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Zumutbare Montageunterbringung

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  • Zumutbare Montageunterbringung

    Mein Mann ist in einem 60-Mann-Betrieb des Holzhandwerks
    mit zeitweiser Montagetätigkeit beschäftigt.
    Demnächst soll er auf eine Fernbaustelle nach München.
    Bisher wurden die Mitarbeiter immer in kleinen Pensionen untergebracht. Da München ein teures Pflaster ist, hat die
    Firmenleitung nun angeordnet, daß die Arbeiter in Wohncontainern übernachten sollen. Diese sind zwar mit Naßzelle und Kochnische eingerichtet, verfügen jedoch bei den zu erwartenden hochsommerlichen Temperaturen nicht über Klimageräte. Eine Reinigung der Container findet ebenfalls nicht statt. Nun meine Frage: Ist eine Unterbringung in diesen Containern zumutbar oder kann mein Mann sie ablehnen. Ein Montagetarifvertrag wurde nicht geschlossen.
    Im Voraus vielen Dank für Eure Hilfe.

  • #2
    AW: Zumutbare Montageunterbringung

    Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
    Mein Mann ist in einem 60-Mann-Betrieb des Holzhandwerks
    mit zeitweiser Montagetätigkeit beschäftigt.
    Demnächst soll er auf eine Fernbaustelle nach München.
    Bisher wurden die Mitarbeiter immer in kleinen Pensionen untergebracht. Da München ein teures Pflaster ist, hat die
    Firmenleitung nun angeordnet, daß die Arbeiter in Wohncontainern übernachten sollen. Diese sind zwar mit Naßzelle und Kochnische eingerichtet, verfügen jedoch bei den zu erwartenden hochsommerlichen Temperaturen nicht über Klimageräte. Eine Reinigung der Container findet ebenfalls nicht statt. Nun meine Frage: Ist eine Unterbringung in diesen Containern zumutbar oder kann mein Mann sie ablehnen. Ein Montagetarifvertrag wurde nicht geschlossen.
    Im Voraus vielen Dank für Eure Hilfe.
    Hallo, miffy42
    da dürfte einiges in der ARbeitsstättenverordnung geregelt sein.Schau mal
    hier:ASR 47/1-3,5: Waschräume für Baustellen
    Gruß FS
    In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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    • #3
      AW: Zumutbare Montageunterbringung

      Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
      Mein Mann ist in einem 60-Mann-Betrieb des Holzhandwerks
      mit zeitweiser Montagetätigkeit beschäftigt.
      Demnächst soll er auf eine Fernbaustelle nach München.
      Bisher wurden die Mitarbeiter immer in kleinen Pensionen untergebracht. Da München ein teures Pflaster ist, hat die
      Firmenleitung nun angeordnet, daß die Arbeiter in Wohncontainern übernachten sollen. Diese sind zwar mit Naßzelle und Kochnische eingerichtet, verfügen jedoch bei den zu erwartenden hochsommerlichen Temperaturen nicht über Klimageräte. Eine Reinigung der Container findet ebenfalls nicht statt. Nun meine Frage: Ist eine Unterbringung in diesen Containern zumutbar oder kann mein Mann sie ablehnen. Ein Montagetarifvertrag wurde nicht geschlossen.
      Im Voraus vielen Dank für Eure Hilfe.
      Hallo,

      eine Frage, haben den die Pensionen eine Klimaanlage? Meistens auch nein. Und zu der Reinigung, naja zuhause kommt auch keine Putzfrau vorbei ODER.

      Wohncontainern sind besser als ihr Ruf Wohncontainer

      Dein Mann kann den Auftrag nicht nur wegen der Unterbringung ablehne. Was steht in seinen Arbeitsvertrag? Hat er sich da zur Montage verpflichtet, dann kann er wegen sowas auch nicht nein sagen. Ist meine Meinung.

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      • #4
        AW: Zumutbare Montageunterbringung

        Zitat von Illusion Beitrag anzeigen
        Hallo,

        eine Frage, haben den die Pensionen eine Klimaanlage? Meistens auch nein. Und zu der Reinigung, naja zuhause kommt auch keine Putzfrau vorbei ODER.

