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  • Abfindung?

    Hallo und guten Tag.

    Ich bin 44 jahre alt und seit 25 Jahren betriebszugehörig bei einer öffentlich-rechtlichen Sparkasse,
    Seit Ende September 2007 bin ich arbeitsunfähig aufgrund einer Angsterkrankung/Depressionen/Burnout, die sich im Laufe der letzten 3 Jahre meiner beruflichen Tätigkeit als Privatkundenberater mit hoher Kundenfrequenz, hohem Zahlen/Vertriebsdruck und einem gnadenlosem Vertriebsleiter entwickelte.
    Ich habe im Dezember 2009 eine 6 wöchige Rehamassnahme durchgeführt, in dessem ärztlichen Entlassungsbericht eine Arbeitsunfähigkeit im Vertrieb und im Kundenkontakt auf Dauer festgestellt wurde.
    Eine Erwerbsminderungsrente bekomme ich nicht.
    Nach der Reha war eine Wiedereingliederung innerhalb der Sparkasse geplant; man teilte mir aber mit, dass ausserhalb des Vertriebes kein Arbeitsplatz für mich zur Verfügung stände.
    Seit dem 1.3. mache ich nun eine Wiedereingliederung bei einer Tochtergesellschaft der Sparkasse, wo mir schon im Vorfeld gesagt wurde, dass diese Aktion nur 2 Monate dauere und man mich in keinem Fall übernehmen würde.
    Hiesse nach Abschluss zurück zur Sparkasse. die ja ihrerseits keinen Arbeitsplatz für mich hat.
    Hinzu kommt, dass bei mir nach kleinsten Fehlern gesucht wird (Arbeitsaufgabe zB. 2000 Briefe sortieren + Kartenversand im Rahmen eines Austausches>>insgesamt Fliessbandarbeit), und ich den Eindruck habe, dass diese Wiedereingliederung scheitern soll.

    Losgelöst davon meine Fragen:

    Habe ich aufgrund meiner Betriebszugehörigkeit (bin nach Alter und Jahren unkündbar>>öffentlicher Dienst) und der jetzigen, für mich perspektivlosen Situation, Aussicht oder Anspruch auf eine Abfindung, wenn das Arbeitsverhältnis gekündigt wird?
    Kann die Sparkasse diesen ja bestehenden Arbeitsvertrag quasi aussitzen, ohne mich zu beschäftigen?
    Wie verhält es sich insbesondere bei einer gescheiterten oder abgebrochenen Wiedereingliederung?
    Macht also ein Aufhebungsvertrag Sinn?
    Vielen Dank schon einmal für die hoffentlich eingehenden Antworten.
    Bin ziemlich verzweifelt.
    Zuletzt geändert von Rom2; 10.03.2010, 17:52.

  • #2
    AW: Abfindung?

    Hallo Rom 2,
    welche Tätigkeit ist denn laut AV vorgesehen?
    Natürlich kann ein Vegetarier sehr zivil mit einem Kannibalen über das gemeinsame Nachtmahl verhandeln; dabei sollte er das Küchenmesser aber nicht als Vorleistung abgeben
    Josef Joffe

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    • #3
      AW: Abfindung?

      Der Arbeitsvertrag schreibt keine speziellen Tätigkeiten vor.
      Diese Tätigkeit, die ich jetzt in der Massnahme ausübe, war bis zur Gründung der Tochtergesellschaft, eine, die auch in der Sparkasse selber ausgeführt wurde.
      Nach und nach wurden aber diese sachbearbeitenden Tätigkeiten von der Sparkasse ausgelagert, und an die Tochtergesellschaft übergeben.

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      • #4
        AW: Abfindung?

        Hallo Rom 2,
        wenn der AV keine bestimmte Tätigkeit vorgibt und Deine Qualifikation auch für eine Tätigkeit in einem anderen Bereich außerhalb des Vertriebs ausreicht, sehe ich den AG durchaus in der Pflicht, Dich weiter zu beschäftigen.
        Natürlich kann ein Vegetarier sehr zivil mit einem Kannibalen über das gemeinsame Nachtmahl verhandeln; dabei sollte er das Küchenmesser aber nicht als Vorleistung abgeben
        Josef Joffe

        Kommentar


        • #5
          AW: Abfindung?

