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Arbeitsunfähigkeit

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  • Arbeitsunfähigkeit

    Hallo zusammen,

    ich habe mal eine Frage:



    Eine Mitarbeiterin hat sich für Do und Fr krank gemeldet.

    Am Samstag hätte Sie Dienst gehabt - ist allerdings nicht erschienen und hat sich auch nicht krank gemeldet.

    Am Montag hat sie sich telefonisch gemeldet und mitgeteilt dass sie bis einschl. Freitag krankgeschrieben ist.

    Nun habe ich eine Krankmeldung erhalten die von Montag bis Freitag gilt - aber was ist mit den Tagen davor (Donnerstag bis Sonntag)???

    Bei uns ist es im Arbeitsvertrag so geregelt, dass man erst ab dem 3. Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbesche inigung einreichen muss.



    Vielen Dank für die Hilfe,

    Andrea

  • #2
    AW: Arbeitsunfähigkeit

    Wie ist die genaue wörtliche Regelung?

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    • #3
      AW: Arbeitsunfähigkeit

      Zitat von AnSt79 Beitrag anzeigen
      ... Eine Mitarbeiterin hat sich für Do und Fr krank gemeldet.

      Am Samstag hätte Sie Dienst gehabt - ist allerdings nicht erschienen und hat sich auch nicht krank gemeldet.
      Hallo,

      das ist ein Verstoß gegen die Anzeigepflicht nach § 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG. Das könnte/solllte der AG in geeigneter Weise rügen (irgendwas zwischen mündlichem Hinweis und schriftlicher Abmahnung).

      Nun habe ich eine Krankmeldung erhalten die von Montag bis Freitag gilt - aber was ist mit den Tagen davor (Donnerstag bis Sonntag)???
      Bei uns ist es im Arbeitsvertrag so geregelt, dass man erst ab dem 3. Tag eine Arbeitsunfähigkeitsbesche inigung einreichen muss.
      Heißt "ab dem 3. Tag" dass man drei Tage ohne Krankmeldung fehlen kann oder dass für den dritten Tag bereits eine Arbeitsunfähigkeitsbesche inigung gefordert wird?

      Gruß,
      werner
      Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
      Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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      • #4
        AW: Arbeitsunfähigkeit

        Zitat von matthias Beitrag anzeigen
        Wie ist die genaue wörtliche Regelung?
        2.Bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit hat die Mitarbeiterin ihre Dienststelle unver-züglich zu benachrichtigen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich länger als drei Tage, so hat sie spätestens an dem darauf folgenden Arbeitstag auf seine Kosten ein ärztliches Attest über seine Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer vorzulegen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, so ist ein neues ärztliches Attest beizubringen. In begründeten Fällen kann der Arbeit-geber eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit bereits am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit verlangen.

        Die Frage ist was mit dem Samstag war, da die MA dort ja Dienst gehabt hätte und sich gar nicht gemeldet hatte....

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        • #5
          AW: Arbeitsunfähigkeit

          Zitat von AnSt79 Beitrag anzeigen
          ... länger als drei Tage, so hat sie spätestens an dem darauf folgenden Arbeitstag ...

          Die Frage ist was mit dem Samstag war, da die MA dort ja Dienst gehabt hätte und sich gar nicht gemeldet hatte....
          Theoretisch wäre der Samstag noch von der Drei-Tages-Frist gedeckt - wenn sich deine Mitarbeiterin da eben weiter krank gemeldet hätte.

          Wenn du sie (wie von mir in der anderen Antwort vorgeschlagen) wegen Verstosses gegen die Anzeigepflicht rügst, akzeptierst du damit die Krankheit gewissermaßen nachträglich.

          Der andere Weg wäre, ihr zunächst ein unentschuldigtes Fehlen vorzuhalten und die nicht geleistete Arbeitszeit am Samstag auch nicht zu vergüten (bzw. die Stunden nicht gutzuschreiben). Wenn die Mitarbeiterin dann behauptet, dass sie krank gewesen sei, muss sie dafür nachträglich den Beweis antreten.

