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Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

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    hat ein Thema erstellt Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise.

    Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Hallo zusammen,

    wir sind eine recht kleine und noch junge Firma. Jetzt haben wir folgenden Fall:
    Ein Mitarbeiter hat sich beim Sport zwei Rippen gebrochen und war deshalb im Krankenhaus. Am darauffolgenden Wochenende hatte er einen Flug nach Hause (nach Spanien) geplant. Der Artz hat ihm allerdings gesagt, er dürfe aufgrund der Verletzung nicht fliegen und hat ihn für 3 Wochen krank geschrieben.
    Da der Kollege in Deutschland niemanden hat, der sich um ihn kümmern kann, ist er stattdessen mit einem Bekannten mit dem Auto nach Spanien gefahren. Das Ergebnis war, dass dies seine Krankheit verschlimmert hat und er nach den 3 Wochen ursprünglicher Krankschreibung nicht in der Lage war, wieder nach Deutschland zu kommen. Daraufhin wurde er in Spanien vom Arzt erneut für eine Woche krank geschrieben.
    Wir sind darüber ziemlich verärgert, weil wir ihm noch gesagt haben, dass wir bezweifeln, dass die Reise gut für ihn ist.
    Prinzipiell möchten wir den Mitarbeiter natürlich behalten und hoffen, dass er bald wieder gesund wird und in die Arbeit kommen kann. Trotzdem würde ich gerne wissen, wie wir rechtlich dastehen.
    Meiner Meinung nach hat er selbstverschuldet seine Krankheit verschlimmert, wodurch er eigentlich keinen Anspruch auf eine Entgeltfortzahlung hätte. Liege ich in dieser Annahme richtig? Braucht es eine Aussage des ursprünglich behandelnden Arztes (der den Flug verboten hat)?
    Danke für eure Meinung!

  • tripletwenty
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Zitat von Anton22 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    er hat gegen den Rat des Arztes gehandelt. AN müssen alles für die eigene Gesundung tun...das hat er nicht gemacht
    das bezweifele ich doch irgendwie.

    Die Anweisung des Arztes lautete ja, dass er nicht FLIEGEN darf, was bei bestimmten Krankheitsbildern durchaus üblich ist. Sofern der Arzt ihm die Reise aber nicht grundsätzlich untersagt bzw. ihm davon abgeraten hat, kann man dem AN doch nicht wirklich ein schuldhaftes Verhalten vorwerfen. Genauso gut hätte ich sich sein Zustand zu Hause verschlechtern können insbesondere, da er dort ja keine Unterstützung gehabt hätte und sich bei jeder Gelegenheit weitere Schäden selbst hätte zuziehen können.

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  • Anton22
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Hallo,

    er hat gegen den Rat des Arztes gehandelt. AN müssen alles für die eigene Gesundung tun...das hat er nicht gemacht...daher würde ich Fortzahlung kürzen...Anwalt einschalten

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  • E.D.
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Zitat von Yvonne123 Beitrag anzeigen
    Was deine Vermutung angeht, hast du natürlich recht!!
    Einen klareren Fall von Selbstverschuldung kann ich mir gar nicht vorstellen.
    Selbst viele Ärzte haben erhebliche Zweifel, ob sie eine Diagnose über das Internet stellen können:
    Telemedizin : Online-Diagnosen in Deutschland noch umstritten - Nachrichten Gesundheit - DIE WELT

    Da bist Du anscheinend schon weiter, es reichen ein paar Gerüchte aus zweiter Hand vom Hörensagen, um einen Fall abschließend und zweifelsfrei zu diagnostizieren.

    Alternativ kannst du natürlich auch eine Aussage des behandelnden Arztes einholen,
    Als Expertin für medizinische Fragen ist dir das Thema Schweigepflicht vertraut?

    E.D.

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  • Aktivist
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Spam woanders rum!

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  • Yvonne123
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Zitat von BaJuAd Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    wir sind eine recht kleine und noch junge Firma. Jetzt haben wir folgenden Fall:
    Ein Mitarbeiter hat sich beim Sport zwei Rippen gebrochen und war deshalb im Krankenhaus. Am darauffolgenden Wochenende hatte er einen Flug nach Hause (nach Spanien) geplant. Der Artz hat ihm allerdings gesagt, er dürfe aufgrund der Verletzung nicht fliegen und hat ihn für 3 Wochen krank geschrieben.
    Da der Kollege in Deutschland niemanden hat, der sich um ihn kümmern kann, ist er stattdessen mit einem Bekannten mit dem Auto nach Spanien gefahren. Das Ergebnis war, dass dies seine Krankheit verschlimmert hat und er nach den 3 Wochen ursprünglicher Krankschreibung nicht in der Lage war, wieder nach Deutschland zu kommen. Daraufhin wurde er in Spanien vom Arzt erneut für eine Woche krank geschrieben.
    Wir sind darüber ziemlich verärgert, weil wir ihm noch gesagt haben, dass wir bezweifeln, dass die Reise gut für ihn ist.
    Prinzipiell möchten wir den Mitarbeiter natürlich behalten und hoffen, dass er bald wieder gesund wird und in die Arbeit kommen kann. Trotzdem würde ich gerne wissen, wie wir rechtlich dastehen.
    Meiner Meinung nach hat er selbstverschuldet seine Krankheit verschlimmert, wodurch er eigentlich keinen Anspruch auf eine Entgeltfortzahlung hätte. Liege ich in dieser Annahme richtig? Braucht es eine Aussage des ursprünglich behandelnden Arztes (der den Flug verboten hat)?
    Danke für eure Meinung!
    Hey,

