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Kündigung im Kleinbetrieb rechtens?

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  • Kündigung im Kleinbetrieb rechtens?

    Hallo Zusammen,


    Tatbestand:
    Ich bin Mutter von drei Kindern.
    Nächste Woche erhalte ich meine Kündigung, nach der Elternzeit, mit der Begründung, dass es die wirtschaftliche Lage nicht zulässt mich weiter zu beschäftigen.

    Ich arbeite halbtags, habe aber immer gesagt, dass ich mehr arbeiten kann. Mein AG versicherte mir, dass es nicht an meiner Qualifikation liegt. Ich war 9 Monate im Mutterschutz und anschließend in Elternzeit. Mit der Elternzeit bin ich 2 Jahre und 3 Monate (1,5 Jahre davon im Betrieb gearbeitet) im Betrieb.
    Es ist ein Kleinbetrieb mit unter fünf Angestellten.
    Mein Arbeitsplatz ist schon mit einer Praktikantin besetzt.
    Ich habe zwei Kolleginnen mit gleicher Qualifikation. Eine davon ist zwei Jahre älter, ledig, und hat einen Monat nach mir angefangen. Die andere ist acht Jahre älter, ledig, arbeitet ein Jahr länger im Betrieb.

    Mein Mann ist das nächste halbe Jahr wie auch das vergangene halbe in Elternzeit und arbeitet während dessen bei seinem alten Arbeitgeber nur 5 Stunden die Woche.

    Lohnt es sich einen Prozess anzustreben, bzw. eine Abfindung zu fordern?

    Danke schon mal

  • #2
    AW: Kündigung im Kleinbetrieb rechtens?

    Zitat von ghostbusters Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen,


    Tatbestand:
    Ich bin Mutter von drei Kindern.
    Nächste Woche erhalte ich meine Kündigung, nach der Elternzeit, mit der Begründung, dass es die wirtschaftliche Lage nicht zulässt mich weiter zu beschäftigen.

    Ich arbeite halbtags, habe aber immer gesagt, dass ich mehr arbeiten kann. Mein AG versicherte mir, dass es nicht an meiner Qualifikation liegt. Ich war 9 Monate im Mutterschutz und anschließend in Elternzeit. Mit der Elternzeit bin ich 2 Jahre und 3 Monate (1,5 Jahre davon im Betrieb gearbeitet) im Betrieb.
    Es ist ein Kleinbetrieb mit unter fünf Angestellten.
    Mein Arbeitsplatz ist schon mit einer Praktikantin besetzt.
    Ich habe zwei Kolleginnen mit gleicher Qualifikation. Eine davon ist zwei Jahre älter, ledig, und hat einen Monat nach mir angefangen. Die andere ist acht Jahre älter, ledig, arbeitet ein Jahr länger im Betrieb.

    Mein Mann ist das nächste halbe Jahr wie auch das vergangene halbe in Elternzeit und arbeitet während dessen bei seinem alten Arbeitgeber nur 5 Stunden die Woche.

    Lohnt es sich einen Prozess anzustreben, bzw. eine Abfindung zu fordern?

    Danke schon mal
    kündigungsschutz in kleinbetrieben

    Dazu hat das BAG (Bundesarbeitsgericht) mit Urteil vom 21.02.2001 (2 AZR 15/00) im Anschluß an eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts allerdings festgestellt, daß der Arbeitgeber auch in einem Kleinbetrieb, auf den das KSchG keine Anwendung findet, zu einem Mindestmaß an sozialer Rücksichtnahme verpflichtet ist. Andernfalls verstößt die Kündigung gegen Treu und Glauben (§ 242 BGB) und ist daher unwirksam.
    Handbuch Arbeitsrecht: Kündigungsschutz

    ich bezweifle jedoch, daß das in deinem fall viel helfen wird.....

    "Büro ist wie Achterbahn fahren, ein ständiges Auf und Ab. Wenn man das dann auch noch täglich 8 Stunden machen muß, dann kotzt man halt irgendwann" STROMBERG

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    • #3
      AW: Kündigung im Kleinbetrieb rechtens?

