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diebstahl auf arbeit

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  • diebstahl auf arbeit

    hallo,

    mal angenommen jmd hat auf arbeit gestohlen und wurde dann durch eine versteckte kamera erwischt. ist dann dieser beweis überhaupt zulässig, wenn die kamera versteckt war?

    in den öffentlich für jedermann zugänglichen räumen hängen kameras. in den nicht öffentlich zugänglichen räumen allerdings nicht. soweit die mitarbeiter dies wissen. der arbeitnehmer hat unterschrieben, dass er mit der videoüberwachung zum schutze der mitarbeiter einverstanden ist.

    desweiteren wird behauptet, dass der arbeitgeber die arbeitsräume verwanzt hat, um seine mitarbeiter zu bespitzeln. ist das rechtens?

    danke schonmal

    lg micha

  • #2
    AW: diebstahl auf arbeit

    mal angenommen jmd hat auf arbeit gestohlen und wurde dann durch eine versteckte kamera erwischt. ist dann dieser beweis überhaupt zulässig, wenn die kamera versteckt war?

    Jein, wenn vorher schon ein zwingender Verdacht vorhanden war, könnte man das u.U. Rechtfertigen. BR ( falls vorhanden ) muß natürlich mit einbezogen sein.
    Moin, Moin,
    BIG

    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
    Franz Kafka

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    • #3
      AW: diebstahl auf arbeit

      ein betriebsrat ist nicht vorhanden. es handelt sich um einen kleinbetrieb.

      wie kann man eine solche überwachung begründen?

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      • #4
        AW: diebstahl auf arbeit

        Zitat von michaalleinzuhaus Beitrag anzeigen
        ein betriebsrat ist nicht vorhanden. es handelt sich um einen kleinbetrieb.

        wie kann man eine solche überwachung begründen?
        Aus wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers z.B. Wobei man Abwägen sollte, ist das Persönlichkeitsrecht vorrangig oder die AG Interessen.
        Moin, Moin,
        BIG

        "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
        Franz Kafka

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        • #5
          AW: diebstahl auf arbeit

          Hallo

          mal angenommen jmd hat auf arbeit gestohlen und wurde dann durch eine versteckte kamera erwischt. ist dann dieser beweis überhaupt zulässig, wenn die kamera versteckt war?

          Nein. Der AG hat die Kamera für alle deutlich sichtbar zu machen. Sollte die Beleuchtung im überwachten Raum 15 Watt unterschreiten, ist die Kamera mit Phosphor zu bestreichen. (§1 MitKaÜberwG)

          desweiteren wird behauptet, dass der arbeitgeber die arbeitsräume verwanzt hat, um seine mitarbeiter zu bespitzeln. ist das rechtens?

          Nein, aber es ist ein Gerücht, was fast in jedem Betrieb verbreitet wird.

          ein betriebsrat ist nicht vorhanden. es handelt sich um einen kleinbetrieb.

          Ist das KSchG nicht anzuwenden, empfiehlt sich aus Sicht des AG bei tatsächlichen Diebstählen und unter der Voraussetzung, daß man vorher andere Versuche unternommen hat, den Dieb zu finden, die heimliche Überwachung und der nicht begründete fristgerechte Rauswurf des Diebes, ohne von der Überwachung zu erzählen. Ist in der Regel die billigste Variante.

          Gruß,
          LeoLo
          Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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          • #6
            AW: diebstahl auf arbeit

            das persönlichkeitsrecht wird ja somit bei allen mitarbeitern verletzt und die verluste beziffern sich wohl nur im unteren zweistelligem bereich. wie ich hörte...

            was sollte man also tun, wenn der arbeitgeber denjenigen drauf anspricht?

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            • #7
              AW: diebstahl auf arbeit

              Zitat von michaalleinzuhaus Beitrag anzeigen
              desweiteren wird behauptet, dass der arbeitgeber die arbeitsräume verwanzt hat, um seine mitarbeiter zu bespitzeln. ist das rechtens?
              Wenn es erweislich wahr ist, dürfte es rechtens sein. Ansonsten erfüllt dies wohl den Straftatbestand der üblen Nachrede.

              Klaus II

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              • #8
                AW: diebstahl auf arbeit

                Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                Hallo

                mal angenommen jmd hat auf arbeit gestohlen und wurde dann durch eine versteckte kamera erwischt. ist dann dieser beweis überhaupt zulässig, wenn die kamera versteckt war?

