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Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

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  • Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

    Also ich habe vor kurzem meinen Ausbildungsvertrag unterschrieben und leichtgläubig wie ich bin auch eine Zusatzvereinbarung. Nun habe ich mich mit einem Kumpel unterhalten und er meinte, dass könnte ganz schön nach hinten losgehen.

    "Der Auszubildene XY, geboren am XY, verpflichtet sich nach Beendigung seiner Ausbildung mindestens drei Jahre im Betrieb tätig zu bleiben. Sollte der Auszubildene entgegen der Zusatzvereinbarung die Weiterbildung dennich abbrechen, werden die gezahlten Kosten für die Weiterbildung zurückgefodert."

    Was genau heisst das nun? Die Konditionen für die 3 Jahre danach wurden ja garnich festgelegt. Was mache ich wenn die mich für einen Dumpinglohn beschäftigen wollen und mir das gehörig gegen den Strich geht? Muss ich denen dann die gesamten Ausbildungskosten erstatten? Komme ich aus dem Vertrag eigentlich wieder raus ( nach der Ausbildung ) ohne mich dumm und dämlich zu zahlen?

  • #2
    AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

    Hallo Kalbasa,

    Du redest von 2 Paar Schuhen, denke ich.
    1) Die Ausbildung gemäß Ausbildungsvertrag
    2) Eine eventuelle Weiterbildung im Rahmen einer Zusatzvereinbarung

    Ist denn WÄHREND Deiner Ausbildung auch eine Weiterbildung geplant?
    Was für eine Kündigungsfrist steht in der Zusatzvereinbarung?

    Im Übrigen bin ich auch Deiner Meinung, dass Du Dich nicht zu etwas verpflichten kannst, dessen Konditionen Du nicht kennst.
    Es könnte wohl auch das NachwG greifen, wonach Dein Arbeitgeber Dir die wichtigsten Arbeitsvertragsbestandtei le spätestens 1 Monat nach Arbeitsantritt schriftlich geben muss.
    mfg, Aktivist

    Ich gebe keine Rechtsberatung, sondern äußere nur meine Meinung.

    Franz Beckenbauer:
    "Ja, gut. Es gibt nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage."

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    • #3
      AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

      "Der Auszubildene XY, geboren am XY, verpflichtet sich nach Beendigung seiner Ausbildung mindestens drei Jahre im Betrieb tätig zu bleiben. Sollte der Auszubildene entgegen der Zusatzvereinbarung die Weiterbildung dennich abbrechen, werden die gezahlten Kosten für die Weiterbildung zurückgefodert."
      Ist das die komplette Zusatzvereinbarung?

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      • #4
        AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

        Ist das eine normale Ausbildung nach Berufsbildungsgesetz? Also mit Berufsschule, über eine Kammer IHK o.ae.?

        Falls ja ist die Vereinbarung nichtig.

        MfG
        Matthias

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        • #5
          AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

          Hallo

          Zitat von matthias Beitrag anzeigen
          Ist das eine normale Ausbildung nach Berufsbildungsgesetz? Also mit Berufsschule, über eine Kammer IHK o.ae.?

          Falls ja ist die Vereinbarung nichtig.

          MfG
          Matthias
          Yep. Genau so ist es. Auch, wenn man das unterschrieben hat. Aber: niemandem (auch nicht Freund / Kollege tc) etwas darüber sagen, sondern dieses Wissen für sich behalten.

          Nachzulesen hier: BBiG - Einzelnorm


          Gruß,
          LeoLo
          Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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          • #6
            AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

            Werden wir jetzt leichtsinnig? Es ist noch nicht geklärt, ob es nicht um eine zusätzliche Weiterbildung geht. Die Wahrscheinlichkeit tendiert zwar gegen null, aber trotzdem.

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            • #7
              AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

              Hallo filter

              Was ist denn an der Aussage
              "Falls ja ist die Vereinbarung nichtig."
              leichtsinnig?

              Gruß,
              LeoLo
              Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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              • #8
                AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

                Weil matthias nur nach der Ausbildung fragt. Theoretisch ist denkbar, es besteht

                1. ein normaler Ausbildungsvertrag nach BBIG

                und

                2. eine zusätzliche Weiterbildung, die neben der normalen Ausbildung läuft und extra Kosten verursacht. Und nur darauf bezieht sich die Zusatzvereinbarung. Das wäre m.E. möglich.

                Wenn es bei der Vereinbarung um die Ausbildung(skosten) nach BBIG geht, dann ist die Vereinbarung nichtig. Das ist schon klar.

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                • #9
                  AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

                  Hallo filter

                  Zeit für meine Fiktionsdollar... *kram* *aufdentischleg*

                  Ich setze jetzt mal 1000 (!) Fiktionsdollar darauf, daß diese Klausel, wenn nichts verfälscht wurde oder wesentliche Inhalte weggelassen wurden, unwirksam ist. Nicht nur mangels ratierlicher Kürzungsregelung, sondern auch wegen dieser schwammigen undurchsichtigen, widersprüchlichen und völlig bananigen Formulierung.

                  Im Zusammenhang mit einer Ausbildung ist die Rückzahlungsvereinbarung aber imho sicher unwirksam, auch wenn es sich um eine Weiterbildung parallel zur Berufsausbildung handelt.


                  Zu 2. von Dir
                  2. eine zusätzliche Weiterbildung, die neben der normalen Ausbildung läuft und extra Kosten verursacht. Und nur darauf bezieht sich die Zusatzvereinbarung. Das wäre m.E. möglich.
                  lautet meine Antwort also: Nein.

