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Kündigung im öffentlichen Dienst

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  • Kündigung im öffentlichen Dienst

    Also ich habe ein Problem. Also ich bin seit meiner Lehrzeit im öffentlichen Dienst beschäftigt. Es war ein schwieriger Weg, und es waren schwere Jahre dabei.

    Im öffentlichen Dienst läuft ja so einiges, und als junger motivierter Mitarbeiter kann man schnell in Frustration enden. Ich habe in zwei verschiedenen Sachgebieten gearbeitet, und im ersten erlebte ich Mobbing ohne Ende. Da sind Dinge gelaufen, die sind einfach nicht tragbar. Die ganzen Jahre haben meiner Psyche nicht gerade gut getan...

    Das schlimme ist, ich hatte auch eine Beziehung zu einem Arbeitskollegen. Meine persönliche Kriese war 2009, als mein erstes Kind in meinen Armen verstorben ist. Mittlerweile habe ich eine 2jährige Tochter. Von dem Mann bin ich allerdings getrennt, aber er hört nicht auf, mir die Hölle heiß zu machen.

    Seit einem halben Jahr bin ich krankgeschrieben, und sollte vor kurzem die Wiedereingliederung beginnen. Aber ich war wie blockiert, und habe es nicht bemacht, sondern mich weiter krank schreiben lassen. War nervlich gleich wieder fix und alle.

    Habe viel nachgedacht, und bin zu der Entscheidung gekommen, meinen Job zu kündigen.

    Allerdings beziehe ich ja derzeit Krankengeld. Ich habe jede Menge Resturlaubstage. Für mich steht es auch fest, dass ich den Mut haben werde, mir was neues zu suchen. Allerdings will ich es mit der Suche nicht überstürzen, da ich ja Arbeitslosengeld 1 bekommen werde, und ich möchte eine Psychosomatische Teraphie machen, die über ein paar Monate geht. Da bekommt man ja Übergangsgeld von der Rentenversicherung.

    Da ich ja nun mehr als 12 Jahre im öffentlichen Dienst bin (TV-L-Ost), beträgt die Kündigungsfrist ja 6 Monate, habe ich heute mit erschrecken festgestellt. Ich möchte mir auch von meiner Neurologin bestätigen lassen, dass ich diese Arbeitsstelle auf Grund der festgefahrenen Umstände nicht mehr ausüben kann, ohne nicht noch mehr gesundheitliche Probleme oder sogar gänzliche Erwerbsunfähigkeit zu riskieren.

    Mein Entschluss steht auch fest, auch wenn mein ganzes Umfeld sagen wird: Man kündigt doch keinen Job im öffentlichen Dienst! Aber ganz ehrlich: mich hat das am Job festhalten noch nicht gerade weiter gebracht. Im Gegenteil...

    Aber was wird jetzt auf mich zukommen, mit was muss ich rechnen? Wie wird es mit dem Geld werden? Wird das Arbeitsamt mich sperren? Kann ich meinen Urlaub noch nehmen (das würde aber voraussetzen, ich lasse mich gesundschreiben), oder kann man sich den Urlaub auszahlen lassen? Ein Arbeitszeugnis kann ich verlangen?
    Was kann ich tun, damit ich nicht 3 Monate ohne Geld dastehe. Welcher Lohn wird überhaupt berechnet für das Arbeitslosengeld1? Oder gehen die etwas vom Krankengeld aus? Kein leichtes Thema für mich...

    Ich hoffe, ihr habt ein paar Ratschläge für mich... Danke

  • #2
    AW: Kündigung im öffentlichen Dienst

    Wieso willst Du kündigen?
    Mach doch erstmal die Therapie, die Du ins Auge gefasst hast.
    Ich glaube auch nicht so recht, dass Dich der Job krank macht.
    Es hört sich eher nach Problemen im privaten Bereich an.
    mfg, Aktivist

    Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

    Franz Beckenbauer:
    "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

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    • #3
      AW: Kündigung im öffentlichen Dienst

      Zitat von Samoht77 Beitrag anzeigen
      Aber was wird jetzt auf mich zukommen, mit was muss ich rechnen? Wie wird es mit dem Geld werden? Wird das Arbeitsamt mich sperren? Kann ich meinen Urlaub noch nehmen (das würde aber voraussetzen, ich lasse mich gesundschreiben), oder kann man sich den Urlaub auszahlen lassen? Ein Arbeitszeugnis kann ich verlangen?
      Was kann ich tun, damit ich nicht 3 Monate ohne Geld dastehe. Welcher Lohn wird überhaupt berechnet für das Arbeitslosengeld1? Oder gehen die etwas vom Krankengeld aus? Kein leichtes Thema für mich...

      Ich hoffe, ihr habt ein paar Ratschläge für mich... Danke

      grundsätzlich droht dir bei Eigenkündigung eine Sperre.
      Davon gibt es seltene Ausnahmefälle... über deren Anwendbarkeit ich in Deinem Falle nichts Sicheres sagen kann.

      Grundsätzlich kann man Urlaub auch nur nehmen, wenn man nicht krank ist.
      Bei Austritt ist er auszuzahlen, wenn er nicht genommen werden konnte.

      Natürlich hast du Anspruch auf ein Zeugnis, auch auf ein Zwischenzeugnis, wenn Du möchtest.


      ALG I berechnet sich aus dem beitragspflichtigen Brutto.
      Da ist ein Online-Rechner:

      Selbstberechnung - www.arbeitsagentur.de


      Im übrigen schließe ich mich deinem Umfeld an: einen Job im ÖD nach 12 Jahren zu kündigen... ist eigentlich Wahnsinn.
      Lass dich lieber vom BR/PR einmal eingehend beraten, welche Möglichkeiten der Freistellung, Therapie, Teilzeit, Kur, etc pp es so gibt.

      .
      bewertet Arbeitgeber auf kununu.de - dann haben andere auch etwas von Euren Erfahrungen.

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