                Nein. Der AG hat die Kamera für alle deutlich sichtbar zu machen. Sollte die Beleuchtung im überwachten Raum 15 Watt unterschreiten, ist die Kamera mit Phosphor zu bestreichen. (§1 MitKaÜberwG)

                desweiteren wird behauptet, dass der arbeitgeber die arbeitsräume verwanzt hat, um seine mitarbeiter zu bespitzeln. ist das rechtens?

                Nein, aber es ist ein Gerücht, was fast in jedem Betrieb verbreitet wird.

                ein betriebsrat ist nicht vorhanden. es handelt sich um einen kleinbetrieb.

                Ist das KSchG nicht anzuwenden, empfiehlt sich aus Sicht des AG bei tatsächlichen Diebstählen und unter der Voraussetzung, daß man vorher andere Versuche unternommen hat, den Dieb zu finden, die heimliche Überwachung und der nicht begründete fristgerechte Rauswurf des Diebes, ohne von der Überwachung zu erzählen. Ist in der Regel die billigste Variante.

                Gruß,
                LeoLo
                Hallo, LeoLo
                das hier ist dann nicht von Bedeutung?
                der arbeitnehmer hat unterschrieben, dass er mit der videoüberwachung zum schutze der mitarbeiter einverstanden ist.
                Gruß FS
                In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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                • #9
                  AW: diebstahl auf arbeit

                  ob es rechtens ist, wenn der AG sowas macht. (ich meine nicht obs ok ist, wenn sowas erzählt wird)

                  Kommentar


                  • #10
                    AW: diebstahl auf arbeit

                    Zitat von michaalleinzuhaus Beitrag anzeigen
                    das persönlichkeitsrecht wird ja somit bei allen mitarbeitern verletzt und die verluste beziffern sich wohl nur im unteren zweistelligem bereich. wie ich hörte...

                    was sollte man also tun, wenn der arbeitgeber denjenigen drauf anspricht?
                    Tunlichst Fachberatung - Anwalt/Gewerkschaft einbeziehen.
                    Moin, Moin,
                    BIG

                    "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
                    Franz Kafka

                    Kommentar


                    • #11
                      AW: diebstahl auf arbeit

                      Hallo

                      das hier ist dann nicht von Bedeutung?
                      der arbeitnehmer hat unterschrieben, dass er mit der videoüberwachung zum schutze der mitarbeiter einverstanden ist.

                      Inwieweit ist das von Bedeutung?

                      Gruß,
                      LeoLo

                      Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

                      Kommentar


                      • #12
                        AW: diebstahl auf arbeit

                        Zitat von michaalleinzuhaus Beitrag anzeigen
                        das persönlichkeitsrecht wird ja somit bei allen mitarbeitern verletzt
                        Aber mit deren Zustimmung.

                        und die verluste beziffern sich wohl nur im unteren zweistelligem bereich. wie ich hörte...
                        Na dann...

                        Wie ich gehört habe, gibt es jetzt sogar ein höchstinstanzliches Urteil, nachdem geringfügige Diebstähle erlaubt seien, die der AG sanktionslos hinzunehmen habe.

                        Klaus II

                        P.S. Der letzte Satz soll als Ironie gelten.

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                        • #13
                          AW: diebstahl auf arbeit

                          Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
                          Hallo

                          das hier ist dann nicht von Bedeutung?
                          der arbeitnehmer hat unterschrieben, dass er mit der videoüberwachung zum schutze der mitarbeiter einverstanden ist.

                          Inwieweit ist das von Bedeutung?

                          Gruß,
                          LeoLo

                          um eben doch einen MA des Diebstahls zu überführen.(Aufgrund der Videoüberwachung)
                          Gruß FS
                          In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

                          Kommentar


                          • #14
                            AW: diebstahl auf arbeit

                            Hallo FS

                            Die Vereinbarung wird zumindest in der hier genannten Form unwirksam sein. Aber im Kleinbetrieb ist das doch Wurscht... Da macht man das heimlich und kündigt einfach.

                            Gruß,
                            LeoLo
                            Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

                            Kommentar


                            • #15
                              AW: diebstahl auf arbeit

                              Hallo Klaus II

                              Zitat von Klaus II Beitrag anzeigen

                              P.S. Der letzte Satz soll als Ironie gelten.
                              Ich wußte gar nicht, daß Du ironisch...

                              Gruß,
                              LeoLo
                              Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

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