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Werkstudent rückwirkend, ohne Kündigungsfrist kündigen?

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  • matthias
    antwortet
    AW: Werkstudent rückwirkend, ohne Kündigungsfrist kündigen?

    Zitat von Maat Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für deine schnelle Antwort! Genau das hatte ich auch vermutet. Das hilft mir schon sehr weiter. Das mit der Freistellung verwirrt mich allerdings noch. Gibt es denn Fälle in denen eine unentgeltliche Freistellung gerechtfertigt sein kann?
    Nicht wirklich, nein.

    Das wäre ja wie du richtig sagst, praktisch eine fristlose Kündigung, müsste dann schon dieselben Maßstäbe ansetzen

    MfG
    Matthias

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  • Maat
    antwortet
    AW: Werkstudent rückwirkend, ohne Kündigungsfrist kündigen?

    Zitat von Holperik Beitrag anzeigen
    Zunächst mal: auch als Werksstudent ist man ein "richtiger" Arbeitnehmer, d.h. es gelten die arbeitsrechtlichen Vorschriften.
    Daraus folgt, dass z.B. natürlich auch die üblichen Kündigungsfristen gelten und u.a. auch die Vorgaben des NachweisG, die regeln, dass ein schriftlicher Arbeitsvertrag mit bestimmten Inhalten spätesens ein Monat nach Arbeitsbeginn vorliegen muss. Wenn es einen schriftlichen AV nicht gibt, heißt das aber nicht, dass es jetzt kein Arbeitsverhältnis gibt. Dies gibt es selbstverständlich, da auch mündlich abgeschlossene Arbeitsverträge wirksam sind.
    In diesem Fall würde hier, mangels schriftlich anderlautender Vereinbarungen, grundsätzlich eine vier-wöchige Kündigungsfrist gegeben sein. In dieser Zeit kann der AG den AN nur dann Freistellen, wenn dies schriftlich vereinbart worden wäre. Darüberhinaus aber ohnehin keinesfalls unentgeltlich, denn auch während der Kündigungsfrist besteht ja sowohl das Recht als auch die Pflicht zu Arbeiten (wenn man nicht freigestellt wurde) und selbstverständlich auch die Lohnzahlungspflicht des AG.
    Hier besteht noch das Problem, dass ja auch die Arbeitszeit nicht schriftlich vereinbart war, d.h. der Nachweis des Lohnanspruches könnte schwieriger werden. Dies dürfte aber dahingehend zu retten sein, dass jedenfalls zuvor regelmäßig 15 Stunden gearbeitet wurde und die Gesamtumstände vermutet lassen, dass dies auch bis zum Ende der Kündigungsfrist so sein sollte.
    Die rückwirkende Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ist zwar möglich, nicht jedoch als einseitige Kündigung oder einseitige schriftliche Erklärung. So wie der AG dies hier gemacht hat, ist dies allenfalls (mit gutem Willen) eine Kündigung zum nächst möglichen Termin.
    Vielen Dank für deine schnelle Antwort! Genau das hatte ich auch vermutet. Das hilft mir schon sehr weiter. Das mit der Freistellung verwirrt mich allerdings noch. Gibt es denn Fälle in denen eine unentgeltliche Freistellung gerechtfertigt sein kann? In meinem nachträglichen Gespräch hieß es, dass aufgrund von baulichen Maßnahmen (durch meinen AG veranlasst und selbstverständlich vorher bekannt) kein Platz mehr für mich sei. Ich kann mir zwar vorstellen, dass das ein Grund für eine Freistellung ist, jedoch nicht unbezahlt, erstrecht keine fristlose Kündigung. Schriftliches habe außer diesem Schreiben nichts erhalten. Es wurde mir nicht einmal mündlich mitgeteilt. Im Gegenteil, meine Arbeitszeiten für den März waren vorher mit meinem AG abgesprochen.

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  • Holperik
    antwortet
    AW: Werkstudent rückwirkend, ohne Kündigungsfrist kündigen?

    Zitat von Maat Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,

    ich hoffe ihr könnt mir bei diesem Thema weiter helfen. Ich bin seit nunmehr 3 Monaten in einer Firma mit 4 Angestellten als Werkstudentin angestellt. Einen schriftlichen Arbeitsvertrag habe ich bisher nicht bekommen. Nun hatte ich die letzte Woche Urlaub. In dieser wurde mir ein Schreiben zugestellt, in dem mein Arbeitsverhältnis zum 15. 2. zunächst auslaufen soll, da derzeit keine Arbeitsspitzen benötigt werden. Es werde sich gemeldet sobald bedarf besteht. Das Schreiben wurde auch erst eine Woche nach dem "ausgelaufenen" Arbeitsverhältnis erstellt.

    Somit meine erste Frage: Ist es tatsächlich möglich, dass ein Arbeitsverhältnis quasi rückwirkend beendet werden soll?
    Meiner Meinung nach muss der AG sich doch an die gesetzliche Kündigungsfrist halten.

