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AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

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  • Fussballsend
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Zitat von lilie2105 Beitrag anzeigen
    Mitbestimmungspflichtige Maßnahme ? Wo hast Du diese Information denn her?
    Hallo, Lilie
    Zum Schutz der arbeitsunfähig Erkrankten vor unangemessenen Maßnahmen des AG stehen dem BR Mitbestimmungsrechte zu, die in erster Linie aus § 87 Abs.1 Nr.1 BetrVG ergeben.
    Ebenfalls mitbestimmungspflichtig ist- die nach § 5 Abs.1 Satz 3 EFZG mögliche -Anweisung des AG, Zeiten der Arbeittsunfäghigkeit unabhängig von deren Dauer generell durch eine vor Ablauf des dritten Kalendertages nach Beginn der AU vorzulegende Bescheinigung nachzuweisen.Dies nur so als Hinweis.
    Gruß FS

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  • marion
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Interessant wäre, welcher Mitbestimmungsform Deine Mutter unterfällt?
    BetrVG: dann ist es § 87 Abs1/ 1:Frage der Ordnung des Betriebes und des Verhaltens der MA im Betrieb
    oder
    Mitarbeitervertretungsrec ht: da ist es z.B. beim MVG EMK § 40 k = Ordnungsverhalten.
    Da fallen so Dinge darunter wie "generelles Rauchverbot" oder " Parkplatzzuweisung" oder "Alkoholverbot" oder ... und eben auch die Festlegung der AU ab dem 1. Tag.
    In Eurem fall ist allerdings eine individualrechtliche Absprache getroffen (AU ab dem 4. Tag) die von oben beschriebener kollektivrechtlicher Maßnahme nicht mehr berührt wird.
    Weitere Fragen gerne.
    marion

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  • lilie2105
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Mitbestimmungspflichtige Maßnahme ? Wo hast Du diese Information denn her?

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  • marion
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Hallo Möhre,
    gibt es bei Mutterns Betrieb keinen Personal, Betriebsrat oder Mitarbeitervertretung? Die kann sich leichter streiten und der ist adrzustellen, warum eine AU ab Tag 1 zu bringen ist. Mitbestimmungspflichtige Maßnahme eben!
    Gruß von Marion

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  • lilie2105
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Ja, ich kenne das, aber der Arzt bei dem sie in Behandlung ist, wird ihr nachträglich die AU ausstellen und damit ist das Problem gelöst. Eine arbeitsgerichtliche Auseinandersetzung bringt sie doch nicht weiter. Danach ist das Arbeitsverhältnis völlig vergiftet, oder aber sogar beendet. Bei einem neuen AG steht dann neben der gesetzlichen Regelung zur AU höchstwahrscheinlich im Vertrag, dass er die AUB auch eher verlangen kann und dann hat sie wieder das gleiche Problem. :-(

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  • Möhrchen
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Zitat von lilie2105 Beitrag anzeigen
    Ob in diesem Fall "Recht haben" den Einsatz ihres Arbeitsplatzes rechtfertigt? Dann soll Deine Mutter doch das Attest ab dem ersten Tag beibringen. Da Ärzte in den seltensten Fällen nur für einen Tag die AU ausstellen, hat der AG eben Pech, wenn die AU länger als einen Tag dauert.
    Dem stimme ich zu, und im Normalfall bringt sie auch freiwillig eine AUB ab dem ersten Tag.

    Es geht hier aber um den Fall, dass sie einen Migräneanfall hat. Der Gang zum Arzt ist aufgrund der Schmerzen unmöglich. Normalerweise meldet sie sich dann krank, nimmt eine oder zwei Tabletten und geht wieder ins Bett. Sie weiss nicht, wie sie es machen soll, wenn der AG ab dem ersten Tag eine AUB haben will. Einen Tag später ist alles wieder gut und sie kann keinem Arzt erklären, dass sie am Tag vorher wegen Migräne nicht raus konnte

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  • lilie2105
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Ob in diesem Fall "Recht haben" den Einsatz ihres Arbeitsplatzes rechtfertigt? Dann soll Deine Mutter doch das Attest ab dem ersten Tag beibringen. Da Ärzte in den seltensten Fällen nur für einen Tag die AU ausstellen, hat der AG eben Pech, wenn die AU länger als einen Tag dauert.

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  • Möhrchen
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Zitat von matthias Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich meint er das Urteil was schon genannt wurde und was er nicht verstanden hat.

