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Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

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  • Erker10
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Da fällt mir noch etwas ein.

    Wenn also die BV - die eventuell zT. nicht zulässig sein könnte - auschließt, das ich als Personengruppe der Aushilfen eine Bezahlung habe, die sich am Mindesttarif der Tarifvereinbarung orientiert,
    dann wunder ich mich, wieso mit der letzten tarifrunde, wo ein Prozent mehr beschlossen wurde, ich doch wieder eingeschlossen wurde.
    Damals, dh. zum November 2009 stieg mein Stundnelohn um 1% von 8,00 auf 8,08 €/h

    Das is doch dann hin und her, irgendwie.

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  • filter
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Hallo, so fleißig können sie nicht unter Tarif Löhnen. Ca. 1/3 unter Tarif gilt als Sittenwidrig.
    Auch wenn das eine Frage für einen seperaten Thread wäre, hänge ich mich msl kurz hier ran.
    Wird denn inzwischen nicht gern auch von 1/3 unter der ortsüblichen Vergütung als Massstab der Sittenwidrigkeit angesehen? Wenn ich mir den IGM-Tarif ansehe, dann liege ich eindeutig unter der Grenze. Nur nach Tarif zahlen hier in der Region vielleicht 10% der Firmen. Ausgenommen die Zeitarbeitsfirmen, die vergüten natürlich alle nach Tarif.
    Könnte es nicht passieren, dass gerade auch noch durch diese 3.klassigen TV die sittenwidrigkeitsgrenze weiter nach untern verschoben wird? Denn laut BZA-TV mit den DGB-Gewerkschaften abgeschlossen, kann ein Facharbeiter für Facharbeitertätigkeit mit 8,42 bezahlt werden.

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  • LeoLo
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Hallo

    Es gibt zwei Möglichkeiten:

    1. Sie mahnen das Geld an, ggf klagen Sie (und werden den bisherigen Angaben zufolge imho gewinnen)
    2. Sie nehmen es hin und ärgern sich

    Gruß,
    LeoLo

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  • Erker10
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Zitat von filter Beitrag anzeigen
    das glaub ich eher nicht. ich schliesse mich der Meinung an, dass die BV unwirksam ist. Es muss eben nur mal jemand dies gerichtlich überprüfen lassen.
    Des weiteren stellt sich z.B. die Frage, wie sich für den BR der Begriff "Aushilfe" definiert?

    Topbezahlte Leitende Angestellte und Manager mit Azubis, Praktikanten und Aushilfen (auch unbefristet und in Vollzeit!!! angestellt) auf eine Stufe zu stellen, da bedarf es schon einiger Weitsicht ;o)
    Nun, es geht dabei wohl gedanklich in zwei Richtungen:
    Die Manager können MEHR bekommen, als tariflich bzw BV vereinbart und Aushilfen und Azubis werden mehr oder minder ausgeschlossen.

    Die Aushilfen sollen letztlich die Schwerpunktszeiten mit-unterstützen.

    Ist die Frage, ob man im 3. Jahr noch von einer Aushilfe als solcher sprechen kann...


    Wegen welchem Punkt genau soll sie also unwirksam sein?

    Hm. Das hieße Erstberatung beim Rechtsanwalt.

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  • filter
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    *gnarr* Also doch....
    Dann sind die ja auf der sicheren Seite und können fleißig unter Tarif löhnen...?
    das glaub ich eher nicht. ich schliesse mich der Meinung an, dass die BV unwirksam ist. Es muss eben nur mal jemand dies gerichtlich überprüfen lassen.
    Des weiteren stellt sich z.B. die Frage, wie sich für den BR der Begriff "Aushilfe" definiert?

    Topbezahlte Leitende Angestellte und Manager mit Azubis, Praktikanten und Aushilfen (auch unbefristet und in Vollzeit!!! angestellt) auf eine Stufe zu stellen, da bedarf es schon einiger Weitsicht ;o)

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  • Erker10
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Zitat von BIG Beitrag anzeigen
    Hallo, so fleißig können sie nicht unter Tarif Löhnen. Ca. 1/3 unter Tarif gilt als Sittenwidrig.
    Hm. Es wären im bald 3 Jahr ca 10, 50 oder so. Bei 8,08 bin ich. Insofern is da die Sitte wohl gewahrt.

