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nachträglicher unterschrift von befristetem arbeitsvertrag

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  • nachträglicher unterschrift von befristetem arbeitsvertrag

    Hallo Leute; Ich habe eine befristete Arbeitsstelle am 28 April 2012 angeboten bekommen, und Befristung wurde von mir und mein Arbeitgeber mündlich für ein Jahr abgemacht. Leider habe ich vor der Arbeitseintritt am 01 Mai 2012 keinen Arbeitsvertrag zu unterschreiben bekommen. am 25 Mai 2012 lag mir mein Arbeitgeber einen befristeten Arbeitsvertrag vor, den Ich mit dem Datum vom 25 Mai 2012 unterzeichnet hatte.
    Mein Fragen sind. Ist den befristeten Arbeitsvertrag noch wirksam, ob ich 25 Tage später den Vertrag unterzeichnet habe? habe Ich die Möglichkeit den Arbeitgeber einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu verlangen, obwohl die Befristung von Ihm und ich mündlich mit Sachgrund (Produktionsmenge und Produktionsende )abgemacht wurde?
    Ich werde mich auf Eure Antwort sehr freuen,
    Mit freundlichen Grüßen
    Boli

  • #2
    AW: nachträglicher unterschrift von befristetem arbeitsvertrag

    am 25 Mai 2012 lag mir mein Arbeitgeber einen befristeten Arbeitsvertrag vor, den Ich mit dem Datum vom 25 Mai 2012 unterzeichnet hatte.
    Dann wäre die befristung meines Erachtens unwirksam.

    habe Ich die Möglichkeit den Arbeitgeber einen unbefristeten Arbeitsvertrag zu verlangen,
    Das sollten Sie frühestens in einem knappen Jahr ansprechen und in der Zwischenzeit für eine Rechtschutzversicherung sorgen.

    Wieviel AN arbeiten in dem Betrieb?

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    • #3
      AW: nachträglicher unterschrift von befristetem arbeitsvertrag

      zuerst vielen dank für deine schnelle Reaktion und Antwort

      Meine Befristung wird nur zehn Monate dauern d.h wenige als ein Jahr.

      Wieviel AN arbeiten in dem Betrieb?
      Im Betrieb arbeitet zurzeit ungefähr sechzig Mitarbeiter

      Kommentar


      • #4
        AW: nachträglicher unterschrift von befristetem arbeitsvertrag

        Zitat von bolingo Beitrag anzeigen
        zuerst vielen dank für deine schnelle Reaktion und Antwort

        Meine Befristung wird nur zehn Monate dauern d.h wenige als ein Jahr.

        Wieviel AN arbeiten in dem Betrieb?
        Im Betrieb arbeitet zurzeit ungefähr sechzig Mitarbeiter
        Die Befristungslänge ist nicht relevant. Wichtig ist, dass Du nach Beendigung der Befristung nur 3 Wochen Zeit hast um Entfristungsklage einzureichen. Beweißen kannst Du ja die Sache mit dem verspäteten schriftlichen AV.
        Moin, Moin,
        BIG

        "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
        Franz Kafka

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        • #5
          *räusper*

          Hallo filter

          Zitat von filter Beitrag anzeigen
          Dann wäre die befristung meines Erachtens unwirksam.
          Kann sein.

          Kann aber nur...

          -> 7 AZR 700/06

          Gruß,
          LeoLo
          Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

          Kommentar


          • #6
            AW: *räusper*

            Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
            Kann aber nur...

            -> 7 AZR 700/06
            Daraus:

            Daran fehlt es in der Regel, wenn die Parteien nach Vertragsbeginn lediglich eine bereits zuvor mündlich vereinbarte Befristung in einem schriftlichen Arbeitsvertrag niederlegen. Dadurch wollen sie im allgemeinen nur das zuvor Vereinbarte schriftlich festhalten und keine eigenständige rechtsgestaltende Regelung treffen (BAG 1. Dezember 2004 - 7 AZR 198/04 - aaO, zu B I 4 b der Gründe). Anders verhält es sich, wenn die Parteien vor Vertragsbeginn und vor Unterzeichnung des schriftlichen Arbeitsvertrags mündlich keine Befristung vereinbart haben oder wenn sie eine mündliche Befristungsabrede getroffen haben, die inhaltlich mit der in dem später unterzeichneten schriftlichen Arbeitsvertrag enthaltenen Befristung nicht übereinstimmt. In diesem Fall wird in dem schriftlichen Arbeitsvertrag nicht lediglich eine zuvor vereinbarte mündliche Befristung schriftlich niedergelegt, sondern eine davon abweichende und damit eigenständige Befristungsabrede getroffen, durch die das zunächst bei Vertragsbeginn unbefristet entstandene Arbeitsverhältnis nachträglich befristet wird.
            Wer soll das noch sinnvoll handhaben - da muss nachgewiesen werden, dass die mündliche Befristung anders war als die schriftliche. Ähnlich sinnvoll wie das Urteil, nach dem bei einer Verlängerung der sachgrundlosen Befristung nur diese, aber keinesfalls sonst etwas am Vertrag geändert werden darf (muss man dann einen Tag vorher schon machen).