    In der Presse waren ja auch die üblichen Überschriften: "AG kann AU ab ersten Tag verlangen."
    Meine Mutter wertet jetzt auf Antwort vom Chef; ich gehe aber davon aus, dass er ihr das nächste mal kündigt, worauf sie das ganze dann gerichtlich klären lassen muss

    Kostet einen Haufen Geld und Zeit das ganze, nur weil der AG so uneinsichtig ist und auf sein "Recht" besteht, welches ich aber nicht sehe.

    Rübe

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    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Das vermute ich auch. In vielen Texten wurde aus dem "ab" dann auch noch ein "am" gemacht.

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  • Möhrchen
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Zitat von kriegsrat II Beitrag anzeigen
    warten wir doch mal, was er liefert...
    Ich gehe mal davon aus, dass er nichts liefert und sich einfach auf sein Direktionsrecht beruft

    Karotte

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  • matthias
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Wahrscheinlich meint er das Urteil was schon genannt wurde und was er nicht verstanden hat.

    In der Presse waren ja auch die üblichen Überschriften: "AG kann AU ab ersten Tag verlangen."

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  • kriegsrat II
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Zitat von Möhrchen Beitrag anzeigen
    . Benennen konnte er es nicht, wollte es aber nachliefern.


    Rübe
    warten wir doch mal, was er liefert

    im bekannten urteil schreibt das BAG ja :

    "Ihre Grenze findet das Verlangen nach einer Vorlage der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbesche inigung schon ab dem ersten Tag einer Erkrankung an den allgemeinen Schranken jeder Rechtsausübung"

    und eine einzelvertragliche vereinbarung ist ja wohl eine schranke, die der AG nicht einfach mal einseitig ändern kann

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  • Möhrchen
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Zitat von kriegsrat II Beitrag anzeigen
    genauso ist es

    wenn es einzelvertraglich explizit vereinbart ist, kann der AG dies einseitig nicht ändern

    daß er kein billiges ermessen berücksichtigen müsste, gilt nur für die fälle, in denen die gesetzliche regelung gelten soll

    oder ein tarifvertrag nichts anderes bestimmt

    Meine Mama hat mit ihrem Vorgesetzten gesprochen; dieser behauptet jetzt, dass die einzelvertragliche Klausel zwar regelt, dass die AUB erst ab dem 3. Tag vorliegen muss, er habe allerdings trotsdem ein Recht, diese ab dem ersten Tag zu verlangen. Es gäbe wohl ein aktuelles Urteil, welches diese Aussage deutlich bestätigt. Benennen konnte er es nicht, wollte es aber nachliefern.

    Kennt jemand dieses Urteil?? Es geht ausdrücklich darum, ob der AG trots arbeitsvertraglich ausdrücklich anders geregelter Klausel die AUB ab dem ersten Tag verlangen kann Ddirektionsrecht des AG).

    Rübe

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  • Möhrchen
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Zitat von kriegsrat II Beitrag anzeigen
    genauso ist es

    wenn es einzelvertraglich explizit vereinbart ist, kann der AG dies einseitig nicht ändern...
    ich bin felsenfest davon überzeugt, dass es mit der Aussage:

    "Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als zwei Kalendertage, hat die AN eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens auf dem dritten Kalendertag folgenden Arbeitstag vorzulegen"

    explizit vereinbart wurde.

    Schön, dass ich wenigstens nicht ganz neben mir stehe.

    Rübe

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  • kriegsrat II
    antwortet
    AW: AUB ab dem ersten Tag oder nicht?

    Zitat von Möhrchen Beitrag anzeigen
    och, darum, andere zu überzeugen, geht es mir nicht

    ich denke bloß, dass das Verlangen nach einer AUB ab dem 1. Tag die ausgehandelten und beiderseitig akzeptierten Bedingungen des Arbeitsvertrages einseitig ändern würde.

    Für eine Änderung des Arbeitsvertrages ist aber doch noch die Zustimmung des anderen Vertragspartners nötig.



    Karotte
    genauso ist es

    wenn es einzelvertraglich explizit vereinbart ist, kann der AG dies einseitig nicht ändern

    daß er kein billiges ermessen berücksichtigen müsste, gilt nur für die fälle, in denen die gesetzliche regelung gelten soll

    oder ein tarifvertrag nichts anderes bestimmt

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