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Arbeitnehmer Kündigungsfrist im befristeten Vertrag

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  • Arbeitnehmer Kündigungsfrist im befristeten Vertrag

    Hallo zusammen,
    ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen.
    Ich hatte vom 01. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 einen befristeten Arbeitsvertrag mit einer Kündigungsfrist von 6 Wochen zum Monatsende.
    Ende letzten Jahres hat mein Chef diesen Vertrag bis zum 31. Juli 2014 verlängert.
    Die Verlängerung wurde über einen Nachtrag zum AV festgehalten. Im Nachtrag selbst steht nichts über Kündigungsfristen.
    Ich würde jetzt gerne so schnell wie möglich aus diesem Vertrag heraus. Meine Frage ist nun wann könnte ich frühestens kündigen?
    6 Wochen zum Monatsende oder evtl. auch 4 Wochen zum Monatsende? Oder kann mein Chef mich zwingen bis zum 31. Juli zu bleiben?
    Ich befürchte nämlich davon geht er aus.
    Und kann er mich zwingen meinen Resturlaub nicht zu nehmen sondern mir auszuzahlen damit ich länger da bin?

    Bin Euch sehr dankbar für Eure Antworten!

    Als kleine Anmerkung noch: Der Chef hat fast allen Mitarbeitern -außer mir- zu Ende April gekündigt, weil er die Firma zu Ende Juli liquidieren will.

  • #2
    AW: Arbeitnehmer Kündigungsfrist im befristeten Vertrag

    Zitat von Hullaballoo Beitrag anzeigen
    ...
    Ich hatte vom 01. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 einen befristeten Arbeitsvertrag mit einer Kündigungsfrist von 6 Wochen zum Monatsende.
    Ende letzten Jahres hat mein Chef diesen Vertrag bis zum 31. Juli 2014 verlängert.
    Die Verlängerung wurde über einen Nachtrag zum AV festgehalten. Im Nachtrag selbst steht nichts über Kündigungsfristen.
    Ich würde jetzt gerne so schnell wie möglich aus diesem Vertrag heraus. Meine Frage ist nun wann könnte ich frühestens kündigen?
    Hallo,

    da im Nachtrag nichts anderes geregelt wurde, gelten die ursprünglich vereinbarten Kündigungsfristen weiterhin. Möglicherweise steht in diesem Nachtrag sogar eine Formulierung im Sinne von "Im übrigen gilt der Vertrag vom ... unverändert weiter".

    Und kann er mich zwingen meinen Resturlaub nicht zu nehmen sondern mir auszuzahlen damit ich länger da bin?
    Wenn er dringende betriebliche Gründe dafür hat, kann er deinen Urlaubsantrag ablehnen. Falls du diese Gründe anzweifelst, müsstest du zur Not den Urlaub über das Arbeitsgericht einfordern.

    Der Chef hat fast allen Mitarbeitern -außer mir- zu Ende April gekündigt, weil er die Firma zu Ende Juli liquidieren will.
    Irgendeiner muss doch am Schluss das Licht ausmachen.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

    Kommentar


    • #3
      AW: Arbeitnehmer Kündigungsfrist im befristeten Vertrag

      Hallo Werner,
      vielen Dank für Deine schnelle Antwort.
      Mein Chef sagte heute ich kann die Kündigung 6 Wochen zum Monatsende einreichen -wäre also zu Ende Mai raus.
      Allerdings sagt er, würde er mir evtl. die 10 Tage Resturlaub nicht genehmigen sondern auszahlen, weil er mich noch braucht.
      Du hast geschrieben ich müsste über das Arbeitsgericht den Urlaub einklagen, damit ich früher raus bin. Allerdings macht das warscheinlich gar keinen Sinn weil es gar nicht so schnell geht oder?
      Sind die Liquidierung + Kündigung der meisten Mitarbeiter denn gerechtfertigte betriebliche Gründe weswegen er mir den Urlaub verweigern kann?
      Es gibt auch noch eine Kollegin die auf jeden Fall so lange da ist und meinen Job machen könnte...oder kann man das über meine grobe Schilderung gar nicht sagen, weil man die Situation im Detail beurteilen müsste.....?
      Viele Grüße, H.

