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im Mutterschutz befrist. Vertrag verlängern

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  • im Mutterschutz befrist. Vertrag verlängern

    Liebes Forum,

    meine Situation ist die folgende:
    Ich bin Angestellte an einer Universität und bin schwanger. Mein Beschäftigungsverhältnis habe ich nun inzwischen schon fast 2 Jahre lang, jedoch (wie das so an Wissenschaftseinrichtunge n üblich ist) immer nur befristete Verträge, die jedoch immer nahtlos ineinander übergingen. Die finanziellen Mittel von denen ich bezahlt werde sind Drittmittel, die für insgesamt 5 Jahre sicher zur Verfügung stehen. D.h. ich könnte noch 3 weitere Jahre hier angestellt sein.

    Mein momentaner befristeter Vertrag läuft Ende Dez 2013 aus. Einer Verlängerung steht nach Angaben meines Chefs wie immer nichts im Wege (trotz Schwangerschaft)!! Ich habe mit ihm abgesprochen, dass ich sofort nach Ende des 8-wöchigen Mutterschutzes wieder arbeiten will. (dies ist durchaus machbar, bedenkt man, dass ich nicht Vollzeit 40Stunden pro Woche arbeite, sondern nicht mal die Hälfte davon und mein Partner in der ersten Zeit nach der Geburt zu Hause bleiben möchte)
    Mein Kind wird (soweit man das bisher sagen kann) bereits Anfang Dezember diesen Jahres geboren. Ich befinde mich also mitten im 8-wöchigen Mutterschutz nach der Entbindung, wenn mein Vertrag ausläuft.

    Nun war ich letztens in unserem Personalbüro um mich bezüglich des Mutterschutzes und der normal anstehenden Verlängerung meines Vertrages zu erkundigen. Dort hat man mir klar gemacht, dass mein Vertrag ganz normal Ende Dezember ausläuft, dass ich die nötige Verlängerung aber erst nach meiner Rückkehr aus dem Mutterschutz Ende Januar beantragen darf. Dies hieße, dass ich für mindestens einen Monat (nämlich Januar 2014 und wahrscheinlich da die Bearbeitungszeit meines Vertrages ja auch noch mit eingerechnet werden muß, vielleicht auch noch einen Teil des Februars 2014) arbeitslos bin. Dies bedeutet für mich eine ernsthafte Verschlechterung meiner finanziellen Lage, da ich ja ohne Arbeitgeberanteil im Mutterschutz nur den Grundsatz von 13 Euro/Tag bekomme. Sicherlich würde ich auch diese 4-6 Wochen überbrücken können, aber ich sehe es nicht ein auf eine normale Vertragsverlängerung und Finanzierung zu verzichten nur weil ich im Mutterschutz bin. Dies hieße mich finanziell benachteiligen nur weil ich gesetzlich gesehen nicht arbeiten darf!

    Zusätzlich kommt hinzu, dass eine meiner Kolleginnen es auch bereits anders erlebt hat. Ihr befristeter Vertrag lief auch während des Mutterschutzes aus und sie wurde trotzdem ohne Unterbrechung zwischendurch verlängert. Sie hat hart dafür kämpfen müssen, es aber letztendlich irgendwie geschafft.

    Hierzu nun meine Fragen:
    >Ich weiß, dass ich in den 8 Wochen nach der Geburt nicht arbeiten gehen darf (vom Gesetzgeber vorgeschrieben). Aber wenn ich während dieser Zeit lediglich für eine Stunde im Personalbüro auftauchen würde um meinen Vertrag zu verlängern bzw. zu unterschreiben, und damit meine Vertragsverlängerung beginnend ab Januar 2014 sichern könnte wäre das bereits rechtswidrig? (natürlich würde dies voraussetzen, dass mir das Personalbüro derartiges erlaubt und den nötigen Vertrag fertig hat)
    >Mir ist bewusst, dass es von Seiten des Personalbüros deswegen so problematisch erscheint mich während des Mutterschutzes normal anzustellen, da ich ja effektiv nicht arbeite, man mich aber trotzdem irgendwie bezahlen müsste. Allerdings wird das ja eh bis Ende Dezember gemacht in Form des Mutterschaftsgeldes, warum also nicht auch noch die 4 weiteren Wochen im Januar? Dies erscheint vor allem völlig widersinnig, da ja das Geld mit dem ich bezahlt werde eh da ist (Drittmittel sind vorhanden!)
    Bei jeder anderen unbefristet eingestellten Arbeitnehmerin wäre das Ganze kein Problem. Nur bei befristeten Verträgen ergibt sich diese Misere.
    >Wie also am besten vorgehen? Soll ich ernsthaft für den einen Monat im Mutterschutz Arbeitslosengeld beantragen, wenn ich doch dann ab Februar eh sicher wieder eingestellt sein werde. Sollte ich Arbeitslosengeld bekommen, entspräche das natürlich trotzdem nicht annähernd meinem sonstigen Nettogehalt (Muttersschaftsgeld in Höhe des Gehaltes), das mir entgeht weil man mich im Mutterschutz nicht anstellen will.
    > Wie sieht es bezüglich des Präzedenzfalles meiner Kollegin aus? Darf das Personalbüro ein derartiges Verfahren bei ihr ermöglichen, mir allerdings verweigern? Das erscheint mir absolut unfair. Welche Möglichkeiten habe ich dagegen vorzugehen?

    Ich bin gespannt auf Ihre/Eure Meinungen und Gedanken dazu!

    Vielen Dank im Voraus!

  • #2
    AW: im Mutterschutz befrist. Vertrag verlängern

    Wer muss den neuen Vertrag beantragen? Du oder Dein Chef?

    Auf jeden Fall möglichst schnell den Antrag stellen.

    Wäre gut wenn Dein Chef mit dem Personalbüro spricht.

    Daneben wäre es ein Fall für Gleichstellungsbeauftragt e und Personalrat.

    "Aber wenn ich während dieser Zeit lediglich für eine Stunde im Personalbüro auftauchen würde um meinen Vertrag zu verlängern bzw. zu unterschreiben,"

    Wenn man bereit ist mit Dir den Vertrag zu schließen... Wobei die Unterschrift ja auch schon vorher passieren könnte wenn sich beide Seiten einig sind.

    Wichtig ist da Gespräche zu suchen und möglichst auch schriftliche Auskünfte zu bekommen. Es muss nicht sein, dass die Auskunft die Du bekommen hast das letzte Wort der Personalstelle ist.

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    • #3
      AW: im Mutterschutz befrist. Vertrag verlängern

      Bin auch WiMi und kenne das ewige Dilemma nur zu gut. Red mal mit deinem Chef drüber, ob dir der Anschlussvertrag nicht einfach schon jetzt vorgelegt werden kann. Oft wissen die Profs nichts von solchen Problemen, vielleicht kann er mit einem Anruf bei der Personalverwaltung was bewirken.

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