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"Übernahme" nach Ausbildung mit Unterbrechung

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  • "Übernahme" nach Ausbildung mit Unterbrechung

    Guten Morgen!

    Folgende Situation:
    Ich schließe mit Bestehen der Prüfung am 14.07.2010 meine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestelle n ab. Vom Arbeitgeber (Gemeinde) wird mir eine 6-monatige Übernahme zugesagt, die eigentlich direkt im Anschluss, sprich 15.07., beginnt. Soweit sogut, doch:

    Aus betrieblichen Gründen bzw. Ausbildungsgründen, muss ein Azubi an meinen Schreibtisch. Da wir hier derzeit zu zweit an einem Tisch sitzen und der mir gegenüber der Ausbilder ist, würde es hier doch recht eng werden zu dritt (Platz wäre da, aber dann nicht genügend Arbeit). Eine andere Stelle kommt für mich nicht in Frage, da alles besetzt ist. Der neue Azubi kommt Anfang August '10. Ich wurde gefragt, ob ich meinen Urlaub, den ich eigentlich im Juli nehmen wollte auf August verschieben könne, damit zumindest eine gewisse Zeit lang keine Überbesetzung am Arbeitsplatz herrscht. Die Verschiebung des Urlaubes wäre jedoch finaziell nachteilig für mich, da ich öffentl. Verkehrsmitteln nutze und so 2 Monate angebrochen werden, was vom Tarif her ungünstig ist.

    Habe mich dann mal mit der Personalabteilung unterhalten und angeboten (in Erwägung gezogen), dass man mich erst zum 01. August '10 anstellt, meinen derzeit noch verbleibenen Urlaub von 10 Tagen in das Beschäftigungsverhältnis überträgt und ich dann ab August Urlaub nehme. Überlegung meiner Seits war, dass ich, wenn eine Unterbrechung zw. Ausbildungs- und Beschäftigungsverhältnis liegt, nach dem Bundesurlaubsgesetz (§ 3, § 4) bei mind. 6 Monaten Beschäftigung auf den vollen Urlaub von 24 Werktagen (in meinem Fall 20 Arbeitstage) habe. Nach dem TVöD (Tarifvertrag öffentlicher Dienst) kämen für mich nach § 26 TVöD i. V m. § 9 Abs. 1 TVAöD für das jahr 2010 26 Arbeitstage in Betracht, wenn keine Unterbrechung zw. Ausbildung und Einstellung liegt - sprich für 6 Monate Übernahme ant. 13 Tage.

    Günstiger für mich das BUrlG, da ich 7 Tage mehr Urlaub habe, also insg. mit Übertragung meines derzeitigen 30 Tage. Folge: Im August 4 Wochen Urlaub = 20 Tage, Rest im Spätjahr irgendwann.

    Problematik an der ganzen Geschichte könnte nun sein:
    - Sozialversicherung
    - Krankenversicherung
    - Rentenversicherung ggf.
    - VAB (Pflichtversicherung für öfftl. Dienst.)
    - keine Leistungen der Agentur wg. "freiwilliger" Arbeitslosigkeit, wenn überhaupt für den halben Monat (was davon abgesehn bei meinem Ausbildungsgehalt eh nicht sonderlich reizvoll ausfallen würde)

    Welche Möglichkeiten kämen in Betracht, damit ich diesen halben Monat nicht ohne etwas da stehe?
    Vereinbarungen mit dem Arbeitgeber für Sonderurlaub (bezahlt) wären in der Privatwirtschaft sicherlich nicht sonderlich problematisch, in meinem Fall geht es allerdings um Steuermittel, wo eine Rechtfertigung für schwer anzusehen ist

    Wie ist die Rechtslage in meinem Fall? Leider auf keinen ähnlichen Fall gestoßen...

  • #2
    AW: "Übernahme" nach Ausbildung mit Unterbrechung

    Scheint niemand auf die "schnelle" beantworten zu können, schade :|

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    • #3
      AW: "Übernahme" nach Ausbildung mit Unterbrechung

      1. Die Verkehrs-Tarifgeschichte versteh ich nicht, wo ist denn der Unterschied zwischen einem halben Urlaubsmonat im Juli bzw. August??? Außerdem ist es dem AG egal, ob du mit dem Bus, dem Auto oder dem Fahrrad kommst...

      2. Die Urlaubsberechnung verstehe ich auch nicht, wie kommst du bei 10 Tagen Resturlaub aus der Zeit bis zum 14.7. darauf, das dir nach BUrlG noch weitere 20 Tage zustehen? Lies den § 5 des BUrlG noch mal durch, das Gesetz endet nicht nach den von dir genannten §§!
      Frage: Wieviel Tage hast du denn bis zum 14.7. schon genommen?

      3. Seit wann sind Vereinbarungen mit einem privaren Arbeitgeber über bezahlten Sonderurlaub in der Privatwirtschaft 'nicht sonderlich problematisch'? Hier scheinst du ein paar falsche Vorstellungen zu haben: es ist verdammt schwer, einem Chef klar zu machen, das er einem abwesenden Angestellten Gehalt zahlen soll, damit dieser nicht seinen vertraglichen Urlaubsanspruch aufbrauchen muss. Wenn du hier ein paar gute Argumente hast, dann raus damit, ich will nämlich auch im Sommer bezahlten Sonderurlaub haben, damit ich im Winter meinen richtigen Urlaub nehmen kann!

