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krank und freigestellt.

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  • krank und freigestellt.

    Hallo nochmal,

    also jetzt geht es dann wohl in die letzte Runde...

    kurze Übersicht:

    Küdigung mit 3 monatiger Frist zum 31.07.2012.
    AN wird krank am 16.05.2012. Am 26.06.2012 endet die Lohnfortzahlung der AG.
    Mittlerweile ist eine Freistellung vereinbart bis Ende 31.07. Diese ist aber noch nicht durch das Gericht bestätigt.
    Ebenfalls vereinbart ist, sollte die Krankheit noch so lange andauern, dass der AG die nicht genommenen Urlaubstage abgelten muss.
    Alles schriftlich, alles in den Vergleich aufgenommen.

    Ich habe mich auch rechtzeitig bei der Krankenkasse gemeldet und alle Unterlagen einschließlich der weiteren AU bis 11.07.2012 liegt vor.

    Jetzt meinte ein Mitarbeiter der Krankenkasse, dass mich ein Arzt im Falle einer Freistellung nicht mehr AU schreiben darf. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich angepisst, denn ich bin nun mal krank und ich wüsste jetzt gerne, ob das stimmt?

    Vielen Dank für Eure Hilfe!

    Viele Grüße

    raess

  • #2
    AW: krank und freigestellt.

    Zitat von raess2012 Beitrag anzeigen
    Hallo nochmal,

    also jetzt geht es dann wohl in die letzte Runde...

    kurze Übersicht:

    Küdigung mit 3 monatiger Frist zum 31.07.2012.
    AN wird krank am 16.05.2012. Am 26.06.2012 endet die Lohnfortzahlung der AG.
    Mittlerweile ist eine Freistellung vereinbart bis Ende 31.07. Diese ist aber noch nicht durch das Gericht bestätigt.
    Ebenfalls vereinbart ist, sollte die Krankheit noch so lange andauern, dass der AG die nicht genommenen Urlaubstage abgelten muss.
    Alles schriftlich, alles in den Vergleich aufgenommen.

    Ich habe mich auch rechtzeitig bei der Krankenkasse gemeldet und alle Unterlagen einschließlich der weiteren AU bis 11.07.2012 liegt vor.

    Jetzt meinte ein Mitarbeiter der Krankenkasse, dass mich ein Arzt im Falle einer Freistellung nicht mehr AU schreiben darf. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich angepisst, denn ich bin nun mal krank und ich wüsste jetzt gerne, ob das stimmt?

    Vielen Dank für Eure Hilfe!

    Viele Grüße

    raess
    Hallo,

    bist du denn widerruflich oder unwiderruflich freigestellt?

    Ich behaupte jetzt 'mal folgendes (und lasse mich gerne eines Besseren belehren):

    Wenn du unwiderruflich freigestellt bist, muss dein AG bis zum Ende der Freistellung das vereinbarte Gehalt weiterzahlen - unabhängig davon, ob du arbeitsfähig bist oder nicht. Das bedeutet dann auch, dass gegenüber der Krankenkasse kein Anspruch auf Krankengeld besteht, weil das reguläre Entgelt ja weiter läuft.

    Die KK hätte also Recht in dem Sinne, dass sie keine ärztliche AU-Bescheinigung braucht, weil sie eben keine Leistungen erbringen muss.

    Andererseits musst du aber dem AG die AU nachweisen, um die Auszahlung des Urlaubs verlangen zu können. Das interessiert jedoch nur den AG und dich, nicht aber die KK.

    Die KK könnte nun zusätzlich die Meinung vertreten (und tut es vielleicht auch), dass der Arzt für die AU-Bescheinigung natürlich nicht das von den Kassen bezahlte gelbe Formular benutzen und diese Leistung über die Kasse abrechnen darf.

    Die AU-Bescheinigung zur Vorlage beim AG müsste der Arzt demzufolge privat mit dir abrechnen.

