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Aus der Sicht des Arbeitgbers berechtigt?

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  • Aus der Sicht des Arbeitgbers berechtigt?

    Mich würde mal die Sicht für einen Arbeitgeber interessieren.

    Ein Arbeitnehmer kündigt seinen Minijob mündlich gegenüber dem AG und legt zusätzlich das Kündigungsschreiben ihm auf den Schreibtisch. Kündigungsfrsit 6 Wochen.
    Dieses Schreiben bleibt ungeöffnet liegen, bis der AN den Arbeitsplatz verlässt.
    Bevor der AN 2 TAge später wieder zu seiner Schicht erscheinen möchte , erhält der AN vom AG eine sms:
    " ...auf Grund deiner Kündigung teile ich dir mit, das du ab heute nicht mehr auf Arbeit kommen brauchst.."

    DEr AN besteht aber auf die volle Bezahlung bis Ende der Kündigungsfrist. AG zahlt aber nur die anteilig tasächlich geleisteten Stunden und den Anteiligen Urlaub.

    Was könnte der AG für ein Recht haben, dieses zu tun? Ist er nicht verpflichtet, das gesamte geld zu zahlen? Auch wenn der AN nicht mehr arbeitet, weil er ja freigestellt wurde?

    Außerdem schickte er weder den letzten Lohnzettel noch die Abmedlung zur Sozialversicherung den AN zu, trotz Bitte per Einschreiben des AN. Ist das denn das Recht des AG so zu handeln?

    An schickte eine Geltendmachung des Lohnes per Einschreiben mit FRist. Diese ist nun verstrichen. AG reagierte nicht.
    Kann mir nicht vorstellen, das er ohne rechtlichen beistand so handeln würde. Er kann sich ja denken, das der An jetzt über einen Anwalt geht. Also was kann der AG vorlegen oder ihm rechtlich geraten worden sein, so zu handeln und nicht zu zahlen?

  • #2
    AW: Aus der Sicht des Arbeitgbers berechtigt?

    Kann mir nicht vorstellen, das er ohne rechtlichen beistand so handeln würde.
    Ich schon.

    Vieleicht hat der AG folgende Information gefunden.

    Aus den vor*ste*hen*den Re*ge*lun*gen über die Ge*richts*gebühren und aus § 12a Abs.1 Satz 1 ArbGG er*gibt auch für den Ar*beit*ge*ber ei*ne er*heb*li*che Kos*ten*ent*las*tung, die im Er*geb*nis dar*auf hin*ausläuft, dass man sich prak*tisch oh*ne Kos*ten*ri*si*ko auf Lohn*zah*lung ver*kla*gen las*sen kann.
    Nähe*re In*for*ma*tio*nen zum The*ma Kos*ten fin*den Sie im „Rat*ge*ber Gebühren“.
    HENSCHE Arbeitsrecht: Lohnklage

    Er kann sich ja denken, das der An jetzt über einen Anwalt geht.
    Für mich als AG kein Problem. Habe ich Angst vor Rechtsanwälten? Nein, natürlich nicht. Muss ich die Kosten des RA tragen, den der AN beauftragt? Nein, ebenfalls nicht. Also kann ich ganz entspannt bleiben, so lange der AN nur Einschreiben schickt.

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    • #3
      AW: Aus der Sicht des Arbeitgbers berechtigt?

      Deine Frage hätte wohl nicht sein sollen: Hat mein Arbeitgeber Recht? sondern was soll ich nun tun?
      Du solltest deine Unterlagen nehmen und zu deinem zuständigen Arbeitsgericht gehen. Der dortige Rechtspfleger wird dir helfen die Lohnklage korekt zu stellen. Für die erste Instanz benötigst du keinen Rechtsanwalt. Sollte es in der ersten Instanz zu keiner Einigung kommen hat der AG die Kosten für die zweite Instanz zu tragen.
      Wenn du Mitglied einer Gewerkschaft bist kann diese dich rechtlich kostenlos vertreten.

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      • #4
        AW: Aus der Sicht des Arbeitgbers berechtigt?

        Du hast deine Arbeitskraft nachweisbar für den Rest der Zeit angeboten?

        Hast du den AG gefragt, ob du dir die Papiere abholen kannst. Zuschicken muss er sie dir nämlich in der Tat nicht.

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        • #5
          AW: Aus der Sicht des Arbeitgbers berechtigt?

          Hallo niemand

          Nach meiner Meinung ist deine Auskunft über die Kosten nicht ganz zutreffend.

          Beim Gütetermin brauchst du keinen Anwalt.
          1. Instanz: nicht notwendig aber sinnvoll
          Wenn du hier einen Anwalt brauchst muss du den bei einer Einigung (Vergleich) sowie Urteil außer das AG entscheidet anders selbst bezahlen.
          Auch in 2. Instanz (da brauchst du einen RA) musst du für deine Kosten bei einem Vergleich selbst aufkommen.
          Hier entscheidet bei einem Urteil das LAG über die Kostenverteilung.
          Das bedeutet nur bei einer Entscheidung für den AN ist davon
          auszugehen das der AG alle Kosten übernehmen muss.

          Da hilft nur Rechtsschutzversicherung oder Gewerkschaft.

          Ich hoffe das alles so stimmt, wenn nicht, gerne richtigstellen.
          Man lernt immer noch was dazu.

          Gruss ROJO
          Zuletzt geändert von ROJO; 25.08.2014, 23:23.

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          • #6
            AW: Aus der Sicht des Arbeitgbers berechtigt?

            niemand unterstellt wahrscheinlich in seiner Ausführung, das der AN vor dem LAG obsiegt.
            mfg, Aktivist

            Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

            Franz Beckenbauer:
            "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

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