      4. Statt dir Gedanken über die Optimierung der Verkehrstarife zu machen, solltest du dich auf die Prüfung vorbereiten - zumindest im Bereich BUrlG hast du noch ein paar Lücken...

      Kommentar


      • #4
        AW: "Übernahme" nach Ausbildung mit Unterbrechung

        1. Die Verkehrs-Tarifgeschichte versteh ich nicht, wo ist denn der Unterschied zwischen einem halben Urlaubsmonat im Juli bzw. August??? Außerdem ist es dem AG egal, ob du mit dem Bus, dem Auto oder dem Fahrrad kommst...
        2 halbe Monate sind teurer als 1 voller Monat. Ist aber auch nur ein Aspekt, um den es in der Entscheidung ´nur nebensächlich geht.

        2. Die Urlaubsberechnung verstehe ich auch nicht, wie kommst du bei 10 Tagen Resturlaub aus der Zeit bis zum 14.7. darauf, das dir nach BUrlG noch weitere 20 Tage zustehen? Lies den § 5 des BUrlG noch mal durch, das Gesetz endet nicht nach den von dir genannten §§!
        Frage: Wieviel Tage hast du denn bis zum 14.7. schon genommen?
        Nach Ausbildungsvertrag stehen mir für die Zeit vom 01.01. bis 14.07. 20 Arbeitstage zu. Verbraucht sind 10.
        Werde ich ohne Unterbrechung übernommen gäbe es für mich 2 Varianten in 2010:
        1. 20 Tage aus Ausbildung + 13 Tage wegen der 1/12-Regelung aus dem § 26 TVöD
        2. 20 Tage aus Ausbildung + 6 Tage, da dann ein ganzes Kalenderjahr beschäftigt und pro KJ 26 Arbeitstage Urlaubsanspruch bestehen.

        Werde ich mit Unterbrechung eingestellt (01.08.) gäbe es für mich ebenso 2 Varianten in 2010/11:
        1. 20 Tage aus Ausbildung + 20 Tage aus §§ 4, 3 BUrlG
        2. 20 Tage aus Ausbildung + 6 Tage wegen des § 6 (1) BUrlG (Doppelansprüche)


        3. Seit wann sind Vereinbarungen mit einem privaren Arbeitgeber über bezahlten Sonderurlaub in der Privatwirtschaft 'nicht sonderlich problematisch'?
        Wenn Du einen netten Chef hast, dann ist es seine Entscheidung und kann dies eigenverantworlich vertreten. Mein Chef ("Bürgermeister"), kann nicht zu Lasten der Steuerzahler Urlaub für seine Beschäftigten gewähren. Ist nicht zu rechtfertigen.

        4. Statt dir Gedanken über die Optimierung der Verkehrstarife zu machen, solltest du dich auf die Prüfung vorbereiten - zumindest im Bereich BUrlG hast du noch ein paar Lücken...
        Kennst du den TVöD?

        Kommentar


        • #5
          AW: "Übernahme" nach Ausbildung mit Unterbrechung

          Zitat von kxyrus Beitrag anzeigen
          2 halbe Monate sind teurer als 1 voller Monat. Ist aber auch nur ein Aspekt, um den es in der Entscheidung ´nur nebensächlich geht.



          Nach Ausbildungsvertrag stehen mir für die Zeit vom 01.01. bis 14.07. 20 Arbeitstage zu. Verbraucht sind 10.

          Halte ich für eine Lüge, da bei Abschluß des Vertrages nicht der Tag der Prüfung feststand.
          Ich bin davon überzeugt, das der Vertrag ein anderes Enddatum hat (31.08.2010), dann passen auch die 20 Tage, somit hast du nach TVöD bis zum 14.07 nur einen Anspruch auf 17 Tage.

          Werde ich ohne Unterbrechung übernommen gäbe es für mich 2 Varianten in 2010:
          1. 20 Tage aus Ausbildung + 13 Tage wegen der 1/12-Regelung aus dem § 26 TVöD
          2. 20 Tage aus Ausbildung + 6 Tage, da dann ein ganzes Kalenderjahr beschäftigt und pro KJ 26 Arbeitstage Urlaubsanspruch bestehen.


          Nein, es gibt nur eine, dafür sollte Mann aber lesen können, es gilt dann der volle Urlaub aus dem TV und keine Addition.

          Werde ich mit Unterbrechung eingestellt (01.08.) gäbe es für mich ebenso 2 Varianten in 2010/11:
          1. 20 Tage aus Ausbildung + 20 Tage aus §§ 4, 3 BUrlG
          2. 20 Tage aus Ausbildung + 6 Tage wegen des § 6 (1) BUrlG (Doppelansprüche)

          auch hier falsch, es sind dann 17 Tage plus 8 Tage nach TV, da der TV dir mehr gibt als das BUrlG, auch eindeutig wenn mann oder frau lesen kann


          Wenn Du einen netten Chef hast, dann ist es seine Entscheidung und kann dies eigenverantworlich vertreten. Mein Chef ("Bürgermeister"), kann nicht zu Lasten der Steuerzahler Urlaub für seine Beschäftigten gewähren. Ist nicht zu rechtfertigen.

