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Rufbereitschaft !?!?!

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  • Rufbereitschaft !?!?!

    Folgender Sachverhalt:

    Ich habe laut Arbeitsvertrag ein 30 Stunden Woche daher 120 Stunden Monat und arbeite von zu hause aus.


    Habe ein Festlohn in Höhe von xxx,xx€ Brutto und erhalte zzgl. Prov. laut Abrechnung sind dies Monatlich xxx,xx€.


    Aus folgenden Grund „streite“ ich mich nun mit meinem Chef. Ich muss offiziell Dienstag und Freitag unsere Kundenhotline von 16-24 Uhr und Samstag und Sonntag zwischen 8-24 Uhr betreuen.


    Da ich meistens noch schichten übernehme bin ich letzten Monat der etwas ruhiger war auf genau 300 Arbeitsstunden gekommen.


    Nun sagt mein lieber Chef, dass die 300 Stunden gar nicht richtig zählen da es eine Rufbereitschaft ist. Die ankommenden Anrufe sind abhängig am manchen Tag kommt eine Kundenanfrage nach der anderen, wie diese Woche sind 5-10 am Tag gekommen. Nun stelle ich mir aber die Frage, ich bin und muss an meinem Arbeitsplatz sein. Hab nicht die Möglichkeit die Wohnung daher mein Arbeitsplatz zu verlassen. Wie verhält sich das ganze , wie denkt Ihr darüber darüber wenn Ihr den knappen und kurzen Sachverhalt liest ?

  • #2
    AW: Rufbereitschaft !?!?!

    wenn der chef der meinung wäre, es sei rufbereitschaft, muß man ihm sagen :

    Ein Arbeitnehmer sei allerdings berechtigt, Arbeiten abzulehnen, die der Arbeitgeber ihm unter Überschreitung des Direktionsrechts nach Art, Zeit und Ort zuweise. Ausgehend von diesen Grundsätzen fehle es an einer vertragswidrigen Pflichtverletzung seitens des gekündigten Mitarbeiters. Denn er war im Rahmen seines Arbeitsverhältnisses nicht verpflichtet, an den Wochenenden Rufbereitschaft zu leisten. Die entsprechende Anordnung des Arbeitgebers überschritt deshalb das ihm zustehende Direktionsrecht. Ein Arbeitnehmer sei nur auf der Grundlage besonderer arbeitsvertraglicher oder kollektivrechtlicher Vereinbarungen zur Leistung von Bereitschaftsdiensten und Rufbereitschaft verpflichtet, woran es im Streitfall fehlte.
    Hess. LAG, Urteil vom 6. November 2007 - 12 Sa 1606/06
    Rufbereitschaft Höchstarbeitszeit- Schichtplan-Fibel für Betroffene

    also : fehlt eine vertragliche vereinbarung, rufbereitschaft leisten zu müssen, muß man auch nicht bzw. kann der chef nicht einseitig anordnen

    "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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    • #3
      AW: Rufbereitschaft !?!?!

      Das ist ja die Frage.

      1. Ist es überhaupt Rufbereitschaft, da ich ja im Homeoffice agiere oder ist es normale Arbeitszeit?

      2. Wie müssten diese Stunden bezahlt werden, sind diese Stunden mit den Festlohn erledigt ?

      Dank Euch für die Antwort

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      • #4
        AW: Rufbereitschaft !?!?!

        Ergänzen möchte ich noch, dass Du nicht 120h monatlich arbeitest bzw. arbeiten musst, sondern
        52Wx30h/12M=130h pro Monat.
        mfg, Aktivist

        Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

        Franz Beckenbauer:
        "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

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        • #5
          AW: Rufbereitschaft !?!?!

          ich denke, wenn du zu bestimmten zeiten an einem bestimmten ort sein musst, um eine hotline zu bedienen,( es genügt ja offenbar nicht, nur am telefon erreichbar zu sein, ansonsten seinen aufenthaltsort frei wählen zu können ?) ist es keine rufbereitschaft

          rufbereitschaft wäre, wenn du dich aufhalten kannst, wo du willst, aber auf anruf die arbeit aufnehmen bzw. dich zu deinem arbeitsort begeben müsstest

          Arbeitsbereitschaft, Bereitschaftsdienst und Rufbereitschaft - News zu Arbeitsrecht in Darmstadt

          "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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          • #6
            AW: Rufbereitschaft !?!?!

            Zitat von Aktivist Beitrag anzeigen
            Ergänzen möchte ich noch, dass Du nicht 120h monatlich arbeitest bzw. arbeiten musst, sondern
            52Wx30h/12M=130h pro Monat.
            Da könntest Du Recht haben aber diese Stunden stehen e nur im Vertrag. Ich währe froh diese ein mal nur leisten zu müssen. Auf 250-300 Arbeitsstunden komme ich immer.

            Aber um kein falschen Eindruck zu erwecken, ich leibe meine Arbeit beschwere mich auch nicht. Möchte nur Wissen wie sich das verhält und wie die Grundlage währe.

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            • #7
              AW: Rufbereitschaft !?!?!

              Ja, nur wäre eine Arbeitszeit von 300 Std. innerhalb eines Monats aus rechtlichen Gründen gar nicht möglich.
              Hier wäre jedenfalls zu verhandeln (wenn im AV nichts konkretes steht), unter welchen Bedingungen künftig eine "Rufbereitschaft" stattfinden könnte.
              Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
              Bertold Brecht

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              • #8
                AW: Rufbereitschaft !?!?!

                Schon verstanden. Ich wollte nur sicher stellen, dass Du nicht Deinem AG sinngemäß sagst: "ab jetzt leiste ich nur noch die vereinbarten 120h pro Monat."

                Im Übrigen sehe ich das genau so wie die anderen: Deiner Schilderung nach handelt es sich um vergütungspflichtige Arbeit. Abgesehen von massiven Verstößen gegen das ArbZG solltest Du mit Deinem Chef mal über diese Vergütung reden bzw. noch besser über Freizeitausgleich.
                mfg, Aktivist

                Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

                Franz Beckenbauer:
                "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

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                • #9
                  AW: Rufbereitschaft !?!?!

                  hinzu kommt der umstand, daß bei 130 vereinbarten stunden im monat der AG höchstens ca 25% mehrarbeit/überstunden einseitig anweisen könnte, falls das ableisten von mehrarbeit/überstunden vertraglich überhaupt vereinbart ist

                  alles darüber würde ebenfalls sein weisungsrecht übersteigen

                  "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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                  • #10
                    AW: Rufbereitschaft !?!?!

                    Ok danke Euch Ihr habt mir weitergeholfen, mich selbst stören die Arbeitsstunden nicht , da umsonst agiert kein Mensch.

                    Doch hat mich die Aussage sehr gestört den diese war extrem frech, mit dieser Aussage wird die Loyalität und Leistung die man der Firma entgegenbringt zunichte gemacht. Und ich möchte gern mal Mitarbeiter sehen die so viel Arbeit für relativ wenig Geld für eine Firma aufdringt, dass sind ja die wenigstens Mitarbeiter.

                    Daher noch ein mal besten Dank an Euch und ein angenehmen Arbeitstag.

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