    Einziger anderer Ansatzpunkt wäre dann wohl, wenn Aushilfen beliebig verschiedene Gehälter/h bekommen...

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  • BIG
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Zitat von Erker10 Beitrag anzeigen
    Ich hab jetzt noch ein paar papiere nach bekommen. Nach denen wurde ich DOCH explizit ausgeschlossen :/:

    Der Teil der BV, der also Aushilfen betrifft, ist so formuliert:


    *gnarr* Also doch....
    Dann sind die ja auf der sicheren Seite und können fleißig unter Tarif löhnen...?
    Hallo, so fleißig können sie nicht unter Tarif Löhnen. Ca. 1/3 unter Tarif gilt als Sittenwidrig.

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  • Erker10
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Ich hab jetzt noch ein paar papiere nach bekommen. Nach denen wurde ich DOCH explizit ausgeschlossen :/:

    Der Teil der BV, der also Aushilfen betrifft, ist so formuliert:
    Zitat von BV: Persönlicher Anwendungsbereich


    Die BV gilt für alle Mitarbeiter des Betriebes, ausschließlich der leitenden Angestellten, Managern, Azubis, Aushilfskräften und Praktikanten, unabhängig ob diese befristet, unbefristet, teilzeit oder vollzeit eingestellt sind.
    *gnarr* Also doch....
    Dann sind die ja auf der sicheren Seite und können fleißig unter Tarif löhnen...?

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  • Erker10
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Zitat von LeoLo Beitrag anzeigen
    ... daß die BV in einigen Punkten unwirksam ist. Der Verstoß gegen TzBfG - Einzelnorm ist offensichtlich. Da ist es schon irrelevant, ob der TV Öffnungsklauseln bietet.
    Nun, die BV ist von 2006 also in Teilen auch recht alt.
    Damals war die Aushilfen-Frage fast kein Thema.

    Wenn ich den allgemeinen Tenor also richtig verstehe und das hier richtig deute:

    Zitat von TzBfG, Einzelnorm
    § 4 Verbot der Diskriminierung
    Zitat von TzBfG, Einzelnorm

    (1) Ein teilzeitbeschäftigter Arbeitnehmer darf wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandelt werden als ein vergleichbarer vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer, es sei denn, dass sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. Einem teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer ist Arbeitsentgelt oder eine andere teilbare geldwerte Leistung mindestens in dem Umfang zu gewähren, der dem Anteil seiner Arbeitszeit an der Arbeitszeit eines vergleichbaren vollzeitbeschäftigten Arbeitnehmers entspricht.
    (2) Ein befristet beschäftigter Arbeitnehmer darf wegen der Befristung des Arbeitsvertrages nicht schlechter behandelt werden, als ein vergleichbarer unbefristet beschäftigter Arbeitnehmer, es sei denn, dass sachliche Gründe eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen. Einem befristet beschäftigten Arbeitnehmer ist Arbeitsentgelt oder eine andere teilbare geldwerte Leistung, die für einen bestimmten Bemessungszeitraum gewährt wird, mindestens in dem Umfang zu gewähren, der dem Anteil seiner Beschäftigungsdauer am Bemessungszeitraum entspricht. Sind bestimmte Beschäftigungsbedingungen von der Dauer des Bestehens des Arbeitsverhältnisses in demselben Betrieb oder Unternehmen abhängig, so sind für befristet beschäftigte Arbeitnehmer dieselben Zeiten zu berücksichtigen wie für unbefristet beschäftigte Arbeitnehmer, es sei denn, dass eine unterschiedliche Berücksichtigung aus sachlichen Gründen gerechtfertigt ist.

