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Betriebliches Eingliederungsmanagement

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  • Betriebliches Eingliederungsmanagement

    Hallo,

    ich habe letzten Montag einen Brief von meinem Personalchef bekommen, in dem mir das BEM angeboten wird. ( Mehr als 6 Wochen krank- incl Kur)

    Der Schlusssatz dieses Schreibens lautet wie folgt:

    Falls Sie zu einem solchen Verfahren nicht bereit sind bzw. nicht entsprechend mitwirken kann die fehlende Durchführung des Verfahrens im Rahmen einer Verhhätlnismässsigkeitsbe trachtung zur Rechtfertigung einer etwaigen personenbezogenen Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses beitragen.

    Ist das rechtens?

    Muss ich um Zuge dieses BEM meinem AG Auskunft über Diagnosen etc geben?
    Wer hat schon an einer BEM Massnahme teilgenommen?

    Danke

  • #2
    AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement

    Zitat von ich-bins-nur Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ich habe letzten Montag einen Brief von meinem Personalchef bekommen, in dem mir das BEM angeboten wird. ( Mehr als 6 Wochen krank- incl Kur)

    Der Schlusssatz dieses Schreibens lautet wie folgt:

    Falls Sie zu einem solchen Verfahren nicht bereit sind bzw. nicht entsprechend mitwirken kann die fehlende Durchführung des Verfahrens im Rahmen einer Verhhätlnismässsigkeitsbe trachtung zur Rechtfertigung einer etwaigen personenbezogenen Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses beitragen.

    Ist das rechtens?

    Muss ich um Zuge dieses BEM meinem AG Auskunft über Diagnosen etc geben?
    Wer hat schon an einer BEM Massnahme teilgenommen?

    Danke
    Du mußt in diesem Gespräch weder Diagnosen noch Prognosen zu Gehör geben.
    Diesen Schlußsatz in dem Anschreiben finde ich unverschämt und aus meiner Sicht nicht tragbar,,,
    Moin, Moin,
    BIG

    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
    Franz Kafka

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    • #3
      AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement

      Zitat von ich-bins-nur Beitrag anzeigen
      Hallo,

      ich habe letzten Montag einen Brief von meinem Personalchef bekommen, in dem mir das BEM angeboten wird. ( Mehr als 6 Wochen krank- incl Kur)

      Der Schlusssatz dieses Schreibens lautet wie folgt:

      Falls Sie zu einem solchen Verfahren nicht bereit sind bzw. nicht entsprechend mitwirken kann die fehlende Durchführung des Verfahrens im Rahmen einer Verhhätlnismässsigkeitsbe trachtung zur Rechtfertigung einer etwaigen personenbezogenen Kündigung Ihres Arbeitsverhältnisses beitragen.

      Ist das rechtens?

      Muss ich um Zuge dieses BEM meinem AG Auskunft über Diagnosen etc geben?
      Wer hat schon an einer BEM Massnahme teilgenommen?

      Danke
      Hallo,ich-bins-nur
      wenn wir von einer "krankheitsbedingten KÜ" sprechen, knüpft die Rechtsprechung an die Wirksamkeit einer "krankheitsbedingten KÜ" eine Reihe von Voraussetzungen
      (vgl BAG v. 29.4.1999 -2 AZR 431/98,
      NZA 1999,97
      1.Gesundheitsprognose
      2. Betriebliche und wirtschaftliche Belastungen des AG
      3. Interessenabwägung.
      Es ist für den AG also nicht so einfach eine "krankheitsbedingte KÜ auszusprechen.
      Beim BEM war es bei mir so, das ich erst 3 Std. gearbeitet habe (2 Wochen) danach 5Std. auch 2Wochen.
      Danach dann wieder voll in Arbeitsleben eingestiegen bin.
      Gruß FS
      In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