                  Gruß,
                  LeoLo
                  Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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                  • #10
                    AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

                    Ich setze jetzt mal 1000 (!) Fiktionsdollar darauf, daß diese Klausel, wenn nichts verfälscht wurde oder wesentliche Inhalte weggelassen wurden, unwirksam ist. Nicht nur mangels ratierlicher Kürzungsregelung, sondern auch wegen dieser schwammigen undurchsichtigen, widersprüchlichen und völlig bananigen Formulierung.
                    Ich erinnere mich gar nicht mehr an meine Frage an den TE.

                    Ist auch am Ende egal. Der Ausbildungsvertrag hat sich sowieso erledigt, das hat uns der TE nur noch nicht verraten.

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                    • #11
                      AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

                      Zitat von filter Beitrag anzeigen

                      Ist auch am Ende egal. Der Ausbildungsvertrag hat sich sowieso erledigt, das hat uns der TE nur noch nicht verraten.
                      Achja? Weißt du mehr als ich? Das is ja interessant.


                      Umzug bedingt trete ich in 2 Wochen zum ersten mal an. Derzeit gilt meine kleine umzugsbedingte Auszeit als Urlaub. Wie dem auch sei, ich mache eine Ausbildung die 3 Jahre geht und daran werden noch 1,5 Jahre gehangen die ich bei der IHK im Rahmen von Weiterbildungen machen werde.

                      Danke für die vielen Antworten.

                      Ich bin mir nicht sicher ob ich alles richtig verstanden habe. Angenommen ich ziehe es die vollen 4,5 Jahre durch und entschließe mich aus irgendwelchen Gründen zu einer anderen Firma zu gehen. Dann muss ich die Kosten ( für die Fortbildung bei der IHK ) die mein Betrieb für mich zahlt nicht zurück erstatten?

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                      • #12
                        AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

                        Achja? Weißt du mehr als ich? Das is ja interessant.
                        So habe ich die Antwort in dem anderen Forum verstanden. Kann das nicht mehr nachlesen, da der Thread offensichtlich gelöscht wurde.

                        Wie dem auch sei, ich mache eine Ausbildung die 3 Jahre geht und daran werden noch 1,5 Jahre gehangen die ich bei der IHK im Rahmen von Weiterbildungen machen werde.
                        Mit der Aussage hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet. Nun wird es doch noch spannend.

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                        • #13
                          AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

                          Hallo

                          Was für eine Ausbildung isses denn?
                          Was für eine Nachqualifikation von 1,5 Jahren wird es denn sein?
                          Werden Sie jetzt schon für eine Weiterbildung in 3 Jahren vom Arbeitgeber angemeldet?

                          Bisher sehe ich keine Rückzahlungsverpflichtung en, denn Ihrer Schilderung nach scheint die Rückzahlungsklausel im Ausbildungsvertrag aufgenommen zu sein und damit ungeachtet ihrer Wirksamkeit an sich (die ich nach wie vor nicht erkennen kann) nicht auf ein Angestelltenverhältnis einfach übertragbar zu sein.

                          Verbindliche Rechtsberatung gibt es aber nicht hier sondern beim Fachanwalt für Arbeitsrecht.

                          Gruß,
                          LeoLo
                          Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

                          Kommentar


                          • #14
                            AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

                            Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                            Hallo

                            Was für eine Ausbildung isses denn?
                            Was für eine Nachqualifikation von 1,5 Jahren wird es denn sein?
                            Werden Sie jetzt schon für eine Weiterbildung in 3 Jahren vom Arbeitgeber angemeldet?
                            Fachinformatiker ( Anwendungsentwicklung ).
                            Operative professional compact.
                            Ja, Kombi-Vertrag ist vorhanden und unterschrieben.

                            Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                            Bisher sehe ich keine Rückzahlungsverpflichtung en, denn Ihrer Schilderung nach scheint die Rückzahlungsklausel im Ausbildungsvertrag aufgenommen zu sein und damit ungeachtet ihrer Wirksamkeit an sich (die ich nach wie vor nicht erkennen kann) nicht auf ein Angestelltenverhältnis einfach übertragbar zu sein.
                            Nein, weder im Ausbildungsvertrag noch im Kombi-Vertrag der IHK. Es ist ein gesondertes Blatt Papier auf dem nichts weiter steht als das, was ich bereits gepostet habe, das Logo des Betriebs so wie Firmendaten ( Ort, Inhaber etc. ) und unsere Unterschriften.

                            Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                            Verbindliche Rechtsberatung gibt es aber nicht hier sondern beim Fachanwalt für Arbeitsrecht.
                            Dessen bin ich mir durchaus bewusst.

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: Zusatzvereinbarung Ausbildungsvertrag

                              Hallo,

                              das erscheint mir merkwürdig. Du hast den Bindungsvertrag für nach der Ausbildung also schon vor der Ausbildung unterschrieben?

                              Falls ja ist diese Bindung für nach der Ausbildung nach dem genannten §12 BBiG nichtig. Also es gibt keinen Zwang in der Firma zu bleiben und keinen Zwang diese weitere Fortbildung zu machen. Du kannst dir auch einen anderen Job als Fachinformatiker suchen.

                              Wenn du nach der Ausbildung diese Fortbildung allerdings antritts (wozu dich keiner zwingen kann wenn du nicht willst), dann mag diese Rückzahlungsvereinbarung evtl. gültig werden.

                              MfG
                              Matthias

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