          Grundsätzlich wenn die Eingliederung abgebrochen oder beendet wird und dein Arzt sagt, oder ihr beide sagt, dass er dich nicht mehr AU schreibt, dann musst oder kannst du am nächsten Tag bei deinem AG auf der Matte stehen und sagen: "Hier bin ich gib mir Arbeit Chef".

          So was heisst gekündigt bzw. wer kündigt?

          Wenn du kündigst gibt es natürlich keine Abfindung.

          Wenn der AG kündigt braucht er einen Grund. Betriebsbedingt oder personenbedingt/verhaltensbedingt, wobei durch die Unkündbarkeit wird das nochmal schwieriger, eine personenbedingte Kü. ist aber nicht ganz ausgeschlossen wenn er sagt ich habe kein Arbeit für den Mann, ich kann ihn auch nicht umsetzen, was er gemacht hat und was in seinem Vertrag steht will er nicht mehr machen.
          Wenn er damit vor Gericht durchkommt, gibt es auch keine Abfindung.

          Eine Aufhebungsvertrag mit einer Abfindungsvereinbarung könnte eine Lösung sein wenn der AG darauf eingeht.

          Die Frage ist was machst du dann? Hast du irgendwelche Perspektiven?

          Grundsätzlich würde ich das alles aber auch nicht alleine durchziehen. Ich würde zur Gewerkschaft gehen oder zu einem Fachanwalt. Es ist z.b. auch immer gefährlich dem AG irgendwelche Attest zu kommen zu lassen. Damit bietet man dem AG die krankheitsbedingten Kündigungsgründe u.U. frei Haus an.

          Du gehst ja auch zum Arzt und lässt dich behandeln wieso gehst du nicht zu einem professionellen Rechtsberater (ausser dem Grund, dass es Geld kostet)?

          MFG
          Matthias

          Kommentar


          • #6
            AW: Abfindung?

            Hallo Matthias, (auch Lotte danke für die Antwort),

            ich gehe vom Worstcase aus, und denke, die Wiedereingliederung wird seitens des Arbeitgebers für gescheitert erklärt werden.
            Nach Deinen Ausführungen ist es für mich auf jeden Fall besser, nicht zu kündigen.
            Diese Tendenz hatte ich auch schon.
            Da mir die Sache auch über den Kopf wächst, werde ich einen Fachanwalt für Arbeitsrecht beauftragen, sich der Sache anzunehmen.
            Vom Grundsatz her tendiere ich Richtung Aufhebungsvertrag, da ich mir vorstellen kann, dass auch in der Zukunft alles versucht wird, um mich loszuwerden.

            Gruss

            Kommentar


            • #7
              AW: Abfindung?

              Zitat von Rom2 Beitrag anzeigen
              Hallo Matthias, (auch Lotte danke für die Antwort),

              ich gehe vom Worstcase aus, und denke, die Wiedereingliederung wird seitens des Arbeitgebers für gescheitert erklärt werden.
              Nach Deinen Ausführungen ist es für mich auf jeden Fall besser, nicht zu kündigen.
              Diese Tendenz hatte ich auch schon.
              Da mir die Sache auch über den Kopf wächst, werde ich einen Fachanwalt für Arbeitsrecht beauftragen, sich der Sache anzunehmen.
              Vom Grundsatz her tendiere ich Richtung Aufhebungsvertrag, da ich mir vorstellen kann, dass auch in der Zukunft alles versucht wird, um mich loszuwerden.

              Gruss
              Rom2, nicht vergessen bei der ganzen Sache das dass Arbeitsamt auch quer treiben könnte, Sperre ect.
              Gruß
              Moin, Moin,
              BIG

              "Wege entstehen dadurch, dass man sie geht."
              Franz Kafka

              Kommentar


              • #8
                AW: Abfindung?

                Zitat von Rom2 Beitrag anzeigen
                Hallo und guten Tag.