          Ob ihr der Arzt nachträglich auch noch den Samstag bescheinigt, ist fraglich. Zumindest wäre dann im zweiten Zug die Rüge wegen der Anzeigepflicht fälllig.

          Oder du redest einfach mit ihr, sagst ihr, dass das so eigentlich nicht geht, aber diesmal ein Auge zugedrückt wird - und die Sache ist erledigt.
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          Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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          • #6
            AW: Arbeitsunfähigkeit

            Zitat von AnSt79 Beitrag anzeigen
            2.Bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit hat die Mitarbeiterin ihre Dienststelle unver-züglich zu benachrichtigen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich länger als drei Tage, so hat sie spätestens an dem darauf folgenden Arbeitstag auf seine Kosten ein ärztliches Attest über seine Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer vorzulegen. ... Die Frage ist was mit dem Samstag war, da die MA dort ja Dienst gehabt hätte und sich gar nicht gemeldet hatte....

            Hi,

            Die Mitarbeiterin hätte sich spätestens Samstag vor ihrem geplanten Arbeitsantritt weiter krankmelden müssen.

            Einen Nachweis über die AU musste sie - geht man davon aus, dass sie Samstag krank war - jedoch tatsächlich erst ab Montag erbringen.

            --

            Wie kommst Du denn auf "ab dem dritten Tag", wenn Eure Regelung doch etwas ganz anderes besagt?

            Gruß

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            • #7
              AW: Arbeitsunfähigkeit

              Zitat von AnSt79 Beitrag anzeigen
              2.Bei Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit hat die Mitarbeiterin ihre Dienststelle unver-züglich zu benachrichtigen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich länger als drei Tage, so hat sie spätestens an dem darauf folgenden Arbeitstag auf seine Kosten ein ärztliches Attest über seine Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer vorzulegen.
              Das was unterstrichen ist, könnte man so interpretieren, dass der Montag reicht für die schriftliche AU (wenn es denn der nächste Arbeitstag war).

              Wobei man den Samstag, als unentschuldigt fehlend buchen könnte.

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              • #8
                AW: Arbeitsunfähigkeit

                Hi,

                ich würde fragen, ob sie Samstag auch krank war und - lautet die Antwort "ja" - auf die Einhaltung der Anzeigepflicht nachweislich hinweisen (Ermahnung).

                Alles unter der Voraussetzung, dass das zum ersten Mal vorgekommen ist.

                Im Übrigen würde ich persönlich eine "vermisste" Mitarbeiterin anrufen und fragen, wo sie steckt.

                Gruß

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                • #9
                  AW: Arbeitsunfähigkeit

                  Manchmal sind die Gründe viel profaner:
                  Oftmals werden AU´s begleitet mit den Worten "Ich schreibe Sie bis Ende der Woche krank." ausgestellt auf Mo-Fr.
                  Der Sa wird da schnell mal vergessen.
                  Wenn der Patient Glück hat, wird noch gefragt, ob Sa ein Arbeitstag ist. Und je nach Situation und Befinden muss die falsch ausgestellte AU dem AN noch nicht einmal auffallen.
                  mfg, Aktivist

                  Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

                  Franz Beckenbauer:
                  "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

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                  • #10
                    AW: Arbeitsunfähigkeit

                    Stimmt
                    Aber hier gab es ja für die Vorwoche gar kein Attest.

                    Bei einer ansonsten guten Beziehung würde ich wie gesagt - fragen - reden - Erwartung für die Zukunft klären.

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                    • #11
                      AW: Arbeitsunfähigkeit

                      Ooops! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil und das Schwarze sind die Buchstaben!