            Also hier:
            1. Noch in der Probezeit vom Arbeitnehmer eine schriftliche Bestätigung geben lassen, dass die mündliche Befristung zum 31.X.XXXX war.
            2. Anschließend schriftlich befristen bis zum 30.X.XXXX
            3. Macht er nicht mit, Probezeitkündigung.

            E.D.

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            • #7
              AW: *räusper*

              ich finde es auch einen wahnsinn

              was "befristungsmässig" alles beachtet werden soll/kann/muß
              durch rechtsprechung als möglich oder auch nicht deklariert wird

              da steigt doch kein AG/AN mehr durch

              da gehören klare regeln her

              1.
              2.
              3.

              und aus................

              "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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              • #8
                AW: *räusper*

                Du möchtest doch nicht ernshaft die Arbeitsplätze tausender RAs, Rechtsanwaltsfachgestellt en, Gewerkschaftssekretären, Rechtspflegern, etc., pp. auf dem Gewissen haben.

                Kommentar


                • #9
                  AW: *räusper*

                  doch

                  "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

                  Kommentar


                  • #10
                    AW: *räusper*

                    BAG, Urteil vom 13. 6. 2007 - 7 AZR 700/06

                    Die Ausführungen bei RN 22 sind wirklich ein Leckerbissen. Da bekomme ich beim Lesen Knoten im Gehirn. Was nehmen die dort in Erfurt, gibts das auch in der Apotheke?

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: *räusper*

                      das geht doch noch

                      wenn du vorher mündlich eine befristung verabredest, die du dann nach arbeitsbeginn schriftlich niederlegst, ist die befristung unwirksam

                      wenn du nachträglich eine andere befristung (mit sachgrund) schriftlich vereinbarst als vorher mündlich , wäre diese wirksam

                      zum einen unwirksame befristung
                      zum anderen wirksame befristung eines zuvor unbefristeten vertrags

                      "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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                      • #12
                        AW: *räusper*

                        Hallo kriegsrat

                        Zitat von kriegsrat II Beitrag anzeigen

                        wenn du vorher mündlich eine befristung verabredest, die du dann nach arbeitsbeginn schriftlich niederlegst, ist die befristung unwirksam
                        Aber: auch Wenn Du vorher schriftlich festhältst, daß das AV befristet sein soll, aber den befristeten AV erst nach Arbeitsaufnahme abschließt, ist er wieder wirksam.

                        Gruß,
                        LeoLo
                        Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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                        • #13
                          AW: *räusper*

                          Hallo E.D.

                          Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
                          Wer soll das noch sinnvoll handhaben -
                          Von "sinnvoll" hatte ich glücklicherweise nichts gesagt. Dieses Wort kommt in meinem Wortschatz bei einigen BAG-Urteilen und noch viel mehr EuGH-Urteilen schon lange nicht mehr vor...

                          Gruß,
                          LeoLo

                          P.S. @ E.D.: Termin wird gerade geprüft.
                          Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

                          Kommentar


                          • #14
                            AW: *räusper*

                            Was nehmen die dort in Erfurt, gibts das auch in der Apotheke?
                            Eher in einer gut sortierten Buchhandlung.

                            Mir gefällt das Urteil allgemein und RN 22 eigentlich ganz gut, denn es ist nur die konsequente Anwendung dessen, was jeder Jurastudent im ersten Semester in der BGB-AT-Vorlesung lernt. Die Basics der Rechtsgeschäftslehre. Die werden danach allerdings offenbar auch schnell wieder vergessen, sonst bräuchten die Vorinstanzen nicht erst das BAG, um sich an sie zu erinnern (ok man muss das erstmal sehen).
                            Schön zu sehen, wie diese dogmatischen Grundlagen sich im echten Leben auch mal wirklich auswirken und man nicht nur graue Theorie lernt.


                            Gruß
                            AZ


                            Kommentar


                            • #15
                              AW: *räusper*

                              was jeder Jurastudent im ersten Semester in der BGB-AT-Vorlesung lernt
                              BGB-AT? Und was lernt da jeder Student?

                              Schön zu sehen, wie diese dogmatischen Grundlagen sich im echten Leben auch mal wirklich auswirken und man nicht nur graue Theorie lernt.
                              Im echten Leben sind doch BAG-Urteil für die Betroffenen letztlich völlig witzlos. Alleine die lange Dauer der Ungewissheit. Selbst wenn der Klage stattgegeben wurde, welcher AN kehrt nach 2 oder mehr Jahren dann zum EX-AG zurück? Um dann sofort der Gefahr der nächsten Kündigung ausgesetzt zu sein.
                              Die für die Rechtsvertreter und Angehörigen der Justiz mögen das interessante Fälle sein, mit überraschendem oder auch mit lehrplanmässigem Ausgang. Aber es ist eben nur ein Fall von vielen.

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