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Arbeitsgericht wegen Arbeitszeugnis

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  • Arbeitsgericht wegen Arbeitszeugnis

    Hallo,

    seit dem 01.09.2013 arbeite ich nicht mehr für meine Firma.
    Als ich gesagt bekam das mein befristeter Arbeitsvertrag nicht verlängert wird, bat ich um ein qualifiziertes Arbeitszeugnis bei meinem Vorgesetzen.

    Da ich die letzte Arbeitswoche krank geschrieben war sendete ich Stempelkarte und Schlüssel per einschreiben an die Firma zurück da ich sonst kein Arbeitszeugnis bekommen hätte. Nach 2 Wochen war noch kein Zeugnis da also rief ich an und bekam 2 Tage später das Zeugnis zugeschickt.

    Jedoch war das kein qualifiziertes Arbeitszeugnis sondern nur ein normales. Zudem waren die dort aufgeführten arbeiten nicht meine wirklichen Aufgaben sondern meine Grundaufgaben aus dem Arbeitsvertrag die deutlich minderwertiger sind als meine wirklich geleisteten arbeiten. Zudem kam noch hinzu das es im Text hieß das ich bis zum heutigen Zeitpunkt beschäftigt war und das Zeugnis auf den 31.07.2013 datiert war.

    Erst rief ich an um das Zeugnis bessern zu lassen. Man wollte sich bemühen. Nichts. Danach eine 2 wöchige Fristsetzung zur Besserung oder Übernahme meines selbstgeschriebenen Zeugnisses. Die Frist lief bis letzten Freitag sprich dem 11.10.2013. Keine Antwort.

    Nun möchte ich morgen zum Arbeitsgericht gehen. Habe ich dort überhaupt eine Chance? Benötige ich einen Anwalt? Was kostet der gang zum Arbeitsgericht? Was für Unterlagen benötige ich? Gibt es eine regionale Zuständigkeit der Arbeitsgerichte? Kann ich gegen den Arbeitgeber klagen da ich bis jetzt aufgrund des schlechten Zeugnisses nur Absagen erhalten habe?

    Danke schon einmal im vorraus

  • #2
    AW: Arbeitsgericht wegen Arbeitszeugnis

    Zitat von thomasbtf Beitrag anzeigen
    ... Habe ich dort überhaupt eine Chance? Benötige ich einen Anwalt? Was kostet der gang zum Arbeitsgericht? Was für Unterlagen benötige ich? Gibt es eine regionale Zuständigkeit der Arbeitsgerichte? Kann ich gegen den Arbeitgeber klagen da ich bis jetzt aufgrund des schlechten Zeugnisses nur Absagen erhalten habe?
    ...
    Hallo,

    grundsätzlich hat ein AN Anspruch auf ein wohlwollendes Arbeitszeugnis, in den Formulierungen also so irgendwie gut bis befriedigend. Wenn er besser beurteilt werden möchte ist er für seine besseren Leistungen beweispflichtig.

    Häufig ist es jedoch so, dass AG keine Lust darauf haben, einen Rechtsstreit um ein Arbeitszeugnis zu führen. Es sei denn, sie wollen bewusst dem AN ein schlechtes Zeugnis ausstellen.

    In deinem Fall nehme ich zunächst einmal an, dass die fehlende Nachbesserung auf die Trägheit des AG zurückzuführen ist (Zeugnisse zu schreiben ist lästig, und sie nachträglich zu korrigieren noch lästiger). Oder gibt es Gründe, die dafür sprechen, dass dir bewusst ein solches Zeugnis ausgestellt wurde?

    Wenn du also Klage einreichst, wird sich der AG bemühen, sich das Verfahren möglichst schnell vom Halse zu schaffen, indem er deinen Wünschen (weitgehend) nachkommt.

    Wenn du eine Rechtsschutzversicherung hast oder Gewerkschaftsmitglied bist, solltest du dir entsprechende Unterstützung sichern. Anderenfalls kannst du die Klage auch alleine erheben. Nehme dazu alle Unterlagen (Zeugnis, Aufforderungen, Fristsetzungen) und marschiere damit zum Arbeitsgericht, das für den Ort deines AG zuständig ist. Dort in der Geschäftsstelle wird dir geholfen.

    In der ersten Instanz zahlt beim Arbeitsgericht jede Partei ihre eigenen Kosten. Solltest du verlieren, musst du also nicht den Anwalt deines AG bezahlen. Es fallen jedoch Gerichtskosten an, deren Höhe vom Streitwert abhängig ist. Der Streitwert bei Zeugnissen wird anhand des letzten Gehalts ermittelt.

    Eine Schadenersatzklage aufgrund der erhaltenen Absagen dürfte allerdings aussichtslos sein - falls du nicht beweisen kannst, dass dir dein AG vorsätzlich ein viel zu schlechtes Zeugnis ausgestellt hat.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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