        Wohncontainern sind besser als ihr Ruf Wohncontainer

        Dein Mann kann den Auftrag nicht nur wegen der Unterbringung ablehne. Was steht in seinen Arbeitsvertrag? Hat er sich da zur Montage verpflichtet, dann kann er wegen sowas auch nicht nein sagen. Ist meine Meinung.
        Hi, Pensionen brauchen auch nicht unbedingt eine Klimaanlage, sind ja auch keine Blechbüchsen, die sich aufheizen. Außerdem steht dort nicht das Bett neben dem Klo und die Zimmer werden regelmäßig gereinigt. Hast Du schon mal in so `nem Ding gehaust?

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        • #5
          AW: Zumutbare Montageunterbringung

          Zitat von Fussballsend Beitrag anzeigen
          Hallo, miffy42
          da dürfte einiges in der ARbeitsstättenverordnung geregelt sein.Schau mal
          hier:ASR 47/1-3,5: Waschräume für Baustellen
          Gruß FS
          Danke für den Tip!
          LG Miffy

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          • #6
            AW: Zumutbare Montageunterbringung

            Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
            Hi, Pensionen brauchen auch nicht unbedingt eine Klimaanlage, sind ja auch keine Blechbüchsen, die sich aufheizen. Außerdem steht dort nicht das Bett neben dem Klo und die Zimmer werden regelmäßig gereinigt. Hast Du schon mal in so `nem Ding gehaust?
            Also nochmal... Wohncontainer sind besser als ihr Ruf Wohncontainer als Übergangsunterkünfte

            Wohncontainer sind Wärme und Schallisoliert und sind zum wohnen geeignet. Und oh Wunder^^ das Klo ist von Wohnraum durch eine Wand abgetrennt und hat sogar eine Tür. Sie sind keine Blechbüchse, die man als Backofen verwenden kann. Ein Wohncontainer, der auch als Wohncontainer geplant ist und nicht Zweckentfremdung wurde, entspricht dem mindest Wohnstandard und dient nicht nur als Behausung wo man drin haust.

            Und nein, ich habe in so einen Wohncontainer noch nicht gewohnt aber ich kenne sie als Büroräume und die sind im Sommer nicht großartig wärmer als andere Räume, die das mindest Mass an Isolierung haben.

            Zu der Reinigung, wer macht das bei deinem Mann zuhause??? Also nur weil es in einer Pension gemacht wird, bedeutet das nicht, dass der AG dazu verpflichtet ist, dafür zusorgen, dass jemand hinterher deinem Mann aufräumt, es ist ein Servis der Pensionen, weil sie in erster Linie andere Geste bewirtet und nicht Menschen auf Montage.

            Also wenn dein Mann nicht in einem notdürftig umgebauten Eisenbahnwagon ohne Fenster hausen muss, welches nur ein Plumpsklo hat, was nur durch einen Vorhang abgetrennt ist und nur einen Eimer zum waschen hat... solange brauchst du dich hier nicht auf die Hinterbeine zustellen und mich auch nicht so anmachen

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            • #7
              AW: Zumutbare Montageunterbringung

              Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
              Demnächst soll er auf eine Fernbaustelle nach München.
              Mich würde interessieren, wie lange die "Fernbaustelle" dauert. Oder anders gefragt, wie lange Dein Mann in dem Wohncontainer wohnt. Mehrere Monate? Ein paar Tage?

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              • #8
                AW: Zumutbare Montageunterbringung

                Die Baustelle dauert 3-4 Monate, von Mitte Juni bis Ende September, also mitten im Hochsommer. Er kann dann auch nur alle 14 Tage nach Hause kommen.