          In welchen Film lebst du denn, die Vorteile und Freiheiten im Öffentlichen Dienst sind deutlich besser als in der freien Wirtschaft, da kann dein OB schon was tun und tut er auch


          Kennst du den TVöD?

          Welchen? hier gibt es über 100, je nach dem woher du kommst, auch hier Halbangaben, und die bezahle ich mit meinen Steuern, eigendlich untragbar, nur leider habe ich darauf wenig Einfluß
          Anmerkungen in ROT

          Meistermacher

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          • #6
            AW: "Übernahme" nach Ausbildung mit Unterbrechung

            @ "Erfahrener Nörgler"

            Ausbildungsende laut Vertrag: 31.07.2010

            auch hier falsch, es sind dann 17 Tage plus 8 Tage nach TV, da der TV dir mehr gibt als das BUrlG, auch eindeutig wenn mann oder frau lesen kann
            Nicht mit dem BUrlG vereinbar ist => Bei erstmaliger Beschäftigung ab. 6 Monaten = voller Urlaubsanspruch = 24 Werktage = 20 Arbeitstage. Deine 8 spielen hier garkeine Rolle.

            In welchen Film lebst du denn, die Vorteile und Freiheiten im Öffentlichen Dienst sind deutlich besser als in der freien Wirtschaft, da kann dein OB schon was tun und tut er auch
            Keine Ahnung hast DU.
            Im privaten kann dein Chef dir 100 Tage Urlaub geben, wenn er meint, dass das schon passt, ob das realistisch ist spielt doch absolut keine Rolle! Mein Chef könnte mir nicht einfach so über den TV hinaus Urlaub genehmigen! Freiheiten im öfftl. Dienst? Ja durch TV und nicht durch Laune.

            Welchen? hier gibt es über 100, je nach dem woher du kommst, auch hier Halbangaben,...


            100 Tarifverträge des öffentlichen Dienstes? 30 wohl eher.
            Mit "Bürgermeister" und "Verwaltungsfachangestell ter" ist eigentlich eindeutig, welcher für mich in Betracht kommt du "Erfahrener Benutzer", oder etwa nicht?

            Wenn Du mir keine vernünftige Antwort mit gesetzlichen Grundlagen geben kannst, dann lass Dich woanders aus, z. B. im Kummerkasten deiner Gemeinde, wie scheiße Du es doch findest, dass der Staat Steuern erhebt und damit u. a. die Ausbildung von Verwaltungsfachangestellt en finanziert.

            Ich nehme dann mal an, dass Du ebenso "soviel" Ahnung hast von Verwaltungs-, Kommunal-, Gefahrenabwehr-, Abgaben-, Personal*-, Verfassungs-, Privat- und Haushaltsrecht sowie den SGB's, unter Beachtung des Stabilitätsgesetzes, und BWL. Dies nur Inhalte des Theoretischen. In der Praxis kommt dann natürlich noch "son bischen" was dazu.

            Bestätigst Du das? Würde mich mal interessieren, was du so beruflich treibst.

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            • #7
              AW: "Übernahme" nach Ausbildung mit Unterbrechung

              Zitat von kxyrus Beitrag anzeigen
              Guten Morgen!

              Folgende Situation:
              Ich schließe mit Bestehen der Prüfung am 14.07.2010 meine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestelle n ab. Vom Arbeitgeber (Gemeinde) wird mir eine 6-monatige Übernahme zugesagt, die eigentlich direkt im Anschluss, sprich 15.07., beginnt. Soweit sogut, doch:


              Habe mich dann mal mit der Personalabteilung unterhalten und angeboten (in Erwägung gezogen), dass man mich erst zum 01. August '10 anstellt, meinen derzeit noch verbleibenen Urlaub von 10 Tagen in das Beschäftigungsverhältnis überträgt und ich dann ab August Urlaub nehme.
              Wie ist die Rechtslage in meinem Fall? Leider auf keinen ähnlichen Fall gestoßen...

              Eine Befristung ohne vorliegendem Sachgrund mit Start 01.08 ist nicht zulässig (gesetzlich).

              Urlaub:
              Bundesurlaubsgesetz 20 Tage Anspruch (bei einer 5 Tage Woche) für ein Kalenderjahr
              Tarifvertrag 26 Tage Urlaub für ein Kalenderjahr

              Die Tage werden nie addiert, somit max. 26 Tage.
              Wenn unterbrochen wird (Juli) gilt nach TV die 12telregelung, so das Sie nur auf insgesamt 24 Tage Urlaub kommen werden, da nur bei vollen Monaten ein Anspruch entsteht (11/12 von 26 Tage).

              Rest, hin zu Verdi, da Sie dort bestimmt Mitglied sind, und beraten lassen

              Meistermacher

              Kommentar

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