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AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

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  • Möhrchen
    antwortet
    AW: AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

    Zitat von Arbeits-Zorro Beitrag anzeigen
    Aber wer möchte schon 2 Jahre lang zum reinen Gehaltsempfänger degradiert werden? Wie soll man da beruflich und persönlich weiterkommen?

    Gruß
    AZ
    och, ich denke schon, dass ich mich da anderweitig beschäftigen könnte - sofern ich nicht örtlich gebunden bin

    Und ich denke mal, dass man da sicherlich in Ruhe einen neuen Job suchen und dann einen "netten" Aufhebungsvertrag aushandeln kann - muss ja nicht 2 Jahre dauern.

    Rübe

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  • Arbeits-Zorro
    antwortet
    AW: AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

    Zitat von Möhrchen Beitrag anzeigen
    Da wünscht man dem AN doch einen befristeten Vertrag über 2 Jahre, welcher keine ordentliche Kündigung zulässt

    Rübe
    Aber wer möchte schon 2 Jahre lang zum reinen Gehaltsempfänger degradiert werden? Wie soll man da beruflich und persönlich weiterkommen?

    Gruß
    AZ

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  • Kölner
    antwortet
    AW: AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

    Zitat von Lapsus Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Foristen,
    ich habe eine theoretische Frage.

    Angenommen G schließt mit N Arbeitsvertrag ab macht die Zustimmung des BR zur Einstellung aber nicht zur Bedingung.
    BR verneint, G möchte N nicht kündigen und beantragt gerichtliche Zustimmungsersetzung. Das Arbeitsgericht beschließt das Zustimmungsverweigerung rechtens war und ersetzt Zustimmung nicht.
    Was geschieht dann mit dem Arbeitsverhältnis? Hat der Arbeitnehmer immer noch einen Beschäftigungs- und Lohnanspruch? Kann sich der AG auf Unmöglichkeit berufen?
    Die Beschäftigung wäre dann ja betriebsverfassungswidrig .

    Wenn ihr etwas wisst antwortet doch bitte. Gerne auch mit Literaturhinweis. Ich habe schon viele Kommentare durchsucht, dort aber nur Antworten zu der Frage gefunden was passiert wenn BR nicht zustimmt, jedoch nichts auf die Situation nach dem Beschlussverfahren.

    LG,
    Lapsus
    Das AV ist schwebend unwirksam. Der Lohnanspruch bleibt dennoch...

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  • Möhrchen
    antwortet
    AW: AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

    Zitat von kriegsrat II Beitrag anzeigen
    nach scheitern der zustimmungsersetzung durch das arbeitgericht, gilt wie vorher :

    die zustimmung des BR liegt nicht vor

    d.h. der AN hat lohnanspruch, darf aber nicht beschäftigt werden
    der AG müsste den AV wieder fristgerecht kündigen, um den lohnanspruch zu beenden
    Da wünscht man dem AN doch einen befristeten Vertrag über 2 Jahre, welcher keine ordentliche Kündigung zulässt

    Rübe

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  • kriegsrat II
    antwortet
    AW: AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

    Zitat von Fussballsend Beitrag anzeigen
    Hallo, Lapsus
    hier noch ein paar Anmerkungen zum Thema:
    Zu beachten wäre, dass eine Zustimmungsverweigerung nur dann die Rechtsfolge des § 99 Abs.4 BetrVG auslöst, wenn sie unter Heranziehung mindestens eines der in § 99 Abs.2 BetrVG aufgeführten Tatbestände schriftlich begründet wird (§ 99 Abs.3BetrVG)Eine Zustimmungsverweigerung per Telefax reicht aus (BAG v. 11.6.2002 - 1 ABR 43/01,NZA 2003, 226).Es genügt auch nicht den Wortlaut der in § 99 Abs.2 BetrVG genannten Verweigerungsgründe nur zu wiederholen. Eine solche "Zustimmungsverwweigerung " ist rechtlich wirkungslos.
    Gruß mFS
    ich glaube mal, wenn selbst ein gericht die zustimmung des BR nicht ersetzt hat, kann man davon ausgehen, daß er "substantiiert" verweigert hat

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  • Fussballsend
    antwortet
    AW: AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

    Zitat von Lapsus Beitrag anzeigen
    Hallo Brummbär und kriegsrat II,
    danke für eure raschen Antworten und den Verweis auf die Rspr.. Das heißt wohl die Situation des AG ist
    die selbe wie nach Zustimmungsverweigerung und vor Beschluss des Arbeitsgerichts.
    Danke, das hat mir sehr geholfen. Das erscheint auch sinnvoll, aber ich hätte es nicht
    für selbstverständlich genommen.
    Falls jemand noch Anmerkungen hat, gerne!
    Ich mir jetzt das Urteil zu Gemüte führen.