                Ich bin 44 jahre alt und seit 25 Jahren betriebszugehörig bei einer öffentlich-rechtlichen Sparkasse,
                Seit Ende September 2007 bin ich arbeitsunfähig aufgrund einer Angsterkrankung/Depressionen/Burnout, die sich im Laufe der letzten 3 Jahre meiner beruflichen Tätigkeit als Privatkundenberater mit hoher Kundenfrequenz, hohem Zahlen/Vertriebsdruck und einem gnadenlosem Vertriebsleiter entwickelte.
                Ich habe im Dezember 2009 eine 6 wöchige Rehamassnahme durchgeführt, in dessem ärztlichen Entlassungsbericht eine Arbeitsunfähigkeit im Vertrieb und im Kundenkontakt auf Dauer festgestellt wurde.
                Eine Erwerbsminderungsrente bekomme ich nicht.
                Nach der Reha war eine Wiedereingliederung innerhalb der Sparkasse geplant; man teilte mir aber mit, dass ausserhalb des Vertriebes kein Arbeitsplatz für mich zur Verfügung stände.
                Seit dem 1.3. mache ich nun eine Wiedereingliederung bei einer Tochtergesellschaft der Sparkasse, wo mir schon im Vorfeld gesagt wurde, dass diese Aktion nur 2 Monate dauere und man mich in keinem Fall übernehmen würde.
                Hiesse nach Abschluss zurück zur Sparkasse. die ja ihrerseits keinen Arbeitsplatz für mich hat.
                Hinzu kommt, dass bei mir nach kleinsten Fehlern gesucht wird (Arbeitsaufgabe zB. 2000 Briefe sortieren + Kartenversand im Rahmen eines Austausches>>insgesamt Fliessbandarbeit), und ich den Eindruck habe, dass diese Wiedereingliederung scheitern soll.

                Losgelöst davon meine Fragen:

                Habe ich aufgrund meiner Betriebszugehörigkeit (bin nach Alter und Jahren unkündbar>>öffentlicher Dienst) und der jetzigen, für mich perspektivlosen Situation, Aussicht oder Anspruch auf eine Abfindung, wenn das Arbeitsverhältnis gekündigt wird?
                Kann die Sparkasse diesen ja bestehenden Arbeitsvertrag quasi aussitzen, ohne mich zu beschäftigen?
                Wie verhält es sich insbesondere bei einer gescheiterten oder abgebrochenen Wiedereingliederung?
                Macht also ein Aufhebungsvertrag Sinn?
                Vielen Dank schon einmal für die hoffentlich eingehenden Antworten.
                Bin ziemlich verzweifelt.
                Hallo Matthias
                bin in der selben Situation...bitte melde dich irgendwie
                Dieter

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                • #9
                  AW: Abfindung?

                  Zitat von Aregno55 Beitrag anzeigen
                  Hallo Matthias
                  bin in der selben Situation...bitte melde dich irgendwie
                  Dieter
                  Hallo, Dieter
                  schreib doch mal deine Situation, damit man vieleicht helfen kann!
                  Gruß FS
                  In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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                  • #10
                    AW: Abfindung?

                    Zitat von Fussballsend Beitrag anzeigen
                    Hallo, Dieter
                    schreib doch mal deine Situation, damit man vieleicht helfen kann!
                    Gruß FS
                    Sparkasse seit 17 Jahren; Öfftl. Dienst insgesamt 32 Jahre, also unkündbar, jedoch krankheitsbedingt; seit 09 2009 AU
                    (8 Wo Reha); Rehabericht rät auf Teilzeitarbeit und neuen Arbeitsplatz ohne Kundenkontakt.
                    Sparkasse blockiert; nur Angebot als Vers.vertreter. Vermittlung Krankenkasse mit AG nun gescheitert....weiteres aussitzen.
                    Ich werde überall (Ärzte, Reha) damit konfrontiert, dass es vielen Sparkasslern so geht. Ich würde einen
                    Schutzverein Spk.geschädigter gründen um endlich mal
                    gegen die Ohnmacht für den Einzelnen wirksamer ankämpfen
                    zu können.
                    Bei meinem Anwalt habe ich nun alles vorbereitet.
                    Gruß D

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