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                • #9
                  AW: Zumutbare Montageunterbringung

                  Nur mal so zur Info: Ich war 13 Jahre Geschäftsführerin eines Tiefbau-Montagebetriebes und bin sehr wohl mit Containern vertraut. Ich hätte meine Mitarbeiter allerdings nie im Leben in solchen Dingern untergebracht, nur um mir selbst mehr Kohle in die Tasche stecken zu können. Ich bin der Meinung, daß das etwas mit Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber zu tun. Bei einer schlechten Wohnqualität lässt nämlich auch die Leistungsbereitschaft ganz schnell nach. Wenn, wie bei meinem Mann, ein täglicher Arbeitseinsatz von 12-14 Stunden gefordert wird, sollte er auch eine ordentliche Unterbringung bekommen.

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                  • #10
                    AW: Zumutbare Montageunterbringung

                    so ein wohncontainer ist sicherlich nicht von haus aus als übernachtungsmöglichkeit unzumutbar

                    welche temperaturen dann konkret vorherrschen , wird man sehen müssen,
                    die baustelle liegt ja in münchen und nicht in den tropen

                    vielleicht kann man auch - vor Ort - für schnelle abhilfe sorgen
                    klimageräte gibt es in jedem baumarkt für ca. 150 euro,
                    falls sich die temperatursituation als unzumutbar darstellen sollte,
                    wird der AG maßnahmen ergreifen müssen,
                    wenn die "truppe" zusammenhält und berechtigte forderungen stellt
                    vielleicht hilft auch ein ventilator für 10 euro

                    jetzt im vorfeld sehe ich allerdings wenig möglichkeiten,
                    vorbeugend tätig zu werden
                    außer mit dem AG zu reden und versuchen, ihn zu überzeugen

                    "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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                    • #11
                      AW: Zumutbare Montageunterbringung

                      Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
                      Nur mal so zur Info: Ich war 13 Jahre Geschäftsführerin eines Tiefbau-Montagebetriebes und bin sehr wohl mit Containern vertraut.
                      Hallo miffy42,

                      nun dann bist du doch auch mit dem Mindeststandard für Unterbringungen vertraut.

                      Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
                      Ich hätte meine Mitarbeiter allerdings nie im Leben in solchen Dingern untergebracht, nur um mir selbst mehr Kohle in die Tasche stecken zu können.
                      Das ist lobenswert aber du warst, wie du es schon sagst, dazu nicht verpflichtet. Du hättest auch nur an den Profit denken können und wärst dem Gesetzt auch nachgekommen.


                      Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
                      Ich bin der Meinung, daß das etwas mit Wertschätzung den Mitarbeitern gegenüber zu tun. Bei einer schlechten Wohnqualität lässt nämlich auch die Leistungsbereitschaft ganz schnell nach.
                      Ich teile da deine Meinung aber du hast nach der Zumutbarkeit gefragt und nicht nach der Wertschätzung und die Zumutbarkeit ist gegeben, bei der Unterbringung.

                      Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
                      Wenn, wie bei meinem Mann, ein täglicher Arbeitseinsatz von 12-14 Stunden gefordert wird, sollte er auch eine ordentliche Unterbringung bekommen.
                      Ich finde, das hier ist ein viel größeres Problem. Ich weiß jetzt nicht, wie die Gesetze für Montagearbeit sind, aber ich war bis jetzt der Meinung, man darf nicht mehr als 10 Stunden am Tag arbeiten (oder so) und ich finde das unzumutbar, über die Dauer von 3-4 Monaten, Täglich 12-14 Stunden zuarbeiten. Und nicht die Art der Unterbringung.

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                      • #12
                        AW: Zumutbare Montageunterbringung

                        Das Problem ist, daß meine Geschäftsführerinnen-Tätigkeit bereits 9 Jahre zurückliegt und mir keine aktuellen Texte vorliegen. Die mir vorliegende Montageverordnung besagt lediglich, daß die Unterbringung im Rahmen der Zumutbarkeit stattfinden muß.
                        Wo Zumutbarkeit anfängt und aufhört ist natürlich, im Sinne der Arbeitgeber, nicht klar definiert. Bezüglich der täglichen Stundenleistungen hast auf jeden Fall recht, nur leider sind Arbeitszeiten von 12-14 Stunden in diesem Betrieb Normalzustand und werden von den Arbeitnehmern so hingenommen. Grade wegen dieser extremen körperlichen Belastung, halte ich es für zwingend erforderlich, daß die wenige Ruhezeit auch in halbwegs erträglicher Atmosphäre verbracht werden kann. Die Kollegen meines Mannes sind übrigens auch nicht damit einverstanden, haben aber leider weder entsprechende Kenntnisse noch genug Rückrat, um sich dagegen zu wehren. Deshalb ist es uns wichtig, konkrete Gesetzestexte vorliegen zu haben, mit denen man argumentieren kann.