    Nun habe ich noch einmal das Gespräch mit meinem Arbeitgeber gesucht. Da meiner Meinung nach die Kündigungsfrist einzuhalten ist, kann ich nicht einfach von jetzt auf sofort unbezahlt freigestellt werden. Mein Arbeitgeber hat mir lediglich angeboten einige kleinen Rechercheaufgaben zu geben. Allerdings komme ich damit nicht einmal Ansatzweise auf die vereinbarten 15 h (laut Personalfragebogen) pro Woche.

    Meine Frage hierzu: Gesetzen Falles, es müsse eine Kündigungsfrist eingehalten werden. Darf ein Werkstudent wegen fehlender Arbeitsspitzen unentgeltlich freigestellt werden?

    Vielen Dank schon einmal für eure Antworten
    Zunächst mal: auch als Werksstudent ist man ein "richtiger" Arbeitnehmer, d.h. es gelten die arbeitsrechtlichen Vorschriften.
    Daraus folgt, dass z.B. natürlich auch die üblichen Kündigungsfristen gelten und u.a. auch die Vorgaben des NachweisG, die regeln, dass ein schriftlicher Arbeitsvertrag mit bestimmten Inhalten spätesens ein Monat nach Arbeitsbeginn vorliegen muss. Wenn es einen schriftlichen AV nicht gibt, heißt das aber nicht, dass es jetzt kein Arbeitsverhältnis gibt. Dies gibt es selbstverständlich, da auch mündlich abgeschlossene Arbeitsverträge wirksam sind.
    In diesem Fall würde hier, mangels schriftlich anderlautender Vereinbarungen, grundsätzlich eine vier-wöchige Kündigungsfrist gegeben sein. In dieser Zeit kann der AG den AN nur dann Freistellen, wenn dies schriftlich vereinbart worden wäre. Darüberhinaus aber ohnehin keinesfalls unentgeltlich, denn auch während der Kündigungsfrist besteht ja sowohl das Recht als auch die Pflicht zu Arbeiten (wenn man nicht freigestellt wurde) und selbstverständlich auch die Lohnzahlungspflicht des AG.
    Hier besteht noch das Problem, dass ja auch die Arbeitszeit nicht schriftlich vereinbart war, d.h. der Nachweis des Lohnanspruches könnte schwieriger werden. Dies dürfte aber dahingehend zu retten sein, dass jedenfalls zuvor regelmäßig 15 Stunden gearbeitet wurde und die Gesamtumstände vermutet lassen, dass dies auch bis zum Ende der Kündigungsfrist so sein sollte.
    Die rückwirkende Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ist zwar möglich, nicht jedoch als einseitige Kündigung oder einseitige schriftliche Erklärung. So wie der AG dies hier gemacht hat, ist dies allenfalls (mit gutem Willen) eine Kündigung zum nächst möglichen Termin.

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  • Maat
    hat ein Thema erstellt Werkstudent rückwirkend, ohne Kündigungsfrist kündigen?.

    Werkstudent rückwirkend, ohne Kündigungsfrist kündigen?

    Hallo ihr Lieben,

    ich hoffe ihr könnt mir bei diesem Thema weiter helfen. Ich bin seit nunmehr 3 Monaten in einer Firma mit 4 Angestellten als Werkstudentin angestellt. Einen schriftlichen Arbeitsvertrag habe ich bisher nicht bekommen. Nun hatte ich die letzte Woche Urlaub. In dieser wurde mir ein Schreiben zugestellt, in dem mein Arbeitsverhältnis zum 15. 2. zunächst auslaufen soll, da derzeit keine Arbeitsspitzen benötigt werden. Es werde sich gemeldet sobald bedarf besteht. Das Schreiben wurde auch erst eine Woche nach dem "ausgelaufenen" Arbeitsverhältnis erstellt.

    Somit meine erste Frage: Ist es tatsächlich möglich, dass ein Arbeitsverhältnis quasi rückwirkend beendet werden soll?
    Meiner Meinung nach muss der AG sich doch an die gesetzliche Kündigungsfrist halten.

    Nun habe ich noch einmal das Gespräch mit meinem Arbeitgeber gesucht. Da meiner Meinung nach die Kündigungsfrist einzuhalten ist, kann ich nicht einfach von jetzt auf sofort unbezahlt freigestellt werden. Mein Arbeitgeber hat mir lediglich angeboten einige kleinen Rechercheaufgaben zu geben. Allerdings komme ich damit nicht einmal Ansatzweise auf die vereinbarten 15 h (laut Personalfragebogen) pro Woche.

    Meine Frage hierzu: Gesetzen Falles, es müsse eine Kündigungsfrist eingehalten werden. Darf ein Werkstudent wegen fehlender Arbeitsspitzen unentgeltlich freigestellt werden?

    Vielen Dank schon einmal für eure Antworten

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