      Kommentar


      • #4
        AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement

        Zitat von Fussballsend Beitrag anzeigen
        Hallo,ich-bins-nur
        wenn wir von einer "krankheitsbedingten KÜ" sprechen, knüpft die Rechtsprechung an die Wirksamkeit einer "krankheitsbedingten KÜ" eine Reihe von Voraussetzungen
        (vgl BAG v. 29.4.1999 -2 AZR 431/98,
        NZA 1999,97
        1.Gesundheitsprognose
        2. Betriebliche und wirtschaftliche Belastungen des AG
        3. Interessenabwägung.
        Es ist für den AG also nicht so einfach eine "krankheitsbedingte KÜ auszusprechen.
        Beim BEM war es bei mir so, das ich erst 3 Std. gearbeitet habe (2 Wochen) danach 5Std. auch 2Wochen.
        Danach dann wieder voll in Arbeitsleben eingestiegen bin.
        Gruß FS

        Hallo FS,

        bei mir liegt im Moment gar keine Krankheit vor nach der ich wieder eingeliedert werden müsste.
        Ich war in 2012 verteilt zeit weise Arbeitsunfähig wg verschiedener Dinge, zzgl 3 Wochen Mutter Kind Kur.

        Ist ein BEM den überhaupt sinnvoll, wenn keine "Dauererkrankung" vorliegt???

        danke

        Kommentar


        • #5
          AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement

          D.h. du bist aktuell nicht AU (arbeitsunfähig). Falls ja macht BEM in meinen Augen keinen Sinn und geht auch garnicht.

          Wenn du nicht AU bist musst du ganz normal arbeiten.

          Kommentar


          • #6
            AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement

            Zitat von matthias Beitrag anzeigen
            D.h. du bist aktuell nicht AU (arbeitsunfähig). Falls ja macht BEM in meinen Augen keinen Sinn und geht auch garnicht.

            Wenn du nicht AU bist musst du ganz normal arbeiten.

            Hallo,

            richtig-ich bin gesund und munter, arbeite täglich meine lt Arbeitsvertrag vereinbarten Stunden!

            Das BEM macht in unserer Firma eh keinen Sinn, denn es geht nicht darum dem Arbeitnehmer zu unterstützen-hier geht es nur um Druck und Einschüchterung.

            Kommentar


            • #7
              AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement

              Hallo zusammen,

              nur mal zum Verständnis:

              Wiedereingliederung(splan ) sog. Hamburger Modell
              Bei manchen Erkrankungen kann es sinnvoll sein, dass der Arbeitnehmer an einer stundenweise Wiedereingliederung teilnimmt, d. h. die tägliche Arbeitszeit wird schrittweise erhöht wird bis die volle Arbeitszeit wieder erreicht ist. Die Initiative hierfür kommt in der Regel vom behandelnden Arzt oder vom Arbeitnehmer selbst.

              Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) muss der Arbeitgeber (nach SGB §?) jedem Arbeitnehmer anbieten, der in den letzten 12 Monaten mehr als 6 Wochen krank war. Egal ob zusammen hängend oder nicht oder die gleiche Erkrankung oder nicht.
              Der Arbeitgeber muss prüfen, ob er von seiner Seite aus etwas machen kann, z. B. Arbeitsabläufe ändern, technische Hilfsmittel wie Hebehilfe usw, dass der Arbeitnehmer zukünftig nicht mehr so oft krank ist.

              Bietet der Arbeitgeber kein BEM an, so wird eine krankheitsbedingte Kündigung regelmäßig vor Gericht zerrissen. Andersherum lehnt der Arbeitnehmer ein BEM ab, kann die Kündigung wegen fehlender Mitwirkung zur Genesung und Gesunderhaltung des Arbeitnehmers durchgehen.

              mfg

              Kommentar


              • #8
                AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement

                Zitat von bfm Beitrag anzeigen
                Hallo zusammen,

                nur mal zum Verständnis:

                Wiedereingliederung(splan ) sog. Hamburger Modell
                Bei manchen Erkrankungen kann es sinnvoll sein, dass der Arbeitnehmer an einer stundenweise Wiedereingliederung teilnimmt, d. h. die tägliche Arbeitszeit wird schrittweise erhöht wird bis die volle Arbeitszeit wieder erreicht ist. Die Initiative hierfür kommt in der Regel vom behandelnden Arzt oder vom Arbeitnehmer selbst.

                Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) muss der Arbeitgeber (nach SGB §?) jedem Arbeitnehmer anbieten, der in den letzten 12 Monaten mehr als 6 Wochen krank war. Egal ob zusammen hängend oder nicht oder die gleiche Erkrankung oder nicht.
                Der Arbeitgeber muss prüfen, ob er von seiner Seite aus etwas machen kann, z. B. Arbeitsabläufe ändern, technische Hilfsmittel wie Hebehilfe usw, dass der Arbeitnehmer zukünftig nicht mehr so oft krank ist.

                Bietet der Arbeitgeber kein BEM an, so wird eine krankheitsbedingte Kündigung regelmäßig vor Gericht zerrissen. Andersherum lehnt der Arbeitnehmer ein BEM ab, kann die Kündigung wegen fehlender Mitwirkung zur Genesung und Gesunderhaltung des Arbeitnehmers durchgehen.

                mfg

                Hallo und danke für die Anwort-der Paragraph heisst übrigens §84

                Die genannten Inhalte das Paragraphen sind mir bekannt.
                Allerdings ist es auf Grund der Personalpolitik in unserem Hause mit Sicherheit nicht Hintergrund meine AG sich um meinen Gesundheitszustand zu Sorgen etc sondern auszusieben!

                Grippe, Nebenhöhlenvereiterung u.a. haben ja nicht mit dem Arbeitsplatz zu tun. Ich halte aus diesem Grund ein BEM für nicht notwendig. Kann ich aus diesem Grund auch gekündigt werden?
                Ich bin seit 3 Monaten ohne Fehlzeiten tätig. Absolviere meine im Arbeitsvertrag vereinbarten wöchentlichen Stunden zzgl Überstunden.
                Macht ein BEM denn nicht nur dann Sinn, wenn man dieses direkt nach der Rückkehr aus einer Krankheit anbietet?

                mfg

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                • #9
                  AW: Betriebliches Eingliederungsmanagement

                  Zitat von ich-bins-nur Beitrag anzeigen
                  ...
                  Grippe, Nebenhöhlenvereiterung u.a. haben ja nicht mit dem Arbeitsplatz zu tun. Ich halte aus diesem Grund ein BEM für nicht notwendig. Kann ich aus diesem Grund auch gekündigt werden?
                  ....
                  Macht ein BEM denn nicht nur dann Sinn, wenn man dieses direkt nach der Rückkehr aus einer Krankheit anbietet?
                  ...
                  Hallo,

                  ein Gespräch direkt nach Rückkehr aus der Krankheit ist in der Regel kein BEM, sondern ein Krankenrückkehrgespräch. Das hat meistens andere Zielrichtungen.

                  Normalerweise weiß der AG ja nicht (zumindest nicht offiziell), welche Krankheiten vorliegen oder -lagen. Es geht auch nicht (nur) darum, ob ein Zusammenhang mit dem Arbeitsplatz vorliegt. Die Frage, die der Gesetzgeber stellt, ist die, ob und wie Arbeitsunfähigkeitszeiten überwunden werden oder in Zukunft möglichst verhindert werden kann.

                  Gibt es betriebliche Ursachen, sollte ein BEM-Ergebnis idealerweise sein, diese Ursachen zu beseitigen. Aber auch bei "privaten" Erkrankungen kann gemeinsam überlegt werden, was dagegen zu unternehmen ist. Bei einer allgemein instabilen Gesundheitslage ("wenn ein Virus unterwegs ist, fällt der mich garantiert als ersten an") kann z.B. darüber nachgedacht werden, die Abwehrkräfte zu stärken oder auch Rehamaßnahmen zu empfehlen. Idealerweise ist beim BEM der Betriebsarzt dabei, der dann für medizinische Erörterungen seinen Sachverstand beiträgt - abhängig davon, wie offen das Gespräch geführt wird.

                  Ganz unabhängig von BEM oder anderen Gesprächen: Bei vorliegen entsprechend hoher Fehlzeiten und einer negativen Zukunftsprognose ist die krankheitsbedingte Kündigung durchaus ein Thema - bei nicht betrieblich verursachten Erkrankungen sogar viel eher noch.

                  Gruß,
                  werner
                  Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
                  Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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