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Arbeitnehmerkündigung im Zeugnis, Arbeitgeberkündigung beim Arbeitsamt?

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  • Arbeitnehmerkündigung im Zeugnis, Arbeitgeberkündigung beim Arbeitsamt?

    Hallo,

    ich habe meinen Arbeitsvertrag gekündigt, nachdem mich mein Arbeitgeber mit der Wahl konfrontierte, entweder selbst fristgerecht zu kündigen oder von ihm fristgerecht gekündigt zu werden. Mir war es wichtig, das Ende im Zeugnis als meine Initiative darstellen zu können, obwohl ich faktisch gekündigt wurde.

    Deshalb die erste Frage: Wenn im Zeugnis "auf eigenen Wunsch" steht, kommt der Arbeitgeber seiner Pflicht zur wahrheitgemäßen Auskunft nach, oder? Formell bleibt es ja bei meiner Kündigung.

    Nun hat es leider nicht so schnell mit einer Folgeanstellung geklappt und ich beantrage Arbeitslosengeld. Ich überlege nun, meinen Arbeitgeber zu bitten, den Hergang der Dinge beim Arbeitsamt zu bestätigen.

    Hier schließt meine zweite Frage an: Kann mir oder meinem Arbeitgeber rechtlich irgendein Nachteil daraus erwachsen, dass sich das Arbeitszeugnis und die Angaben beim Arbeitsamt widersprechen? Das tun sie gewissermaßen, weil man kaum schreiben kann, dass jemand auf eigenen Wunsch geht, wenn er zwar formell gekündigt hat, aber eigentlich kaum eine Wahl hatte.

    Für euren Rat und jeden Hinweis auf einschlägige Fälle und Rechtsvorschriften wäre ich dankbar!

  • Betsy
    antwortet
    AW: Arbeitnehmerkündigung im Zeugnis, Arbeitgeberkündigung beim Arbeitsamt?

    Zitat von AbbeyRoad Beitrag anzeigen
    ich habe meinen Arbeitsvertrag gekündigt, nachdem mich mein Arbeitgeber mit der Wahl konfrontierte, entweder selbst fristgerecht zu kündigen oder von ihm fristgerecht gekündigt zu werden.
    Tja.
    Deine Entscheidung.

    Natürlich will der AG, dass man selber kündigt... damit ist der AG alle Sorgen los
    und der AN hat dann alle Sorgen, u.a. mit dem Arbeitsamt.

    Ich würde mich immer wundern, wenn sich jemand bewirbt, der aktuell arbeitslos ist und im letzten Zeugnis stehen hat, dass er/sie selber gekündigt hat.

    Da kann es nur drei mögliche Gründe geben:

    a) der AN hat sich was zuschulden kommen lassen, und konnte dich Eigenkündigung einer Fristlosen zuvorkommen
    oder
    b) der AN hatte zwar einen Anschlußjob, hat den aber auch schon wieder verloren,
    oder
    c) hatte keine Ahnung was er sich enbrockt, wenn er selber kündigt, nur um sein Gesicht zu wahren.

    .
    .
    Zuletzt geändert von Betsy; 08.05.2014, 12:36.

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  • E.D.
    antwortet
    AW: Arbeitnehmerkündigung im Zeugnis, Arbeitgeberkündigung beim Arbeitsamt?

    Zitat von AbbeyRoad Beitrag anzeigen
    Danke für die Einschätzung! Klar, es geht darum die 12 Wochen Sperre zu vermeiden
    Je nachdem zu welchem Termin der Arbeitgeber sonst gekündigt hätte, verkürzt sich die Sperrzeit dann ggf. auf 6 oder auf 3 Wochen. Dabei sind weitere Details relevant, z.B. was der Grund gewesen wäre für den AG.

    E.D.

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  • CDS
    antwortet
    AW: Arbeitnehmerkündigung im Zeugnis, Arbeitgeberkündigung beim Arbeitsamt?

    Zitat von Fussballsend Beitrag anzeigen
    Hallo Abbey
    ich würde hier schon von Nötigung sprechen, wenn dein AG so vorgeht.
    Was hat das bitte mit einer "Nötigung" zu tun? Er hätte den AN ja auch einfach kommentarlos kündigen können.
    Ist dann auch jede Änderungskündigung eine "Nötigung", denn diese besagt ja "Entweder du stimmst der Änderung zu, oder ich kündige dich" ?

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  • matthias
    antwortet
    AW: Arbeitnehmerkündigung im Zeugnis, Arbeitgeberkündigung beim Arbeitsamt?

