzgründen keine Antwort geben.
          Und genau das ist auch schon passiert.

          Kommentar


          • #6
            AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

            Nur ein Anwalt kann in Erfahrung bringen wer es gewesen ist.

            Anzeige bei der Staatsanwaltschaft sollte man in jedemFall machen. Nur wird das nach eigner Erfahrung kaum etwas bringen.

            So was ist für die Kinderkram.
            Deshalb sollte ein RA das in die Wege leten und er sollte dafür sorgen, dass es eine Akteneinsicht gibt um sicher zu sein, dass der Eintrag gelöscht wird.

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            • #7
              AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

              Hi,

              hast Du mal mit der Kollegin gesprochen? Und warum glaubst Du deren Rosenkrieg-Ex-Freund so vorbehaltlos?

              Und Du könntest Einsicht in Deine Personalakte verlangen. Dann siehst Du, was offiziell drin steht und was nicht.

              Und Dein Arbeitgeber muss/darf Dich nicht darüber informieren, ob und was er mit der Kollegin "gemacht" hat.

              Gruß

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              • #8
                AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

                Zitat von Skunk Beitrag anzeigen
                Er offenbarte mir schriftlich, dass seine Ex-Freundin, also meine Kollegin, unter falschem Namen die Beschwerde-Mails geschrieben hat.
                wenn das stimmt, ist das eine Frechheit.
                Stimmt es denn?

                (Ich bin immer fasziniert, dass alle alles immer glauben, nur weil es jemand sagt oder schreibt).

                Wie findet man raus, ob es stimmt?
                Nun, indem man rausfindet, wer das mail geschrieben hat.
                Die Polizei, wenn es eine Straftat ist... oder ein internetkompetenter Privatdetektiv.... oder so.

                in jedem Fall würde ich das nicht als Fakt weiter-tratschen, solange nicht klar ist, ob das wahr ist...
                bewertet Arbeitgeber auf kununu.de - dann haben andere auch etwas von Euren Erfahrungen.

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                • #9
                  AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

                  Zitat von Fragende? Beitrag anzeigen

                  hast Du mal mit der Kollegin gesprochen? Und warum glaubst Du deren Rosenkrieg-Ex-Freund so vorbehaltlos?
                  Ich kenne diesen Freund persönlich nicht und hab ihn auch noch nie gesehen. Von den Beschwerden wusste in der Firma, außer mir und meinem Chef, niemand. Also kann er es nur selbst bzw. seine Lebensgefährtin (meine Kollegin) gewesen sein. Weiter wurde sein E-Mail Account für die Beschwerden benutzt. Dies hat er mir schriftlich mitgeteilt. Die Sache ist also ziemlich eindeutig.
                  Mit der Kollegin habe ich noch nicht gesprochen, da sie im Urlaub ist. Ist aber geplant.

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                  • #10
                    AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

                    Zitat von Betsy Beitrag anzeigen
                    Stimmt es denn?

                    (Ich bin immer fasziniert, dass alle alles immer glauben, nur weil es jemand sagt oder schreibt).

                    in jedem Fall würde ich das nicht als Fakt weiter-tratschen, solange nicht klar ist, ob das wahr ist...
                    Ich bin mir sicher, dass es wahr ist. Dies habe ich schriftlich (siehe meine Antwort an Fragende?). Die Frage ist jedoch, hat meine Kollegin die Beschwerde geschrieben oder ihr damaliger Partner? Verwendet wurde sein Account. Warum sollte er allerding so etwas tun? Wir kennen uns bis heute nicht.
                    Getratscht wird überhaut nicht. Dafür ist die Angelegenheit viel zu ernst. Ich will nur keinen Fehler machen und zum Schluss selbst als Dumme dastehen.

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                    • #11
                      AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

                      Zitat von Skunk Beitrag anzeigen
                      Ich bin mir sicher, dass es wahr ist. Dies habe ich schriftlich (siehe meine Antwort an Fragende?). Die Frage ist jedoch, hat meine Kollegin die Beschwerde geschrieben oder ihr damaliger Partner? Verwendet wurde sein Account. Warum sollte er allerding so etwas tun? Wir kennen uns bis heute nicht.
                      Getratscht wird überhaut nicht. Dafür ist die Angelegenheit viel zu ernst. Ich will nur keinen Fehler machen und zum Schluss selbst als Dumme dastehen.
                      Hallo,

                      wie war denn dein Verhältnis bisher zu dieser Kollegin? Seid ihr gut miteinander klargekommen, konntest du dir so etwas von ihr möglicherweise gar nicht vorstellen? Oder hattet ihr euch schon früher immer in der Wolle?