    Gruß,
    werner
    Spare in der Zeit, dann hast du in der Not: Hast du keine Rechtsschutzversicherung und bist kein Gewerkschaftsmitglied? Dann kannst du jetzt mit den gesparten Beiträgen den Anwalt selbst bezahlen ...
    Sicherheitshalber der Hinweis: Ich bin kein Jurist und gebe hier nur meine persönliche Meinung wieder, basierend auf einem mehr oder weniger großen Erfahrungsschatz.

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    • #3
      AW: krank und freigestellt.

      Hallo raess2012,

      das hängt davon ab, ob die Freistellung unwiderruflich oder widerruflich vereinbart wurde.

      Unwiderrufliche Freistellung und Lohnfortzahlung

      Gruß

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      • #4
        AW: krank und freigestellt.

        Zitat von bydgo Beitrag anzeigen
        Hallo raess2012,

        das hängt davon ab, ob die Freistellung unwiderruflich oder widerruflich vereinbart wurde.

        Unwiderrufliche Freistellung und Lohnfortzahlung

        Gruß
        Danke für die Antwort. Ich wäre dann unwiderruflich freigestellt.

        Bedeutet das jetzt, dass ich weder Krankengeld noch Geld von meinem AG bekomme? Wie kann denn das sein?

        Grüße

        raess

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        • #5
          AW: krank und freigestellt.

          Das bedeutet, dass dein AG verpflichtet ist, für deine Freistellung aufzukommen. Ob du nun krank bist - wie du bist. Oder ob du fit wie ein Turnschuh bist.
          Denn der hat dich ja freigestellt. Wäre bei unter 6 Wochen krank nur der Kasse nicht aufgefallen.

          Du bekommst also laut werner h: nur Lohn/Gehalt da dir Krankengeld nicht zusteht.

          So habe ich das verstanden.

          Kommentar


          • #6
            AW: krank und freigestellt.

            Hallo

            Es gibt doch offensichtlich einen Vergleich, hm? Da können wir jetzt alle die Glaskugel rausholen und Wetten abschließen, was da im Wortlaut wohl so drinstehen mag...

            Die Antwort könnte zum Beispiel 42 sein.

            Gruß,
            LeoLo
            Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

            Kommentar


            • #7
              AW: krank und freigestellt.

              Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
              Hallo

              Es gibt doch offensichtlich einen Vergleich, hm? Da können wir jetzt alle die Glaskugel rausholen und Wetten abschließen, was da im Wortlaut wohl so drinstehen mag...

              Die Antwort könnte zum Beispiel 42 sein.

              Gruß,
              LeoLo
              Der Wortlaut ist folgender:

              Die Parteien sind sich darüber einig, dass der Kläger bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses unter Fortzahlung seiner vertragsmäßigen Bezüge von seiner Verpflichtung der Arbeitsleistung freigestellt wird. Die Freistellung erfolgt unter Anrechnung etwaig bestehender Urlaubsansprüche und sonstiger Freizeitansprüche des Klägers. Die Parteien sind sich darüber einig, dass dem Kläger noch 27 Tage Urlaub zusteht. Der Kläger ist derzeit arbeitsunfähig krank geschrieben. Sollte die Arbeitsunfähigkeit solange andauern, dass der Urlaub nicht bzw. nicht vollständig in der Freistellungszeit genommen werden kann, ist er insoweit abzugelten.

              Grüße raess

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              • #8
                AW: krank und freigestellt.

                Hallo

                Imho entfällt dann die Fortzahlung der Vergütung ebenso wie ein Anspruch auf Krankengeld, wenn der AN AU bleibt. Der Urlaub wäre dann bei Beschäftigungsende voll abzugelten.

                Hatten Sie keinen Anwalt bei der Verhandlung?

                Gruß,
                LeoLo
                Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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                • #9
                  AW: krank und freigestellt.

                  Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                  Hallo

                  Imho entfällt dann die Fortzahlung der Vergütung ebenso wie ein Anspruch auf Krankengeld, wenn der AN AU bleibt. Der Urlaub wäre dann bei Beschäftigungsende voll abzugelten.