      Hallo

      Zusätzlich zu dem von kriegsrat II Gesagtem müßte man erst einmal auf die schriftliche Kündigung warten und hoffen, daß dort ein Kündigungsgrund genannt ist, um überhaupt eine vage Chance zu wittern.

      Gruß,
      LeoLo
      Wer sich die Anwaltskosten für eine Beratung nicht leisten kann und keine Versicherung hat, die einspringt, hat die Möglichkeit, Beratungshilfe beim Amtsgericht am Wohnort zu beantragen (außer in Hamburg und Bremen). Eine fachanwaltliche Erstberatung kostet dann eine Selbstbeteiligung von derzeit 10,00 €. Der Rechtsanwalt erhält vom Gericht dann eine Pauschale für Beratung und ggf erste außergerichtliche Tätigkeiten. Im Falle eines Prozesses kann man wiederum Prozesskostenhilfe beantragen.

      Kommentar


      • #4
        AW: Kündigung im Kleinbetrieb rechtens?

        Zitat von ghostbusters Beitrag anzeigen
        Hallo Zusammen,


        Tatbestand:
        Ich bin Mutter von drei Kindern.
        Nächste Woche erhalte ich meine Kündigung, nach der Elternzeit, mit der Begründung, dass es die wirtschaftliche Lage nicht zulässt mich weiter zu beschäftigen.

        Ich arbeite halbtags, habe aber immer gesagt, dass ich mehr arbeiten kann. Mein AG versicherte mir, dass es nicht an meiner Qualifikation liegt. Ich war 9 Monate im Mutterschutz und anschließend in Elternzeit. Mit der Elternzeit bin ich 2 Jahre und 3 Monate (1,5 Jahre davon im Betrieb gearbeitet) im Betrieb.
        Es ist ein Kleinbetrieb mit unter fünf Angestellten.
        Mein Arbeitsplatz ist schon mit einer Praktikantin besetzt.
        Ich habe zwei Kolleginnen mit gleicher Qualifikation. Eine davon ist zwei Jahre älter, ledig, und hat einen Monat nach mir angefangen. Die andere ist acht Jahre älter, ledig, arbeitet ein Jahr länger im Betrieb.

        Mein Mann ist das nächste halbe Jahr wie auch das vergangene halbe in Elternzeit und arbeitet während dessen bei seinem alten Arbeitgeber nur 5 Stunden die Woche.

        Lohnt es sich einen Prozess anzustreben, bzw. eine Abfindung zu fordern?

        Danke schon mal
        Hallo,ghostbusters

        wie schon meine Vorredner hier noch etwas dazu:

        Wie schon gesagt ist man auch in Kleinbetrieben nicht gänzlich ohne KÜ-Schutz.
        Es sind zum einen die allgemeinen Vorschriften über die Kündigung (z.B: Schriftform der KÜ, bei außerordentlicher KÜ nur aus wichtigem Grund, Einhaltung der KÜ-Fristen)einzuhalten. Zum anderen darf eine KÜ nicht gegen verfassungsrechtliche gebotene Mindestanforderungen wie schon erwähnt ("Treu und Glauben") verstoßen.Das BVerfG hat klargestellt, das auch in Kleinbetrieben ein Mindest-Kündigungsschutz besteht
        (BVerfGv.27.1.1998-1BvL 15/87 und 22/87 AiB 1998,304 und DB 1998, 82):

        -eine Kü darf nicht willkürlich sein oder auf sachfremden Motiven beruhen.
        -Bei der Auswahl der zu kündigenden Beschäftigten muss ein gewisses Maß an sozialer Rücksichtnahme gewahrt sein.
        -Ein durch langjährige Mitarbeit erdientes Vertrauen in den Fortbestand des Arbeitsverhältnisses muss bei der Beurteilung der Wirksamkeit der KÜ berücksichtigt werden.
        Wenn eine KÜ diesen Anforderungen nicht entspricht, verstößt sie gegen Treu und Glauben und ist unwirksam (vgl. auch BAG v. 21.2.2001-AZR 15/00,NZA 200, 833)
        Aber wie schon angedeutet sieht es für dich nicht so gut aus.
        Gruß FS
        In einem guten Wort ist Wärme für drei Winter!

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