                      Da würde ich dann auch die MAin freundlich zur Rede stellen, ob es ihr Sa so schlecht ging, dass sie sich nicht abgemeldet hat, verbunden mit einer mündlichen Ermahnung, dass sowas korrekter laufen muss und man mit ihrer Arbeitskraft gerechnet hatte und extrem kurzfristig jemand einspringen musste.
                      Um´s Blaumachen geht es offensichtlich nicht, da sie ja die komplette nächste Woche arbeitsunfähig war.
                      mfg, Aktivist

                      Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

                      Franz Beckenbauer:
                      "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

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                      • #12
                        AW: Arbeitsunfähigkeit

                        Naja, das mit dem "Blaumachen" ist so eine Sache....
                        Es sah stark nach Absprache zwischen 3 Kollegen aus, da sich alle 3 zur gleichen Zeit krank gemeldet haben um wahrscheinlich eine Kollegin zu ärgern in der Hoffnung dass sie die ganze Arbeit nicht schafft....vor allem war es quasi mit Ansage "Ihr werdet schon sehen was das für Konsequenzen hat..."

                        Alle MA die länger krank sind erbringen am 3. Tag der Krankheit eine Arbeitsunfähigkeitsbesche inigung - also bis zu 2 Tage bleiben die ohne...allerdings wurde vom Arzt dann auch immer rückwirkend krankgeschrieben....

                        Ich denke mal es wird für den Samstag eine Ermahnung geben weil sie sich nicht krank gemeldet hat...zu mal sie auch noch in der Probezeit ist..und dann solche Aussagen zu machen finde ich schon etwas riskant....

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                        • #13
                          AW: Arbeitsunfähigkeit

                          Unter den Umständen hört sich eine Ermahnung sehr fair an.
                          Was rückwirkende AU´s betrifft:
                          Die dürfen nur in Ausnahmefällen ausgestellt werden, in denen sich der Arzt extrem sicher ist, die Sachlage richtig zu beurteilen.
                          mfg, Aktivist

                          Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

                          Franz Beckenbauer:
                          "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

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                          • #14
                            AW: Arbeitsunfähigkeit

                            Ich denke es kommt regelmäßig wegen dieses oder ähnlicher Texte zu Mißverständnissen:

                            Der Arbeitnehmer muss bei einer Erkrankung seine Arbeitsunfähigkeit unverzüglich dem Arbeitgeber anzeigen und die voraussichtliche Dauer mitteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage an, ist sie nach $5 Abs. 1 Satz 2 Entgeltfortzahlungsgesetz durch Vorlage eines entsprechenden ärztlichen Attests nachzuweisen. Das Attest muss dem Arbeitgeber spätestens an dem Arbeitstag vorliegen, der auf den dritten Arbeitsunfähigkeitstag folgt. Der Arbeitgeber kann nach freiem Ermessen die frühere Vorlage verlangen. Solange ihm das erforderliche Attest nicht vorliegt, kann der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung zurückbehalten.
                            Daraus könnte man mit etwas Phantasie zwei Szenarien entnehmen:

                            1. Bin ich länger als 3 Tage krank, muß ich für die Zeit ab/nach dem dritten Tag eine AU bringen

                            2. Bin ich länger als 3 Tage krank muß spätestens am 4. Tag die AU für den gesamten Zeitraum (ab 1. Tag) vorliegen.

                            Ich denke es gibt diverse AN und auch Firmen die das nach Punkt 1 handhaben und genauso viele, die es nach Punkt 2 handhaben.

                            Es gibt auch hier im Forum immer wieder Diskussionen dazu, die vermutlich immer wieder auf dem mißverständlichen Paragraphen fußen.

                            Es gibt übrigens auch Berufszweige, bei denen sind auch mal 10 AT im Jahr mit krank ohne AU möglich = verlängerter Urlaub.
                            Jemand (öffentl. Dienst) erklärte mir er wäre pro Monat 2 Tage krank, die braucht er nur melden, ohne AU.

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: Arbeitsunfähigkeit

                              Bei der gesetzlichen Regelung ist der Arztbesuch erst am Arbeitstag nach dem dritten Krankheitstag erforderlich und auch die AUB erst ab dann, rückwirkend ginge auch nur in besonderen Ausnahmefällen für bis zu zwei Tage.

                              E.D.

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