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                        • #13
                          AW: Zumutbare Montageunterbringung

                          Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
                          . Deshalb ist es uns wichtig, konkrete Gesetzestexte vorliegen zu haben, mit denen man argumentieren kann.
                          die gibt es aber leider nicht
                          man müsste hier schwammige formulierungen auslegen....

                          bezüglich der arbeitszeiten gibt es die allerdings schon,
                          ob das "normalzustand" wäre oder lediglich "hingenommen" wird
                          der gesetzgeber hält das dennoch für strafbar

                          z.b. ArbZG - Einzelnorm
                          absatz 1 punkt 1
                          oder
                          ArbZG - Einzelnorm

                          gilt denn ein tarifvertrag ?
                          könnte es dort aussagen geben bezüglich auswärtiger einsätze ?
                          der allgemeinverbindliche BRTV sieht ebenfalls eine unterbringung in baucontainern als möglich vor

                          insbesondere die lange dauer des einsatzes könnte schon evtl. unzumutbar machen, monatelang in containern zu hausen,
                          könnte ich mir jetzt vorstellen

                          ich bin aber kein baustellenexperte.......
                          es würde sich eine mitgliedschaft in der gewerkschaft empfehlen,
                          auch bezüglich einer kostenlosen rechtsberatung

                          "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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                          • #14
                            AW: Zumutbare Montageunterbringung

                            Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
                            Das Problem ist, daß meine Geschäftsführerinnen-Tätigkeit bereits 9 Jahre zurückliegt und mir keine aktuellen Texte vorliegen. Die mir vorliegende Montageverordnung besagt lediglich, daß die Unterbringung im Rahmen der Zumutbarkeit stattfinden muß.
                            Wo Zumutbarkeit anfängt und aufhört ist natürlich, im Sinne der Arbeitgeber, nicht klar definiert. Bezüglich der täglichen Stundenleistungen hast auf jeden Fall recht, nur leider sind Arbeitszeiten von 12-14 Stunden in diesem Betrieb Normalzustand und werden von den Arbeitnehmern so hingenommen. Grade wegen dieser extremen körperlichen Belastung, halte ich es für zwingend erforderlich, daß die wenige Ruhezeit auch in halbwegs erträglicher Atmosphäre verbracht werden kann. Die Kollegen meines Mannes sind übrigens auch nicht damit einverstanden, haben aber leider weder entsprechende Kenntnisse noch genug Rückrat, um sich dagegen zu wehren. Deshalb ist es uns wichtig, konkrete Gesetzestexte vorliegen zu haben, mit denen man argumentieren kann.
                            z.B. hiermit:
                            ArbZG - nichtamtliches Inhaltsverzeichnis
                            Gruß FS
                            In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: Zumutbare Montageunterbringung

                              Zitat von miffy42 Beitrag anzeigen
                              halte ich es für zwingend erforderlich, daß die wenige Ruhezeit auch in halbwegs erträglicher Atmosphäre verbracht werden kann. .
                              mal ein praktischer vorschlag über die "geldschiene" :

                              münchen selbst ist teuer, das jederzeit schnell mit der s-bahn- erreichbare umland weniger

                              durch eigenrecherche/internet/fremdenverkehrsämter sollte sich doch eine günstige pension/zimmer im umland finden lassen

                              falls sich die kosten mit denen der container decken
                              sollte sich doch ein kompromiss mit dem AG finden lassen ?

                              ich weiß ja nicht, was so ein container kostet........

                              "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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