    Viele Grüße,
    Lapsus
    Hallo, Lapsus
    hier noch ein paar Anmerkungen zum Thema:
    Zu beachten wäre, dass eine Zustimmungsverweigerung nur dann die Rechtsfolge des § 99 Abs.4 BetrVG auslöst, wenn sie unter Heranziehung mindestens eines der in § 99 Abs.2 BetrVG aufgeführten Tatbestände schriftlich begründet wird (§ 99 Abs.3BetrVG)Eine Zustimmungsverweigerung per Telefax reicht aus (BAG v. 11.6.2002 - 1 ABR 43/01,NZA 2003, 226).Es genügt auch nicht den Wortlaut der in § 99 Abs.2 BetrVG genannten Verweigerungsgründe nur zu wiederholen. Eine solche "Zustimmungsverwweigerung " ist rechtlich wirkungslos.
    Gruß mFS

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  • Lapsus
    antwortet
    AW: AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

    Hallo Brummbär und kriegsrat II,
    danke für eure raschen Antworten und den Verweis auf die Rspr.. Das heißt wohl die Situation des AG ist
    die selbe wie nach Zustimmungsverweigerung und vor Beschluss des Arbeitsgerichts.
    Danke, das hat mir sehr geholfen. Das erscheint auch sinnvoll, aber ich hätte es nicht
    für selbstverständlich genommen.
    Falls jemand noch Anmerkungen hat, gerne!
    Ich mir jetzt das Urteil zu Gemüte führen.

    Viele Grüße,
    Lapsus

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  • kriegsrat II
    antwortet
    AW: AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

    nach scheitern der zustimmungsersetzung durch das arbeitgericht, gilt wie vorher :

    die zustimmung des BR liegt nicht vor

    d.h. der AN hat lohnanspruch, darf aber nicht beschäftigt werden
    der AG müsste den AV wieder fristgerecht kündigen, um den lohnanspruch zu beenden

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  • Brummbär
    antwortet
    AW: AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

    Zitat von Lapsus Beitrag anzeigen
    Hallo liebe Foristen,
    ich habe eine theoretische Frage.

    Angenommen G schließt mit N Arbeitsvertrag ab macht die Zustimmung des BR zur Einstellung aber nicht zur Bedingung.
    BR verneint, G möchte N nicht kündigen und beantragt gerichtliche Zustimmungsersetzung. Das Arbeitsgericht beschließt das Zustimmungsverweigerung rechtens war und ersetzt Zustimmung nicht.
    Was geschieht dann mit dem Arbeitsverhältnis? Hat der Arbeitnehmer immer noch einen Beschäftigungs- und Lohnanspruch? Kann sich der AG auf Unmöglichkeit berufen?
    Die Beschäftigung wäre dann ja betriebsverfassungswidrig .

    Wenn ihr etwas wisst antwortet doch bitte. Gerne auch mit Literaturhinweis. Ich habe schon viele Kommentare durchsucht, dort aber nur Antworten zu der Frage gefunden was passiert wenn BR nicht zustimmt, jedoch nichts auf die Situation nach dem Beschlussverfahren.

    LG,
    Lapsus
    Hallo,
    das abgeschlossene Arbeitsverhältnis bleibt hiervon unberührt. Der Arbeitgeber hat auch darüber hinaus bis zu dessen Beendigung durch Kündigung oder Aufhebungsvertrag die Arbeitsvergütung zu entrichten.

    BAG vom 02.07.1980 - 5 AZR 56/79

    Gruß Brummbär

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  • AG lehnt Zustimmungsersetzung zu pers. Einzelmaßnahme ab, wirkung auf Av?

    Hallo liebe Foristen,
    ich habe eine theoretische Frage.

    Angenommen G schließt mit N Arbeitsvertrag ab macht die Zustimmung des BR zur Einstellung aber nicht zur Bedingung.
    BR verneint, G möchte N nicht kündigen und beantragt gerichtliche Zustimmungsersetzung. Das Arbeitsgericht beschließt das Zustimmungsverweigerung rechtens war und ersetzt Zustimmung nicht.
    Was geschieht dann mit dem Arbeitsverhältnis? Hat der Arbeitnehmer immer noch einen Beschäftigungs- und Lohnanspruch? Kann sich der AG auf Unmöglichkeit berufen?
    Die Beschäftigung wäre dann ja betriebsverfassungswidrig .

    Wenn ihr etwas wisst antwortet doch bitte. Gerne auch mit Literaturhinweis. Ich habe schon viele Kommentare durchsucht, dort aber nur Antworten zu der Frage gefunden was passiert wenn BR nicht zustimmt, jedoch nichts auf die Situation nach dem Beschlussverfahren.

    LG,
    Lapsus

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