                      Und hatten die Anschuldigungen (wenn sie denn von einem echten Kunden gekommen wären) einen realen Bezug oder waren sie total aus der Luft gegriffen?

                      Diese Fragen solltest du für dich klären, bevor du das Gespräch mit der Kollegin suchst.

                      Nachdem du deinen Chef informiert hast, musst du damit rechnen, dass sie deine Vorwürfe bereits kennt. Vielleicht aber hat er auch noch nicht mit ihr gesprochen - absichtlich oder weil es ihm zeitlich (auch aufgrund ihres Urlaubs) nicht gereicht hat. Gehe also nicht automatisch davon aus, dass deine Kollegin über die Anschuldigungen durch den Ex bereits Kenntnis hat.

                      In dem Sinne würde ich das Gespräch mit der Kollegin zunächst vorsichtig und nicht mit Vorwürfen starten. Eher in dem Sinne, dass dir eine Information zugetragen wurde, die du eigentlich gar nicht glauben magst. Vielleicht war ihr gar nicht klar, dass ihre Aktion nachteilige finanzielle Konsequenzen (keine Vertragsaufstockung) für dich haben könnte.

                      Idealerweise ergreift die Kollegin dann die Chance, ihr Vorgehen aus ihrer Sicht zu erläutern und selbst zur Bereinigung auf Chefebene beizutragen. Falls nicht, hast du im Gesprächsverlauf immer noch die Gelegenheit, eine Eskalationsstufe weiterzugehen.

                      Wichtig ist, dass du jederzeit sachlich bleibst und die Gesprächsführung in der Hand behältst. Idealerweise schreibst du dir gleich nach dem Gespräch die Inhalte auf: Was hast du gesagt, was hat sie geantwortet? Auf diese Notiz kannst du zurückgreifen, wenn später einmal in weiteren Gesprächen etwas irgendwie anders dargestellt wird. Denn das Gedächtnis alleine ist trügerisch, vor allem über einen längeren Zeitraum hinweg.

                      Gruß,
                      werner
                      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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                      • #12
                        AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

                        Hallo Werner,

                        vielen Dank für Deine Antwort.
                        Offen gesagt war das Verhältnis eher durchwachsen. Wirklich schlimmen Zoff gab es jedoch nicht. Allerdings habe ich ihr noch nie vertraut. Soviel kiminelle Energie hab ich ihr jedoch nicht zugetraut.
                        Die Anschuldugungen in der E-Mail hatten in keinster Weise einen realen Bezug. Dies wurde mir vom Chef und später auch von mehreren Kollegen bestätigt.
                        Das Gespräch sucht sie seit ein paar Tagen selbst.
                        Von den Anschuldigungen weiß sie bereits. Sie war auch während ihres Urlaubes bereits zu einer Aussprache beim Chef. Dort hat sie den Vorfall indirekt zugegeben. Allerdings behauptet sie, dass ihr damaliger Freund die Beschwerde geschrieben hat und sie erst ein paar Tage später davon erfahren hat. Warum sollte er jedoch ohne ihr Wissen eine solche Mail schreiben?
                        Sachlichkeit hat bei der Angelegenheit sebstverständlich oberste Priorität. Sollte es ein Gespräch geben, werde ich auch einen Außenstehenden dabei haben.
                        Was ich heute erfahren habe: Ein paar Tage bevor der Ex mich schriftlich informiert hat, hat er bei meinem Chef angerufen und ihm den Vorfall am Telefon geschildert. Zu diesem Zeitpunkt war ich jedoch im Urlaub.

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                        • #13
                          AW: Beschwerdemail unter falschem Namen

                          Herzlichen Glückwunsch,

                          dann hast du doch gar nichts mehr zu befürchten.

                          Gruß
                          Hubertus

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