    erst einmal soetwas ist natürlich immer bescheiden... Schließlich rechnet man ja auch mit dem Mitarbeiter und ein erneuter Ausfall wirft die vielleicht ohne hin schon knapp bemessenen Pläne wieder überboot.
    Was deine Vermutung angeht, hast du natürlich recht!!
    Einen klareren Fall von Selbstverschuldung kann ich mir gar nicht vorstellen. Wenn er euch gegenüber bereits gesagt hat er dürfe nicht fliegen aufgrund der Verletzung, dann habt ihr doch sicherlich mehrere Zeugen die dies belegen können. Alternativ kannst du natürlich auch eine Aussage des behandelnden Arztes einholen, aber dies wird denke ich erst relevant, wenn der Arbeitnehmer die Situation nicht einsehen will. Ich denke ein Gespräch unter 4 Augen wäre sehr klärend! Wenn er dann trotzdem noch so dreißt ist das Geld über rechtliche Schritte erlangen zu wollen, würde ich dem Mitarbeiter empfehlen seine Lebensversicherung, zum Beispiel hier unter kuendigunglebensversicher ung.de, zu kündigen und so an sein Geld zu kommen!
    Denn die Versicherung zahlt beim Ignorieren von Empfehlungen seitens des Arztes nicht ein Cent im Falle des Todes


    Lg
    Zuletzt geändert von Yvonne123; 13.11.2013, 12:57.

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  • matthias
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
    Woraus schließt Du, das dafür der MDK zuständig ist? Er hat zwar zu beurteilen ob überhaupt AU vorliegt, aber nicht ob sie verschuldet ist im Sinne des EFZG. Das müßte in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren geklärt werden, ggf. mit einem ärztlichen Sachverständigen. Was ziemlich aufwendig sein kann, wenn ein Teil der Krankenunterlagen auf Spanisch ist. Ich stelle es mir auch nicht ganz einfach vor zu beurteilen, ob wirklich die Reise der Grund war.
    War mir da auch unsicher ja.

    Ich hätte da den MD als ein Art Beweissicherungsbehörde betrachtet :-)

    Wenn die das nicht machen OK.

    MfG
    Matthias

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  • E.D.
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Zitat von matthias Beitrag anzeigen
    Meines Wissens solltest du das über den medizinischen Dienst der Krankenkasse klären lassen, was letztlich bedeuten würde, dass ihr für best. Zeiten keine Entgeltfortzahlung leisten müsstet (z.b. für die Zeit die die Genesung länger gedauert hätte als ohne Reise).
    Woraus schließt Du, das dafür der MDK zuständig ist? Er hat zwar zu beurteilen ob überhaupt AU vorliegt, aber nicht ob sie verschuldet ist im Sinne des EFZG. Das müßte in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren geklärt werden, ggf. mit einem ärztlichen Sachverständigen. Was ziemlich aufwendig sein kann, wenn ein Teil der Krankenunterlagen auf Spanisch ist. Ich stelle es mir auch nicht ganz einfach vor zu beurteilen, ob wirklich die Reise der Grund war.

    Bezahlen müßte den Sachverständigen dann derjenige, der das Verfahren beim Arbeitsgericht verliert. Da eine "recht kleine" Firma die Entgeltfortzahlungskosten weitgehend von der Umlageversicherung erstattet bekommt, ist fraglich ob sich das lohnt.

    Ganz allgemein noch: der Mitarbeiter redet zuviel. Man erzählt doch seinem Chef nicht, was der Arzt im einzelnen "verboten" hat und was man dann gemacht hat ... wobei sich das "Verbot" auf Fliegen bezog, nicht auf Autofahren, soweit ersichtlich.

    E.D.

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  • BaJuAd
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Nein, eine Vermutung ist es nicht, da er mit mir telefoniert hat und selbst meinte, dass es sich nach der Reise verschlechtert hat.
    Die Woche Krankschreibung bezieht sich vor allem darauf, dass er nicht zurück reisen kann. Wäre er in D geblieben, wäre dies natürlich nicht der Fall.
    Ganz davon abgesehen ist es für mich auch verständlich, dass er zu seiner Familie wollte. Es wird für ihn auch keine Konsequenzen geben. Mich interessiert vor allem, was die rechtlichen Folgen sein KÖNNTEN. Auch um ihm zu erklären, welches Risiko er eingegangen ist und wie woanders hätte reagiert werden können.

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  • matthias
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Zitat von Aktivist Beitrag anzeigen
    Es ist sicherlich nur Eure Vermutung, dass sich seine Erkrankung aufgrund der Reise verschlimmert hat?
    Eben das klärt der Medizinische Dienst.

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  • Aktivist
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Es ist sicherlich nur Eure Vermutung, dass sich seine Erkrankung aufgrund der Reise verschlimmert hat?
    Wenn er nicht gefahren wäre, hätte es durchaus auch noch eine weitere AU geben können...
    Im Übrigen kann ich ihn gut verstehen:
    Es geht ihm schlecht und er hat niemanden hier...ich würde wahrscheinlich auch nach Hause wollen, solange ich keine strikte Bettruhe verordnet bekomme.

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  • matthias
    antwortet
    AW: Kranker MA verschlimmert Krankheit durch Reise

    Meines Wissens solltest du das über den medizinischen Dienst der Krankenkasse klären lassen, was letztlich bedeuten würde, dass ihr für best. Zeiten keine Entgeltfortzahlung leisten müsstet (z.b. für die Zeit die die Genesung länger gedauert hätte als ohne Reise).

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