    Zitat von AbbeyRoad Beitrag anzeigen
    Deshalb will ich selbst auch auf keinen Fall riskieren, dass am Ende mein Arbeitszeugnis umgeschrieben werden muss.
    Du hast doch ein Exemplar. Wer soll dir das wieder weg nehmen? Meinst du der AG verklagt dich auf Rückgabe und Vernichtung aller Kopien?

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  • Fussballsend
    antwortet
    AW: Arbeitnehmerkündigung im Zeugnis, Arbeitgeberkündigung beim Arbeitsamt?

    Zitat von AbbeyRoad Beitrag anzeigen
    Danke für die Einschätzung! Klar, es geht darum die 12 Wochen Sperre zu vermeiden, was mir aber ehrlich gesagt nicht so wichtig ist wie das Arbeitzeugnis. Deshalb will ich selbst auch auf keinen Fall riskieren, dass am Ende mein Arbeitszeugnis umgeschrieben werden muss. Ein Prozess ist so gesehen ein Risiko und kommt eigentlich für mich kaum in Frage. Aber rechtlichen Rat sollte ich mir wohl trotzdem einholen...
    es bleibt ja die Möglichkeit, wenn das Zeugnis nach deiner Auffassung hinsichtlich der Form und/oder des Inhalts nicht in Ordnung ist, kannst du durch Erhebung einer arbeitsgerichtlichen Klage die Ausfertigung eines neuen - korrekten zeugnisses verlangen.Aber du mußt natürlich selber entscheiden wie wichtig dir das Zeugnis ist.
    Gruß FS
    Gruß FS

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  • AbbeyRoad
    antwortet
    AW: Arbeitnehmerkündigung im Zeugnis, Arbeitgeberkündigung beim Arbeitsamt?

    Danke für die Einschätzung! Klar, es geht darum die 12 Wochen Sperre zu vermeiden, was mir aber ehrlich gesagt nicht so wichtig ist wie das Arbeitzeugnis. Deshalb will ich selbst auch auf keinen Fall riskieren, dass am Ende mein Arbeitszeugnis umgeschrieben werden muss. Ein Prozess ist so gesehen ein Risiko und kommt eigentlich für mich kaum in Frage. Aber rechtlichen Rat sollte ich mir wohl trotzdem einholen...

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  • Fussballsend
    antwortet
    AW: Arbeitnehmerkündigung im Zeugnis, Arbeitgeberkündigung beim Arbeitsamt?

    Zitat von AbbeyRoad Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich habe meinen Arbeitsvertrag gekündigt, nachdem mich mein Arbeitgeber mit der Wahl konfrontierte, entweder selbst fristgerecht zu kündigen oder von ihm fristgerecht gekündigt zu werden. Mir war es wichtig, das Ende im Zeugnis als meine Initiative darstellen zu können, obwohl ich faktisch gekündigt wurde.

    Deshalb die erste Frage: Wenn im Zeugnis "auf eigenen Wunsch" steht, kommt der Arbeitgeber seiner Pflicht zur wahrheitgemäßen Auskunft nach, oder? Formell bleibt es ja bei meiner Kündigung.

    Nun hat es leider nicht so schnell mit einer Folgeanstellung geklappt und ich beantrage Arbeitslosengeld. Ich überlege nun, meinen Arbeitgeber zu bitten, den Hergang der Dinge beim Arbeitsamt zu bestätigen.

    Hier schließt meine zweite Frage an: Kann mir oder meinem Arbeitgeber rechtlich irgendein Nachteil daraus erwachsen, dass sich das Arbeitszeugnis und die Angaben beim Arbeitsamt widersprechen? Das tun sie gewissermaßen, weil man kaum schreiben kann, dass jemand auf eigenen Wunsch geht, wenn er zwar formell gekündigt hat, aber eigentlich kaum eine Wahl hatte.

    Für euren Rat und jeden Hinweis auf einschlägige Fälle und Rechtsvorschriften wäre ich dankbar!
    Hallo Abbey
    ich würde hier schon von Nötigung sprechen, wenn dein AG so vorgeht. Wenn im Zeugnis " auf eigenen Wunsch" stehen würde, würde es ja nicht der Wahrheit entsprechen.Normalerweise ürde hier von der AfA eine Sperre ausgesprochen, da du ja selber gekündigt hast. Am besten wäre hier einen Anwalt für Arbeitsrecht zu Rate zu ziehen.
    Gruß FS

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