                  Hatten Sie keinen Anwalt bei der Verhandlung?

                  Gruß,
                  LeoLo
                  Doch, aber der hatte das wohl nicht auf dem Schirm. Ich habe die Krankmeldung noch nicht eingereicht, wäre wohl dann eine gute Idee das nicht zu tun?

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                  • #10
                    AW: krank und freigestellt.

                    Hallo

                    Naja, für mich scheint das auf`s Gleiche hinauszulaufen. Bei andauernder AU ist der Urlaub abzugelten. Ohne AU ist der Lohn fortzuzahlen, aber der Urlaub verbraucht sich.

                    Wenn danach kein ALG 1 bezogen wird, dürfte das zumindest finanziell keinen großen Unterschied machen.

                    Man sollte aber mal einfach den Anwalt anrufen.

                    Gruß,
                    LeoLo
                    Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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                    • #11
                      AW: krank und freigestellt.

                      Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                      Hallo

                      Naja, für mich scheint das auf`s Gleiche hinauszulaufen. Bei andauernder AU ist der Urlaub abzugelten. Ohne AU ist der Lohn fortzuzahlen, aber der Urlaub verbraucht sich.

                      Wenn danach kein ALG 1 bezogen wird, dürfte das zumindest finanziell keinen großen Unterschied machen.

                      Man sollte aber mal einfach den Anwalt anrufen.

                      Gruß,
                      LeoLo
                      Hallo,

                      natürlich werde ich morgen sofort mit meinem Anwalt sprechen. Lassen Sie mich raten: Wenn mir mein AG den Urlaub abgelten muss, so habe ich kein Anspruch auf ALG I?

                      eine neue Stelle habe ich ab September. Das heißt ein Monat lang müsste ich ALG I beziehen.

                      Grüße raess

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                      • #12
                        AW: krank und freigestellt.

                        Hallo

                        Eine Urlaubsabgeltung schiebt den ALG 1 - Anspruch entsprechend nach hinten. Sollte also ALG 1 nach Ende des Beschäftigungsverhältniss es bezogen werden, sieht es von hier aus so aus, als sei eine Urlaubsgewährung der Urlaubsabgeltung vorzuziehen.

                        Verbindliche Rechtsberatung gibt es aber beim Anwalt. Hier im Forum wird nur diskutiert, wobei einem nicht immer alle wichtigen Informationen zur Verfügung stehen.

                        Gruß,
                        LeoLo
                        Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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                        • #13
                          AW: krank und freigestellt.

                          Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                          Die Antwort könnte zum Beispiel 42 sein.
                          und wieder beginnt mein Tag mit einem Lächeln.

                          42 (Antwort) ? Wikipedia
                          bewertet Arbeitgeber auf kununu.de - dann haben andere auch etwas von Euren Erfahrungen.

                          Kommentar


                          • #14
                            AW: krank und freigestellt.

                            Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                            Hallo

                            Eine Urlaubsabgeltung schiebt den ALG 1 - Anspruch entsprechend nach hinten. Sollte also ALG 1 nach Ende des Beschäftigungsverhältniss es bezogen werden, sieht es von hier aus so aus, als sei eine Urlaubsgewährung der Urlaubsabgeltung vorzuziehen.

                            Verbindliche Rechtsberatung gibt es aber beim Anwalt. Hier im Forum wird nur diskutiert, wobei einem nicht immer alle wichtigen Informationen zur Verfügung stehen.

                            Gruß,
                            LeoLo
                            mein Anwalt ändert es in eine widerrufliche Freistellung. danke sehr, Ihr habt mir sehr geholfen.

                            Grüße

                            raess

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                            • #15
                              AW: krank und freigestellt.

                              Zitat von raess2012 Beitrag anzeigen
                              mein Anwalt ändert es in eine widerrufliche Freistellung.
                              raess
                              Dein Anwalt? Darf er das? Ich dachte, das darf nur der AG.

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