    ... dann hieße das:

    entweder:
    a) ich müßte nach Tarifgruppe K1 bezahlt werden, anteilig
    (Dh bei 20h/Woche statt 37 Vollzeit eben 54 % des Lohns = ca. 10,nochwas €/h), WEIL die BV eigentlich die Orientierung an dem Tarifvertraglichen Mindesteslohn zwingend vorgibt
    ODER



    a1) ich müßte...(...), aber weil die BV eh in Teilen ungültig ist... dann was?

    und

    b) Ich müßte eigentlich anteilig das 13. Gehalt, das als Urlaubsgeld im Juni und Weihnachtsgeld im November gezahlt wird, erhalten,

    sowie

    c) Die vermögenswirksamen Leistungen...?

    und da keine Mindestarbeitszeit vorgeschrieben ist,
    müssen sie mich zwangsläufig 10/h die Woche einsetzen (Obwohl die Arbeitszeit weniger mein problem darstellt)



    Und wenn dann noch Aushilfen für die GLEICHE Arbeit MEHR Geld bekommen als Mindestarif, würde der Punkt der Ungleichheit zur Debatte stehen?

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  • LeoLo
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Hallo

    Zitat von Erker10 Beitrag anzeigen
    Ob der Tarifvertrag für Einzelhandel in Berlin ergänzende Bestimmungen via Betriebsvereinbarungen zuläßt ?

    Das weiß ich nicht sicher, der den ich habe, ist von 2003 also nicht der aktuelle von 2009. Da steht nichts dergleichen drin. Aber der ist sicher veraltet.
    Sollte er es nicht zulassen wäre ja die komplette Grundlage der BV hinfällig?
    Das ist eigentlich schnurz. Alleine so ist schon klar erkennbar, daß die BV in einigen Punkten unwirksam ist. Der Verstoß gegen TzBfG - Einzelnorm ist offensichtlich. Da ist es schon irrelevant, ob der TV Öffnungsklauseln bietet.

    Zitat von Erker10 Beitrag anzeigen
    So ein 'Geschludere' kann ich mir nicht vorstellen---
    Ich glaube, wenn man mal alle BV auf einen Prüfstand stellen würde, gäbe es eine Woche später die Pisa-BR-Studie...

    Gruß,
    LeoLo

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  • Erker10
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Zitat von E.D. Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, daß nach 2 Jahren der gesetzlich nicht allg. definierte Begriff "Aushilfe" unpassend erscheint:



    Tut er das zulassen?

    E.D.
    Ob der Tarifvertrag für Einzelhandel in Berlin ergänzende Bestimmungen via Betriebsvereinbarungen zuläßt ?

    Das weiß ich nicht sicher, der den ich habe, ist von 2003 also nicht der aktuelle von 2009. Da steht nichts dergleichen drin. Aber der ist sicher veraltet.
    Sollte er es nicht zulassen wäre ja die komplette Grundlage der BV hinfällig?
    So ein 'Geschludere' kann ich mir nicht vorstellen---

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  • Erker10
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Zitat von filter Beitrag anzeigen
    Das ist doch die Traumformulierung für alle Arbeitgeber. Moderne Tagelöhnerei von 0 bis 60 Stunden pro Woche.

    Darauf bezugnehmend noch diese Frage: wird bezahlter Urlaub gewährt und was ist mit der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall?
    Ja, der Urlaub wird bezahlt, gemessen am durschnittlichen Einsatz zuvor. Im krankheitsfall wird 1:1 gezahlt, als wäre ich anwesend gewesen

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  • filter
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    "Die wöchentliche Regelarbeitszeit richtet sich nach betrieblichen Belangen und gesetzlichen bestimmungen. Lage der Arbeitszeit nach betrieblichen Regelungen und Erfordernissen."
    Das ist doch die Traumformulierung für alle Arbeitgeber. Moderne Tagelöhnerei von 0 bis 60 Stunden pro Woche.

    les dir mal die grundsätzlichen gesetzlichen Bestimmungen zur Arbeit auf Abruf durch:

    Gesetze zum Arbeitsrecht: Arbeit auf Abruf

    Handbuch Arbeitsrecht: Teilzeitbeschäftigung

    kritisch wäre alleine dieser Passus, der aber bei dir anscheinend nicht zutrifft, wenn noch nichtmal die Bezahlung nach Tarif erfolgt:

    "Von den in § 12 Abs.1 und 2 TzBfG enthaltenen Vorschriften über den Schutz von Arbeitnehmern, die Arbeit auf Abruf verrichten, kann in Tarifverträgen auch zu Ungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden, falls der Tarifvertrag Regelungen über die tägliche und wöchentliche Arbeitszeit und die Vorankündigungsfrist vorsieht. Im Geltungsbereich eines solchen Tarifvertrages können nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Arbeitnehmer die Anwendung der tariflichen Regelungen über die Arbeit auf Abruf vereinbaren (§ 12 Abs.3 TzBfG)."

    Darauf bezugnehmend noch diese Frage: wird bezahlter Urlaub gewährt und was ist mit der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall?

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  • E.D.
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Zitat von Erker10 Beitrag anzeigen
    Laut Betriebsvereinbarung gilt Folgendes:

    - Kein 13. Gehalt für Aushilfen
    - Keine Vermögenswirksamen Leistungen für Aushilfen
    - Beteiligung an einem umsatzorientierten Bonussystem AUCH für Aushilfen
    und:
    -Gehaltserhöhungen fürs Grundgehalt erfolgen unterjährig. Das Minimum der Gehaltseinstufung ist das Tarifgehalt des jeweils gültigen berliner Einzelhandesltarifvertrag es
    -Alle Mitarbeiter, deren Gehalt dem Mimimum des Berl. vertrages entspricht, nehmen an Tariferhöhungen automatisch teil.
    Abgesehen davon, daß nach 2 Jahren der gesetzlich nicht allg. definierte Begriff "Aushilfe" unpassend erscheint:

    § 77 Abs. 3 BetrVG:
    Arbeitsentgelte und sonstige Arbeitsbedingungen, die durch Tarifvertrag geregelt sind oder üblicherweise geregelt werden, können nicht Gegenstand einer Betriebsvereinbarung sein. Dies gilt nicht, wenn ein Tarifvertrag den Abschluss ergänzender Betriebsvereinbarungen ausdrücklich zulässt.
    Tut er das zulassen?

    E.D.

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  • Erker10
    antwortet
    AW: Einzelhandels-Unter-Tarifbezahlung von Aushilfen/Studenten

    Definitv keine fixe Arbeitszeit. Es gibt im betrieb zwei Sorten Aushilfen:
    Die einen sind auf 400-Euro-Basis angestellt.
    Die anderen - wie ich - auf dieser Vertragsklausel:
    "Die wöchentliche Regelarbeitszeit richtet sich nach betrieblichen Belangen und gesetzlichen bestimmungen. Lage der Arbeitszeit nach betrieblichen Regelungen und Erfordernissen."

    Bei meiner Einstellung hbe ich mündlich um mindestens 650 -800 €/monatlich gebeten.
    Dh. eine Beinahe-Annäherung an 20h/Woche.

    Diese werden meist, aber nicht immer erreicht. Häufig fehlen 1,5 -3 h, manchmal auch 6 oder mehr.
    Da ist meine Personaleinsatzplanerin aber immer bemüht (auch auf meinen Druck hin) mich so maximal wie möglich einzusetzen.
    Andere Aushilfen haben aber sehr wohl schon das Pech gehabt nur 2 Mal im Monat erscheinen zu 'brauchen', wenn sie nur an manchen Tagen können.

    Im Großen und Ganzen sind die Stunden also ok, WENN der Einzelhandel floriert,
    und eine Katatrophe zb zu Jahresbeginn, wo es eher 14h/Woche sind.
    Das Problem ist also einerseits die fehlende Garantie, jeden Monat und der Stundenlohn als solcher.

    Zum Thema Ankündigungsfrist: Die Dienspläne kommen meist 1 bis 15, Monate vorab.
    Häufig nur teilbeplant. Denn letztlich soll die Aushilfe der Notspringer sein.
    Es kommt also regelmäßig vor, das ich nur 12h verplant bin und FR für nächste Woche noch ein Tag angeboten bekomme, den ich dan natürlich dankbar nehme.

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