      Kommentar


      • #4
        AW: Arbeitnehmer Kündigungsfrist im befristeten Vertrag

        Zitat von Hullaballoo Beitrag anzeigen
        Mein Chef sagte heute ich kann die Kündigung 6 Wochen zum Monatsende einreichen -wäre also zu Ende Mai raus.
        Dann wäre dieses Thema ja besprochen.

        Du hast geschrieben ich müsste über das Arbeitsgericht den Urlaub einklagen, damit ich früher raus bin. Allerdings macht das warscheinlich gar keinen Sinn weil es gar nicht so schnell geht oder?
        Das kann wohl sein. Ein Verfahren beim Arbeitsgericht braucht schließlich auch seine Zeit. Und außerdem hast du die Kosten für den Rechtsanwalt, falls die nicht anderweitig gedeckt sind.

        ...oder kann man das über meine grobe Schilderung gar nicht sagen, weil man die Situation im Detail beurteilen müsste.....?
        So ist es. Wenn es dir wirklich so wichtig ist, diese Tage nehmen zu können, solltest du das mit einem Anwalt oder dem gewerkschaftlichen Rechtschutz vor Ort besprechen.

        Bedenken solltest du dabei, dass du nicht im Resturlaub schon bei der neuen Firma anfangen darfst.
        Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
        Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

        Kommentar


        • #5
          AW: Arbeitnehmer Kündigungsfrist im befristeten Vertrag

          Zitat von Hullaballoo Beitrag anzeigen
          Sind die Liquidierung + Kündigung der meisten Mitarbeiter denn gerechtfertigte betriebliche Gründe weswegen er mir den Urlaub verweigern kann?
          Nein, überhaupt nicht.
          Dringende, betriebliche Gründe wären ohnehin nur z.B. eine Grippe-Epidemie, höhere Gewalt usw. Sicherlich nicht schlechte Personalplanung.
          mfg, Aktivist

          Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

          Franz Beckenbauer:
          "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

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          • #6
            AW: Arbeitnehmer Kündigungsfrist im befristeten Vertrag

            Hallo,

            wenn die Kollegin deinen Job machen kann (und auch will) dann sprecht doch beide mit eurem AG, ob du nicht Ende April gehen kannst.

            Gruß
            Hubertus

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            • #7
              AW: Arbeitnehmer Kündigungsfrist im befristeten Vertrag

              Zitat von Aktivist Beitrag anzeigen
              ...
              Dringende, betriebliche Gründe wären ohnehin nur z.B. eine Grippe-Epidemie, höhere Gewalt usw. Sicherlich nicht schlechte Personalplanung.
              Bei dringenden betrieblichen Gründen (sofern sie dann vorliegen) wäre zunächst zu prüfen, ob der Urlaub zu einem anderen vertretbaren Zeitpunkt genommen werden kann - z.B. Anfang Mai statt die letzten Tage vor dem Austritt.

              Außerdem hat eine Interessenabwägung stattzufinden, ob die dringenden betrieblichen Gründe schwerwiegender sind als das AN-Interesse, gerade zu diesem Zeitpunkt Urlaub zu nehmen.

              Dringende betriebliche Gründe können z.B. Saisonarbeiten sein oder in dieser Zeit laufende Kampagnen oder das Fehlen einer Vertretung genau in dieser Zeit oder ein festgelegter Betriebsurlaub.

              Ergibt sich bei der Abwägung, dass keine der Interessen überwiegt, gehen die Urlaubswünsche des AN vor. Liegen vorgehende betriebliche Gründe vor, braucht der Urlaub auch dann nicht gewährt werden, wenn nur noch eine kurze Frist, etwa die Kündigungsfrist, zur Verfügung steht. Eine Personalknappheit kann ausreichen, den Urlaub teilweise abzulehnen.

              Das vorstehende sind keine eigenen Weisheiten meinerseits, sondern verkürzt abgeschrieben aus einem BUrlG-Kommentar - auf wörtliches Zitieren und Nennung der jeweiligen Urteile habe ich jetzt einfach verzichtet.
              Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
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