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Entfristung, niedrigere Eingruppierung

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  • Entfristung, niedrigere Eingruppierung

    Hallo,

    ich bin als Sozialpädagogin (im Ambulant Betreuten Wohnen für Menschen mit einer psychischen Erkrankung) für die Diakonie in NRW beschäftigt. Da ich jetzt nach zwei Jahren Befristung (AVR, E 10, Stufe 1), entfristet werden soll, wurde mir nun mitgeteilt, dass eine Weiterbeschäftigung nur mit E 9 (Stufe 1) möglich sein wird. Grund dafür ist, dass unsere Geschäftsführung - ihrer Ansicht nach- von Beginn an zu hoch eingestuft hat und E 9 bei dem geforderten Stellenprofil ausreichend sei. Abgesehen davon, dass ich davon nicht so ganz überzeugt bin und mir viele gute Gründe einfallen, warum E 10 gerechtfertigt ist, würde ich gerne mal die rechtliche Seite abklopfen. Ich weiß, dass ich nach Befristung keinen tatsächlichen Bestandsschutz habe, aber gibt es vielleicht andere Tricks und Kniffe, wie ich in meiner Entgeltgruppe bleiben kann? Schließlich habe ich meine damalige feste Anstellung aufgegeben, da mein jetziger Arbeitgeber mir mehr geboten hat.

    Meine eigenen Recherchen bleiben leider erfolglos, für Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

    Liebe Grüße,

    Honeybee

  • #2
    AW: Entfristung, niedrigere Eingruppierung

    Schwierig. In deinem alten Arbeitsvertrag steht E10 drin?

    Man kann dir jetzt natürlich einen neuen Vertrag anbieten mit E9 und dann: Friss oder stirb.

    Ansonsten würde ich als Taktik den neuen Vertrag annehmen und dann nach ein paar Wochen oder Monaten ( Probezeit ist ja rum und ich nehme auch an da sind mehr als 10 AN in Vollzeit gerechnet beschäftigt) die Eingruppierung überprüfen lassen. Nach der übliche Tarifautomatik bist du nach der übertragenen Tätigkeit einzugruppieren und da müsste man dann halt schauen was zutrifft (auch wenn was niedrigeres im Vertrag steht).

    Wobei AN ihre EG meist hoch einschätzen, die AN dagegen niedrig. So ist das mit der Eigenwahrnehmung :-) Die einen suchen nach Gründen dafür die andere dagegen und übersehen meistens die Gegenargumente. Also was rauskommt kann man ohne die konkreten Unterlange zu haben nicht sagen.

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    • #3
      AW: Entfristung, niedrigere Eingruppierung

      Zitat von matthias Beitrag anzeigen
      Wobei AN ihre EG meist hoch einschätzen, die AN dagegen niedrig. So ist das mit der Eigenwahrnehmung :-) Die einen suchen nach Gründen dafür die andere dagegen und übersehen meistens die Gegenargumente. Also was rauskommt kann man ohne die konkreten Unterlange zu haben nicht sagen.
      Ja, gerade in den sozialpädagogischen Berufen gibt es da so Merkmale wie "schwierige Tätigkeiten". Der SozPäd selbst denkt, natürlich hab ich mit schwierigen Personen zu tun, der Arbeitgeber sagt "das ist normal, sonst bräuchten die keinen Sozialpädagogen".

      Im TVöD gibt es einige Beispiele dafür, wann eine höhere Eingruppierung die Folge ist, also bei welchen Klientengruppen. Die AVR Diakonie sind aber seit einigen Jahren nicht mehr vergleichbar mit dem öffentlichen Dienst, da kann es auch anders geregelt sein. Und dann gibt es auch noch in vielen Landeskirchen eigene AVR. Bei NRW dachte ich eigentlich immer, da gilt der "BAT Kirchliche Fassung" (wohl immer noch diese Bezeichnung), der aber entgegen des Namens kein Tarifvertrag sondern auch eine AVR ist. Es kann aber gut sein, dass für einzelne diakonische Träger in NRW wieder anderes gilt.

      Es wäre ratsam, sich bei der zuständigen Gewerkschaft vor Ort beraten zu lassen. Für Sozialpädagogen ist das in erster Linie die GEW, teils auch ver.di. Man muss aber Mitglied sein.

      E.D.

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      • #4
        AW: Entfristung, niedrigere Eingruppierung

        Ich kann mir denken, dass die Wahrnehmungen da sehr auseinander gehen. Als juristischer Laie habe ich wohl auch eher ein Problem mit der moralischen Seite (und wünsche mir, dass es rechtlich nicht ok ist, da ich moralisch argumentiert wohl keine guten Karten habe). Vielen Dank für eure Antworten

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        • #5
          AW: Entfristung, niedrigere Eingruppierung

          Zitat von Honeybee1986 Beitrag anzeigen
          ... Grund dafür ist, dass unsere Geschäftsführung - ihrer Ansicht nach- von Beginn an zu hoch eingestuft hat und E 9 bei dem geforderten Stellenprofil ausreichend sei. ...
          Hallo,

          wie von matthias bereits gesagt, ist die eine Lösung eine Vertragsannahme, um anschließend die Eingruppierung erneut zu diskutieren - notfalls mit einer Eingruppierungsklage. Auch die Unterstützung durch die Gewerkschaft wurde bereits angesprochen.

          Zunächst würde ich jedoch mit Mitarbeitervertretung (MAV) sprechen. Die können dir sagen, ob die Eingruppierung dieser Stellen in der Vergangenheit einvernehmlich festgelegt wurde. Da die MAV deiner Einstellung (bzw. unbefristeten Verlängerung) zustimmen muss, können die dabei auch die vorgesehene Eingruppierung hinterfragen.

          Gruß,
          werner
          Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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