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Mutter in Teilzeit - Arbeitszeiten willkürlich erlaubt?

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  • Mutter in Teilzeit - Arbeitszeiten willkürlich erlaubt?

    Im Dezember 2008 wurde ich als Marketing Manager in einem 5* Hotel angestellt, bei 169 Monatsstunden.
    Im August 2010 bin ich in Mutterschutz gegangen, und nach Elternzeit zum 1.2.2012 wiedergekehrt. Es gab einen Änderungsvertrag, über eine Teilzeitanstellung von 24 Stunden pro Woche und dem angepasstem Gehalt, alle anderen Vereinbarungen blieben unberührt.
    Nebenher gab es bei meiner Rückkehr mündliche Absprachen mit meinem mir direkt vorgesetzten Direktor, die Arbeitszeit betreffend (Mo-Do, 8-14h), und darüber, dass ich den in Hotels üblichen MOD (Manager on Duty) Dienst nicht machen müsse. (Geht von 18-23h, und am WE von 8-23h, üblicherweise an beiden Tagen, was aber ggf. gesplittet werden könnte)

    Im November 2012 gab es einen Direktorenwechsel, mir wurde im ersten Gespräch vom neuen Direktor klar mitgeteilt, dass Manager in Teilzeit eine unglückliche Lösung sind.

    Der neue Direktor hat bald über die Abteilungsleiterebene eine weitere Ebene, das 'Executive Team' aufgebaut, und mir den bisherigen Salesdirektor als Director of Sales & Marketing vorgesetzt.

    Da diese Person grundsätzlich völlig kontrovers zu mir arbeitet (immer andere Meinung, menchlich ganz andere Einstellung), führte es zu immer mehr Reibungspunkten.
    Im Februar 2014 wurde die bisher mir unterstellte Mitarbeiterin (Junior Marketing Manager) zum Online Marketing Manager auf eine Ebene mit mir befördert (was ich befürworte), und meine Assistentin (auch Mutter in Teilzeit) in eine andere Abteilung versetzt. Alle sind direkt dem Director of Sales unterstellt. Seither gibt es in meiner Tätigkeit so gut wie keine Managerverantwortung mehr, ich treffen keine Entscheidungen mehr selbstständig, bin nur noch für 'Offline' zuständig.

    Ausserdem muss ich nun auch die MOD Dienste leisten (13 x pro Jahr in der Woche, gegen Stundenausgleich), aber nun soll ich auch 6 Wochenenden im Jahr übernehmen. Da solch ein Wochenend MOD also 30 Stunden dauert, habe ich gefragt, ob ich dafür denn auch 4 freie Tage erhalte.
    Die Antwort: Nein, es gibt 2 freie Tage (wie bei allen Vollzeitkräften auch), da man zwar anwesend sein muss, jedoch ja nicht die ganze Zeit über wirklich arbeiten müsse. Ich soll übernachten und darf gerne Mann und Kind mitbringen.

    Als Manager müsse man eben etwas on the top legen.

    Auf mein Argument hin, dass es für mich essentiell für diesen Job sei, die Wochenenden frei zu haben, und die besprochenen Regelzeiten mit der Kinderbetreuung meiner 3 jährigen Tochter abgestimmt sind, hiess es, wenn ich kein Manager mehr sein möchte, würde ein neuer Vertrag zu Tariflohn aufgesetzt.

    In meinem Vertrag steht die Klausel: Bei Vereinbarung von übertariflicher Vergütung des Arbeitnehmers gilt Mehr- Sonn- und Feiertagsarbeit als abgegolten.

    Muss ich das so hinnehmen?

  • #2
    AW: Mutter in Teilzeit - Arbeitszeiten willkürlich erlaubt?

    Deshalb ist im Teilzeit- und Befristungsgesetz ausdrücklich geregelt, dass beim Teilzeitantrag auch die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit angegeben werden soll. Das wurde wohl versäumt.

    Ob die mündliche Absprache verbindlich ist, ist fraglich. Oft ist ausdrücklich geregelt, dass nur schriftliche Nebenabreden gelten. Und es wäre auch fraglich, ob man es nachweisen kann.

    Ansonsten bleibt nur der Grundsatz, dass der Arbeitgeber sein Weisungsrecht im Rahmen der "Billigkeit" ausüben muss, was natürlich auslegungsfähig ist. Familiäre Gründe sind sicher ein Argument, aber ebenso die Arbeitszeitwünsche anderer Kollegen, die nicht ständig die unbeliebten Schichten machen wollen (Gleichbehandlung). Das müsste dann von Fall zu Fall das Arbeitsgericht entscheiden - ziemlich kompliziert. Evtl. geht etwas über den Betriebsrat, wobei die Frage wäre ob die "Manager" als Arbeitnehmer gelten (bei bestimmten Leitungsfunktionen trifft das, nur bezogen auf die Mitbestimmung, nicht zu).

    E.D.

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    • #3
      AW: Mutter in Teilzeit - Arbeitszeiten willkürlich erlaubt?

      Was sagen denn die Kollegen dazu? Sind die begeistert, dass sie deine Wochenenddienste übernehmen dürfen?
      Auch Menschen ohne Kinder haben Familienleben.

      Ganz ehrlich ich finde es nicht unzumutbar wenn man 6 Wochenenden im Jahr Dienst hat.
      Der Vater ist ja offensichtlich auch noch da der das Kind betreuen kann. Von daher sehe ich die Billigkeit von der E.D. sprach nicht mal gebrochen.
      Vereinbarung von Beruf und Familie heißt halt nicht, dass Mama, Papa und Kind immer zusammen frei haben. Wie gesagt andere Kollegen haben das auch nicht.
      Eine schwierige Betreuungssituation gibt es nicht, wenn der Papa da ist. Und falls der jedes Wochenende arbeiten muss, kann der bei seinem Arbeitgeber ja auch mal beantragen frei zu haben. Also auch das ist kein Argument. "Der Papa kann nie". Wieso sollten Männer anders behandelt werden als Frauen?

      Also nur mal aus einer andere Sicht das Ganze. Ich kann natürlich auch verstehen, dass du gerne mit deinem Kind zusammen bist, nur muss sich da auch irgendwo ein Gleichgewicht halten, zwischen beruflichen und privante Interessen.
      Ob das gestört ist zu Lasten deiner Privatheit, also der AG Unmögliches von dir verlangt, das kann man von hier kaum beurteilen

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